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	<title>erfurt-web.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Alter Angerbrunnen Erfurt</title>
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		<updated>2026-07-28T09:34:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Alter Angerbrunnen Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Alter Angerbrunnen Erfurt =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AlterAngerbrunnenAR2.jpg|330px|right]]&#039;&#039;&#039;Beitrag der Serie [[Denkmale in Erfurt|Denkmale in Erfurt]] aus der Thüringer Allgemeine von [[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]] (15.10.2011)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sinnbild der Blumenstadt&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DENKMALE IN ERFURT (15): Der alte Angerbrunnen stellt die beiden Grundlagen der modernen Metropole Erfurt im 19. Jahrhundert dar, den Gartenbau und die Industrie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 50. Gründungsjahr der iga, des heutigen egaparks, besinnt sich Erfurt wieder stärker seiner großen Tradition als Blumenstadt. Eine erfolgreiche Bewerbung um die Bundesgartenschau 2021 könnte dem erwachten Traditionsbewusstsein neues Leben einhauchen. Vor diesem Hintergrund verdient ein Erfurter Denkmal besondere Aufmerksamkeit, das man vielleicht als solches gar nicht auf den ersten Blick wahr nimmt. Der alte Angerbrunnen am Westende der beliebten Flaniermeile ist nämlich auch eine Verneigung vor dem Erfurter Erwerbsgartenbau des 19. Jahrhunderts, der mit seinem weltweiten Erfolg den Ruf der Blumenstadt begründet hat.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Errichtung des Brunnens steht im Zusammenhang mit der Entwicklung Erfurts zur modernen Großstadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1876 beschlossen Magistrat und Verschönerungsverein, den erfolgreichen Bauabschluss der Zentralwasserleitung öffentlich zu würdigen. 1880 brachte man einen beschränkten Wettbewerb für einen Brunnen auf den Weg. Den nun folgenden zehnjährigen Konzeptions- und Entstehungsprozess hat Ruth Menzel 2008 in den Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt detailliert nachgezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach sieben Jahren (!) konnte sich der Berliner Architekt und Kunstgewerbler Heinrich Stöckhardt gegen seine Wettbewerber durchsetzen. Die Auftraggeber votierten schließlich für eine stadtgeschichtlich konkrete Version. Stöckhardt stellte allegorisch die beiden Grundsäulen der Erfurter Wirtschaft dar, die für den Aufschwung zur modernen Metropole Thüringens verantwortlich zeichneten. Für den Gartenbau steht die römische Blumengöttin Flora inmitten von Ähren und Rosen, für Industrie und Handwerk eine männliche Gestalt mit Hammer und Schraubstock. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. September 1890 wurde der Brunnen im Beisein einer „colossalen Menschenmenge“ und der städtischen Honoratioren enthüllt. Oberbürgermeister Gustav Schneider hielt die Festrede und der Lehrergesangsverein intonierte, begleitet von der Kapelle des Artillerie-Regiments Nr. 19, Beethovens „Ehre Gottes“. An den Gesamtkosten von knapp 35.000 Mark beteiligten sich das preußische Staatsministerium, die Stadt und der Verschönerungsverein. Letztlich handelt es sich beim Angerbrunnen um eine Manifestation des großen Selbstbewusstseins der Erfurter Bürgerschaft der Gründerzeit. Anders als bei den zahlreichen Denkmalen für Persönlichkeiten oder Ereignisse steht hier die prosperierende Industrie- und Blumenstadt selbst im Mittelpunkt. (Foto: Alexander Raßloff)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Die Blumenstadt. Erfurt und der Gartenbau.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt 55 Highlights aus der Geschichte|Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 86 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Baumann/Steffen Raßloff (Hg.): &#039;&#039;&#039;[[Blumenstadt Erfurt|Blumenstadt Erfurt. Waid - Gartenbau - iga/egapark]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Blumenstadt_Erfurt_iga_egapark|Blumenstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Bundesgartenschau Erfurt 2021|Bundesgartenschau 2021]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Anger]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Flucht in die nationale Volksgemeinschaft|Erfurter Bürgertum]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Multifunktionsarena Erfurt</title>
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		<updated>2026-07-24T08:03:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Arena Steigerwaldstadion Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Arena Steigerwaldstadion Erfurt =&lt;br /&gt;
[[Datei:MuFuArena.jpg|400px|right]][[Datei:Steigerwaldstadion.jpg|400px|right]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2016 wurde das Erfurter Steigerwaldstadion als moderne Multifunktionsarena neu eröffnet und behält dank der Mediengruppe Thüringen seinen traditionsreichen Namen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 wurde in Erfurt das Steigerwaldstadion eingeweiht, eines der großen städtebaulichen Projekte der &amp;quot;Goldenen Zwanziger&amp;quot;. Es diente als Mitteldeutsche Kampfbahn, Georgij-Dimitroff-Stadion und seit 1991 als Steigerwaldstadion als Heimstatt des FC Rot-Weiß Erfurt und von dessen Vorgängervereinen. Hier konnte Turbine Erfurt 1954 und 1955 die DDR-Meisterschaft feiern und fanden auch andere wichtige Sportereignisse wie Fußball-Länderspiele, internationale Leichtathletik-Wettkämpfe und Etappenankünfte der Friedensfahrt statt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach gut acht Jahrzehnten war das Stadion aber trotz einer neuen Haupttribüne (1994) spürbar in die Jahre gekommen (Foto: TomKidd). Insbesondere der FC Rot-Weiß, aber auch die ansässigen Sportler von Sportgymnasium, Olympiastützpunkt und Vereinen benötigten bessere Rahmenbedingungen. Der Erfurter Stadtrat hat 2012 deshalb die Weichen  für die Zukunft gestellt. Mit Hilfe von Fördermitteln wurde das Stadion von 2014 bis 2016 in eine moderne Multifunktionsarena für 18.600 Zuschauer umgebaut (Abb. HPP Architekten). Das erste Drittliga-Spiel hat RWE im neuen Stadion am 30. Juli 2016 gegen den Halleschen FC bestritten (0:3). Die mehrfach verschobene Eröffnungsfeier fand am 6. August 2017 mit einem Freundschaftsspiel gegen Borussia Dortmund (2:5) statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arena kann für Fußball und Leichtathletik sowie mit dem modernen Veranstaltungszentrum am Südpark auch für Kongresse und Großveranstaltungen genutzt werden. Dank des Sponsorings der Mediengruppe Thüringen behält sie ihren traditionsreichen Namen Steigerwaldstadion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipp:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt_55_Highlights_aus_der_Geschichte|Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Kummer: &#039;&#039;&#039;Wiederaufnahme einer alten Idee. Der Umbau des Steigerwaldstadions zur Multifunktionsarena.&#039;&#039;&#039; In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 73 (2012), S. 250-266.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;[http://www.radio-frei.de/index.php?iid=7&amp;amp;ksubmit_show=Artikel&amp;amp;kartikel_id=5910 Interview zur Stadiongeschichte]&#039;&#039;&#039; anlässlich der Arena-Fertigstellung 2016 mit Dr. Steffen Raßloff bei Radio FREI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Steigerwaldstadion Erfurt|Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC_Rot_Weiss_Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Geschichte Stadion</title>
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		<updated>2026-07-24T08:03:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Geschichte des Steigerwaldstadions */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Geschichte des Steigerwaldstadions =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MuFuArena.jpg|420px|right]][[Datei:Steigerwaldstadion.jpg|420px|right]]&#039;&#039;&#039;Das 1931 eröffnete Steigerwaldstadion, früher Mitteldeutsche Kampfbahn und Georgij-Dimitroff-Stadion, war Ort großer Sportereignisse und fungiert als Heimstätte des FC Rot-Weiß Erfurt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Mai 1931 wurde in &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt|Erfurt]]&#039;&#039;&#039; das heutige Steigerwaldstadion eingeweiht. Ein Jahrhundertprojekt, das der Stadt wichtige Impulse verleihen wird, so der Grundtenor in der Presse. Die Pläne hierfür reichten bis in die frühen 1920er Jahre zurück. Gerade in der schwierigen Zeit nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg 1914/18 wollte Erfurt seine Rolle als alte &#039;&#039;&#039;[[Landeshauptstadt Erfurt|Metropole]]&#039;&#039;&#039; und damals noch &amp;quot;heimliche Hauptstadt&amp;quot; &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Thüringens|Thüringens]]&#039;&#039;&#039; oder sogar Mitteldeutschlands untermauern. So bekam das Stadion auch bald den Namen &amp;quot;Mitteldeutsche Kampfbahn&amp;quot;. Trotz aller Zerstrittenheit der politischen Lager und Parteien während der &#039;&#039;&#039;[[Weimarer Republik]]&#039;&#039;&#039; war man sich hierüber in Erfurt einig. Niemand wollte dieses wichtige Infrastrukturprojekt durch parteipolitisches Kalkül gefährden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überhaupt spielte der Städtebau im Erfurt der 1920er-Jahre eine große Rolle. Er gehört mit zur Aufbruchstimmung der &#039;&#039;&#039;[[Weimarer Republik|Goldenen Zwanziger]]&#039;&#039;&#039;. Weitere Großprojekte wie der Nordpark mit dem &#039;&#039;&#039;[[Nordbad Erfurt|Nordbad]]&#039;&#039;&#039; (1925/29), der Flughafen am Roten Berg (1925) und eine Reihe von öffentlichen Bauten im Bauhausstil prägen ebenso das Stadtbild wie die modernen Wohnungsbaukomplexe etwa im Hanse-Viertel. Herzstück dieser selbstbewussten Metropole sollte das Areal rund um das neue Stadion werden. Geplant war u.a. noch eine moderne Stadthalle direkt neben der Sportanlage. Damit wäre, wie man heute wohl sagen würde, ein Multifunktionskomplex entstanden. Die Weltwirtschaftskrise machte allerdings den Planern einen Strich durch die Rechnung. In den 1930er Jahren kam lediglich noch eine Holztribüne hinzu, die 1994 durch die heutige moderne Tribüne ersetzt wurde (Foto 2: TomKidd).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Steigerwaldstadion hat große Momente der Sportgeschichte erlebt. Hier wurde der SC Turbine Erfurt, Vorgänger des &#039;&#039;&#039;[[FC Rot Weiss Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, 1954 und 1955 DDR-Meister im Fußball. In Spitzenspielen wie gegen die BSG Chemie Leipzig zog es fast 50.000 Zuschauer ins Stadion. Auch später verfolgten noch an die 30.000 Fans die Spiele des 1966 umbenannten FC Rot-Weiß Erfurt. Begeisternder Offensivfußball der Heun, Busse, Romstedt &amp;amp; Co. versetzte sie in den 1980er Jahren in Verzückung. Letzte Höhepunkte waren der Aufstieg in die Zweite Bundesliga 1991 und 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1935 hatte die damalige Mitteldeutsche Kampfbahn das erste Länderspiel gesehen, das Deutschland gegen Rumänien 4:2 gewann. Im &#039;&#039;&#039;[[Georgi_Dimitroff_Denkmal|Georgij-Dimitroff]]&#039;&#039;&#039;-Stadion, wie die Sportstätte in der DDR-Zeit hieß, gab es weitere Länderspiele gegen Marokko, Polen, Bulgarien und die Tschechoslowakei. Nach der Wende 1989 fanden im nunmehrigen Steigerwaldstadion mehrere Frauen-Länderspiele bis hin zur Europameisterschaft 2001 statt. Doch sorgte keineswegs der Fußball allein für Hochstimmung. Immer wieder gab es hochkarätige Wettkämpfe, zuletzt die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 1994, 1999 und 2007. Unvergessen sind aber auch Etappenankünfte der populären Friedensfahrt mit Radsport-Idol Täve Schur. Der Erfurter Stadtrat hat mit der Entscheidung für eine neue Arena am 29. Februar 2012 die Weichen für die Zukunft gestellt. Mit Hilfe von Fördermitteln wurde das betagte Stadion 2014-2016 in eine moderne &#039;&#039;&#039;[[Multifunktionsarena Erfurt|Multifunktionsarena]]&#039;&#039;&#039; für Fußball, Leichtathletik, Großveranstaltungen und Kongresse umgebaut (Foto 1: HPP Architekten). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipp:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt_55_Highlights_aus_der_Geschichte|Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021. S. 104 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Kummer: &#039;&#039;&#039;Wiederaufnahme einer alten Idee. Der Umbau des Steigerwaldstadions zur Multifunktionsarena.&#039;&#039;&#039; In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 73 (2012), S. 250-266.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[http://www.radio-frei.de/index.php?iid=7&amp;amp;ksubmit_show=Artikel&amp;amp;kartikel_id=5910 Interview zur Stadiongeschichte]&#039;&#039;&#039; (Radio FREI, 2016) , &#039;&#039;&#039;[[Steigerwaldstadion Erfurt|Denkmal Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC Rot Weiss Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Multifunktionsarena Erfurt|Multifunktionsarena]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Steigerwaldstadion Erfurt</title>
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		<updated>2026-07-24T08:02:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Steigerwaldstadion */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Steigerwaldstadion =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadion1929.jpg|350px|right]]&#039;&#039;&#039;Beitrag der Serie [[Denkmale in Erfurt|Denkmale in Erfurt]] aus der Thüringer Allgemeine von [[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]] (11.01.2014)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Denkmal der Sportgeschichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DENKMALE IN ERFURT (132): Das Steigerwaldstadion hat Sternstunden des Sports erlebt und darf auf eine Zukunft als Multifunktionsarena hoffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jahrhundertbauwerk, das der Stadt Erfurt wichtige Impulse verleihen wird – so handelten die Medien im Mai 1931 die feierlich eingeweihte „Mitteldeutsche Kampfbahn“, das heutige Steigerwaldstadion. Tatsächlich zählte das neue Erfurter Stadion damals zu den modernsten und größten der Region. In der schwierigen Zeit nach dem Ersten Weltkrieg wollte man so neben anderen ambitionierten städtebaulichen Projekten die Rolle als eine der Metropolen Mitteldeutschlands untermauern. Trotz aller Zerstrittenheit der politischen Lager während der Weimarer Republik war man sich hierüber im Stadtrat einig. Für das Areal rund um das Stadion waren zudem noch weitere Sportstätten sowie eine Stadthalle mit Kongresszentrum geplant (Abb.: Alfred Overmann: Erfurt in zwölf Jahrhunderten, 1929). Die Weltwirtschaftskrise ab 1929 machte allerdings den Planern einen Strich durch die Rechnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch hat das Stadion Sternstunden der Sportgeschichte erlebt. Hier wurde Turbine Erfurt, Vorgänger des FC Rot-Weiß, 1954 und 1955 DDR-Meister im Fußball. In Spitzenspielen wie gegen Chemie Leipzig zog es fast 50.000 Zuschauer an den Steigerrand. 1935 fand dort das erste Länderspiel statt, das Deutschland gegen Rumänien 4:2 gewann. Im Georgij-Dimitroff-Stadion, wie die Sportstätte in der DDR-Zeit hieß, gab es weitere Länderspiele gegen Marokko, Polen, Bulgarien und die Tschechoslowakei. Nach 1990 fanden im jetzigen Steigerwaldstadion mehrere Frauen-Länderspiele bis hin zur Europameisterschaft 2001 statt. Doch sorgte keineswegs der Fußball allein für Stimmung. Immer wieder gab es hochkarätige Wettkämpfe, zuletzt die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 1994, 1999 und 2007. Unvergessen sind auch Etappenankünfte der Friedensfahrt mit Radsport-Idol Gustav-Adolf „Täve“ Schur. Das Stadion war zugleich Heimstätte von Olympiasiegern wie Fünfkämpferin Sigrun Siegl, Hürdenläufer Volker Beck und Geher Hartwig Gauder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1990 wurden aber die baulichen Defizite immer deutlicher sichtbar. Einzige nennenswerte Modernisierungsmaßnahme war die neue Haupttribüne 1994. Der Blick nach Leipzig, Dresden, Halle und Magdeburg mit ihren schicken Fußballarenen machte dies umso schmerzlicher deutlich. Als einstiger Vorreiter in Sachen Stadion drohte Erfurt ins Abseits zu geraten. Der Stadtrat hat deshalb nach langer Diskussion am 29. Februar 2012 mit klarer Mehrheit die Weichen für eine Multifunktionsarena gestellt, die überwiegend mit Fördergeldern finanziert werden soll. Das Konzept verbindet Fußball und Leichtathletik mit einem Kongresszentrum, womit man auch an die Pläne der Weimarer Republik anknüpft. So besteht für das bedeutendste Denkmal der Erfurter Sportgeschichte die Hoffnung, auch zukünftig als lebendige Wettkampf- und Trainingsstätte erhalten zu bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;gt; 2016 wurde das Steigerwaldstadion neu eröffnet als moderne &#039;&#039;&#039;[[Multifunktionsarena Erfurt|Multifunktionsarena]]&#039;&#039;&#039;.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipp:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt_55_Highlights_aus_der_Geschichte|Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Michael Kummer: &#039;&#039;&#039;Wiederaufnahme einer alten Idee. Der Umbau des Steigerwaldstadions zur Multifunktionsarena.&#039;&#039;&#039; In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 73 (2012), S. 250-266.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;[http://www.radio-frei.de/index.php?iid=7&amp;amp;ksubmit_show=Artikel&amp;amp;kartikel_id=5910 Interview zur Stadiongeschichte]&#039;&#039;&#039; anlässlich der Arena-Fertigstellung 2016 mit Dr. Steffen Raßloff bei Radio FREI &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt|Geschichte Erfurts]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Weimarer Republik]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Stadion|Geschichte des Stadions]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC Rot Weiss Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Radrennbahn Andreasried|Radrennbahn]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Steigerwaldstadion Erfurt</title>
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		<updated>2026-07-24T08:02:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Steigerwaldstadion */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Steigerwaldstadion =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadion1929.jpg|350px|right]]&#039;&#039;&#039;Beitrag der Serie [[Denkmale in Erfurt|Denkmale in Erfurt]] aus der Thüringer Allgemeine von [[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]] (11.01.2014)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Denkmal der Sportgeschichte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DENKMALE IN ERFURT (132): Das Steigerwaldstadion hat Sternstunden des Sports erlebt und darf auf eine Zukunft als Multifunktionsarena hoffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jahrhundertbauwerk, das der Stadt Erfurt wichtige Impulse verleihen wird – so handelten die Medien im Mai 1931 die feierlich eingeweihte „Mitteldeutsche Kampfbahn“, das heutige Steigerwaldstadion. Tatsächlich zählte das neue Erfurter Stadion damals zu den modernsten und größten der Region. In der schwierigen Zeit nach dem Ersten Weltkrieg wollte man so neben anderen ambitionierten städtebaulichen Projekten die Rolle als eine der Metropolen Mitteldeutschlands untermauern. Trotz aller Zerstrittenheit der politischen Lager während der Weimarer Republik war man sich hierüber im Stadtrat einig. Für das Areal rund um das Stadion waren zudem noch weitere Sportstätten sowie eine Stadthalle mit Kongresszentrum geplant (Abb.: Alfred Overmann: Erfurt in zwölf Jahrhunderten, 1929). Die Weltwirtschaftskrise ab 1929 machte allerdings den Planern einen Strich durch die Rechnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch hat das Stadion Sternstunden der Sportgeschichte erlebt. Hier wurde Turbine Erfurt, Vorgänger des FC Rot-Weiß, 1954 und 1955 DDR-Meister im Fußball. In Spitzenspielen wie gegen Chemie Leipzig zog es fast 50.000 Zuschauer an den Steigerrand. 1935 fand dort das erste Länderspiel statt, das Deutschland gegen Rumänien 4:2 gewann. Im Georgij-Dimitroff-Stadion, wie die Sportstätte in der DDR-Zeit hieß, gab es weitere Länderspiele gegen Marokko, Polen, Bulgarien und die Tschechoslowakei. Nach 1990 fanden im jetzigen Steigerwaldstadion mehrere Frauen-Länderspiele bis hin zur Europameisterschaft 2001 statt. Doch sorgte keineswegs der Fußball allein für Stimmung. Immer wieder gab es hochkarätige Wettkämpfe, zuletzt die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 1994, 1999 und 2007. Unvergessen sind auch Etappenankünfte der Friedensfahrt mit Radsport-Idol Gustav-Adolf „Täve“ Schur. Das Stadion war zugleich Heimstätte von Olympiasiegern wie Fünfkämpferin Sigrun Siegl, Hürdenläufer Volker Beck und Geher Hartwig Gauder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1990 wurden aber die baulichen Defizite immer deutlicher sichtbar. Einzige nennenswerte Modernisierungsmaßnahme war die neue Haupttribüne 1994. Der Blick nach Leipzig, Dresden, Halle und Magdeburg mit ihren schicken Fußballarenen machte dies umso schmerzlicher deutlich. Als einstiger Vorreiter in Sachen Stadion drohte Erfurt ins Abseits zu geraten. Der Stadtrat hat deshalb nach langer Diskussion am 29. Februar 2012 mit klarer Mehrheit die Weichen für eine Multifunktionsarena gestellt, die überwiegend mit Fördergeldern finanziert werden soll. Das Konzept verbindet Fußball und Leichtathletik mit einem Kongresszentrum, womit man auch an die Pläne der Weimarer Republik anknüpft. So besteht für das bedeutendste Denkmal der Erfurter Sportgeschichte die Hoffnung, auch zukünftig als lebendige Wettkampf- und Trainingsstätte erhalten zu bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;gt; 2016 wurde das Steigerwaldstadion neu eröffnet als moderne &#039;&#039;&#039;[[Multifunktionsarena Erfurt|Multifunktionsarena]]&#039;&#039;&#039;.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipp:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt_55_Highlights_aus_der_Geschichte|Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Michael Kummer: &#039;&#039;&#039;Wiederaufnahme einer alten Idee : Der Umbau des Steigerwaldstadions zur Multifunktionsarena.&#039;&#039;&#039; In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 73 (2012), S. 250-266.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;[http://www.radio-frei.de/index.php?iid=7&amp;amp;ksubmit_show=Artikel&amp;amp;kartikel_id=5910 Interview zur Stadiongeschichte]&#039;&#039;&#039; anlässlich der Arena-Fertigstellung 2016 mit Dr. Steffen Raßloff bei Radio FREI &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt|Geschichte Erfurts]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Weimarer Republik]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Stadion|Geschichte des Stadions]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC Rot Weiss Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Radrennbahn Andreasried|Radrennbahn]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Multifunktionsarena Erfurt</title>
