Eisenach

Eisenach

Allgemeine Angaben

Bundesland: Thüringen
Landkreis: Eisenach

Koordinaten

Länge: 10.3167 / 10° 19' 0"
Breite: 50.9833 / 50° 58' 60"

Kfz-Kennzeichen: WAK
Postleitzahl: 99817
Einwohner: ca. 43.000
Fläche Stadtgebiet: 103,85 km2


Orte im Umkreis von 10 km

Krauthausen - Entfernung: 5.1 km
Wutha-Farnroda - Entfernung: 6.22 km
Wolfsburg-Unkeroda - Entfernung: 6.57 km
Hörselberg - Entfernung: 7.23 km
Bischofroda - Entfernung: 8.2 km
Berka vor der Hainich - Entfernung: 8.76 km
Creuzburg - Entfernung: 8.76 km
Lauterbach - Entfernung: 9.56 km



Aus der Geschichte

  • 1067 - Der Sage nach gründete Graf Ludwig der Springer aus dem Geschlecht der Ludowinger die Wartburg.
  • 1080 - Erste urkundliche Erwähnung der Wartburg.
  • 1180 - Eisenach wird erstmals urkundlich genannt.
  • 1182-1188 - Die dem Schutzpatron Eisenachs und dem Thüringer Landgrafen geweihte St.-Georgs-Kirche wird erbaut.
  • 1190-1217 - Herrschaftszeit Hermann I., der die Wartburg zu einem Ort der kulturellen Blüte werden ließ.
  • um 1200 - Eisenach erhält eine Stadtmauer.
  • 1206/1207 - Sagenhafter Sängerkrieg auf der Wartburg
  • 1211 - Elisabeth, die vierjährige ungarische Königstochter, kommt als zukünftige Braut des Thüringer Landgrafen auf die Wartburg.
  • 1226 - Elisabeth errichtet ein Hospital unterhalb der Wartburg, um sich verstärkt der Armen- und Krankenpflege zu widmen.
  • 1227 - Nach dem Tod Ludwig IV. verlässt Elisabeth die Wartburg und setzt ihr karitatives Wirken in Marburg fort, wo sie 1231 stirbt - 1235 wird Elisabethheilig gesprochen.
  • 1246 - Heinrich Raspe, Bruder Ludwigs IV., wird Gegenkönig des staufischen Kaisers Friedrich II.
  • 1247 - Mit dem Tod Heinrich Raspes erlischt das Geschlecht der Ludowinger.
  • 1247-1264 - Thüringer Erbfolgekriege, in deren Ergebnis sich Hessen von Thüringen abspaltet - Eisenach und die Wartburg gehen an das Haus Wettin.
  • 14. Jahrhundert - Die geographische Randlage an der westlichen Grenze der Landgrafenschaft, verheerende Stadtbrände, Überschwemmungen und Judenpogrome schwächen Eisenachs Wirtschaftsleben.
  • 1498-1501 - Martin Luther besuchte die Eisenacher Lateinschule und ist Gast der Patrizierfamilie Cotta.
  • 1521 - Martin Luther predigt auf der Hin- und Rückreise vom Wormser Reichstag in der Georgenkirche. Er wird später zum Schein gefangengenommen und verbringt die folgenden zehn Monate als "Junker Jörg" auf der Wartburg, hier übersetzt er das Neue Testament aus einer griechischen Fassung in die deutsche Sprache.
  • 1525 - Der deutsche Bauernkrieg erfasst Eisenach - klerikale Gebäude werden teilweise zerstört - mehrere Bauernführer werden vor der Georgenkirche enthauptet.
  • 1596 - Durch Verlegung der Residenz von Marksuhl nach Eisenach unter Herzog Johann Ernst wird Eisenach selbständiges Fürstentum.
  • 1638-1641 - Nach der Zerstörung durch einen Stadtbrand (1636) wird das Rathaus wieder aufgebaut.
  • 1685 - Johann Sebastian Bach wird am 21. März in Eisenach geboren.
  • 1751 - Mit dem Tod des kinderlosen Herzogs Wilhelm Heinrich endet Eisenachs Selbständigkeit - es fällt an Ernst August von Sachsen-Weimar.
  • 1742-1747 - Herzog Ernst August lässt das Stadtschloss an der Nordseite des Marktes errichten.
  • 1777 - Erster Besuch Johann Wolfgang von Goethes auf der Wartburg - ihm folgen mehrere Aufenthalte auf der Burg, in der Stadt und in Wilhelmsthal bei Eisenach.
  • September 1810 - Die Explosion eines französischen Munitionstransportes zerstört einen Teil der Stadt und forderte 60 Tote.
  • 1816 - Sachsen-Weimar wird zum Großherzogtum erhoben.
  • Oktober 1817 - Etwa 500 Studenten und Professoren treffen sich zum Wartburgfest der deutschen Burschenschaften.
  • 1840 - Ernst Abbe wird in Eisenach geboren.
