Benediktinerinnen

Benediktinerinnen

Der weibliche Zweig der Benediktiner führt seine Tradition zurück auf die hl. Scholastica zurück. Die Schwester des hl. Benedikt von Nursia gilt als die erste Äbtissin der Benediktinerinnen.

Seit der Auffindung des Doppelgrabes eines älteren Mannes und einer Frau unter dem Hochaltar der Abtei Montecassino (1950) scheint die historische Existenz Scholasticas gesichert. Die Regel des hl. Benedikt wurde für die Frauenklöster nur langsam umgesetzt. Die adligen Frauen lebten wohl oft in der Art von Kanonissen.

Als Nonnen unterzogen sich Benediktinerinnen strenger Klausur. Im Hochmittelalter erhielten die exklusiven Benediktinerinnen starke Konkurrenz durch die jüngeren Orden, etwa der Zisterzienserinnen und der Dominikanerinnen.

Als benediktinische Alternative zur Lebensform der Nonnen (moniales) entstand im ausgehenden Mittelalter in Rom die Lebensform der Schwestern (sorores). Sie widmen sich vor allem dem Schulunterricht und sozialen Aufgaben. Im Unterschied zu den Nonnen werden nur die einfachen Gelübde geleistet. Die Schwestern sind zumeist in so genannten Mutterhäusern mit abhängigen Filialen organisiert, seltener in selbstständigen Einzelklöstern. Ihre Kongregationen erhielten im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert großen Auftrieb.