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		<updated>2026-07-24T08:02:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Arena Steigerwaldstadion Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Arena Steigerwaldstadion Erfurt =&lt;br /&gt;
[[Datei:MuFuArena.jpg|400px|right]][[Datei:Steigerwaldstadion.jpg|400px|right]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;2016 wurde das Erfurter Steigerwaldstadion als moderne Multifunktionsarena neu eröffnet und behält dank der Mediengruppe Thüringen seinen traditionsreichen Namen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 wurde in Erfurt das Steigerwaldstadion eingeweiht, eines der großen städtebaulichen Projekte der &amp;quot;Goldenen Zwanziger&amp;quot;. Es diente als Mitteldeutsche Kampfbahn, Georgij-Dimitroff-Stadion und seit 1991 als Steigerwaldstadion als Heimstatt des FC Rot-Weiß Erfurt und von dessen Vorgängervereinen. Hier konnte Turbine Erfurt 1954 und 1955 die DDR-Meisterschaft feiern und fanden auch andere wichtige Sportereignisse wie Fußball-Länderspiele, internationale Leichtathletik-Wettkämpfe und Etappenankünfte der Friedensfahrt statt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach gut acht Jahrzehnten war das Stadion aber trotz einer neuen Haupttribüne (1994) spürbar in die Jahre gekommen (Foto: TomKidd). Insbesondere der FC Rot-Weiß, aber auch die ansässigen Sportler von Sportgymnasium, Olympiastützpunkt und Vereinen benötigten bessere Rahmenbedingungen. Der Erfurter Stadtrat hat 2012 deshalb die Weichen  für die Zukunft gestellt. Mit Hilfe von Fördermitteln wurde das Stadion von 2014 bis 2016 in eine moderne Multifunktionsarena für 18.600 Zuschauer umgebaut (Abb. HPP Architekten). Das erste Drittliga-Spiel hat RWE im neuen Stadion am 30. Juli 2016 gegen den Halleschen FC bestritten (0:3). Die mehrfach verschobene Eröffnungsfeier fand am 6. August 2017 mit einem Freundschaftsspiel gegen Borussia Dortmund (2:5) statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arena kann für Fußball und Leichtathletik sowie mit dem modernen Veranstaltungszentrum am Südpark auch für Kongresse und Großveranstaltungen genutzt werden. Dank des Sponsorings der Mediengruppe Thüringen behält sie ihren traditionsreichen Namen Steigerwaldstadion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipp:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt_55_Highlights_aus_der_Geschichte|Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Kummer: &#039;&#039;&#039;Wiederaufnahme einer alten Idee : Der Umbau des Steigerwaldstadions zur Multifunktionsarena.&#039;&#039;&#039; In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 73 (2012), S. 250-266.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;[http://www.radio-frei.de/index.php?iid=7&amp;amp;ksubmit_show=Artikel&amp;amp;kartikel_id=5910 Interview zur Stadiongeschichte]&#039;&#039;&#039; anlässlich der Arena-Fertigstellung 2016 mit Dr. Steffen Raßloff bei Radio FREI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Steigerwaldstadion Erfurt|Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC_Rot_Weiss_Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Geschichte Stadion</title>
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		<updated>2026-07-24T08:01:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Geschichte des Steigerwaldstadions */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Geschichte des Steigerwaldstadions =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MuFuArena.jpg|420px|right]][[Datei:Steigerwaldstadion.jpg|420px|right]]&#039;&#039;&#039;Das 1931 eröffnete Steigerwaldstadion, früher Mitteldeutsche Kampfbahn und Georgij-Dimitroff-Stadion, war Ort großer Sportereignisse und fungiert als Heimstätte des FC Rot-Weiß Erfurt.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Mai 1931 wurde in &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt|Erfurt]]&#039;&#039;&#039; das heutige Steigerwaldstadion eingeweiht. Ein Jahrhundertprojekt, das der Stadt wichtige Impulse verleihen wird, so der Grundtenor in der Presse. Die Pläne hierfür reichten bis in die frühen 1920er Jahre zurück. Gerade in der schwierigen Zeit nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg 1914/18 wollte Erfurt seine Rolle als alte &#039;&#039;&#039;[[Landeshauptstadt Erfurt|Metropole]]&#039;&#039;&#039; und damals noch &amp;quot;heimliche Hauptstadt&amp;quot; &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Thüringens|Thüringens]]&#039;&#039;&#039; oder sogar Mitteldeutschlands untermauern. So bekam das Stadion auch bald den Namen &amp;quot;Mitteldeutsche Kampfbahn&amp;quot;. Trotz aller Zerstrittenheit der politischen Lager und Parteien während der &#039;&#039;&#039;[[Weimarer Republik]]&#039;&#039;&#039; war man sich hierüber in Erfurt einig. Niemand wollte dieses wichtige Infrastrukturprojekt durch parteipolitisches Kalkül gefährden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überhaupt spielte der Städtebau im Erfurt der 1920er-Jahre eine große Rolle. Er gehört mit zur Aufbruchstimmung der &#039;&#039;&#039;[[Weimarer Republik|Goldenen Zwanziger]]&#039;&#039;&#039;. Weitere Großprojekte wie der Nordpark mit dem &#039;&#039;&#039;[[Nordbad Erfurt|Nordbad]]&#039;&#039;&#039; (1925/29), der Flughafen am Roten Berg (1925) und eine Reihe von öffentlichen Bauten im Bauhausstil prägen ebenso das Stadtbild wie die modernen Wohnungsbaukomplexe etwa im Hanse-Viertel. Herzstück dieser selbstbewussten Metropole sollte das Areal rund um das neue Stadion werden. Geplant war u.a. noch eine moderne Stadthalle direkt neben der Sportanlage. Damit wäre, wie man heute wohl sagen würde, ein Multifunktionskomplex entstanden. Die Weltwirtschaftskrise machte allerdings den Planern einen Strich durch die Rechnung. In den 1930er Jahren kam lediglich noch eine Holztribüne hinzu, die 1994 durch die heutige moderne Tribüne ersetzt wurde (Foto 2: TomKidd).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Steigerwaldstadion hat große Momente der Sportgeschichte erlebt. Hier wurde der SC Turbine Erfurt, Vorgänger des &#039;&#039;&#039;[[FC Rot Weiss Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, 1954 und 1955 DDR-Meister im Fußball. In Spitzenspielen wie gegen die BSG Chemie Leipzig zog es fast 50.000 Zuschauer ins Stadion. Auch später verfolgten noch an die 30.000 Fans die Spiele des 1966 umbenannten FC Rot-Weiß Erfurt. Begeisternder Offensivfußball der Heun, Busse, Romstedt &amp;amp; Co. versetzte sie in den 1980er Jahren in Verzückung. Letzte Höhepunkte waren der Aufstieg in die Zweite Bundesliga 1991 und 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1935 hatte die damalige Mitteldeutsche Kampfbahn das erste Länderspiel gesehen, das Deutschland gegen Rumänien 4:2 gewann. Im &#039;&#039;&#039;[[Georgi_Dimitroff_Denkmal|Georgij-Dimitroff]]&#039;&#039;&#039;-Stadion, wie die Sportstätte in der DDR-Zeit hieß, gab es weitere Länderspiele gegen Marokko, Polen, Bulgarien und die Tschechoslowakei. Nach der Wende 1989 fanden im nunmehrigen Steigerwaldstadion mehrere Frauen-Länderspiele bis hin zur Europameisterschaft 2001 statt. Doch sorgte keineswegs der Fußball allein für Hochstimmung. Immer wieder gab es hochkarätige Wettkämpfe, zuletzt die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 1994, 1999 und 2007. Unvergessen sind aber auch Etappenankünfte der populären Friedensfahrt mit Radsport-Idol Täve Schur. Der Erfurter Stadtrat hat mit der Entscheidung für eine neue Arena am 29. Februar 2012 die Weichen für die Zukunft gestellt. Mit Hilfe von Fördermitteln wurde das betagte Stadion 2014-2016 in eine moderne &#039;&#039;&#039;[[Multifunktionsarena Erfurt|Multifunktionsarena]]&#039;&#039;&#039; für Fußball, Leichtathletik, Großveranstaltungen und Kongresse umgebaut (Foto 1: HPP Architekten). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipp:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt_55_Highlights_aus_der_Geschichte|Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021. S. 104 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Kummer: &#039;&#039;&#039;Wiederaufnahme einer alten Idee : Der Umbau des Steigerwaldstadions zur Multifunktionsarena.&#039;&#039;&#039; In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 73 (2012), S. 250-266.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[http://www.radio-frei.de/index.php?iid=7&amp;amp;ksubmit_show=Artikel&amp;amp;kartikel_id=5910 Interview zur Stadiongeschichte]&#039;&#039;&#039; (Radio FREI, 2016) , &#039;&#039;&#039;[[Steigerwaldstadion Erfurt|Denkmal Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC Rot Weiss Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Multifunktionsarena Erfurt|Multifunktionsarena]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Sanierung_Grabstein_Biereye&amp;diff=62450</id>
		<title>Sanierung Grabstein Biereye</title>
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		<updated>2026-07-19T07:38:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sanierung des Grabsteins von Johannes Biereye */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sanierung des Grabsteins von Johannes Biereye =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Biereye-Grabstein.2014.jpg|310px|right]]&#039;&#039;&#039;Der Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt hat den Grabstein seines einstigen Vorsitzenden Prof. Dr. Johannes Biereye auf dem Erfurter Hauptfriedhof sanieren lassen.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Erfurt kann verdiente Bürger nach deren Tode unter anderem mit der Pflege ihrer Begräbnisstätte ehren. In der Ehrengräbersatzung heißt es hierzu: „Schützenswerte Grabstätten der Stadt Erfurt sind Gräber, Grabsteine und Grabanlagen, die Verstorbene ehren, welche in der Stadt bekannt waren und für das Ansehen Erfurts gewirkt haben.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jene Würdigung erfährt auch verdientermaßen &#039;&#039;&#039;[[Johannes Biereye|Prof. Dr. Johannes Biereye]]&#039;&#039;&#039; (1860-1949) im Gräberfeld 20 P nahe der Feierhalle. Der Gymnasialdirektor, Historiker und Vorsitzende des &#039;&#039;&#039;[[ErfurterGeschichtsverein|Erfurter Geschichtsvereins]]&#039;&#039;&#039; (1919-1938) war in Erfurt sehr populär und hat intensiv für dessen Ansehen gewirkt. Sein Name steht für den Aufschwung der modernen Stadtgeschichtsforschung und ihrer populärwissenschaftlichen Vermittlung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grabstein war 1998 auf der Grabstätte Biereyes auf Initiative und dank einer Spende von Eberhard Menzel durch den Geschichtsverein errichtet worden. Mittlerweile bedurften der Stein und insbesondere der verblasste Schriftzug einer Überarbeitung. Allerdings verfügt die Stadt über keine Mittel zur Restaurierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geschichtsverein hat deshalb die schlichte Steinstele mit Namen und Lebensdaten des Geheimrates sanieren lassen. Ermöglicht wurde dies durch großzügige Spenden der Vereinsmitglieder Anna-Marie Beyer,  Prof. Dr. Karl Heinemeyer, Eberhard Menzel und Hanns-Georg Waldheim. (Foto: Hanns-Georg Waldheim) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; (Stellv. Vorsitzender und Redakteur), 30. Juni 2014&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Transparente_der_Friedlichen_Revolution_1989&amp;diff=62449</id>
		<title>Transparente der Friedlichen Revolution 1989</title>
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		<updated>2026-07-19T07:21:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Transparente der Friedlichen Revolution 1989 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Transparente der Friedlichen Revolution 1989 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wendeplakate.jpg|310px|right]]&#039;&#039;&#039;Aus der Serie [[Fundstücke aus dem Stadtmuseum]] mit Gudrun Noll und [[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]] (25.10.2012)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wir sind das Volk!&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Wende-Transparenten befragten wir Dr. Steffen Raßloff vom Förderverein des Stadtmuseums:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier geht es sicher um den Herbst 1989?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja. Die Transparente und sonstigen Utensilien erinnern an die spannende, emotionsgeladene und unheimlich ereignisdichte Zeit des „Wende“-Herbstes 1989. Auch in Erfurt hatten sich kritische Stimmen spätestens seit der gefälschten Kommunalwahl vom 7. Mai 1989 Gehör verschafft. Die Transparente enthalten einige der Kernforderungen der damaligen Zeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Was wurde konkret kritisiert?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den nachdrücklich zum Rücktritt aufgeforderten „Bonzen“ waren in Erfurt v.a. SED-Bezirkssekretär Gerhard Müller und Oberbürgermeisterin Rosemarie Seibert gemeint. Genossen und Funktionäre, die sich jetzt vermeintlich mit an die Spitze der Revolution stellen wollten, erhielten den Spitznamen „Wendehals“, woran das Transparent mit dem gleichnamigen Vogel erinnert. Für die oft witzigen Ideen der Demonstranten steht die „Führende Rolle“ aus Pappe - Anspielung auf die verfassungsrechtlich festgeschriebene Machtstellung der SED.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wo wurde damals protestiert?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Protest gegen die SED-Herrschaft und die vielen Missstände in der DDR sammelte sich zunächst im Schutzraum der – meist evangelischen – Kirchen und verlagerte sich schließlich auf die Straße. Zur Tradition wurde dabei die Donnerstagsdemo. Am 26. Oktober 1989 trafen sich erstmals nach der Demo 40.000 Menschen auf dem Domplatz, wobei die berühmten Rufe „Wir sind das Volk!“ zu hören waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Friedliche_Revolution_und_Landesgründung_in_Thüringen_1989/90|Friedliche Revolution 1989]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Besetzung_MfS_Bezirksverwaltung_Erfurt_1989|Stasi-Besetzung 1989]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Runder Tisch Erfurt]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Stiftung_Mitteldeutscher_Kulturrat&amp;diff=62448</id>
		<title>Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat</title>
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		<updated>2026-07-18T07:32:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Mitteldeutscher Kulturrat */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Mitteldeutscher Kulturrat =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MRK.png|270px|right]]&#039;&#039;&#039;Die Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat (MKR) pflegt Kultur, Künste und Wissenschaften in den neuen Bundesländern. Sie tritt mit Veröffentlichungen, Vorträgen und Veranstaltungen an die Öffentlichkeit.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der SBZ bzw. DDR stammende Persönlichkeiten hatten sich nach 1945 in der Bundesrepublik zusammengefunden, um die „unlösbare Bindung“ aller Deutschen aufrecht zu erhalten, Trennendes zu überwinden und „Vorarbeit für das Deutschland der überwundenen Spaltung“ zu leisten. Hierfür wurde der MKR 1955 als Verein und 1976 als Stiftung mit Sitz in Bonn gegründet. Laut Satzung ist ihr Zweck die „länderübergreifende Pflege der mitteldeutschen Beiträge zur deutschen Kultur“. Bis zur Wiedervereinigung 1990 hat die Stiftung in der Bundesrepublik immer wieder öffentlich durch Veranstaltungen und Publikationen auf die gemeinsame Geschichte und Kultur aller Deutschen hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Wiedervereinigung unterstützt sie vor allem die kulturellen Aktivitäten in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern durch eigene Tagungen und Vorträge in den Bundesländern sowie durch Veröffentlichungen. Seit 1994 erscheint das &#039;&#039;&#039;Mitteldeutsche Jahrbuch für Kultur und Geschichte&#039;&#039;&#039;. In Aufsätzen, Gedenkartikeln, Berichten und Rezensionen wird hier ein breites Spektrum mitteldeutscher Kultur dargeboten. Seit 1995 gibt die Stiftung den jährlichen &#039;&#039;&#039;Kultur Report&#039;&#039;&#039; heraus. Darin wird mit dem Schwerpunkt Mitteldeutschland aktuell über kulturelle Aktivitäten in allen Bundesländern informiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionen und Neuentwicklungen in den Bereichen Kultur und Geschichte aufmerksam zu verfolgen und damit zum wechselseitigen Verständnis zwischen den alten und den neuen Bundesländern beizutragen, sollte ein gesamtdeutsches Anliegen sein. Die Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat ist daher offen für die Kooperation mit anderen Stiftungen, Vereinen und weiteren Institutionen, die gleichermaßen die Vermittlung kultureller Inhalte zum Ziel haben, um damit die innere Einheit Deutschlands zu vertiefen. So förderte die Stiftung 2024 in Erfurt die aus Anlass des 50./30. Gründungsjubiläums erschienen Festschrift &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Festschrift 2024|Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;. Stadt - Haus - Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipp&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Geschichtslandschaft Mitteldeutschland|Geschichtslandschaft Mitteldeutschland. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.]]&#039;&#039;&#039; In: Kultur Report (Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat) 2026. S. 6-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://stiftung-mkr.de/ Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Mitteldeutschlands|Mitteldeutsche Geschichte]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
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		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Geschichtslandschaft_Mitteldeutschland&amp;diff=62447</id>
		<title>Geschichtslandschaft Mitteldeutschland</title>
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		<updated>2026-07-18T07:31:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Geschichtslandschaft Mitteldeutschland */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Geschichtslandschaft Mitteldeutschland =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GoldenerReiterDresden.JPG|430px|rechts]]Sie tauchen zyklisch in den Medien auf, die Vorschläge für ein Bundesland Mitteldeutschland. Begründet werden sie meist damit, dass sich Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wegen ihrer relativ geringen Größe und Wirtschaftskraft zusammenschließen müssten, um zu sparen und mehr Bedeutung im föderalen Wettstreit zu gewinnen. Diese Vorstöße stehen bewusst oder unbewusst in der Tradition der 1920er-Jahre. Schon damals gab es Pläne, das Territorium Deutschlands einschneidend zu reformieren. Argumentiert wurde dabei gerne auch historisch. Aber gibt es tatsächlich so etwas wie eine mitteldeutsche Geschichte, die einem Großland erinnerungskulturelle Legitimität verleihen könnte? Und gibt es darüber hinaus gehende historische Entwicklungen, die einen noch weiteren Mitteldeutschland-Begriff plausibel machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Askanische und wettinische Machtentfaltung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Blick zurück legt fraglos Gemeinsamkeiten offen. Einen frühen Anlauf zur herrschaftlichen Erfassung der Region machten die Askanier. Seit dem 11. Jahrhundert bauten sie, ausgehend von ihrem Kernraum zwischen Harz und Elbe, eine mächtige Herrschaft auf. Die Askanier prägten als Herzöge von Sachsen(-Wittenberg) und Fürsten von Anhalt große Teile des heutigen Sachsen-Anhalts und begründeten unter ihrem Stammvater Albrecht dem Bären von der Altmark ausgehend 1157 die Mark Brandenburg. Sachsen und Brandenburg rückten später in den exklusiven Kreis der sieben Kurfürstentümer auf. Unter Albrechts Nachkommen spaltete sich der Besitz der Askanier in vier Linien als Markgrafen von Brandenburg, Herzöge von Sachsen, Grafen von Anhalt und Grafen von Weimar-Orlamünde auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Herrschaft reichte so zeitweise vom Stettiner Haff bis nach Thüringen, von der Altmark und Anhalt bis ins heutige Polen. Allerdings konnte sich nur die 1212 begründete anhaltinische Linie um Bernburg, Köthen, Zerbst und Dessau dauerhaft behaupten. 1320 erlosch die brandenburgische Linie, deren Nachfolge 1415 die Hohenzollern antraten; die sächsische Linie ging 1423 an die Wettiner verloren. Bereits 1346 hatten die Grafen von Weimar-Orlamünde ihre Souveränität eingebüßt. Die Region wurde fortan durch Sachsen und Brandenburg-Preußen geprägt. Die Askanier hielten sich immerhin im Schatten der mächtigen Nachbarn als Kleinstaatenherrscher von Anhalt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wettiner als erfolgreiche Konkurrenten und Nachfolger der Askanier verfügten an der Schwelle zur Neuzeit um 1500 über eines der mächtigsten Territorien des Reiches, das den Raum Mitteldeutschland im heutigen Sinne weitgehend umfasste. Als Markgrafen von Meißen hatten sie sich seit 1089 die Herrschaft über Sachsen erkämpft. 1247 erwarben die Wettiner die Landgrafschaft Thüringen und übernahmen 1423 von den Askaniern mit Wittenberg die Kurfürstenwürde. 1519 brachte man Kurfürst Friedrich den Weisen sogar als Kandidaten für die Kaiserkrone ins Spiel. Sein Bruder Ernst konnte als Erzbischof von Magdeburg und Administrator des Bistums Halberstadt den Einfluss weiter ausdehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings mündete auch diese Machtentfaltung nicht in einen einheitlichen modernen Staat. Die Wettiner splitterten ihren Besitz immer wieder auf. Die Leipziger Teilung 1485 zwischen den Brüdern Ernst und Albrecht wurde zu einer zentralen Zäsur der mitteldeutschen Geschichte. Sie führte zur Aufspaltung in eine ernestinische und albertinische Linie der Wettiner, von denen die Spur bis hin zu den Freistaaten Thüringen und Sachsen führt. Jene Teilung ging mit einer Schwächung besonders gegenüber Brandenburg-Preußen einher. Bereits nach dem Tode Ernsts von Wettin 1513 deutete sich dies an, als Albrecht von Hohenzollern Erzbischof von Magdeburg und Bischof von Halberstadt wurde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg fielen beide Gebiete endgültig an Brandenburg, das mit der Altmark seit langem in Mitteldeutschland präsent war.