Jahr1478: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Rubenmarkt umfasste das gebiet der heutigen [[Andreasstraße]] von der [[Marktstraße]] her bis ungefähr zur [[Marbacher Gasse]]. Sein Name hat sich bis [[Jahr1826|1826]] erhalten. Er hat wahrscheinlich nichts mit Rüben zu tun.
 
  
Die lateinische Bezeichnung forum rapularum und forum raparum im 13. und 14. Jahrhundert spricht für die sehr alte Erfurter Rübsenkultur. Ruben war gleichbedeutend mit Rubesamen (Rübsen Brassica Rapa), eine Form des Rapses, deren Erzeugnisse auf dem Rubenmarkt zur Ölgewinnung in den Ölmühlen verkauft wurden.
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*1478
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Das Gebäude des [[Domplatz_31|"Zur hohen Lilie"]] wird wieder aufgebaut und gilt als bedeutendster Gasthof der Stadt.
  
[[Jahr1686|1686]] sind die Häuser auf dem Rubenmarkt auf Befehl des damaligen Obersten de Morteigne auf dem Petersberg wegen der Festungsbauten abgerissen worden, darunter auch ein Haus "Zum roten Krebs".
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Die Spannungen zwischen Erfurt und Mainz verschärfen sich weiter. Mit Dietherr von Isenburg, und zwar bei Antritt seiner zweiten Regierung, hatte ein Mainzer Erzbischof erstmals in der Wahlkapitulation beschwören müssen, Erfurt dem Erzstift zurück zu gewinnen. 1478 stellte er fest, Erfurt sei Eigentum des Erzstiftes, gehöre dem hl. Martin und Mainz stehe die volle Obrigkeit und Herrschaft zu. Erfurt stellte dies natürlich in Abrede: Erfurt sei eine freie Stadt und habe seine eigene Obrigkeit.
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*1478
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Papst Sixtus IV. genehmigt auf Antrag Erfurts den Abbruch des [[Cyriakskloster]]s, um darauf eine Burg für die Verteidigung der Stadt zu errichten.
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*31. Januar 1478
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Kaiser Friedrich III. gebietet Bürgermeistern, Rat und Gemeinde der Stadt Erfurt, sich unverzüglich gegen den König von Frankreich zu rüsten.
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*10. Februar 1478
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Papst Sixtus IV. beauftragt den Bischof Heinrich II. von Naumburg, die von Erfurt erbetene Verlegung des [[Cyriakskloster]]s in die Mauern der Stadt zu regeln.

Aktuelle Version vom 11. August 2010, 12:14 Uhr

Ereignisse im Jahr 1478

  • 1478

Das Gebäude des "Zur hohen Lilie" wird wieder aufgebaut und gilt als bedeutendster Gasthof der Stadt.

  • 1478

Die Spannungen zwischen Erfurt und Mainz verschärfen sich weiter. Mit Dietherr von Isenburg, und zwar bei Antritt seiner zweiten Regierung, hatte ein Mainzer Erzbischof erstmals in der Wahlkapitulation beschwören müssen, Erfurt dem Erzstift zurück zu gewinnen. 1478 stellte er fest, Erfurt sei Eigentum des Erzstiftes, gehöre dem hl. Martin und Mainz stehe die volle Obrigkeit und Herrschaft zu. Erfurt stellte dies natürlich in Abrede: Erfurt sei eine freie Stadt und habe seine eigene Obrigkeit.

  • 1478

Papst Sixtus IV. genehmigt auf Antrag Erfurts den Abbruch des Cyriaksklosters, um darauf eine Burg für die Verteidigung der Stadt zu errichten.

  • 31. Januar 1478

Kaiser Friedrich III. gebietet Bürgermeistern, Rat und Gemeinde der Stadt Erfurt, sich unverzüglich gegen den König von Frankreich zu rüsten.

  • 10. Februar 1478

Papst Sixtus IV. beauftragt den Bischof Heinrich II. von Naumburg, die von Erfurt erbetene Verlegung des Cyriaksklosters in die Mauern der Stadt zu regeln.