Stoi! Erinnerungen. Von Stalingrad nach Weimar 1942-1994

Stoi! Erinnerungen. Von Stalingrad nach Weimar

Sonderausstellung des Stadtmuseums Erfurt vom 8. Mai bis 30. Mai 2010 auf dem Anger in Erfurt


Russen.2010.jpg

Vor 65 Jahren wurde der Zweite Weltkrieg beendet. Ein verbrecherisches, menschenverachtendes und rassistisches Regime hatte die Welt mit einer bisher nicht gekannten Vernichtungskraft in eine globale militärische Auseinandersetzung gestürzt.

Erst der schonungslose Einsatz der Alliierten unter Führung der Großmächte Sowjetunion, USA und Großbritannien führte zur bedingslosen Kapitulation Deutschlands am 8./9. Mai 1945. Die Befreiung Europas von nationalsozialistischer Herrschaft veränderte die politische Weltkarte grundlegend.

Den größten Blutzoll im Zweiten Weltkrieg erbrachten die Völker der Sowjetunion und die Soldaten der Roten Armee. Am 22. Juni 1941 fiel die deutsche Wehrmacht mit rund 75% ihres Feldheeres (über 3 Mio. Mann) in die Sowjetunion ein. Bereits am 18. Dezember 1940 war die "Führerweisung Nr. 21" ("Unternehmen Barbarossa") ergangen. Eine blutige Front reichte von nun an quer durch Europa, vom Nordkap zum Schwarzen Meer und bald auch zum Kaukasus. Das schnelle Voranschreiten der Truppen nährte den Größenwahn der Führungselite um Hitler. Doch schon im Folgejahr endete dieser Überfall mit der Katastrophe von Stalingrad, bis heute Synonym für das Grauen des Krieges.

Zwischen 1945 und 1994 war die 8. Gardearmee als Besatzungsarmee in Thüringen stationiert. Die Erinnerung an ein halbes Jahrhundert zwischen der Schlacht von Stalingrad und dem Abzug aus der Klassikerstadt Weimar stehen damit beispielhaft für die historische Entwicklung im geteilten Europa.


Hardy Eidam/Carl Ulrich Spannaus/Mathias Uhl/Steffen Raßloff/Marcus Sonntag/Harald Baum: Stoi! Erinnerungen. Von Stalingrad nach Weimar (Ausstellungskatalog Stadtmuseum Erfurt). Erfurt 2010.


Siehe auch: Geschichte der Stadt Erfurt, Besatzerwechsel 1945