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kleinteilige Länderstruktur statt Großstaat&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Albertinern gelang zwar nach dem Sieg im Schmalkaldischen Krieg 1547, der den Ernestinern die Kurwürde und alle nichtthüringischen Gebiete kostete, die Entwicklung des Kurfürstentums und späteren Königreichs Sachsen zu einem Territorialstaat mit der Residenz Dresden. Sachsen geriet jedoch nach dem glanzvollen „Augusteischen Zeitalter“ seit Mitte des 18. Jahrhunderts immer wieder auf die Verliererseite der Geschichte und büßte zwei Drittel seines Gebietes ein. Die Ernestiner splitterten ihren Besitz seit dem 16. Jahrhundert in zahlreiche kleine Herzogtümer auf, was zur Ausbildung der sprichwörtlichen Kleinstaatenwelt in Thüringen beitrug. Ihre Fortsetzung fand diese mit den anhaltinischen Duodezfürsten der Askanier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig nutzte Preußen sein zunehmendes Übergewicht, um wettinische und andere Ländereien an sich zu reißen. Mehrfach drohte das völlige Aufgehen im ungeliebten Nachbarn. Entsprechende Begehrlichkeiten reichen von der Zeit Friedrichs des Großen über die sächsische Niederlage im Strudel von Napoleons Untergang bis hin zum Preußisch-Österreichischen Krieg 1866. Auch wenn dies letztlich immer verhindert werden konnte, so dehnte sich doch die Militärmacht insbesondere auf Kosten Sachsens aus. Von 1815 bis 1944/45 gehörte der größte Teil Sachsen-Anhalts und der Regierungsbezirk Erfurt in Thüringen zur preußischen Provinz Sachsen, während auch Teile des heutigen Sachsens Preußen einverleibt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gewaltsamen Umbrüche des 20. Jahrhunderts prägten schließlich die kleinteilige mitteldeutsche Länderstruktur aus. Sachsen weist dabei trotz aller territorialen Veränderungen im Kern die größte Kontinuität auf. Mit der preußischen Provinz Sachsen und dem 1863 vereinigten Herzogtum bzw. Land Anhalt zeichneten sich seit 1815 auch die Umrisse des späteren Sachsen-Anhalts ab. 1920 schlossen sich die thüringischen Kleinstaaten zum Land Thüringen zusammen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der Auflösung Preußens 1945 entstanden erstmals die drei Länder in weitgehend ihrer heutigen Gestalt. Sie wurden aber 1952 in der DDR schon wieder in kleinere Bezirke aufgeteilt. Seit 1990 sind nunmehr Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen föderale Bestandteile der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichtslandschaft Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So mancher Landeshistoriker bedauert noch immer, dass es nicht zu jenem wettinischen Großstaat gekommen ist, wie er sich um 1500 abgezeichnete. Er hätte fraglos nicht zuletzt im Wettstreit von „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ eine andere Rolle spielen können. Aber muss man dies wirklich als vertane Chance deuten? Hat nicht aus heutiger Perspektive gerade die historische Vielfalt ihren besonderen Reiz? So konnte sich dank der zahlreichen Residenzen eine einmalig dichte Kulturlandschaft vom klassischen Weimar über das Dessau-Wörlitzer Gartenreich bis zum barocken Dresden entfalten. Von Mitteldeutschland sind zudem zahlreiche Impulse für die Moderne ausgegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit bleibt aber die Frage, ob man Mitteldeutschland tatsächlich als eine Geschichtslandschaft fassen kann. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Name noch sehr jung ist und v.a. auf die Reichsreformdebatten der 1920er-Jahre zurückgeht. Einige der Vorschläge nahmen bereits die heutige Situation voraus, indem etwa der Landeshauptmann der Provinz Sachsen Ehrhard Hübener 1929 für die drei Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen innerhalb eines engeren Verbundes Mitteldeutschland plädierte. Andere Pläne sahen einen Zusammenschluss Thüringens, der Provinz Sachsen und Anhalts vor oder bezogen sogar Sachsen mit ein. Niedergeschlagen haben sich diese Großraumvisionen etwa in der Mitteldeutschen Rundfunk AG in Leipzig (1924), dem Vorgänger des heutigen MDR. Dieser Sprachgebrauch hat sich weitgehend etabliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den Diskussionen der 1920er-Jahre spielte die übergreifende Geschichte eine wichtige Rolle. Bereits im 6. Jahrhundert hatte das mächtige Königreich der Thüringer weite Teile Mitteldeutschlands umschlossen. Die vielen historischen Verbindungen ziehen sich weiter von den Wettinern und dem „Kernland der Reformation“ bis hin zu vier Jahrzehnten DDR an der innerdeutschen Grenze. Ein einendes Band ist auch die große Kulturgeschichte als Land Luthers, Bachs, Goethes und des Bauhauses. Verstärkt wird die Gemeinsamkeit durch kulturell-sprachliche Eigenheiten. Zugleich hebt sich Mitteldeutschland bei allen Überschneidungen erkennbar von den umliegenden historischen Räumen ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Landesbewusstsein und historische Verknüpfung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings sollte man sich davor hüten, Mitteldeutschland in integrativer Absicht zu einer historischen Einheit zu erklären.  Dem widerspricht auch, dass v.a. in Sachsen und Thüringen ein fest verwurzeltes landsmannschaftliches Bewusstsein existiert. Dieses reicht weit zurück, gewinnt seit dem 19. Jahrhundert deutlich Gestalt und konnte auch in 40 Jahren DDR nicht beseitigt werden. Die sächsische Landesgeschichte mit Fixsternen wie August der Starke (Foto: Alexander Raßloff) entfaltet eine hohe identitätsstiftende Kraft. Auch in Thüringen hielt sich immer das Bewusstsein einer historischen „Einheit in der Vielfalt“. Diese reicht bis zum Königreich und zu den sagenumwobenen Landgrafen auf der Wartburg zurück und überlagert das „Land der Residenzen“. In Sachsen-Anhalt mit seiner weniger ausgeprägten Landestradition beruft man sich auf die vorgeschichtliche Zeit, die ottonische Königsmacht, die Reformation oder die moderne Industrieregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dieses tief verwurzelten Landesbewusstseins verwundert es nicht, dass die Renaissance der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit zu den Forderungen der Friedlichen Revolution 1989 zählte. In den folgenden großen Umbrüchen boten die Länder als vertraute Heimat Orientierung und Halt. Mittlerweile sind sie ein selbstverständlicher Teil des föderalen Deutschlands. So dürfte eine Mehrheit der Sachsen, Sachsen-Anhalter und Thüringer den Forderungen nach einem Bundesland Mitteldeutschland, dessen Einsparpotenzial ohnehin umstritten ist, eher skeptisch gegenüberstehen. Dem Bewusstsein der vielfachen historischen Verknüpfungen und einer engeren Kooperation, wie sie v.a. vom Mitteldeutschen Rundfunk seit gut drei Jahrzehnten verkörpert wird, muss dies aber keineswegs widersprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das größere Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weite Teile der neuen Bundesländer umfassende Herrschaft der Askanier konnte zwar durch das Aussterben aller Linien im Hochmittelalter mit Ausnahme Anhalts keine nachhaltige Wirkung entfalten, bildet aber dennoch eine historische Klammer der Region. Im 19. und 20. Jahrhundert reichen die historischen Verknüpfungen des von Preußen maßgeblich mit beherrschten Drei-Länder-Mitteldeutschlands bis hin zur preußischen Kernprovinz Brandenburg mit Berlin. Solche Verbindungen reichen aber auch weiter zurück. Genannt seien die traditionell guten Beziehungen zwischen Anhalt und Preußen, das dem „alten Dessauer“ Fürst Leopold I. nicht nur Gleichschritt und eisernen Ladestock verdankte. Diese Geschichtslandschaft weitet sich schließlich auch durch vier gemeinsame Jahrzehnte im Schatten des „Eisernen Vorhangs“ bis Mecklenburg-Vorpommern. Die 1990 zeitgleich gegründeten und an die von 1945 bis 1952 bestehenden Länder anknüpfenden Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verbindet also einiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist auch der Wirkungsbereich des 1955 in der Bundesrepublik gegründeten Mitteldeutschen Kulturrates erreicht. Dieser hat die „Wahrnehmung und Vertretung der mitteldeutschen Beiträge zur gesamtdeutschen Kultur, Förderung der Kulturleistung der aus Mitteldeutschland stammenden Deutschen“ zum Ziel. Dabei lag in der Zeit der deutschen Teilung ein weiterer Mitteldeutschland-Begriff zugrunde. Dieser meinte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 die Gebiete zwischen den drei Westzonen bzw. der 1949 gegründeten Bundesrepublik und den Polen und der Sowjetunion eingegliederten deutschen Ostgebieten jenseits von Oder und Neiße, die man nicht endgültig aufzugeben bereit war. In der Hochzeit des Kalten Krieges umschrieb man damit auch die staatlich nicht anerkannte DDR. Mag dieses Mitteldeutschland auch mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag („Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland“) 1990 von der Mittellage in die östliche Randlage geraten sein, so hat die Stiftung MKR hier doch nach wie vor ein weites Wirkungsfeld.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Geschichtslandschaft Mitteldeutschland. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039; In: Kultur Report (Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat) 2026. S. 6-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Siehe: [[Geschichte Mitteldeutschlands]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Geschichtslandschaft_Mitteldeutschland&amp;diff=62446</id>
		<title>Geschichtslandschaft Mitteldeutschland</title>
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		<updated>2026-07-18T07:15:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Geschichtslandschaft Mitteldeutschland */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Geschichtslandschaft Mitteldeutschland =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GoldenerReiterDresden.JPG|430px|rechts]]Sie tauchen zyklisch in den Medien auf, die Vorschläge für ein Bundesland Mitteldeutschland. Begründet werden sie meist damit, dass sich Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wegen ihrer relativ geringen Größe und Wirtschaftskraft zusammenschließen müssten, um zu sparen und mehr Bedeutung im föderalen Wettstreit zu gewinnen. Diese Vorstöße stehen bewusst oder unbewusst in der Tradition der 1920er-Jahre. Schon damals gab es Pläne, das Territorium Deutschlands einschneidend zu reformieren. Argumentiert wurde dabei gerne auch historisch. Aber gibt es tatsächlich so etwas wie eine mitteldeutsche Geschichte, die einem Großland erinnerungskulturelle Legitimität verleihen könnte? Und gibt es darüber hinaus gehende historische Entwicklungen, die einen noch weiteren Mitteldeutschland-Begriff plausibel machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Askanische und wettinische Machtentfaltung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Blick zurück legt fraglos Gemeinsamkeiten offen. Einen frühen Anlauf zur herrschaftlichen Erfassung der Region machten die Askanier. Seit dem 11. Jahrhundert bauten sie, ausgehend von ihrem Kernraum zwischen Harz und Elbe, eine mächtige Herrschaft auf. Die Askanier prägten als Herzöge von Sachsen(-Wittenberg) und Fürsten von Anhalt große Teile des heutigen Sachsen-Anhalts und begründeten unter ihrem Stammvater Albrecht dem Bären von der Altmark ausgehend 1157 die Mark Brandenburg. Sachsen und Brandenburg rückten später in den exklusiven Kreis der sieben Kurfürstentümer auf. Unter Albrechts Nachkommen spaltete sich der Besitz der Askanier in vier Linien als Markgrafen von Brandenburg, Herzöge von Sachsen, Grafen von Anhalt und Grafen von Weimar-Orlamünde auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Herrschaft reichte so zeitweise vom Stettiner Haff bis nach Thüringen, von der Altmark und Anhalt bis ins heutige Polen. Allerdings konnte sich nur die 1212 begründete anhaltinische Linie um Bernburg, Köthen, Zerbst und Dessau dauerhaft behaupten. 1320 erlosch die brandenburgische Linie, deren Nachfolge 1415 die Hohenzollern antraten; die sächsische Linie ging 1423 an die Wettiner verloren. Bereits 1346 hatten die Grafen von Weimar-Orlamünde ihre Souveränität eingebüßt. Die Region wurde fortan durch Sachsen und Brandenburg-Preußen geprägt. Die Askanier hielten sich immerhin im Schatten der mächtigen Nachbarn als Kleinstaatenherrscher von Anhalt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wettiner als erfolgreiche Konkurrenten und Nachfolger der Askanier verfügten an der Schwelle zur Neuzeit um 1500 über eines der mächtigsten Territorien des Reiches, das den Raum Mitteldeutschland im heutigen Sinne weitgehend umfasste. Als Markgrafen von Meißen hatten sie sich seit 1089 die Herrschaft über Sachsen erkämpft. 1247 erwarben die Wettiner die Landgrafschaft Thüringen und übernahmen 1423 von den Askaniern mit Wittenberg die Kurfürstenwürde. 1519 brachte man Kurfürst Friedrich den Weisen sogar als Kandidaten für die Kaiserkrone ins Spiel. Sein Bruder Ernst konnte als Erzbischof von Magdeburg und Administrator des Bistums Halberstadt den Einfluss weiter ausdehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings mündete auch diese Machtentfaltung nicht in einen einheitlichen modernen Staat. Die Wettiner splitterten ihren Besitz immer wieder auf. Die Leipziger Teilung 1485 zwischen den Brüdern Ernst und Albrecht wurde zu einer zentralen Zäsur der mitteldeutschen Geschichte. Sie führte zur Aufspaltung in eine ernestinische und albertinische Linie der Wettiner, von denen die Spur bis hin zu den Freistaaten Thüringen und Sachsen führt. Jene Teilung ging mit einer Schwächung besonders gegenüber Brandenburg-Preußen einher. Bereits nach dem Tode Ernsts von Wettin 1513 deutete sich dies an, als Albrecht von Hohenzollern Erzbischof von Magdeburg und Bischof von Halberstadt wurde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg fielen beide Gebiete endgültig an Brandenburg, das mit der Altmark seit langem in Mitteldeutschland präsent war.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kleinteilige Länderstruktur statt Großstaat&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Albertinern gelang zwar nach dem Sieg im Schmalkaldischen Krieg 1547, der den Ernestinern die Kurwürde und alle nichtthüringischen Gebiete kostete, die Entwicklung des Kurfürstentums und späteren Königreichs Sachsen zu einem Territorialstaat mit der Residenz Dresden. Sachsen geriet jedoch nach dem glanzvollen „Augusteischen Zeitalter“ seit Mitte des 18. Jahrhunderts immer wieder auf die Verliererseite der Geschichte und büßte zwei Drittel seines Gebietes ein. Die Ernestiner splitterten ihren Besitz seit dem 16. Jahrhundert in zahlreiche kleine Herzogtümer auf, was zur Ausbildung der sprichwörtlichen Kleinstaatenwelt in Thüringen beitrug. Ihre Fortsetzung fand diese mit den anhaltinischen Duodezfürsten der Askanier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig nutzte Preußen sein zunehmendes Übergewicht, um wettinische und andere Ländereien an sich zu reißen. Mehrfach drohte das völlige Aufgehen im ungeliebten Nachbarn. Entsprechende Begehrlichkeiten reichen von der Zeit Friedrichs des Großen über die sächsische Niederlage im Strudel von Napoleons Untergang bis hin zum Preußisch-Österreichischen Krieg 1866. Auch wenn dies letztlich immer verhindert werden konnte, so dehnte sich doch die Militärmacht insbesondere auf Kosten Sachsens aus. Von 1815 bis 1944/45 gehörte der größte Teil Sachsen-Anhalts und der Regierungsbezirk Erfurt in Thüringen zur preußischen Provinz Sachsen, während auch Teile des heutigen Sachsens Preußen einverleibt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gewaltsamen Umbrüche des 20. Jahrhunderts prägten schließlich die kleinteilige mitteldeutsche Länderstruktur aus. Sachsen weist dabei trotz aller territorialen Veränderungen im Kern die größte Kontinuität auf. Mit der preußischen Provinz Sachsen und dem 1863 vereinigten Herzogtum bzw. Land Anhalt zeichneten sich seit 1815 auch die Umrisse des späteren Sachsen-Anhalts ab. 1920 schlossen sich die thüringischen Kleinstaaten zum Land Thüringen zusammen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der Auflösung Preußens 1945 entstanden erstmals die drei Länder in weitgehend ihrer heutigen Gestalt. Sie wurden aber 1952 in der DDR schon wieder in kleinere Bezirke aufgeteilt. Seit 1990 sind nunmehr Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen föderale Bestandteile der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichtslandschaft Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So mancher Landeshistoriker bedauert noch immer, dass es nicht zu jenem wettinischen Großstaat gekommen ist, wie er sich um 1500 abgezeichnete. Er hätte fraglos nicht zuletzt im Wettstreit von „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ eine andere Rolle spielen können. Aber muss man dies wirklich als vertane Chance deuten? Hat nicht aus heutiger Perspektive gerade die historische Vielfalt ihren besonderen Reiz? So konnte sich dank der zahlreichen Residenzen eine einmalig dichte Kulturlandschaft vom klassischen Weimar über das Dessau-Wörlitzer Gartenreich bis zum barocken Dresden entfalten. Von Mitteldeutschland sind zudem zahlreiche Impulse für die Moderne ausgegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit bleibt aber die Frage, ob man Mitteldeutschland tatsächlich als eine Geschichtslandschaft fassen kann. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Name noch sehr jung ist und v.a. auf die Reichsreformdebatten der 1920er-Jahre zurückgeht. Einige der Vorschläge nahmen bereits die heutige Situation voraus, indem etwa der Landeshauptmann der Provinz Sachsen Ehrhard Hübener 1929 für die drei Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen innerhalb eines engeren Verbundes Mitteldeutschland plädierte. Andere Pläne sahen einen Zusammenschluss Thüringens, der Provinz Sachsen und Anhalts vor oder bezogen sogar Sachsen mit ein. Niedergeschlagen haben sich diese Großraumvisionen etwa in der Mitteldeutschen Rundfunk AG in Leipzig (1924), dem Vorgänger des heutigen MDR. Dieser Sprachgebrauch hat sich weitgehend etabliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den Diskussionen der 1920er-Jahre spielte die übergreifende Geschichte eine wichtige Rolle. Bereits im 6. Jahrhundert hatte das mächtige Königreich der Thüringer weite Teile Mitteldeutschlands umschlossen. Die vielen historischen Verbindungen ziehen sich weiter von den Wettinern und dem „Kernland der Reformation“ bis hin zu vier Jahrzehnten DDR an der innerdeutschen Grenze. Ein einendes Band ist auch die große Kulturgeschichte als Land Luthers, Bachs, Goethes und des Bauhauses. Verstärkt wird die Gemeinsamkeit durch kulturell-sprachliche Eigenheiten. Zugleich hebt sich Mitteldeutschland bei allen Überschneidungen erkennbar von den umliegenden historischen Räumen ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Landesbewusstsein und historische Verknüpfung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings sollte man sich davor hüten, Mitteldeutschland in integrativer Absicht zu einer historischen Einheit zu erklären.  Dem widerspricht auch, dass v.a. in Sachsen und Thüringen ein fest verwurzeltes landsmannschaftliches Bewusstsein existiert. Dieses reicht weit zurück, gewinnt seit dem 19. Jahrhundert deutlich Gestalt und konnte auch in 40 Jahren DDR nicht beseitigt werden. Die sächsische Landesgeschichte mit Fixsternen wie August der Starke (Foto: Alexander Raßloff) entfaltet eine hohe identitätsstiftende Kraft. Auch in Thüringen hielt sich immer das Bewusstsein einer historischen „Einheit in der Vielfalt“. Diese reicht bis zum Königreich und zu den sagenumwobenen Landgrafen auf der Wartburg zurück und überlagert das „Land der Residenzen“. In Sachsen-Anhalt mit seiner weniger ausgeprägten Landestradition beruft man sich auf die vorgeschichtliche Zeit, die ottonische Königsmacht, die Reformation oder die moderne Industrieregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dieses tief verwurzelten Landesbewusstseins verwundert es nicht, dass die Renaissance der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit zu den Forderungen der Friedlichen Revolution 1989 zählte. In den folgenden großen Umbrüchen boten die Länder als vertraute Heimat Orientierung und Halt. Mittlerweile sind sie ein selbstverständlicher Teil des föderalen Deutschlands. So dürfte eine Mehrheit der Sachsen, Sachsen-Anhalter und Thüringer den Forderungen nach einem Bundesland Mitteldeutschland, dessen Einsparpotenzial ohnehin umstritten ist, eher skeptisch gegenüberstehen. Dem Bewusstsein der vielfachen historischen Verknüpfungen und einer engeren Kooperation, wie sie v.a. vom Mitteldeutschen Rundfunk seit gut drei Jahrzehnten verkörpert wird, muss dies aber keineswegs widersprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das größere Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weite Teile der neuen Bundesländer umfassende Herrschaft der Askanier konnte zwar durch das Aussterben aller Linien im Hochmittelalter mit Ausnahme Anhalts keine nachhaltige Wirkung entfalten, bildet aber dennoch eine historische Klammer der Region. Im 19. und 20. Jahrhundert reichen die historischen Verknüpfungen des von Preußen maßgeblich mit beherrschten Drei-Länder-Mitteldeutschlands bis hin zur preußischen Kernprovinz Brandenburg mit Berlin. Solche Verbindungen reichen aber auch weiter zurück. Genannt seien die traditionell guten Beziehungen zwischen Anhalt und Preußen, das dem „alten Dessauer“ Fürst Leopold I. nicht nur Gleichschritt und eisernen Ladestock verdankte. Diese Geschichtslandschaft weitet sich schließlich auch durch vier gemeinsame Jahrzehnte im Schatten des „Eisernen Vorhangs“ bis Mecklenburg-Vorpommern. Die 1990 zeitgleich gegründeten und an die von 1945 bis 1952 bestehenden Länder anknüpfenden Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verbindet also einiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist auch der Wirkungsbereich des 1955 in der Bundesrepublik gegründeten Mitteldeutschen Kulturrates erreicht. Dieser hat die „Wahrnehmung und Vertretung der mitteldeutschen Beiträge zur gesamtdeutschen Kultur, Förderung der Kulturleistung der aus Mitteldeutschland stammenden Deutschen“ zum Ziel. Dabei lag in der Zeit der deutschen Teilung ein weiterer Mitteldeutschland-Begriff zugrunde. Dieser meinte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 die Gebiete zwischen den drei Westzonen bzw. der 1949 gegründeten Bundesrepublik und den Polen und der Sowjetunion eingegliederten deutschen Ostgebieten jenseits von Oder und Neiße, die man nicht endgültig aufzugeben bereit war. In der Hochzeit des Kalten Krieges umschrieb man damit auch die staatlich nicht anerkannte DDR. Mag dieses Mitteldeutschland auch mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag („Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland“) 1990 von der Mittellage in die östliche Randlage geraten sein, so hat die Stiftung MKR hier doch nach wie vor ein weites Wirkungsfeld.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Geschichtslandschaft Mitteldeutschland. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039; In: Kultur Report (Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat) 2026. S. 6-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Siehe: [[Geschichte Mitteldeutschlands]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Geschichtslandschaft_Mitteldeutschland&amp;diff=62445</id>