  • 1847 - Anbindung Eisenachs an die Thüringer Eisenbahn - Eisenach wird zur beliebten Fremden- und Kongressstadt.
  • 1853-1890 - Wiederherstellung der Wartburg unter Großherzog Carl Alexander.
  • 1869 - Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Eisenach.
  • 1896 - Gründung der Eisenacher Fahrzeugfabrik.
  • 1897 - Die Tradition des seit dem Mittelalter in Eisenach gepflegten Sommergewinnfestes wird wieder aufgenommen.
  • 1902 - Einweihung des Burschenschaftsdenkmals.
  • 1928 - Die Eisenacher Dixiwerke gehen an die Bayerischen Motorenwerke über.
  • November 1938 - In der Reichspogromnacht wird die Synagoge niedergebrannt.
  • 1944/1945 - Mehrere Bombenangriffe fügen Eisenach schwere Schäden zu.
  • April 1945 - Übergabe Eisenachs an die amerikanischen Truppen.
  • Juli 1945 - Einzug der Roten Armee, zugleich Räumung Eisenachs von amerikanischen Truppen.
  • 1946 - Wiederaufbau des Luther- und Bachhauses.
  • September 1947 - An der Stelle der niedergebrannten Synagoge wird zur Erinnerung an den Pogrom eine Gedenkstätte als eine der ersten ihrer Art auf deutschem Boden eingeweiht.
  • Oktober 1949 - Das 1945 bei einem Bombenangriff stark beschädigte Rathaus auf dem Markt wird nach erfolgreicher Wiederherstellung seinen Funktionen übergeben.
  • Januar 1950 - Eisenach verliert den Status einer kreisfreien Stadt, den es seit 1919 innegehabt hatte.
  • März 1950 - Erstmalig seit dem II. Weltkrieg feiert Eisenach mit einem traditionellen Festzug wieder Sommergewinn.
  • Juli 1952 - Die Eisenacher Fahrzeugfabrik wird aus der staatlichen sowjetischen Aktiengesellschaft "Awtowelo" ausgegliedert und gleichzeitig volkseigener Betrieb mit dem Namen "VEB IFA Automobilfabrik EMW Eisenach".
  • Juni 1958 - Im Festsaal der Wartburg erklingt das erste Wartburgkonzert.
  • Oktober 1958 - Mit der Erringung des Titels "DDR-Meister" im Großfeldhandball durch die Mannschaft der BSG Motor Eisenach wird eine bis heute fortdauernde sportliche Tradition begründet.
  • April 1981 - Im Automobilwerk Eisenach wird der 1.000.000ste PKW "Wartburg" übergeben.
  • Juli 1982 - Im Jahr ihrer 800-Jahr-Feier wird in der St.-Georgenkirche eine neue Orgel eingeweiht.
  • Mai 1983 - Die Lutherfeierlichkeiten der DDR aus Anlass des 500. Geburtstags Martin Luthers werden mit einer Großveranstaltung auf der Wartburg begangen.
  • Februar 1991 - Für die neuen Werke von Opel und Bosch werden die Grundsteine gelegt.
  • April 1991 - Im Eisenacher Automobilwerk wird die Produktion des PKW "Wartburg" eingestellt.
  • März 1992 - Als erste Großinvestoren nach der Wiedervereinigung eröffnen die Bayerischen Motorenwerke (BMW) ihr Werk bei Eisenach.
  • Oktober 1993 - Der Thüringer Landtag verabschiedet in einer Sondersitzung im Festsaal der Wartburg die Landesverfassung des Freistaates Thüringen.
  • Juli 1994 - Eisenach erlangt den Status "Große kreisangehörige Stadt", mehrere benachbarte Ortschaften werden Eisenach eingemeindet.
  • Oktober 1996 - Der 1.000.000ste gefertigte Opel verlässt das hiesige Werk.
  • Dezember 1996 - Der Städtepartnerschaftsvertrag mit der weißrussischen Stadt Mogilew wird unterzeichnet. Eisenach unterhält außerdem städtepartnerschaftliche Beziehungen zu folgenden Städten Marburg, Waverly (Iowa, USA), Skanderborg (Dänemark), Sedan (Frankreich).
  • Januar 1998 - Die Stadt Eisenach wird kreisfrei.
  • Mai 1998 - Der US-Präsident William J. Clinton besucht die Stadt Eisenach.
  • November 1999/September 2000 - Die UNESCO hat auf der 23. Sitzung des Welterbekomitees vom 29. November bis *4. Dezember 1999 in Marrakesch die Wartburg als erste Burganlage Deutschlands in die Liste des Weltnatur- und Kulturerbes aufgenommen.


weiterführende Links

[1]