		<title>Geschichtslandschaft Mitteldeutschland</title>
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		<updated>2026-07-18T07:05:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Geschichtslandschaft Mitteldeutschland */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Geschichtslandschaft Mitteldeutschland =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GoldenerReiterDresden.JPG|430px|rechts]]Sie tauchen zyklisch in den Medien auf, die Vorschläge für ein Bundesland Mitteldeutschland. Begründet werden sie meist damit, dass sich Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wegen ihrer relativ geringen Größe und Wirtschaftskraft zusammenschließen müssten, um zu sparen und mehr Bedeutung im föderalen Wettstreit zu gewinnen. Diese Vorstöße stehen bewusst oder unbewusst in der Tradition der 1920er-Jahre. Schon damals gab es Pläne, das Territorium Deutschlands einschneidend zu reformieren. Argumentiert wurde dabei gerne auch historisch. Aber gibt es tatsächlich so etwas wie eine mitteldeutsche Geschichte, die einem Großland erinnerungskulturelle Legitimität verleihen könnte? Und gibt es darüber hinaus gehende historische Entwicklungen, die einen noch weiteren Mitteldeutschland-Begriff plausibel machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Askanische und wettinische Machtentfaltung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Blick zurück legt fraglos Gemeinsamkeiten offen. Einen frühen Anlauf zur herrschaftlichen Erfassung der Region machten die Askanier. Seit dem 11. Jahrhundert bauten sie, ausgehend von ihrem Kernraum zwischen Harz und Elbe, eine mächtige Herrschaft auf. Die Askanier prägten als Herzöge von Sachsen(-Wittenberg) und Fürsten von Anhalt große Teile des heutigen Sachsen-Anhalts und begründeten unter ihrem Stammvater Albrecht dem Bären von der Altmark ausgehend 1157 die Mark Brandenburg. Sachsen und Brandenburg rückten später in den exklusiven Kreis der sieben Kurfürstentümer auf. Unter Albrechts Nachkommen spaltete sich der Besitz der Askanier in vier Linien als Markgrafen von Brandenburg, Herzöge von Sachsen, Grafen von Anhalt und Grafen von Weimar-Orlamünde auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Herrschaft reichte so zeitweise vom Stettiner Haff bis nach Thüringen, von der Altmark und Anhalt bis ins heutige Polen. Allerdings konnte sich nur die 1212 begründete anhaltinische Linie um Bernburg, Köthen, Zerbst und Dessau dauerhaft behaupten. 1320 erlosch die brandenburgische Linie, deren Nachfolge 1415 die Hohenzollern antraten; die sächsische Linie ging 1423 an die Wettiner verloren. Bereits 1346 hatten die Grafen von Weimar-Orlamünde ihre Souveränität eingebüßt. Die Region wurde fortan durch Sachsen und Brandenburg-Preußen geprägt. Die Askanier hielten sich immerhin im Schatten der mächtigen Nachbarn als Kleinstaatenherrscher von Anhalt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wettiner als erfolgreiche Konkurrenten und Nachfolger der Askanier verfügten an der Schwelle zur Neuzeit um 1500 über eines der mächtigsten Territorien des Reiches, das den Raum Mitteldeutschland im heutigen Sinne weitgehend umfasste. Als Markgrafen von Meißen hatten sie sich seit 1089 die Herrschaft über Sachsen erkämpft. 1247 erwarben die Wettiner die Landgrafschaft Thüringen und übernahmen 1423 von den Askaniern mit Wittenberg die Kurfürstenwürde. 1519 brachte man Kurfürst Friedrich den Weisen sogar als Kandidaten für die Kaiserkrone ins Spiel. Sein Bruder Ernst konnte als Erzbischof von Magdeburg und Administrator des Bistums Halberstadt den Einfluss weiter ausdehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings mündete auch diese Machtentfaltung nicht in einen einheitlichen modernen Staat. Die Wettiner splitterten ihren Besitz immer wieder auf. Die Leipziger Teilung 1485 zwischen den Brüdern Ernst und Albrecht wurde zu einer zentralen Zäsur der mitteldeutschen Geschichte. Sie führte zur Aufspaltung in eine ernestinische und albertinische Linie der Wettiner, von denen die Spur bis hin zu den Freistaaten Thüringen und Sachsen führt. Jene Teilung ging mit einer Schwächung besonders gegenüber Brandenburg-Preußen einher. Bereits nach dem Tode Ernsts von Wettin 1513 deutete sich dies an, als Albrecht von Hohenzollern Erzbischof von Magdeburg und Bischof von Halberstadt wurde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg fielen beide Gebiete endgültig an Brandenburg, das mit der Altmark seit langem in Mitteldeutschland präsent war.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kleinteilige Länderstruktur statt Großstaat&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Albertinern gelang zwar nach dem Sieg im Schmalkaldischen Krieg 1547, der den Ernestinern die Kurwürde und alle nichtthüringischen Gebiete kostete, die Entwicklung des Kurfürstentums und späteren Königreichs Sachsen zu einem Territorialstaat mit der Residenz Dresden. Sachsen geriet jedoch nach dem glanzvollen „Augusteischen Zeitalter“ (Abb. Kurfürst August der Starke in Dresden, Foto: Alexander Raßloff) seit Mitte des 18. Jahrhunderts immer wieder auf die Verliererseite der Geschichte und büßte zwei Drittel seines Gebietes ein. Die Ernestiner splitterten ihren Besitz seit dem 16. Jahrhundert in zahlreiche kleine Herzogtümer auf, was zur Ausbildung der sprichwörtlichen Kleinstaatenwelt in Thüringen beitrug. Ihre Fortsetzung fand diese mit den anhaltinischen Duodezfürsten der Askanier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig nutzte Preußen sein zunehmendes Übergewicht, um wettinische und andere Ländereien an sich zu reißen. Mehrfach drohte das völlige Aufgehen im ungeliebten Nachbarn. Entsprechende Begehrlichkeiten reichen von der Zeit Friedrichs des Großen über die sächsische Niederlage im Strudel von Napoleons Untergang bis hin zum Preußisch-Österreichischen Krieg 1866. Auch wenn dies letztlich immer verhindert werden konnte, so dehnte sich doch die Militärmacht insbesondere auf Kosten Sachsens aus. Von 1815 bis 1944/45 gehörte der größte Teil Sachsen-Anhalts und der Regierungsbezirk Erfurt in Thüringen zur preußischen Provinz Sachsen, während auch Teile des heutigen Sachsens Preußen einverleibt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gewaltsamen Umbrüche des 20. Jahrhunderts prägten schließlich die kleinteilige mitteldeutsche Länderstruktur aus. Sachsen weist dabei trotz aller territorialen Veränderungen im Kern die größte Kontinuität auf. Mit der preußischen Provinz Sachsen und dem 1863 vereinigten Herzogtum bzw. Land Anhalt zeichneten sich seit 1815 auch die Umrisse des späteren Sachsen-Anhalts ab. 1920 schlossen sich die thüringischen Kleinstaaten zum Land Thüringen zusammen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der Auflösung Preußens 1945 entstanden erstmals die drei Länder in weitgehend ihrer heutigen Gestalt. Sie wurden aber 1952 in der DDR schon wieder in kleinere Bezirke aufgeteilt. Seit 1990 sind nunmehr Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen föderale Bestandteile der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichtslandschaft Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So mancher Landeshistoriker bedauert noch immer, dass es nicht zu jenem wettinischen Großstaat gekommen ist, wie er sich um 1500 abgezeichnete. Er hätte fraglos nicht zuletzt im Wettstreit von „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ eine andere Rolle spielen können. Aber muss man dies wirklich als vertane Chance deuten? Hat nicht aus heutiger Perspektive gerade die historische Vielfalt ihren besonderen Reiz? So konnte sich dank der zahlreichen Residenzen eine einmalig dichte Kulturlandschaft vom klassischen Weimar über das Dessau-Wörlitzer Gartenreich bis zum barocken Dresden entfalten. Von Mitteldeutschland sind zudem zahlreiche Impulse für die Moderne ausgegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit bleibt aber die Frage, ob man Mitteldeutschland tatsächlich als eine Geschichtslandschaft fassen kann. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Name noch sehr jung ist und v.a. auf die Reichsreformdebatten der 1920er-Jahre zurückgeht. Einige der Vorschläge nahmen bereits die heutige Situation voraus, indem etwa der Landeshauptmann der Provinz Sachsen Ehrhard Hübener 1929 für die drei Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen innerhalb eines engeren Verbundes Mitteldeutschland plädierte. Andere Pläne sahen einen Zusammenschluss Thüringens, der Provinz Sachsen und Anhalts vor oder bezogen sogar Sachsen mit ein. Niedergeschlagen haben sich diese Großraumvisionen etwa in der Mitteldeutschen Rundfunk AG in Leipzig (1924), dem Vorgänger des heutigen MDR. Dieser Sprachgebrauch hat sich weitgehend etabliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den Diskussionen der 1920er-Jahre spielte die übergreifende Geschichte eine wichtige Rolle. Bereits im 6. Jahrhundert hatte das mächtige Königreich der Thüringer weite Teile Mitteldeutschlands umschlossen. Die vielen historischen Verbindungen ziehen sich weiter von den Wettinern und dem „Kernland der Reformation“ bis hin zu vier Jahrzehnten DDR an der innerdeutschen Grenze. Ein einendes Band ist auch die große Kulturgeschichte als Land Luthers, Bachs, Goethes und des Bauhauses. Verstärkt wird die Gemeinsamkeit durch kulturell-sprachliche Eigenheiten. Zugleich hebt sich Mitteldeutschland bei allen Überschneidungen erkennbar von den umliegenden historischen Räumen ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Landesbewusstsein und historische Verknüpfung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings sollte man sich davor hüten, Mitteldeutschland in integrativer Absicht zu einer historischen Einheit zu erklären.  Dem widerspricht auch, dass v.a. in Sachsen und Thüringen ein fest verwurzeltes landsmannschaftliches Bewusstsein existiert. Dieses reicht weit zurück, gewinnt seit dem 19. Jahrhundert deutlich Gestalt und konnte auch in 40 Jahren DDR nicht beseitigt werden. Die sächsische Landesgeschichte mit Fixsternen wie August der Starke entfaltet eine hohe identitätsstiftende Kraft. Auch in Thüringen hielt sich immer das Bewusstsein einer historischen „Einheit in der Vielfalt“. Diese reicht bis zum Königreich und zu den sagenumwobenen Landgrafen auf der Wartburg zurück und überlagert das „Land der Residenzen“. In Sachsen-Anhalt mit seiner weniger ausgeprägten Landestradition beruft man sich auf die vorgeschichtliche Zeit, die ottonische Königsmacht, die Reformation oder die moderne Industrieregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dieses tief verwurzelten Landesbewusstseins verwundert es nicht, dass die Renaissance der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit zu den Forderungen der Friedlichen Revolution 1989 zählte. In den folgenden großen Umbrüchen boten die Länder als vertraute Heimat Orientierung und Halt. Mittlerweile sind sie ein selbstverständlicher Teil des föderalen Deutschlands. So dürfte eine Mehrheit der Sachsen, Sachsen-Anhalter und Thüringer den Forderungen nach einem Bundesland Mitteldeutschland, dessen Einsparpotenzial ohnehin umstritten ist, eher skeptisch gegenüberstehen. Dem Bewusstsein der vielfachen historischen Verknüpfungen und einer engeren Kooperation, wie sie v.a. vom Mitteldeutschen Rundfunk seit gut drei Jahrzehnten verkörpert wird, muss dies aber keineswegs widersprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das größere Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weite Teile der neuen Bundesländer umfassende Herrschaft der Askanier konnte zwar durch das Aussterben aller Linien im Hochmittelalter mit Ausnahme Anhalts keine nachhaltige Wirkung entfalten, bildet aber dennoch eine historische Klammer der Region. Im 19. und 20. Jahrhundert reichen die historischen Verknüpfungen des von Preußen maßgeblich mit beherrschten Drei-Länder-Mitteldeutschlands bis hin zur preußischen Kernprovinz Brandenburg mit Berlin. Solche Verbindungen reichen aber auch weiter zurück. Genannt seien die traditionell guten Beziehungen zwischen Anhalt und Preußen, das dem „alten Dessauer“ Fürst Leopold I. nicht nur Gleichschritt und eisernen Ladestock verdankte. Diese Geschichtslandschaft weitet sich schließlich auch durch vier gemeinsame Jahrzehnte im Schatten des „Eisernen Vorhangs“ bis Mecklenburg-Vorpommern. Die 1990 zeitgleich gegründeten und an die von 1945 bis 1952 bestehenden Länder anknüpfenden Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verbindet also einiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist auch der Wirkungsbereich des 1955 in der Bundesrepublik gegründeten Mitteldeutschen Kulturrates erreicht. Dieser hat die „Wahrnehmung und Vertretung der mitteldeutschen Beiträge zur gesamtdeutschen Kultur, Förderung der Kulturleistung der aus Mitteldeutschland stammenden Deutschen“ zum Ziel. Dabei lag in der Zeit der deutschen Teilung ein weiterer Mitteldeutschland-Begriff zugrunde. Dieser meinte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 die Gebiete zwischen den drei Westzonen bzw. der 1949 gegründeten Bundesrepublik und den Polen und der Sowjetunion eingegliederten deutschen Ostgebieten jenseits von Oder und Neiße, die man nicht endgültig aufzugeben bereit war. In der Hochzeit des Kalten Krieges umschrieb man damit auch die staatlich nicht anerkannte DDR. Mag dieses Mitteldeutschland auch mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag („Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland“) 1990 von der Mittellage in die östliche Randlage geraten sein, so hat die Stiftung MKR hier doch nach wie vor ein weites Wirkungsfeld.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Geschichtslandschaft Mitteldeutschland. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039; In: Kultur Report (Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat) 2026. S. 6-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Siehe: [[Geschichte Mitteldeutschlands]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
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		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Geschichtslandschaft_Mitteldeutschland&amp;diff=62444</id>
		<title>Geschichtslandschaft Mitteldeutschland</title>
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		<updated>2026-07-18T07:04:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Geschichtslandschaft Mitteldeutschland */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Geschichtslandschaft Mitteldeutschland =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GoldenerReiterDresden.JPG|430px|rechts]]Sie tauchen zyklisch in den Medien auf, die Vorschläge für ein Bundesland Mitteldeutschland. Begründet werden sie meist damit, dass sich Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wegen ihrer relativ geringen Größe und Wirtschaftskraft zusammenschließen müssten, um zu sparen und mehr Bedeutung im föderalen Wettstreit zu gewinnen. Diese Vorstöße stehen bewusst oder unbewusst in der Tradition der 1920er-Jahre. Schon damals gab es Pläne, das Territorium Deutschlands einschneidend zu reformieren. Argumentiert wurde dabei gerne auch historisch. Aber gibt es tatsächlich so etwas wie eine mitteldeutsche Geschichte, die einem Großland erinnerungskulturelle Legitimität verleihen könnte? Und gibt es darüber hinaus gehende historische Entwicklungen, die einen noch weiteren Mitteldeutschland-Begriff plausibel machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Askanische und wettinische Machtentfaltung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Blick zurück legt fraglos Gemeinsamkeiten offen. Einen frühen Anlauf zur herrschaftlichen Erfassung der Region machten die Askanier. Seit dem 11. Jahrhundert bauten sie, ausgehend von ihrem Kernraum zwischen Harz und Elbe, eine mächtige Herrschaft auf. Die Askanier prägten als Herzöge von Sachsen(-Wittenberg) und Fürsten von Anhalt große Teile des heutigen Sachsen-Anhalts und begründeten unter ihrem Stammvater Albrecht dem Bären von der Altmark ausgehend 1157 die Mark Brandenburg. Sachsen und Brandenburg rückten später in den exklusiven Kreis der sieben Kurfürstentümer auf. Unter Albrechts Nachkommen spaltete sich der Besitz der Askanier in vier Linien als Markgrafen von Brandenburg, Herzöge von Sachsen, Grafen von Anhalt und Grafen von Weimar-Orlamünde auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Herrschaft reichte so zeitweise vom Stettiner Haff bis nach Thüringen, von der Altmark und Anhalt bis ins heutige Polen. Allerdings konnte sich nur die 1212 begründete anhaltinische Linie um Bernburg, Köthen, Zerbst und Dessau dauerhaft behaupten. 1320 erlosch die brandenburgische Linie, deren Nachfolge 1415 die Hohenzollern antraten; die sächsische Linie ging 1423 an die Wettiner verloren. Bereits 1346 hatten die Grafen von Weimar-Orlamünde ihre Souveränität eingebüßt. Die Region wurde fortan durch Sachsen und Brandenburg-Preußen geprägt. Die Askanier hielten sich immerhin im Schatten der mächtigen Nachbarn als Kleinstaatenherrscher von Anhalt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wettiner als erfolgreiche Konkurrenten und Nachfolger der Askanier verfügten an der Schwelle zur Neuzeit um 1500 über eines der mächtigsten Territorien des Reiches, das den Raum Mitteldeutschland im heutigen Sinne weitgehend umfasste. Als Markgrafen von Meißen hatten sie sich seit 1089 die Herrschaft über Sachsen erkämpft. 1247 erwarben die Wettiner die Landgrafschaft Thüringen und übernahmen 1423 von den Askaniern mit Wittenberg die Kurfürstenwürde. 1519 brachte man Kurfürst Friedrich den Weisen sogar als Kandidaten für die Kaiserkrone ins Spiel. Sein Bruder Ernst konnte als Erzbischof von Magdeburg und Administrator des Bistums Halberstadt den Einfluss weiter ausdehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings mündete auch diese Machtentfaltung nicht in einen einheitlichen modernen Staat. Die Wettiner splitterten ihren Besitz immer wieder auf. Die Leipziger Teilung 1485 zwischen den Brüdern Ernst und Albrecht wurde zu einer zentralen Zäsur der mitteldeutschen Geschichte. Sie führte zur Aufspaltung in eine ernestinische und albertinische Linie der Wettiner, von denen die Spur bis hin zu den Freistaaten Thüringen und Sachsen führt. Jene Teilung ging mit einer Schwächung besonders gegenüber Brandenburg-Preußen einher. Bereits nach dem Tode Ernsts von Wettin 1513 deutete sich dies an, als Albrecht von Hohenzollern Erzbischof von Magdeburg und Bischof von Halberstadt wurde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg fielen beide Gebiete endgültig an Brandenburg, das mit der Altmark seit langem in Mitteldeutschland präsent war.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kleinteilige Länderstruktur statt Großstaat&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Albertinern gelang zwar nach dem Sieg im Schmalkaldischen Krieg 1547, der den Ernestinern die Kurwürde und alle nichtthüringischen Gebiete kostete, die Entwicklung des Kurfürstentums und späteren Königreichs Sachsen zu einem Territorialstaat mit der Residenz Dresden. Sachsen geriet jedoch nach dem glanzvollen „Augusteischen Zeitalter“ (Abb. Kurfürst August der Starke in Dresden, Foto: Alexander Raßloff) seit Mitte des 18. Jahrhunderts immer wieder auf die Verliererseite der Geschichte und büßte zwei Drittel seines Gebietes ein. Die Ernestiner splitterten ihren Besitz seit dem 16. Jahrhundert in zahlreiche kleine Herzogtümer auf, was zur Ausbildung der sprichwörtlichen Kleinstaatenwelt in Thüringen beitrug. Ihre Fortsetzung fand diese mit den anhaltinischen Duodezfürsten der Askanier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig nutzte Preußen sein zunehmendes Übergewicht, um wettinische und andere Ländereien an sich zu reißen. Mehrfach drohte das völlige Aufgehen im ungeliebten Nachbarn. Entsprechende Begehrlichkeiten reichen von der Zeit Friedrichs des Großen über die sächsische Niederlage im Strudel von Napoleons Untergang bis hin zum Preußisch-Österreichischen Krieg 1866. Auch wenn dies letztlich immer verhindert werden konnte, so dehnte sich doch die Militärmacht insbesondere auf Kosten Sachsens aus. Von 1815 bis 1944/45 gehörte der größte Teil Sachsen-Anhalts und der Regierungsbezirk Erfurt in Thüringen zur preußischen Provinz Sachsen, während auch Teile des heutigen Sachsens Preußen einverleibt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gewaltsamen Umbrüche des 20. Jahrhunderts prägten schließlich die kleinteilige mitteldeutsche Länderstruktur aus. Sachsen weist dabei trotz aller territorialen Veränderungen im Kern die größte Kontinuität auf. Mit der preußischen Provinz Sachsen und dem 1863 vereinigten Herzogtum bzw. Land Anhalt zeichneten sich seit 1815 auch die Umrisse des späteren Sachsen-Anhalts ab. 1920 schlossen sich die thüringischen Kleinstaaten zum Land Thüringen zusammen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der Auflösung Preußens 1945 entstanden erstmals die drei Länder in weitgehend ihrer heutigen Gestalt. Sie wurden aber 1952 in der DDR schon wieder in kleinere Bezirke aufgeteilt. Seit 1990 sind nunmehr Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen föderale Bestandteile der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichtslandschaft Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So mancher Landeshistoriker bedauert noch immer, dass es nicht zu jenem wettinischen Großstaat gekommen ist, wie er sich um 1500 abgezeichnete. Er hätte fraglos nicht zuletzt im Wettstreit von „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ eine andere Rolle spielen können. Aber muss man dies wirklich als vertane Chance deuten? Hat nicht aus heutiger Perspektive gerade die historische Vielfalt ihren besonderen Reiz? So konnte sich dank der zahlreichen Residenzen eine einmalig dichte Kulturlandschaft vom klassischen Weimar über das Dessau-Wörlitzer Gartenreich bis zum barocken Dresden entfalten. Von Mitteldeutschland sind zudem zahlreiche Impulse für die Moderne ausgegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit bleibt aber die Frage, ob man Mitteldeutschland tatsächlich als eine Geschichtslandschaft fassen kann. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Name noch sehr jung ist und v.a. auf die Reichsreformdebatten der 1920er-Jahre zurückgeht. Einige der Vorschläge nahmen bereits die heutige Situation voraus, indem etwa der Landeshauptmann der Provinz Sachsen Ehrhard Hübener 1929 für die drei Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen innerhalb eines engeren Verbundes Mitteldeutschland plädierte. Andere Pläne sahen einen Zusammenschluss Thüringens, der Provinz Sachsen und Anhalts vor oder bezogen sogar Sachsen mit ein. Niedergeschlagen haben sich diese Großraumvisionen etwa in der Mitteldeutschen Rundfunk AG in Leipzig (1924), dem Vorgänger des heutigen MDR. Dieser Sprachgebrauch hat sich weitgehend etabliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den Diskussionen der 1920er-Jahre spielte die übergreifende Geschichte eine wichtige Rolle. Bereits im 6. Jahrhundert hatte das mächtige Königreich der Thüringer weite Teile Mitteldeutschlands umschlossen. Die vielen historischen Verbindungen ziehen sich weiter von den Wettinern und dem „Kernland der Reformation“ bis hin zu vier Jahrzehnten DDR an der innerdeutschen Grenze. Ein einendes Band ist auch die große Kulturgeschichte als Land Luthers, Bachs, Goethes und des Bauhauses. Verstärkt wird die Gemeinsamkeit durch kulturell-sprachliche Eigenheiten. Zugleich hebt sich Mitteldeutschland bei allen Überschneidungen erkennbar von den umliegenden historischen Räumen ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbewusstsein und historische Verknüpfung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings sollte man sich davor hüten, Mitteldeutschland in integrativer Absicht zu einer historischen Einheit zu erklären.  Dem widerspricht auch, dass v.a. in Sachsen und Thüringen ein fest verwurzeltes landsmannschaftliches Bewusstsein existiert. Dieses reicht weit zurück, gewinnt seit dem 19. Jahrhundert deutlich Gestalt und konnte auch in 40 Jahren DDR nicht beseitigt werden. Die sächsische Landesgeschichte mit Fixsternen wie August der Starke entfaltet eine hohe identitätsstiftende Kraft. Auch in Thüringen hielt sich immer das Bewusstsein einer historischen „Einheit in der Vielfalt“. Diese reicht bis zum Königreich und zu den sagenumwobenen Landgrafen auf der Wartburg zurück und überlagert das „Land der Residenzen“. In Sachsen-Anhalt mit seiner weniger ausgeprägten Landestradition beruft man sich auf die vorgeschichtliche Zeit, die ottonische Königsmacht, die Reformation oder die moderne Industrieregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dieses tief verwurzelten Landesbewusstseins verwundert es nicht, dass die Renaissance der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit zu den Forderungen der Friedlichen Revolution 1989 zählte. In den folgenden großen Umbrüchen boten die Länder als vertraute Heimat Orientierung und Halt. Mittlerweile sind sie ein selbstverständlicher Teil des föderalen Deutschlands. So dürfte eine Mehrheit der Sachsen, Sachsen-Anhalter und Thüringer den Forderungen nach einem Bundesland Mitteldeutschland, dessen Einsparpotenzial ohnehin umstritten ist, eher skeptisch gegenüberstehen. Dem Bewusstsein der vielfachen historischen Verknüpfungen und einer engeren Kooperation, wie sie v.a. vom Mitteldeutschen Rundfunk seit gut drei Jahrzehnten verkörpert wird, muss dies aber keineswegs widersprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das größere Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weite Teile der neuen Bundesländer umfassende Herrschaft der Askanier konnte zwar durch das Aussterben aller Linien im Hochmittelalter mit Ausnahme Anhalts keine nachhaltige Wirkung entfalten, bildet aber dennoch eine historische Klammer der Region. Im 19. und 20. Jahrhundert reichen die historischen Verknüpfungen des von Preußen maßgeblich mit beherrschten Drei-Länder-Mitteldeutschlands bis hin zur preußischen Kernprovinz Brandenburg mit Berlin. Solche Verbindungen reichen aber auch weiter zurück. Genannt seien die traditionell guten Beziehungen zwischen Anhalt und Preußen, das dem „alten Dessauer“ Fürst Leopold I. nicht nur Gleichschritt und eisernen Ladestock verdankte. Diese Geschichtslandschaft weitet sich schließlich auch durch vier gemeinsame Jahrzehnte im Schatten des „Eisernen Vorhangs“ bis Mecklenburg-Vorpommern. Die 1990 zeitgleich gegründeten und an die von 1945 bis 1952 bestehenden Länder anknüpfenden Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verbindet also einiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist auch der Wirkungsbereich des 1955 in der Bundesrepublik gegründeten Mitteldeutschen Kulturrates erreicht. Dieser hat die „Wahrnehmung und Vertretung der mitteldeutschen Beiträge zur gesamtdeutschen Kultur, Förderung der Kulturleistung der aus Mitteldeutschland stammenden Deutschen“ zum Ziel. Dabei lag in der Zeit der deutschen Teilung ein weiterer Mitteldeutschland-Begriff zugrunde. Dieser meinte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 die Gebiete zwischen den drei Westzonen bzw. der 1949 gegründeten Bundesrepublik und den Polen und der Sowjetunion eingegliederten deutschen Ostgebieten jenseits von Oder und Neiße, die man nicht endgültig aufzugeben bereit war. In der Hochzeit des Kalten Krieges umschrieb man damit auch die staatlich nicht anerkannte DDR. Mag dieses Mitteldeutschland auch mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag („Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland“) 1990 von der Mittellage in die östliche Randlage geraten sein, so hat die Stiftung MKR hier doch nach wie vor ein weites Wirkungsfeld.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Geschichtslandschaft Mitteldeutschland. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039; In: Kultur Report (Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat) 2026. S. 6-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Siehe: [[Geschichte Mitteldeutschlands]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Geschichtslandschaft Mitteldeutschland</title>
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		<updated>2026-07-18T07:01:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Geschichtslandschaft Mitteldeutschland */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Geschichtslandschaft Mitteldeutschland =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GoldenerReiterDresden.JPG|450px|rechts]]Sie tauchen zyklisch in den Medien auf, die Vorschläge für ein Bundesland Mitteldeutschland. Begründet werden sie meist damit, dass sich Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wegen ihrer relativ geringen Größe und Wirtschaftskraft zusammenschließen müssten, um zu sparen und mehr Bedeutung im föderalen Wettstreit zu gewinnen. Diese Vorstöße stehen bewusst oder unbewusst in der Tradition der 1920er-Jahre. Schon damals gab es Pläne, das Territorium Deutschlands einschneidend zu reformieren. Argumentiert wurde dabei gerne auch historisch. Aber gibt es tatsächlich so etwas wie eine mitteldeutsche Geschichte, die einem Großland erinnerungskulturelle Legitimität verleihen könnte? Und gibt es darüber hinaus gehende historische Entwicklungen, die einen noch weiteren Mitteldeutschland-Begriff plausibel machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Askanische und wettinische Machtentfaltung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Blick zurück legt fraglos Gemeinsamkeiten offen. Einen frühen Anlauf zur herrschaftlichen Erfassung der Region machten die Askanier. Seit dem 11. Jahrhundert bauten sie, ausgehend von ihrem Kernraum zwischen Harz und Elbe, eine mächtige Herrschaft auf. Die Askanier prägten als Herzöge von Sachsen(-Wittenberg) und Fürsten von Anhalt große Teile des heutigen Sachsen-Anhalts und begründeten unter ihrem Stammvater Albrecht dem Bären von der Altmark ausgehend 1157 die Mark Brandenburg. Sachsen und Brandenburg rückten später in den exklusiven Kreis der sieben Kurfürstentümer auf. Unter Albrechts Nachkommen spaltete sich der Besitz der Askanier in vier Linien als Markgrafen von Brandenburg, Herzöge von Sachsen, Grafen von Anhalt und Grafen von Weimar-Orlamünde auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Herrschaft reichte so zeitweise vom Stettiner Haff bis nach Thüringen, von der Altmark und Anhalt bis ins heutige Polen. Allerdings konnte sich nur die 1212 begründete anhaltinische Linie um Bernburg, Köthen, Zerbst und Dessau dauerhaft behaupten. 1320 erlosch die brandenburgische Linie, deren Nachfolge 1415 die Hohenzollern antraten; die sächsische Linie ging 1423 an die Wettiner verloren. Bereits 1346 hatten die Grafen von Weimar-Orlamünde ihre Souveränität eingebüßt. Die Region wurde fortan durch Sachsen und Brandenburg-Preußen geprägt. Die Askanier hielten sich immerhin im Schatten der mächtigen Nachbarn als Kleinstaatenherrscher von Anhalt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wettiner als erfolgreiche Konkurrenten und Nachfolger der Askanier verfügten an der Schwelle zur Neuzeit um 1500 über eines der mächtigsten Territorien des Reiches, das den Raum Mitteldeutschland im heutigen Sinne weitgehend umfasste. Als Markgrafen von Meißen hatten sie sich seit 1089 die Herrschaft über Sachsen erkämpft. 1247 erwarben die Wettiner die Landgrafschaft Thüringen und übernahmen 1423 von den Askaniern mit Wittenberg die Kurfürstenwürde. 1519 brachte man Kurfürst Friedrich den Weisen sogar als Kandidaten für die Kaiserkrone ins Spiel. Sein Bruder Ernst konnte als Erzbischof von Magdeburg und Administrator des Bistums Halberstadt den Einfluss weiter ausdehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings mündete auch diese Machtentfaltung nicht in einen einheitlichen modernen Staat. Die Wettiner splitterten ihren Besitz immer wieder auf. Die Leipziger Teilung 1485 zwischen den Brüdern Ernst und Albrecht wurde zu einer zentralen Zäsur der mitteldeutschen Geschichte. Sie führte zur Aufspaltung in eine ernestinische und albertinische Linie der Wettiner, von denen die Spur bis hin zu den Freistaaten Thüringen und Sachsen führt. Jene Teilung ging mit einer Schwächung besonders gegenüber Brandenburg-Preußen einher. Bereits nach dem Tode Ernsts von Wettin 1513 deutete sich dies an, als Albrecht von Hohenzollern Erzbischof von Magdeburg und Bischof von Halberstadt wurde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg fielen beide Gebiete endgültig an Brandenburg, das mit der Altmark seit langem in Mitteldeutschland präsent war.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kleinteilige Länderstruktur statt Großstaat&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Albertinern gelang zwar nach dem Sieg im Schmalkaldischen Krieg 1547, der den Ernestinern die Kurwürde und alle nichtthüringischen Gebiete kostete, die Entwicklung des Kurfürstentums und späteren Königreichs Sachsen zu einem Territorialstaat mit der Residenz Dresden. Sachsen geriet jedoch nach dem glanzvollen „Augusteischen Zeitalter“ (Abb. Kurfürst August der Starke in Dresden, Foto: Alexander Raßloff) seit Mitte des 18. Jahrhunderts immer wieder auf die Verliererseite der Geschichte und büßte zwei Drittel seines Gebietes ein. Die Ernestiner splitterten ihren Besitz seit dem 16. Jahrhundert in zahlreiche kleine Herzogtümer auf, was zur Ausbildung der sprichwörtlichen Kleinstaatenwelt in Thüringen beitrug. Ihre Fortsetzung fand diese mit den anhaltinischen Duodezfürsten der Askanier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig nutzte Preußen sein zunehmendes Übergewicht, um wettinische und andere Ländereien an sich zu reißen. Mehrfach drohte das völlige Aufgehen im ungeliebten Nachbarn. Entsprechende Begehrlichkeiten reichen von der Zeit Friedrichs des Großen über die sächsische Niederlage im Strudel von Napoleons Untergang bis hin zum Preußisch-Österreichischen Krieg 1866. Auch wenn dies letztlich immer verhindert werden konnte, so dehnte sich doch die Militärmacht insbesondere auf Kosten Sachsens aus. Von 1815 bis 1944/45 gehörte der größte Teil Sachsen-Anhalts und der Regierungsbezirk Erfurt in Thüringen zur preußischen Provinz Sachsen, während auch Teile des heutigen Sachsens Preußen einverleibt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gewaltsamen Umbrüche des 20. Jahrhunderts prägten schließlich die kleinteilige mitteldeutsche Länderstruktur aus. Sachsen weist dabei trotz aller territorialen Veränderungen im Kern die größte Kontinuität auf. Mit der preußischen Provinz Sachsen und dem 1863 vereinigten Herzogtum bzw. Land Anhalt zeichneten sich seit 1815 auch die Umrisse des späteren Sachsen-Anhalts ab. 1920 schlossen sich die thüringischen Kleinstaaten zum Land Thüringen zusammen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der Auflösung Preußens 1945 entstanden erstmals die drei Länder in weitgehend ihrer heutigen Gestalt. Sie wurden aber 1952 in der DDR schon wieder in kleinere Bezirke aufgeteilt. Seit 1990 sind nunmehr Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen föderale Bestandteile der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichtslandschaft Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So mancher Landeshistoriker bedauert noch immer, dass es nicht zu jenem wettinischen Großstaat gekommen ist, wie er sich um 1500 abgezeichnete. Er hätte fraglos nicht zuletzt im Wettstreit von „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ eine andere Rolle spielen können. Aber muss man dies wirklich als vertane Chance deuten? Hat nicht aus heutiger Perspektive gerade die historische Vielfalt ihren besonderen Reiz? So konnte sich dank der zahlreichen Residenzen eine einmalig dichte Kulturlandschaft vom klassischen Weimar über das Dessau-Wörlitzer Gartenreich bis zum barocken Dresden entfalten. Von Mitteldeutschland sind zudem zahlreiche Impulse für die Moderne ausgegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit bleibt aber die Frage, ob man Mitteldeutschland tatsächlich als eine Geschichtslandschaft fassen kann. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Name noch sehr jung ist und v.a. auf die Reichsreformdebatten der 1920er-Jahre zurückgeht. Einige der Vorschläge nahmen bereits die heutige Situation voraus, indem etwa der Landeshauptmann der Provinz Sachsen Ehrhard Hübener 1929 für die drei Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen innerhalb eines engeren Verbundes Mitteldeutschland plädierte. Andere Pläne sahen einen Zusammenschluss Thüringens, der Provinz Sachsen und Anhalts vor oder bezogen sogar Sachsen mit ein. Niedergeschlagen haben sich diese Großraumvisionen etwa in der Mitteldeutschen Rundfunk AG in Leipzig (1924), dem Vorgänger des heutigen MDR. Dieser Sprachgebrauch hat sich weitgehend etabliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den Diskussionen der 1920er-Jahre spielte die übergreifende Geschichte eine wichtige Rolle. Bereits im 6. Jahrhundert hatte das mächtige Königreich der Thüringer weite Teile Mitteldeutschlands umschlossen. Die vielen historischen Verbindungen ziehen sich weiter von den Wettinern und dem „Kernland der Reformation“ bis hin zu vier Jahrzehnten DDR an der innerdeutschen Grenze. Ein einendes Band ist auch die große Kulturgeschichte als Land Luthers, Bachs, Goethes und des Bauhauses. Verstärkt wird die Gemeinsamkeit durch kulturell-sprachliche Eigenheiten. Zugleich hebt sich Mitteldeutschland bei allen Überschneidungen erkennbar von den umliegenden historischen Räumen ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbewusstsein und historische Verknüpfung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings sollte man sich davor hüten, Mitteldeutschland in integrativer Absicht zu einer historischen Einheit zu erklären.  Dem widerspricht auch, dass v.a. in Sachsen und Thüringen ein fest verwurzeltes landsmannschaftliches Bewusstsein existiert. Dieses reicht weit zurück, gewinnt seit dem 19. Jahrhundert deutlich Gestalt und konnte auch in 40 Jahren DDR nicht beseitigt werden. Die sächsische Landesgeschichte mit Fixsternen wie August der Starke entfaltet eine hohe identitätsstiftende Kraft. Auch in Thüringen hielt sich immer das Bewusstsein einer historischen „Einheit in der Vielfalt“. Diese reicht bis zum Königreich und zu den sagenumwobenen Landgrafen auf der Wartburg zurück und überlagert das „Land der Residenzen“. In Sachsen-Anhalt mit seiner weniger ausgeprägten Landestradition beruft man sich auf die vorgeschichtliche Zeit, die ottonische Königsmacht, die Reformation oder die moderne Industrieregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dieses tief verwurzelten Landesbewusstseins verwundert es nicht, dass die Renaissance der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit zu den Forderungen der Friedlichen Revolution 1989 zählte. In den folgenden großen Umbrüchen boten die Länder als vertraute Heimat Orientierung und Halt. Mittlerweile sind sie ein selbstverständlicher Teil des föderalen Deutschlands. So dürfte eine Mehrheit der Sachsen, Sachsen-Anhalter und Thüringer den Forderungen nach einem Bundesland Mitteldeutschland, dessen Einsparpotenzial ohnehin umstritten ist, eher skeptisch gegenüberstehen. Dem Bewusstsein der vielfachen historischen Verknüpfungen und einer engeren Kooperation, wie sie v.a. vom Mitteldeutschen Rundfunk seit gut drei Jahrzehnten verkörpert wird, muss dies aber keineswegs widersprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das größere Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weite Teile der neuen Bundesländer umfassende Herrschaft der Askanier konnte zwar durch das Aussterben aller Linien im Hochmittelalter mit Ausnahme Anhalts keine nachhaltige Wirkung entfalten, bildet aber dennoch eine historische Klammer der Region. Im 19. und 20. Jahrhundert reichen die historischen Verknüpfungen des von Preußen maßgeblich mit beherrschten Drei-Länder-Mitteldeutschlands bis hin zur preußischen Kernprovinz Brandenburg mit Berlin. Solche Verbindungen reichen aber auch weiter zurück. Genannt seien die traditionell guten Beziehungen zwischen Anhalt und Preußen, das dem „alten Dessauer“ Fürst Leopold I. nicht nur Gleichschritt und eisernen Ladestock verdankte. Diese Geschichtslandschaft weitet sich schließlich auch durch vier gemeinsame Jahrzehnte im Schatten des „Eisernen Vorhangs“ bis Mecklenburg-Vorpommern. Die 1990 zeitgleich gegründeten und an die von 1945 bis 1952 bestehenden Länder anknüpfenden Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verbindet also einiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist auch der Wirkungsbereich des 1955 in der Bundesrepublik gegründeten Mitteldeutschen Kulturrates erreicht. Dieser hat die „Wahrnehmung und Vertretung der mitteldeutschen Beiträge zur gesamtdeutschen Kultur, Förderung der Kulturleistung der aus Mitteldeutschland stammenden Deutschen“ zum Ziel. Dabei lag in der Zeit der deutschen Teilung ein weiterer Mitteldeutschland-Begriff zugrunde. Dieser meinte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 die Gebiete zwischen den drei Westzonen bzw. der 1949 gegründeten Bundesrepublik und den Polen und der Sowjetunion eingegliederten deutschen Ostgebieten jenseits von Oder und Neiße, die man nicht endgültig aufzugeben bereit war. In der Hochzeit des Kalten Krieges umschrieb man damit auch die staatlich nicht anerkannte DDR. Mag dieses Mitteldeutschland auch mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag („Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland“) 1990 von der Mittellage in die östliche Randlage geraten sein, so hat die Stiftung MKR hier doch nach wie vor ein weites Wirkungsfeld.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Geschichtslandschaft Mitteldeutschland. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039; In: Kultur Report (Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat) 2026. S. 6-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Siehe: [[Geschichte Mitteldeutschlands]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Geschichtslandschaft Mitteldeutschland</title>
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		<updated>2026-07-18T07:01:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Geschichtslandschaft Mitteldeutschland */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Geschichtslandschaft Mitteldeutschland =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GoldenerReiterDresden.JPG|450px|rechts]]Sie tauchen zyklisch in den Medien auf, die Vorschläge für ein Bundesland Mitteldeutschland. Begründet werden sie meist damit, dass sich Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wegen ihrer relativ geringen Größe und Wirtschaftskraft zusammenschließen müssten, um zu sparen und mehr Bedeutung im föderalen Wettstreit zu gewinnen. Diese Vorstöße stehen bewusst oder unbewusst in der Tradition der 1920er-Jahre. Schon damals gab es Pläne, das Territorium Deutschlands einschneidend zu reformieren. Argumentiert wurde dabei gerne auch historisch. Aber gibt es tatsächlich so etwas wie eine mitteldeutsche Geschichte, die einem Großland erinnerungskulturelle Legitimität verleihen könnte? Und gibt es darüber hinaus gehende historische Entwicklungen, die einen noch weiteren Mitteldeutschland-Begriff plausibel machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Askanische und wettinische Machtentfaltung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Blick zurück legt fraglos Gemeinsamkeiten offen. Einen frühen Anlauf zur herrschaftlichen Erfassung der Region machten die Askanier. Seit dem 11. Jahrhundert bauten sie, ausgehend von ihrem Kernraum zwischen Harz und Elbe, eine mächtige Herrschaft auf. Die Askanier prägten als Herzöge von Sachsen(-Wittenberg) und Fürsten von Anhalt große Teile des heutigen Sachsen-Anhalts und begründeten unter ihrem Stammvater Albrecht dem Bären von der Altmark ausgehend 1157 die Mark Brandenburg. Sachsen und Brandenburg rückten später in den exklusiven Kreis der sieben Kurfürstentümer auf. Unter Albrechts Nachkommen spaltete sich der Besitz der Askanier in vier Linien als Markgrafen von Brandenburg, Herzöge von Sachsen, Grafen von Anhalt und Grafen von Weimar-Orlamünde auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Herrschaft reichte so zeitweise vom Stettiner Haff bis nach Thüringen, von der Altmark und Anhalt bis ins heutige Polen. Allerdings konnte sich nur die 1212 begründete anhaltinische Linie um Bernburg, Köthen, Zerbst und Dessau dauerhaft behaupten. 1320 erlosch die brandenburgische Linie, deren Nachfolge 1415 die Hohenzollern antraten; die sächsische Linie ging 1423 an die Wettiner verloren. Bereits 1346 hatten die Grafen von Weimar-Orlamünde ihre Souveränität eingebüßt. Die Region wurde fortan durch Sachsen und Brandenburg-Preußen geprägt. Die Askanier hielten sich immerhin im Schatten der mächtigen Nachbarn als Kleinstaatenherrscher von Anhalt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wettiner als erfolgreiche Konkurrenten und Nachfolger der Askanier verfügten an der Schwelle zur Neuzeit um 1500 über eines der mächtigsten Territorien des Reiches, das den Raum Mitteldeutschland im heutigen Sinne weitgehend umfasste. Als Markgrafen von Meißen hatten sie sich seit 1089 die Herrschaft über Sachsen erkämpft. 1247 erwarben die Wettiner die Landgrafschaft Thüringen und übernahmen 1423 von den Askaniern mit Wittenberg die Kurfürstenwürde. 1519 brachte man Kurfürst Friedrich den Weisen sogar als Kandidaten für die Kaiserkrone ins Spiel. Sein Bruder Ernst konnte als Erzbischof von Magdeburg und Administrator des Bistums Halberstadt den Einfluss weiter ausdehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings mündete auch diese Machtentfaltung nicht in einen einheitlichen modernen Staat. Die Wettiner splitterten ihren Besitz immer wieder auf. Die Leipziger Teilung 1485 zwischen den Brüdern Ernst und Albrecht wurde zu einer zentralen Zäsur der mitteldeutschen Geschichte. Sie führte zur Aufspaltung in eine ernestinische und albertinische Linie der Wettiner, von denen die Spur bis hin zu den Freistaaten Thüringen und Sachsen führt. Jene Teilung ging mit einer Schwächung besonders gegenüber Brandenburg-Preußen einher. Bereits nach dem Tode Ernsts von Wettin 1513 deutete sich dies an, als Albrecht von Hohenzollern Erzbischof von Magdeburg und Bischof von Halberstadt wurde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg fielen beide Gebiete endgültig an Brandenburg, das mit der Altmark seit langem in Mitteldeutschland präsent war.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kleinteilige Länderstruktur statt Großstaat&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Albertinern gelang zwar nach dem Sieg im Schmalkaldischen Krieg 1547, der den Ernestinern die Kurwürde und alle nichtthüringischen Gebiete kostete, die Entwicklung des Kurfürstentums und späteren Königreichs Sachsen zu einem Territorialstaat mit der Residenz Dresden. Sachsen geriet jedoch nach dem glanzvollen „Augusteischen Zeitalter“ (Abb. Kurfürst August der Starke als &amp;quot;Goldener Reiter&amp;quot; in Dresden, Foto: Alexander Raßloff) seit Mitte des 18. Jahrhunderts immer wieder auf die Verliererseite der Geschichte und büßte zwei Drittel seines Gebietes ein. Die Ernestiner splitterten ihren Besitz seit dem 16. Jahrhundert in zahlreiche kleine Herzogtümer auf, was zur Ausbildung der sprichwörtlichen Kleinstaatenwelt in Thüringen beitrug. Ihre Fortsetzung fand diese mit den anhaltinischen Duodezfürsten der Askanier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig nutzte Preußen sein zunehmendes Übergewicht, um wettinische und andere Ländereien an sich zu reißen. Mehrfach drohte das völlige Aufgehen im ungeliebten Nachbarn. Entsprechende Begehrlichkeiten reichen von der Zeit Friedrichs des Großen über die sächsische Niederlage im Strudel von Napoleons Untergang bis hin zum Preußisch-Österreichischen Krieg 1866. Auch wenn dies letztlich immer verhindert werden konnte, so dehnte sich doch die Militärmacht insbesondere auf Kosten Sachsens aus. Von 1815 bis 1944/45 gehörte der größte Teil Sachsen-Anhalts und der Regierungsbezirk Erfurt in Thüringen zur preußischen Provinz Sachsen, während auch Teile des heutigen Sachsens Preußen einverleibt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gewaltsamen Umbrüche des 20. Jahrhunderts prägten schließlich die kleinteilige mitteldeutsche Länderstruktur aus. Sachsen weist dabei trotz aller territorialen Veränderungen im Kern die größte Kontinuität auf. Mit der preußischen Provinz Sachsen und dem 1863 vereinigten Herzogtum bzw. Land Anhalt zeichneten sich seit 1815 auch die Umrisse des späteren Sachsen-Anhalts ab. 1920 schlossen sich die thüringischen Kleinstaaten zum Land Thüringen zusammen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der Auflösung Preußens 1945 entstanden erstmals die drei Länder in weitgehend ihrer heutigen Gestalt. Sie wurden aber 1952 in der DDR schon wieder in kleinere Bezirke aufgeteilt. Seit 1990 sind nunmehr Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen föderale Bestandteile der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichtslandschaft Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So mancher Landeshistoriker bedauert noch immer, dass es nicht zu jenem wettinischen Großstaat gekommen ist, wie er sich um 1500 abgezeichnete. Er hätte fraglos nicht zuletzt im Wettstreit von „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ eine andere Rolle spielen können. Aber muss man dies wirklich als vertane Chance deuten? Hat nicht aus heutiger Perspektive gerade die historische Vielfalt ihren besonderen Reiz? So konnte sich dank der zahlreichen Residenzen eine einmalig dichte Kulturlandschaft vom klassischen Weimar über das Dessau-Wörlitzer Gartenreich bis zum barocken Dresden entfalten. Von Mitteldeutschland sind zudem zahlreiche Impulse für die Moderne ausgegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit bleibt aber die Frage, ob man Mitteldeutschland tatsächlich als eine Geschichtslandschaft fassen kann. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Name noch sehr jung ist und v.a. auf die Reichsreformdebatten der 1920er-Jahre zurückgeht. Einige der Vorschläge nahmen bereits die heutige Situation voraus, indem etwa der Landeshauptmann der Provinz Sachsen Ehrhard Hübener 1929 für die drei Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen innerhalb eines engeren Verbundes Mitteldeutschland plädierte. Andere Pläne sahen einen Zusammenschluss Thüringens, der Provinz Sachsen und Anhalts vor oder bezogen sogar Sachsen mit ein. Niedergeschlagen haben sich diese Großraumvisionen etwa in der Mitteldeutschen Rundfunk AG in Leipzig (1924), dem Vorgänger des heutigen MDR. Dieser Sprachgebrauch hat sich weitgehend etabliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den Diskussionen der 1920er-Jahre spielte die übergreifende Geschichte eine wichtige Rolle. Bereits im 6. Jahrhundert hatte das mächtige Königreich der Thüringer weite Teile Mitteldeutschlands umschlossen. Die vielen historischen Verbindungen ziehen sich weiter von den Wettinern und dem „Kernland der Reformation“ bis hin zu vier Jahrzehnten DDR an der innerdeutschen Grenze. Ein einendes Band ist auch die große Kulturgeschichte als Land Luthers, Bachs, Goethes und des Bauhauses. Verstärkt wird die Gemeinsamkeit durch kulturell-sprachliche Eigenheiten. Zugleich hebt sich Mitteldeutschland bei allen Überschneidungen erkennbar von den umliegenden historischen Räumen ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbewusstsein und historische Verknüpfung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings sollte man sich davor hüten, Mitteldeutschland in integrativer Absicht zu einer historischen Einheit zu erklären.  Dem widerspricht auch, dass v.a. in Sachsen und Thüringen ein fest verwurzeltes landsmannschaftliches Bewusstsein existiert. Dieses reicht weit zurück, gewinnt seit dem 19. Jahrhundert deutlich Gestalt und konnte auch in 40 Jahren DDR nicht beseitigt werden. Die sächsische Landesgeschichte mit Fixsternen wie August der Starke entfaltet eine hohe identitätsstiftende Kraft. Auch in Thüringen hielt sich immer das Bewusstsein einer historischen „Einheit in der Vielfalt“. Diese reicht bis zum Königreich und zu den sagenumwobenen Landgrafen auf der Wartburg zurück und überlagert das „Land der Residenzen“. In Sachsen-Anhalt mit seiner weniger ausgeprägten Landestradition beruft man sich auf die vorgeschichtliche Zeit, die ottonische Königsmacht, die Reformation oder die moderne Industrieregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dieses tief verwurzelten Landesbewusstseins verwundert es nicht, dass die Renaissance der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit zu den Forderungen der Friedlichen Revolution 1989 zählte. In den folgenden großen Umbrüchen boten die Länder als vertraute Heimat Orientierung und Halt. Mittlerweile sind sie ein selbstverständlicher Teil des föderalen Deutschlands. So dürfte eine Mehrheit der Sachsen, Sachsen-Anhalter und Thüringer den Forderungen nach einem Bundesland Mitteldeutschland, dessen Einsparpotenzial ohnehin umstritten ist, eher skeptisch gegenüberstehen. Dem Bewusstsein der vielfachen historischen Verknüpfungen und einer engeren Kooperation, wie sie v.a. vom Mitteldeutschen Rundfunk seit gut drei Jahrzehnten verkörpert wird, muss dies aber keineswegs widersprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das größere Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weite Teile der neuen Bundesländer umfassende Herrschaft der Askanier konnte zwar durch das Aussterben aller Linien im Hochmittelalter mit Ausnahme Anhalts keine nachhaltige Wirkung entfalten, bildet aber dennoch eine historische Klammer der Region. Im 19. und 20. Jahrhundert reichen die historischen Verknüpfungen des von Preußen maßgeblich mit beherrschten Drei-Länder-Mitteldeutschlands bis hin zur preußischen Kernprovinz Brandenburg mit Berlin. Solche Verbindungen reichen aber auch weiter zurück. Genannt seien die traditionell guten Beziehungen zwischen Anhalt und Preußen, das dem „alten Dessauer“ Fürst Leopold I. nicht nur Gleichschritt und eisernen Ladestock verdankte. Diese Geschichtslandschaft weitet sich schließlich auch durch vier gemeinsame Jahrzehnte im Schatten des „Eisernen Vorhangs“ bis Mecklenburg-Vorpommern. Die 1990 zeitgleich gegründeten und an die von 1945 bis 1952 bestehenden Länder anknüpfenden Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verbindet also einiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist auch der Wirkungsbereich des 1955 in der Bundesrepublik gegründeten Mitteldeutschen Kulturrates erreicht. Dieser hat die „Wahrnehmung und Vertretung der mitteldeutschen Beiträge zur gesamtdeutschen Kultur, Förderung der Kulturleistung der aus Mitteldeutschland stammenden Deutschen“ zum Ziel. Dabei lag in der Zeit der deutschen Teilung ein weiterer Mitteldeutschland-Begriff zugrunde. Dieser meinte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 die Gebiete zwischen den drei Westzonen bzw. der 1949 gegründeten Bundesrepublik und den Polen und der Sowjetunion eingegliederten deutschen Ostgebieten jenseits von Oder und Neiße, die man nicht endgültig aufzugeben bereit war. In der Hochzeit des Kalten Krieges umschrieb man damit auch die staatlich nicht anerkannte DDR. Mag dieses Mitteldeutschland auch mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag („Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland“) 1990 von der Mittellage in die östliche Randlage geraten sein, so hat die Stiftung MKR hier doch nach wie vor ein weites Wirkungsfeld.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Geschichtslandschaft Mitteldeutschland. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039; In: Kultur Report (Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat) 2026. S. 6-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Siehe: [[Geschichte Mitteldeutschlands]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Geschichtslandschaft Mitteldeutschland</title>
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		<updated>2026-07-18T07:00:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Geschichtslandschaft Mitteldeutschland */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Geschichtslandschaft Mitteldeutschland =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GoldenerReiterDresden.JPG|400px|rechts]]Sie tauchen zyklisch in den Medien auf, die Vorschläge für ein Bundesland Mitteldeutschland. Begründet werden sie meist damit, dass sich Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wegen ihrer relativ geringen Größe und Wirtschaftskraft zusammenschließen müssten, um zu sparen und mehr Bedeutung im föderalen Wettstreit zu gewinnen. Diese Vorstöße stehen bewusst oder unbewusst in der Tradition der 1920er-Jahre. Schon damals gab es Pläne, das Territorium Deutschlands einschneidend zu reformieren. Argumentiert wurde dabei gerne auch historisch. Aber gibt es tatsächlich so etwas wie eine mitteldeutsche Geschichte, die einem Großland erinnerungskulturelle Legitimität verleihen könnte? Und gibt es darüber hinaus gehende historische Entwicklungen, die einen noch weiteren Mitteldeutschland-Begriff plausibel machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Askanische und wettinische Machtentfaltung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Blick zurück legt fraglos Gemeinsamkeiten offen. Einen frühen Anlauf zur herrschaftlichen Erfassung der Region machten die Askanier. Seit dem 11. Jahrhundert bauten sie, ausgehend von ihrem Kernraum zwischen Harz und Elbe, eine mächtige Herrschaft auf. Die Askanier prägten als Herzöge von Sachsen(-Wittenberg) und Fürsten von Anhalt große Teile des heutigen Sachsen-Anhalts und begründeten unter ihrem Stammvater Albrecht dem Bären von der Altmark ausgehend 1157 die Mark Brandenburg. Sachsen und Brandenburg rückten später in den exklusiven Kreis der sieben Kurfürstentümer auf. Unter Albrechts Nachkommen spaltete sich der Besitz der Askanier in vier Linien als Markgrafen von Brandenburg, Herzöge von Sachsen, Grafen von Anhalt und Grafen von Weimar-Orlamünde auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Herrschaft reichte so zeitweise vom Stettiner Haff bis nach Thüringen, von der Altmark und Anhalt bis ins heutige Polen. Allerdings konnte sich nur die 1212 begründete anhaltinische Linie um Bernburg, Köthen, Zerbst und Dessau dauerhaft behaupten. 1320 erlosch die brandenburgische Linie, deren Nachfolge 1415 die Hohenzollern antraten; die sächsische Linie ging 1423 an die Wettiner verloren. Bereits 1346 hatten die Grafen von Weimar-Orlamünde ihre Souveränität eingebüßt. Die Region wurde fortan durch Sachsen und Brandenburg-Preußen geprägt. Die Askanier hielten sich immerhin im Schatten der mächtigen Nachbarn als Kleinstaatenherrscher von Anhalt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wettiner als erfolgreiche Konkurrenten und Nachfolger der Askanier verfügten an der Schwelle zur Neuzeit um 1500 über eines der mächtigsten Territorien des Reiches, das den Raum Mitteldeutschland im heutigen Sinne weitgehend umfasste. Als Markgrafen von Meißen hatten sie sich seit 1089 die Herrschaft über Sachsen erkämpft. 1247 erwarben die Wettiner die Landgrafschaft Thüringen und übernahmen 1423 von den Askaniern mit Wittenberg die Kurfürstenwürde. 1519 brachte man Kurfürst Friedrich den Weisen sogar als Kandidaten für die Kaiserkrone ins Spiel. Sein Bruder Ernst konnte als Erzbischof von Magdeburg und Administrator des Bistums Halberstadt den Einfluss weiter ausdehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings mündete auch diese Machtentfaltung nicht in einen einheitlichen modernen Staat. Die Wettiner splitterten ihren Besitz immer wieder auf. Die Leipziger Teilung 1485 zwischen den Brüdern Ernst und Albrecht wurde zu einer zentralen Zäsur der mitteldeutschen Geschichte. Sie führte zur Aufspaltung in eine ernestinische und albertinische Linie der Wettiner, von denen die Spur bis hin zu den Freistaaten Thüringen und Sachsen führt. Jene Teilung ging mit einer Schwächung besonders gegenüber Brandenburg-Preußen einher. Bereits nach dem Tode Ernsts von Wettin 1513 deutete sich dies an, als Albrecht von Hohenzollern Erzbischof von Magdeburg und Bischof von Halberstadt wurde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg fielen beide Gebiete endgültig an Brandenburg, das mit der Altmark seit langem in Mitteldeutschland präsent war.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kleinteilige Länderstruktur statt Großstaat&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Albertinern gelang zwar nach dem Sieg im Schmalkaldischen Krieg 1547, der den Ernestinern die Kurwürde und alle nichtthüringischen Gebiete kostete, die Entwicklung des Kurfürstentums und späteren Königreichs Sachsen zu einem Territorialstaat mit der Residenz Dresden. Sachsen geriet jedoch nach dem glanzvollen „Augusteischen Zeitalter“ (Abb. Kurfürst August der Starke als &amp;quot;Goldener Reiter&amp;quot; in Dresden, Foto: Alexander Raßloff) seit Mitte des 18. Jahrhunderts immer wieder auf die Verliererseite der Geschichte und büßte zwei Drittel seines Gebietes ein. Die Ernestiner splitterten ihren Besitz seit dem 16. Jahrhundert in zahlreiche kleine Herzogtümer auf, was zur Ausbildung der sprichwörtlichen Kleinstaatenwelt in Thüringen beitrug. Ihre Fortsetzung fand diese mit den anhaltinischen Duodezfürsten der Askanier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig nutzte Preußen sein zunehmendes Übergewicht, um wettinische und andere Ländereien an sich zu reißen. Mehrfach drohte das völlige Aufgehen im ungeliebten Nachbarn. Entsprechende Begehrlichkeiten reichen von der Zeit Friedrichs des Großen über die sächsische Niederlage im Strudel von Napoleons Untergang bis hin zum Preußisch-Österreichischen Krieg 1866. Auch wenn dies letztlich immer verhindert werden konnte, so dehnte sich doch die Militärmacht insbesondere auf Kosten Sachsens aus. Von 1815 bis 1944/45 gehörte der größte Teil Sachsen-Anhalts und der Regierungsbezirk Erfurt in Thüringen zur preußischen Provinz Sachsen, während auch Teile des heutigen Sachsens Preußen einverleibt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gewaltsamen Umbrüche des 20. Jahrhunderts prägten schließlich die kleinteilige mitteldeutsche Länderstruktur aus. Sachsen weist dabei trotz aller territorialen Veränderungen im Kern die größte Kontinuität auf. Mit der preußischen Provinz Sachsen und dem 1863 vereinigten Herzogtum bzw. Land Anhalt zeichneten sich seit 1815 auch die Umrisse des späteren Sachsen-Anhalts ab. 1920 schlossen sich die thüringischen Kleinstaaten zum Land Thüringen zusammen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der Auflösung Preußens 1945 entstanden erstmals die drei Länder in weitgehend ihrer heutigen Gestalt. Sie wurden aber 1952 in der DDR schon wieder in kleinere Bezirke aufgeteilt. Seit 1990 sind nunmehr Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen föderale Bestandteile der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichtslandschaft Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So mancher Landeshistoriker bedauert noch immer, dass es nicht zu jenem wettinischen Großstaat gekommen ist, wie er sich um 1500 abgezeichnete. Er hätte fraglos nicht zuletzt im Wettstreit von „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ eine andere Rolle spielen können. Aber muss man dies wirklich als vertane Chance deuten? Hat nicht aus heutiger Perspektive gerade die historische Vielfalt ihren besonderen Reiz? So konnte sich dank der zahlreichen Residenzen eine einmalig dichte Kulturlandschaft vom klassischen Weimar über das Dessau-Wörlitzer Gartenreich bis zum barocken Dresden entfalten. Von Mitteldeutschland sind zudem zahlreiche Impulse für die Moderne ausgegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit bleibt aber die Frage, ob man Mitteldeutschland tatsächlich als eine Geschichtslandschaft fassen kann. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Name noch sehr jung ist und v.a. auf die Reichsreformdebatten der 1920er-Jahre zurückgeht. Einige der Vorschläge nahmen bereits die heutige Situation voraus, indem etwa der Landeshauptmann der Provinz Sachsen Ehrhard Hübener 1929 für die drei Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen innerhalb eines engeren Verbundes Mitteldeutschland plädierte. Andere Pläne sahen einen Zusammenschluss Thüringens, der Provinz Sachsen und Anhalts vor oder bezogen sogar Sachsen mit ein. Niedergeschlagen haben sich diese Großraumvisionen etwa in der Mitteldeutschen Rundfunk AG in Leipzig (1924), dem Vorgänger des heutigen MDR. Dieser Sprachgebrauch hat sich weitgehend etabliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den Diskussionen der 1920er-Jahre spielte die übergreifende Geschichte eine wichtige Rolle. Bereits im 6. Jahrhundert hatte das mächtige Königreich der Thüringer weite Teile Mitteldeutschlands umschlossen. Die vielen historischen Verbindungen ziehen sich weiter von den Wettinern und dem „Kernland der Reformation“ bis hin zu vier Jahrzehnten DDR an der innerdeutschen Grenze. Ein einendes Band ist auch die große Kulturgeschichte als Land Luthers, Bachs, Goethes und des Bauhauses. Verstärkt wird die Gemeinsamkeit durch kulturell-sprachliche Eigenheiten. Zugleich hebt sich Mitteldeutschland bei allen Überschneidungen erkennbar von den umliegenden historischen Räumen ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbewusstsein und historische Verknüpfung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings sollte man sich davor hüten, Mitteldeutschland in integrativer Absicht zu einer historischen Einheit zu erklären.  Dem widerspricht auch, dass v.a. in Sachsen und Thüringen ein fest verwurzeltes landsmannschaftliches Bewusstsein existiert. Dieses reicht weit zurück, gewinnt seit dem 19. Jahrhundert deutlich Gestalt und konnte auch in 40 Jahren DDR nicht beseitigt werden. Die sächsische Landesgeschichte mit Fixsternen wie August der Starke entfaltet eine hohe identitätsstiftende Kraft. Auch in Thüringen hielt sich immer das Bewusstsein einer historischen „Einheit in der Vielfalt“. Diese reicht bis zum Königreich und zu den sagenumwobenen Landgrafen auf der Wartburg zurück und überlagert das „Land der Residenzen“. In Sachsen-Anhalt mit seiner weniger ausgeprägten Landestradition beruft man sich auf die vorgeschichtliche Zeit, die ottonische Königsmacht, die Reformation oder die moderne Industrieregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dieses tief verwurzelten Landesbewusstseins verwundert es nicht, dass die Renaissance der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit zu den Forderungen der Friedlichen Revolution 1989 zählte. In den folgenden großen Umbrüchen boten die Länder als vertraute Heimat Orientierung und Halt. Mittlerweile sind sie ein selbstverständlicher Teil des föderalen Deutschlands. So dürfte eine Mehrheit der Sachsen, Sachsen-Anhalter und Thüringer den Forderungen nach einem Bundesland Mitteldeutschland, dessen Einsparpotenzial ohnehin umstritten ist, eher skeptisch gegenüberstehen. Dem Bewusstsein der vielfachen historischen Verknüpfungen und einer engeren Kooperation, wie sie v.a. vom Mitteldeutschen Rundfunk seit gut drei Jahrzehnten verkörpert wird, muss dies aber keineswegs widersprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das größere Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weite Teile der neuen Bundesländer umfassende Herrschaft der Askanier konnte zwar durch das Aussterben aller Linien im Hochmittelalter mit Ausnahme Anhalts keine nachhaltige Wirkung entfalten, bildet aber dennoch eine historische Klammer der Region. Im 19. und 20. Jahrhundert reichen die historischen Verknüpfungen des von Preußen maßgeblich mit beherrschten Drei-Länder-Mitteldeutschlands bis hin zur preußischen Kernprovinz Brandenburg mit Berlin. Solche Verbindungen reichen aber auch weiter zurück. Genannt seien die traditionell guten Beziehungen zwischen Anhalt und Preußen, das dem „alten Dessauer“ Fürst Leopold I. nicht nur Gleichschritt und eisernen Ladestock verdankte. Diese Geschichtslandschaft weitet sich schließlich auch durch vier gemeinsame Jahrzehnte im Schatten des „Eisernen Vorhangs“ bis Mecklenburg-Vorpommern. Die 1990 zeitgleich gegründeten und an die von 1945 bis 1952 bestehenden Länder anknüpfenden Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verbindet also einiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist auch der Wirkungsbereich des 1955 in der Bundesrepublik gegründeten Mitteldeutschen Kulturrates erreicht. Dieser hat die „Wahrnehmung und Vertretung der mitteldeutschen Beiträge zur gesamtdeutschen Kultur, Förderung der Kulturleistung der aus Mitteldeutschland stammenden Deutschen“ zum Ziel. Dabei lag in der Zeit der deutschen Teilung ein weiterer Mitteldeutschland-Begriff zugrunde. Dieser meinte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 die Gebiete zwischen den drei Westzonen bzw. der 1949 gegründeten Bundesrepublik und den Polen und der Sowjetunion eingegliederten deutschen Ostgebieten jenseits von Oder und Neiße, die man nicht endgültig aufzugeben bereit war. In der Hochzeit des Kalten Krieges umschrieb man damit auch die staatlich nicht anerkannte DDR. Mag dieses Mitteldeutschland auch mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag („Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland“) 1990 von der Mittellage in die östliche Randlage geraten sein, so hat die Stiftung MKR hier doch nach wie vor ein weites Wirkungsfeld.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Geschichtslandschaft Mitteldeutschland. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039; In: Kultur Report (Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat) 2026. S. 6-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Siehe: [[Geschichte Mitteldeutschlands]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Geschichtslandschaft_Mitteldeutschland&amp;diff=62440</id>
		<title>Geschichtslandschaft Mitteldeutschland</title>
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		<updated>2026-07-18T07:00:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Geschichtslandschaft Mitteldeutschland */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Geschichtslandschaft Mitteldeutschland =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GoldenerReiterDresden.JPG|350px|rechts]]Sie tauchen zyklisch in den Medien auf, die Vorschläge für ein Bundesland Mitteldeutschland. Begründet werden sie meist damit, dass sich Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wegen ihrer relativ geringen Größe und Wirtschaftskraft zusammenschließen müssten, um zu sparen und mehr Bedeutung im föderalen Wettstreit zu gewinnen. Diese Vorstöße stehen bewusst oder unbewusst in der Tradition der 1920er-Jahre. Schon damals gab es Pläne, das Territorium Deutschlands einschneidend zu reformieren. Argumentiert wurde dabei gerne auch historisch. Aber gibt es tatsächlich so etwas wie eine mitteldeutsche Geschichte, die einem Großland erinnerungskulturelle Legitimität verleihen könnte? Und gibt es darüber hinaus gehende historische Entwicklungen, die einen noch weiteren Mitteldeutschland-Begriff plausibel machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Askanische und wettinische Machtentfaltung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Blick zurück legt fraglos Gemeinsamkeiten offen. Einen frühen Anlauf zur herrschaftlichen Erfassung der Region machten die Askanier. Seit dem 11. Jahrhundert bauten sie, ausgehend von ihrem Kernraum zwischen Harz und Elbe, eine mächtige Herrschaft auf. Die Askanier prägten als Herzöge von Sachsen(-Wittenberg) und Fürsten von Anhalt große Teile des heutigen Sachsen-Anhalts und begründeten unter ihrem Stammvater Albrecht dem Bären von der Altmark ausgehend 1157 die Mark Brandenburg. Sachsen und Brandenburg rückten später in den exklusiven Kreis der sieben Kurfürstentümer auf. Unter Albrechts Nachkommen spaltete sich der Besitz der Askanier in vier Linien als Markgrafen von Brandenburg, Herzöge von Sachsen, Grafen von Anhalt und Grafen von Weimar-Orlamünde auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Herrschaft reichte so zeitweise vom Stettiner Haff bis nach Thüringen, von der Altmark und Anhalt bis ins heutige Polen. Allerdings konnte sich nur die 1212 begründete anhaltinische Linie um Bernburg, Köthen, Zerbst und Dessau dauerhaft behaupten. 1320 erlosch die brandenburgische Linie, deren Nachfolge 1415 die Hohenzollern antraten; die sächsische Linie ging 1423 an die Wettiner verloren. Bereits 1346 hatten die Grafen von Weimar-Orlamünde ihre Souveränität eingebüßt. Die Region wurde fortan durch Sachsen und Brandenburg-Preußen geprägt. Die Askanier hielten sich immerhin im Schatten der mächtigen Nachbarn als Kleinstaatenherrscher von Anhalt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wettiner als erfolgreiche Konkurrenten und Nachfolger der Askanier verfügten an der Schwelle zur Neuzeit um 1500 über eines der mächtigsten Territorien des Reiches, das den Raum Mitteldeutschland im heutigen Sinne weitgehend umfasste. Als Markgrafen von Meißen hatten sie sich seit 1089 die Herrschaft über Sachsen erkämpft. 1247 erwarben die Wettiner die Landgrafschaft Thüringen und übernahmen 1423 von den Askaniern mit Wittenberg die Kurfürstenwürde. 1519 brachte man Kurfürst Friedrich den Weisen sogar als Kandidaten für die Kaiserkrone ins Spiel. Sein Bruder Ernst konnte als Erzbischof von Magdeburg und Administrator des Bistums Halberstadt den Einfluss weiter ausdehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings mündete auch diese Machtentfaltung nicht in einen einheitlichen modernen Staat. Die Wettiner splitterten ihren Besitz immer wieder auf. Die Leipziger Teilung 1485 zwischen den Brüdern Ernst und Albrecht wurde zu einer zentralen Zäsur der mitteldeutschen Geschichte. Sie führte zur Aufspaltung in eine ernestinische und albertinische Linie der Wettiner, von denen die Spur bis hin zu den Freistaaten Thüringen und Sachsen führt. Jene Teilung ging mit einer Schwächung besonders gegenüber Brandenburg-Preußen einher. Bereits nach dem Tode Ernsts von Wettin 1513 deutete sich dies an, als Albrecht von Hohenzollern Erzbischof von Magdeburg und Bischof von Halberstadt wurde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg fielen beide Gebiete endgültig an Brandenburg, das mit der Altmark seit langem in Mitteldeutschland präsent war.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kleinteilige Länderstruktur statt Großstaat&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Albertinern gelang zwar nach dem Sieg im Schmalkaldischen Krieg 1547, der den Ernestinern die Kurwürde und alle nichtthüringischen Gebiete kostete, die Entwicklung des Kurfürstentums und späteren Königreichs Sachsen zu einem Territorialstaat mit der Residenz Dresden. Sachsen geriet jedoch nach dem glanzvollen „Augusteischen Zeitalter“ (Abb. Kurfürst August der Starke als &amp;quot;Goldener Reiter&amp;quot; in Dresden, Foto: Alexander Raßloff) seit Mitte des 18. Jahrhunderts immer wieder auf die Verliererseite der Geschichte und büßte zwei Drittel seines Gebietes ein. Die Ernestiner splitterten ihren Besitz seit dem 16. Jahrhundert in zahlreiche kleine Herzogtümer auf, was zur Ausbildung der sprichwörtlichen Kleinstaatenwelt in Thüringen beitrug. Ihre Fortsetzung fand diese mit den anhaltinischen Duodezfürsten der Askanier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig nutzte Preußen sein zunehmendes Übergewicht, um wettinische und andere Ländereien an sich zu reißen. Mehrfach drohte das völlige Aufgehen im ungeliebten Nachbarn. Entsprechende Begehrlichkeiten reichen von der Zeit Friedrichs des Großen über die sächsische Niederlage im Strudel von Napoleons Untergang bis hin zum Preußisch-Österreichischen Krieg 1866. Auch wenn dies letztlich immer verhindert werden konnte, so dehnte sich doch die Militärmacht insbesondere auf Kosten Sachsens aus. Von 1815 bis 1944/45 gehörte der größte Teil Sachsen-Anhalts und der Regierungsbezirk Erfurt in Thüringen zur preußischen Provinz Sachsen, während auch Teile des heutigen Sachsens Preußen einverleibt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gewaltsamen Umbrüche des 20. Jahrhunderts prägten schließlich die kleinteilige mitteldeutsche Länderstruktur aus. Sachsen weist dabei trotz aller territorialen Veränderungen im Kern die größte Kontinuität auf. Mit der preußischen Provinz Sachsen und dem 1863 vereinigten Herzogtum bzw. Land Anhalt zeichneten sich seit 1815 auch die Umrisse des späteren Sachsen-Anhalts ab. 1920 schlossen sich die thüringischen Kleinstaaten zum Land Thüringen zusammen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der Auflösung Preußens 1945 entstanden erstmals die drei Länder in weitgehend ihrer heutigen Gestalt. Sie wurden aber 1952 in der DDR schon wieder in kleinere Bezirke aufgeteilt. Seit 1990 sind nunmehr Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen föderale Bestandteile der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichtslandschaft Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So mancher Landeshistoriker bedauert noch immer, dass es nicht zu jenem wettinischen Großstaat gekommen ist, wie er sich um 1500 abgezeichnete. Er hätte fraglos nicht zuletzt im Wettstreit von „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ eine andere Rolle spielen können. Aber muss man dies wirklich als vertane Chance deuten? Hat nicht aus heutiger Perspektive gerade die historische Vielfalt ihren besonderen Reiz? So konnte sich dank der zahlreichen Residenzen eine einmalig dichte Kulturlandschaft vom klassischen Weimar über das Dessau-Wörlitzer Gartenreich bis zum barocken Dresden entfalten. Von Mitteldeutschland sind zudem zahlreiche Impulse für die Moderne ausgegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit bleibt aber die Frage, ob man Mitteldeutschland tatsächlich als eine Geschichtslandschaft fassen kann. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Name noch sehr jung ist und v.a. auf die Reichsreformdebatten der 1920er-Jahre zurückgeht. Einige der Vorschläge nahmen bereits die heutige Situation voraus, indem etwa der Landeshauptmann der Provinz Sachsen Ehrhard Hübener 1929 für die drei Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen innerhalb eines engeren Verbundes Mitteldeutschland plädierte. Andere Pläne sahen einen Zusammenschluss Thüringens, der Provinz Sachsen und Anhalts vor oder bezogen sogar Sachsen mit ein. Niedergeschlagen haben sich diese Großraumvisionen etwa in der Mitteldeutschen Rundfunk AG in Leipzig (1924), dem Vorgänger des heutigen MDR. Dieser Sprachgebrauch hat sich weitgehend etabliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den Diskussionen der 1920er-Jahre spielte die übergreifende Geschichte eine wichtige Rolle. Bereits im 6. Jahrhundert hatte das mächtige Königreich der Thüringer weite Teile Mitteldeutschlands umschlossen. Die vielen historischen Verbindungen ziehen sich weiter von den Wettinern und dem „Kernland der Reformation“ bis hin zu vier Jahrzehnten DDR an der innerdeutschen Grenze. Ein einendes Band ist auch die große Kulturgeschichte als Land Luthers, Bachs, Goethes und des Bauhauses. Verstärkt wird die Gemeinsamkeit durch kulturell-sprachliche Eigenheiten. Zugleich hebt sich Mitteldeutschland bei allen Überschneidungen erkennbar von den umliegenden historischen Räumen ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbewusstsein und historische Verknüpfung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings sollte man sich davor hüten, Mitteldeutschland in integrativer Absicht zu einer historischen Einheit zu erklären.  Dem widerspricht auch, dass v.a. in Sachsen und Thüringen ein fest verwurzeltes landsmannschaftliches Bewusstsein existiert. Dieses reicht weit zurück, gewinnt seit dem 19. Jahrhundert deutlich Gestalt und konnte auch in 40 Jahren DDR nicht beseitigt werden. Die sächsische Landesgeschichte mit Fixsternen wie August der Starke entfaltet eine hohe identitätsstiftende Kraft. Auch in Thüringen hielt sich immer das Bewusstsein einer historischen „Einheit in der Vielfalt“. Diese reicht bis zum Königreich und zu den sagenumwobenen Landgrafen auf der Wartburg zurück und überlagert das „Land der Residenzen“. In Sachsen-Anhalt mit seiner weniger ausgeprägten Landestradition beruft man sich auf die vorgeschichtliche Zeit, die ottonische Königsmacht, die Reformation oder die moderne Industrieregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dieses tief verwurzelten Landesbewusstseins verwundert es nicht, dass die Renaissance der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit zu den Forderungen der Friedlichen Revolution 1989 zählte. In den folgenden großen Umbrüchen boten die Länder als vertraute Heimat Orientierung und Halt. Mittlerweile sind sie ein selbstverständlicher Teil des föderalen Deutschlands. So dürfte eine Mehrheit der Sachsen, Sachsen-Anhalter und Thüringer den Forderungen nach einem Bundesland Mitteldeutschland, dessen Einsparpotenzial ohnehin umstritten ist, eher skeptisch gegenüberstehen. Dem Bewusstsein der vielfachen historischen Verknüpfungen und einer engeren Kooperation, wie sie v.a. vom Mitteldeutschen Rundfunk seit gut drei Jahrzehnten verkörpert wird, muss dies aber keineswegs widersprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das größere Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weite Teile der neuen Bundesländer umfassende Herrschaft der Askanier konnte zwar durch das Aussterben aller Linien im Hochmittelalter mit Ausnahme Anhalts keine nachhaltige Wirkung entfalten, bildet aber dennoch eine historische Klammer der Region. Im 19. und 20. Jahrhundert reichen die historischen Verknüpfungen des von Preußen maßgeblich mit beherrschten Drei-Länder-Mitteldeutschlands bis hin zur preußischen Kernprovinz Brandenburg mit Berlin. Solche Verbindungen reichen aber auch weiter zurück. Genannt seien die traditionell guten Beziehungen zwischen Anhalt und Preußen, das dem „alten Dessauer“ Fürst Leopold I. nicht nur Gleichschritt und eisernen Ladestock verdankte. Diese Geschichtslandschaft weitet sich schließlich auch durch vier gemeinsame Jahrzehnte im Schatten des „Eisernen Vorhangs“ bis Mecklenburg-Vorpommern. Die 1990 zeitgleich gegründeten und an die von 1945 bis 1952 bestehenden Länder anknüpfenden Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verbindet also einiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist auch der Wirkungsbereich des 1955 in der Bundesrepublik gegründeten Mitteldeutschen Kulturrates erreicht. Dieser hat die „Wahrnehmung und Vertretung der mitteldeutschen Beiträge zur gesamtdeutschen Kultur, Förderung der Kulturleistung der aus Mitteldeutschland stammenden Deutschen“ zum Ziel. Dabei lag in der Zeit der deutschen Teilung ein weiterer Mitteldeutschland-Begriff zugrunde. Dieser meinte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 die Gebiete zwischen den drei Westzonen bzw. der 1949 gegründeten Bundesrepublik und den Polen und der Sowjetunion eingegliederten deutschen Ostgebieten jenseits von Oder und Neiße, die man nicht endgültig aufzugeben bereit war. In der Hochzeit des Kalten Krieges umschrieb man damit auch die staatlich nicht anerkannte DDR. Mag dieses Mitteldeutschland auch mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag („Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland“) 1990 von der Mittellage in die östliche Randlage geraten sein, so hat die Stiftung MKR hier doch nach wie vor ein weites Wirkungsfeld.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Geschichtslandschaft Mitteldeutschland. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039; In: Kultur Report (Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat) 2026. S. 6-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Siehe: [[Geschichte Mitteldeutschlands]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Geschichtslandschaft Mitteldeutschland</title>
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		<updated>2026-07-18T06:58:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Geschichtslandschaft Mitteldeutschland */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Geschichtslandschaft Mitteldeutschland =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GoldenerReiter.JPG|350px|rechts]]Sie tauchen zyklisch in den Medien auf, die Vorschläge für ein Bundesland Mitteldeutschland. Begründet werden sie meist damit, dass sich Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wegen ihrer relativ geringen Größe und Wirtschaftskraft zusammenschließen müssten, um zu sparen und mehr Bedeutung im föderalen Wettstreit zu gewinnen. Diese Vorstöße stehen bewusst oder unbewusst in der Tradition der 1920er-Jahre. Schon damals gab es Pläne, das Territorium Deutschlands einschneidend zu reformieren. Argumentiert wurde dabei gerne auch historisch. Aber gibt es tatsächlich so etwas wie eine mitteldeutsche Geschichte, die einem Großland erinnerungskulturelle Legitimität verleihen könnte? Und gibt es darüber hinaus gehende historische Entwicklungen, die einen noch weiteren Mitteldeutschland-Begriff plausibel machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Askanische und wettinische Machtentfaltung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Blick zurück legt fraglos Gemeinsamkeiten offen. Einen frühen Anlauf zur herrschaftlichen Erfassung der Region machten die Askanier. Seit dem 11. Jahrhundert bauten sie, ausgehend von ihrem Kernraum zwischen Harz und Elbe, eine mächtige Herrschaft auf. Die Askanier prägten als Herzöge von Sachsen(-Wittenberg) und Fürsten von Anhalt große Teile des heutigen Sachsen-Anhalts und begründeten unter ihrem Stammvater Albrecht dem Bären von der Altmark ausgehend 1157 die Mark Brandenburg. Sachsen und Brandenburg rückten später in den exklusiven Kreis der sieben Kurfürstentümer auf. Unter Albrechts Nachkommen spaltete sich der Besitz der Askanier in vier Linien als Markgrafen von Brandenburg, Herzöge von Sachsen, Grafen von Anhalt und Grafen von Weimar-Orlamünde auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Herrschaft reichte so zeitweise vom Stettiner Haff bis nach Thüringen, von der Altmark und Anhalt bis ins heutige Polen. Allerdings konnte sich nur die 1212 begründete anhaltinische Linie um Bernburg, Köthen, Zerbst und Dessau dauerhaft behaupten. 1320 erlosch die brandenburgische Linie, deren Nachfolge 1415 die Hohenzollern antraten; die sächsische Linie ging 1423 an die Wettiner verloren. Bereits 1346 hatten die Grafen von Weimar-Orlamünde ihre Souveränität eingebüßt. Die Region wurde fortan durch Sachsen und Brandenburg-Preußen geprägt. Die Askanier hielten sich immerhin im Schatten der mächtigen Nachbarn als Kleinstaatenherrscher von Anhalt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wettiner als erfolgreiche Konkurrenten und Nachfolger der Askanier verfügten an der Schwelle zur Neuzeit um 1500 über eines der mächtigsten Territorien des Reiches, das den Raum Mitteldeutschland im heutigen Sinne weitgehend umfasste. Als Markgrafen von Meißen hatten sie sich seit 1089 die Herrschaft über Sachsen erkämpft. 1247 erwarben die Wettiner die Landgrafschaft Thüringen und übernahmen 1423 von den Askaniern mit Wittenberg die Kurfürstenwürde. 1519 brachte man Kurfürst Friedrich den Weisen sogar als Kandidaten für die Kaiserkrone ins Spiel. Sein Bruder Ernst konnte als Erzbischof von Magdeburg und Administrator des Bistums Halberstadt den Einfluss weiter ausdehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings mündete auch diese Machtentfaltung nicht in einen einheitlichen modernen Staat. Die Wettiner splitterten ihren Besitz immer wieder auf. Die Leipziger Teilung 1485 zwischen den Brüdern Ernst und Albrecht wurde zu einer zentralen Zäsur der mitteldeutschen Geschichte. Sie führte zur Aufspaltung in eine ernestinische und albertinische Linie der Wettiner, von denen die Spur bis hin zu den Freistaaten Thüringen und Sachsen führt. Jene Teilung ging mit einer Schwächung besonders gegenüber Brandenburg-Preußen einher. Bereits nach dem Tode Ernsts von Wettin 1513 deutete sich dies an, als Albrecht von Hohenzollern Erzbischof von Magdeburg und Bischof von Halberstadt wurde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg fielen beide Gebiete endgültig an Brandenburg, das mit der Altmark seit langem in Mitteldeutschland präsent war.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kleinteilige Länderstruktur statt Großstaat&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Albertinern gelang zwar nach dem Sieg im Schmalkaldischen Krieg 1547, der den Ernestinern die Kurwürde und alle nichtthüringischen Gebiete kostete, die Entwicklung des Kurfürstentums und späteren Königreichs Sachsen zu einem Territorialstaat mit der Residenz Dresden. Sachsen geriet jedoch nach dem glanzvollen „Augusteischen Zeitalter“ (Abb. Kurfürst August der Starke als &amp;quot;Goldener Reiter&amp;quot; in Dresden, Foto: Alexander Raßloff) seit Mitte des 18. Jahrhunderts immer wieder auf die Verliererseite der Geschichte und büßte zwei Drittel seines Gebietes ein. Die Ernestiner splitterten ihren Besitz seit dem 16. Jahrhundert in zahlreiche kleine Herzogtümer auf, was zur Ausbildung der sprichwörtlichen Kleinstaatenwelt in Thüringen beitrug. Ihre Fortsetzung fand diese mit den anhaltinischen Duodezfürsten der Askanier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig nutzte Preußen sein zunehmendes Übergewicht, um wettinische und andere Ländereien an sich zu reißen. Mehrfach drohte das völlige Aufgehen im ungeliebten Nachbarn. Entsprechende Begehrlichkeiten reichen von der Zeit Friedrichs des Großen über die sächsische Niederlage im Strudel von Napoleons Untergang bis hin zum Preußisch-Österreichischen Krieg 1866. Auch wenn dies letztlich immer verhindert werden konnte, so dehnte sich doch die Militärmacht insbesondere auf Kosten Sachsens aus. Von 1815 bis 1944/45 gehörte der größte Teil Sachsen-Anhalts und der Regierungsbezirk Erfurt in Thüringen zur preußischen Provinz Sachsen, während auch Teile des heutigen Sachsens Preußen einverleibt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gewaltsamen Umbrüche des 20. Jahrhunderts prägten schließlich die kleinteilige mitteldeutsche Länderstruktur aus. Sachsen weist dabei trotz aller territorialen Veränderungen im Kern die größte Kontinuität auf. Mit der preußischen Provinz Sachsen und dem 1863 vereinigten Herzogtum bzw. Land Anhalt zeichneten sich seit 1815 auch die Umrisse des späteren Sachsen-Anhalts ab. 1920 schlossen sich die thüringischen Kleinstaaten zum Land Thüringen zusammen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der Auflösung Preußens 1945 entstanden erstmals die drei Länder in weitgehend ihrer heutigen Gestalt. Sie wurden aber 1952 in der DDR schon wieder in kleinere Bezirke aufgeteilt. Seit 1990 sind nunmehr Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen föderale Bestandteile der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichtslandschaft Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So mancher Landeshistoriker bedauert noch immer, dass es nicht zu jenem wettinischen Großstaat gekommen ist, wie er sich um 1500 abgezeichnete. Er hätte fraglos nicht zuletzt im Wettstreit von „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ eine andere Rolle spielen können. Aber muss man dies wirklich als vertane Chance deuten? Hat nicht aus heutiger Perspektive gerade die historische Vielfalt ihren besonderen Reiz? So konnte sich dank der zahlreichen Residenzen eine einmalig dichte Kulturlandschaft vom klassischen Weimar über das Dessau-Wörlitzer Gartenreich bis zum barocken Dresden entfalten. Von Mitteldeutschland sind zudem zahlreiche Impulse für die Moderne ausgegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit bleibt aber die Frage, ob man Mitteldeutschland tatsächlich als eine Geschichtslandschaft fassen kann. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Name noch sehr jung ist und v.a. auf die Reichsreformdebatten der 1920er-Jahre zurückgeht. Einige der Vorschläge nahmen bereits die heutige Situation voraus, indem etwa der Landeshauptmann der Provinz Sachsen Ehrhard Hübener 1929 für die drei Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen innerhalb eines engeren Verbundes Mitteldeutschland plädierte. Andere Pläne sahen einen Zusammenschluss Thüringens, der Provinz Sachsen und Anhalts vor oder bezogen sogar Sachsen mit ein. Niedergeschlagen haben sich diese Großraumvisionen etwa in der Mitteldeutschen Rundfunk AG in Leipzig (1924), dem Vorgänger des heutigen MDR. Dieser Sprachgebrauch hat sich weitgehend etabliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den Diskussionen der 1920er-Jahre spielte die übergreifende Geschichte eine wichtige Rolle. Bereits im 6. Jahrhundert hatte das mächtige Königreich der Thüringer weite Teile Mitteldeutschlands umschlossen. Die vielen historischen Verbindungen ziehen sich weiter von den Wettinern und dem „Kernland der Reformation“ bis hin zu vier Jahrzehnten DDR an der innerdeutschen Grenze. Ein einendes Band ist auch die große Kulturgeschichte als Land Luthers, Bachs, Goethes und des Bauhauses. Verstärkt wird die Gemeinsamkeit durch kulturell-sprachliche Eigenheiten. Zugleich hebt sich Mitteldeutschland bei allen Überschneidungen erkennbar von den umliegenden historischen Räumen ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbewusstsein und historische Verknüpfung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings sollte man sich davor hüten, Mitteldeutschland in integrativer Absicht zu einer historischen Einheit zu erklären.  Dem widerspricht auch, dass v.a. in Sachsen und Thüringen ein fest verwurzeltes landsmannschaftliches Bewusstsein existiert. Dieses reicht weit zurück, gewinnt seit dem 19. Jahrhundert deutlich Gestalt und konnte auch in 40 Jahren DDR nicht beseitigt werden. Die sächsische Landesgeschichte mit Fixsternen wie August der Starke entfaltet eine hohe identitätsstiftende Kraft. Auch in Thüringen hielt sich immer das Bewusstsein einer historischen „Einheit in der Vielfalt“. Diese reicht bis zum Königreich und zu den sagenumwobenen Landgrafen auf der Wartburg zurück und überlagert das „Land der Residenzen“. In Sachsen-Anhalt mit seiner weniger ausgeprägten Landestradition beruft man sich auf die vorgeschichtliche Zeit, die ottonische Königsmacht, die Reformation oder die moderne Industrieregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dieses tief verwurzelten Landesbewusstseins verwundert es nicht, dass die Renaissance der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit zu den Forderungen der Friedlichen Revolution 1989 zählte. In den folgenden großen Umbrüchen boten die Länder als vertraute Heimat Orientierung und Halt. Mittlerweile sind sie ein selbstverständlicher Teil des föderalen Deutschlands. So dürfte eine Mehrheit der Sachsen, Sachsen-Anhalter und Thüringer den Forderungen nach einem Bundesland Mitteldeutschland, dessen Einsparpotenzial ohnehin umstritten ist, eher skeptisch gegenüberstehen. Dem Bewusstsein der vielfachen historischen Verknüpfungen und einer engeren Kooperation, wie sie v.a. vom Mitteldeutschen Rundfunk seit gut drei Jahrzehnten verkörpert wird, muss dies aber keineswegs widersprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das größere Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weite Teile der neuen Bundesländer umfassende Herrschaft der Askanier konnte zwar durch das Aussterben aller Linien im Hochmittelalter mit Ausnahme Anhalts keine nachhaltige Wirkung entfalten, bildet aber dennoch eine historische Klammer der Region. Im 19. und 20. Jahrhundert reichen die historischen Verknüpfungen des von Preußen maßgeblich mit beherrschten Drei-Länder-Mitteldeutschlands bis hin zur preußischen Kernprovinz Brandenburg mit Berlin. Solche Verbindungen reichen aber auch weiter zurück. Genannt seien die traditionell guten Beziehungen zwischen Anhalt und Preußen, das dem „alten Dessauer“ Fürst Leopold I. nicht nur Gleichschritt und eisernen Ladestock verdankte. Diese Geschichtslandschaft weitet sich schließlich auch durch vier gemeinsame Jahrzehnte im Schatten des „Eisernen Vorhangs“ bis Mecklenburg-Vorpommern. Die 1990 zeitgleich gegründeten und an die von 1945 bis 1952 bestehenden Länder anknüpfenden Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verbindet also einiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist auch der Wirkungsbereich des 1955 in der Bundesrepublik gegründeten Mitteldeutschen Kulturrates erreicht. Dieser hat die „Wahrnehmung und Vertretung der mitteldeutschen Beiträge zur gesamtdeutschen Kultur, Förderung der Kulturleistung der aus Mitteldeutschland stammenden Deutschen“ zum Ziel. Dabei lag in der Zeit der deutschen Teilung ein weiterer Mitteldeutschland-Begriff zugrunde. Dieser meinte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 die Gebiete zwischen den drei Westzonen bzw. der 1949 gegründeten Bundesrepublik und den Polen und der Sowjetunion eingegliederten deutschen Ostgebieten jenseits von Oder und Neiße, die man nicht endgültig aufzugeben bereit war. In der Hochzeit des Kalten Krieges umschrieb man damit auch die staatlich nicht anerkannte DDR. Mag dieses Mitteldeutschland auch mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag („Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland“) 1990 von der Mittellage in die östliche Randlage geraten sein, so hat die Stiftung MKR hier doch nach wie vor ein weites Wirkungsfeld.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Geschichtslandschaft Mitteldeutschland. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039; In: Kultur Report (Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat) 2026. S. 6-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Siehe: [[Geschichte Mitteldeutschlands]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Geschichtslandschaft_Mitteldeutschland&amp;diff=62437</id>
		<title>Geschichtslandschaft Mitteldeutschland</title>
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		<updated>2026-07-18T06:58:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Geschichtslandschaft Mitteldeutschland */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Geschichtslandschaft Mitteldeutschland =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GoldenerReiter.JPG|380px|rechts]]Sie tauchen zyklisch in den Medien auf, die Vorschläge für ein Bundesland Mitteldeutschland. Begründet werden sie meist damit, dass sich Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wegen ihrer relativ geringen Größe und Wirtschaftskraft zusammenschließen müssten, um zu sparen und mehr Bedeutung im föderalen Wettstreit zu gewinnen. Diese Vorstöße stehen bewusst oder unbewusst in der Tradition der 1920er-Jahre. Schon damals gab es Pläne, das Territorium Deutschlands einschneidend zu reformieren. Argumentiert wurde dabei gerne auch historisch. Aber gibt es tatsächlich so etwas wie eine mitteldeutsche Geschichte, die einem Großland erinnerungskulturelle Legitimität verleihen könnte? Und gibt es darüber hinaus gehende historische Entwicklungen, die einen noch weiteren Mitteldeutschland-Begriff plausibel machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Askanische und wettinische Machtentfaltung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Blick zurück legt fraglos Gemeinsamkeiten offen. Einen frühen Anlauf zur herrschaftlichen Erfassung der Region machten die Askanier. Seit dem 11. Jahrhundert bauten sie, ausgehend von ihrem Kernraum zwischen Harz und Elbe, eine mächtige Herrschaft auf. Die Askanier prägten als Herzöge von Sachsen(-Wittenberg) und Fürsten von Anhalt große Teile des heutigen Sachsen-Anhalts und begründeten unter ihrem Stammvater Albrecht dem Bären von der Altmark ausgehend 1157 die Mark Brandenburg. Sachsen und Brandenburg rückten später in den exklusiven Kreis der sieben Kurfürstentümer auf. Unter Albrechts Nachkommen spaltete sich der Besitz der Askanier in vier Linien als Markgrafen von Brandenburg, Herzöge von Sachsen, Grafen von Anhalt und Grafen von Weimar-Orlamünde auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Herrschaft reichte so zeitweise vom Stettiner Haff bis nach Thüringen, von der Altmark und Anhalt bis ins heutige Polen. Allerdings konnte sich nur die 1212 begründete anhaltinische Linie um Bernburg, Köthen, Zerbst und Dessau dauerhaft behaupten. 1320 erlosch die brandenburgische Linie, deren Nachfolge 1415 die Hohenzollern antraten; die sächsische Linie ging 1423 an die Wettiner verloren. Bereits 1346 hatten die Grafen von Weimar-Orlamünde ihre Souveränität eingebüßt. Die Region wurde fortan durch Sachsen und Brandenburg-Preußen geprägt. Die Askanier hielten sich immerhin im Schatten der mächtigen Nachbarn als Kleinstaatenherrscher von Anhalt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wettiner als erfolgreiche Konkurrenten und Nachfolger der Askanier verfügten an der Schwelle zur Neuzeit um 1500 über eines der mächtigsten Territorien des Reiches, das den Raum Mitteldeutschland im heutigen Sinne weitgehend umfasste. Als Markgrafen von Meißen hatten sie sich seit 1089 die Herrschaft über Sachsen erkämpft. 1247 erwarben die Wettiner die Landgrafschaft Thüringen und übernahmen 1423 von den Askaniern mit Wittenberg die Kurfürstenwürde. 1519 brachte man Kurfürst Friedrich den Weisen sogar als Kandidaten für die Kaiserkrone ins Spiel. Sein Bruder Ernst konnte als Erzbischof von Magdeburg und Administrator des Bistums Halberstadt den Einfluss weiter ausdehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings mündete auch diese Machtentfaltung nicht in einen einheitlichen modernen Staat. Die Wettiner splitterten ihren Besitz immer wieder auf. Die Leipziger Teilung 1485 zwischen den Brüdern Ernst und Albrecht wurde zu einer zentralen Zäsur der mitteldeutschen Geschichte. Sie führte zur Aufspaltung in eine ernestinische und albertinische Linie der Wettiner, von denen die Spur bis hin zu den Freistaaten Thüringen und Sachsen führt. Jene Teilung ging mit einer Schwächung besonders gegenüber Brandenburg-Preußen einher. Bereits nach dem Tode Ernsts von Wettin 1513 deutete sich dies an, als Albrecht von Hohenzollern Erzbischof von Magdeburg und Bischof von Halberstadt wurde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg fielen beide Gebiete endgültig an Brandenburg, das mit der Altmark seit langem in Mitteldeutschland präsent war.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kleinteilige Länderstruktur statt Großstaat&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Albertinern gelang zwar nach dem Sieg im Schmalkaldischen Krieg 1547, der den Ernestinern die Kurwürde und alle nichtthüringischen Gebiete kostete, die Entwicklung des Kurfürstentums und späteren Königreichs Sachsen zu einem Territorialstaat mit der Residenz Dresden. Sachsen geriet jedoch nach dem glanzvollen „Augusteischen Zeitalter“ (Abb. Kurfürst August der Starke als &amp;quot;Goldener Reiter&amp;quot; in Dresden, Foto: Alexander Raßloff) seit Mitte des 18. Jahrhunderts immer wieder auf die Verliererseite der Geschichte und büßte zwei Drittel seines Gebietes ein. Die Ernestiner splitterten ihren Besitz seit dem 16. Jahrhundert in zahlreiche kleine Herzogtümer auf, was zur Ausbildung der sprichwörtlichen Kleinstaatenwelt in Thüringen beitrug. Ihre Fortsetzung fand diese mit den anhaltinischen Duodezfürsten der Askanier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig nutzte Preußen sein zunehmendes Übergewicht, um wettinische und andere Ländereien an sich zu reißen. Mehrfach drohte das völlige Aufgehen im ungeliebten Nachbarn. Entsprechende Begehrlichkeiten reichen von der Zeit Friedrichs des Großen über die sächsische Niederlage im Strudel von Napoleons Untergang bis hin zum Preußisch-Österreichischen Krieg 1866. Auch wenn dies letztlich immer verhindert werden konnte, so dehnte sich doch die Militärmacht insbesondere auf Kosten Sachsens aus. Von 1815 bis 1944/45 gehörte der größte Teil Sachsen-Anhalts und der Regierungsbezirk Erfurt in Thüringen zur preußischen Provinz Sachsen, während auch Teile des heutigen Sachsens Preußen einverleibt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gewaltsamen Umbrüche des 20. Jahrhunderts prägten schließlich die kleinteilige mitteldeutsche Länderstruktur aus. Sachsen weist dabei trotz aller territorialen Veränderungen im Kern die größte Kontinuität auf. Mit der preußischen Provinz Sachsen und dem 1863 vereinigten Herzogtum bzw. Land Anhalt zeichneten sich seit 1815 auch die Umrisse des späteren Sachsen-Anhalts ab. 1920 schlossen sich die thüringischen Kleinstaaten zum Land Thüringen zusammen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der Auflösung Preußens 1945 entstanden erstmals die drei Länder in weitgehend ihrer heutigen Gestalt. Sie wurden aber 1952 in der DDR schon wieder in kleinere Bezirke aufgeteilt. Seit 1990 sind nunmehr Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen föderale Bestandteile der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichtslandschaft Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So mancher Landeshistoriker bedauert noch immer, dass es nicht zu jenem wettinischen Großstaat gekommen ist, wie er sich um 1500 abgezeichnete. Er hätte fraglos nicht zuletzt im Wettstreit von „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ eine andere Rolle spielen können. Aber muss man dies wirklich als vertane Chance deuten? Hat nicht aus heutiger Perspektive gerade die historische Vielfalt ihren besonderen Reiz? So konnte sich dank der zahlreichen Residenzen eine einmalig dichte Kulturlandschaft vom klassischen Weimar über das Dessau-Wörlitzer Gartenreich bis zum barocken Dresden entfalten. Von Mitteldeutschland sind zudem zahlreiche Impulse für die Moderne ausgegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit bleibt aber die Frage, ob man Mitteldeutschland tatsächlich als eine Geschichtslandschaft fassen kann. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Name noch sehr jung ist und v.a. auf die Reichsreformdebatten der 1920er-Jahre zurückgeht. Einige der Vorschläge nahmen bereits die heutige Situation voraus, indem etwa der Landeshauptmann der Provinz Sachsen Ehrhard Hübener 1929 für die drei Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen innerhalb eines engeren Verbundes Mitteldeutschland plädierte. Andere Pläne sahen einen Zusammenschluss Thüringens, der Provinz Sachsen und Anhalts vor oder bezogen sogar Sachsen mit ein. Niedergeschlagen haben sich diese Großraumvisionen etwa in der Mitteldeutschen Rundfunk AG in Leipzig (1924), dem Vorgänger des heutigen MDR. Dieser Sprachgebrauch hat sich weitgehend etabliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den Diskussionen der 1920er-Jahre spielte die übergreifende Geschichte eine wichtige Rolle. Bereits im 6. Jahrhundert hatte das mächtige Königreich der Thüringer weite Teile Mitteldeutschlands umschlossen. Die vielen historischen Verbindungen ziehen sich weiter von den Wettinern und dem „Kernland der Reformation“ bis hin zu vier Jahrzehnten DDR an der innerdeutschen Grenze. Ein einendes Band ist auch die große Kulturgeschichte als Land Luthers, Bachs, Goethes und des Bauhauses. Verstärkt wird die Gemeinsamkeit durch kulturell-sprachliche Eigenheiten. Zugleich hebt sich Mitteldeutschland bei allen Überschneidungen erkennbar von den umliegenden historischen Räumen ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbewusstsein und historische Verknüpfung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings sollte man sich davor hüten, Mitteldeutschland in integrativer Absicht zu einer historischen Einheit zu erklären.  Dem widerspricht auch, dass v.a. in Sachsen und Thüringen ein fest verwurzeltes landsmannschaftliches Bewusstsein existiert. Dieses reicht weit zurück, gewinnt seit dem 19. Jahrhundert deutlich Gestalt und konnte auch in 40 Jahren DDR nicht beseitigt werden. Die sächsische Landesgeschichte mit Fixsternen wie August der Starke entfaltet eine hohe identitätsstiftende Kraft. Auch in Thüringen hielt sich immer das Bewusstsein einer historischen „Einheit in der Vielfalt“. Diese reicht bis zum Königreich und zu den sagenumwobenen Landgrafen auf der Wartburg zurück und überlagert das „Land der Residenzen“. In Sachsen-Anhalt mit seiner weniger ausgeprägten Landestradition beruft man sich auf die vorgeschichtliche Zeit, die ottonische Königsmacht, die Reformation oder die moderne Industrieregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dieses tief verwurzelten Landesbewusstseins verwundert es nicht, dass die Renaissance der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit zu den Forderungen der Friedlichen Revolution 1989 zählte. In den folgenden großen Umbrüchen boten die Länder als vertraute Heimat Orientierung und Halt. Mittlerweile sind sie ein selbstverständlicher Teil des föderalen Deutschlands. So dürfte eine Mehrheit der Sachsen, Sachsen-Anhalter und Thüringer den Forderungen nach einem Bundesland Mitteldeutschland, dessen Einsparpotenzial ohnehin umstritten ist, eher skeptisch gegenüberstehen. Dem Bewusstsein der vielfachen historischen Verknüpfungen und einer engeren Kooperation, wie sie v.a. vom Mitteldeutschen Rundfunk seit gut drei Jahrzehnten verkörpert wird, muss dies aber keineswegs widersprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das größere Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weite Teile der neuen Bundesländer umfassende Herrschaft der Askanier konnte zwar durch das Aussterben aller Linien im Hochmittelalter mit Ausnahme Anhalts keine nachhaltige Wirkung entfalten, bildet aber dennoch eine historische Klammer der Region. Im 19. und 20. Jahrhundert reichen die historischen Verknüpfungen des von Preußen maßgeblich mit beherrschten Drei-Länder-Mitteldeutschlands bis hin zur preußischen Kernprovinz Brandenburg mit Berlin. Solche Verbindungen reichen aber auch weiter zurück. Genannt seien die traditionell guten Beziehungen zwischen Anhalt und Preußen, das dem „alten Dessauer“ Fürst Leopold I. nicht nur Gleichschritt und eisernen Ladestock verdankte. Diese Geschichtslandschaft weitet sich schließlich auch durch vier gemeinsame Jahrzehnte im Schatten des „Eisernen Vorhangs“ bis Mecklenburg-Vorpommern. Die 1990 zeitgleich gegründeten und an die von 1945 bis 1952 bestehenden Länder anknüpfenden Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verbindet also einiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist auch der Wirkungsbereich des 1955 in der Bundesrepublik gegründeten Mitteldeutschen Kulturrates erreicht. Dieser hat die „Wahrnehmung und Vertretung der mitteldeutschen Beiträge zur gesamtdeutschen Kultur, Förderung der Kulturleistung der aus Mitteldeutschland stammenden Deutschen“ zum Ziel. Dabei lag in der Zeit der deutschen Teilung ein weiterer Mitteldeutschland-Begriff zugrunde. Dieser meinte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 die Gebiete zwischen den drei Westzonen bzw. der 1949 gegründeten Bundesrepublik und den Polen und der Sowjetunion eingegliederten deutschen Ostgebieten jenseits von Oder und Neiße, die man nicht endgültig aufzugeben bereit war. In der Hochzeit des Kalten Krieges umschrieb man damit auch die staatlich nicht anerkannte DDR. Mag dieses Mitteldeutschland auch mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag („Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland“) 1990 von der Mittellage in die östliche Randlage geraten sein, so hat die Stiftung MKR hier doch nach wie vor ein weites Wirkungsfeld.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Geschichtslandschaft Mitteldeutschland. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039; In: Kultur Report (Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat) 2026. S. 6-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Siehe: [[Geschichte Mitteldeutschlands]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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	<entry>
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		<title>Bundesland Mitteldeutschland Diskussionen Thueringen</title>
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		<updated>2026-07-18T06:51:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Bundesland Mitteldeutschland? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Bundesland Mitteldeutschland? =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schon in den 1920er-Jahren wurde heftig über ein Land Mitteldeutschland diskutiert. In Thüringen hielt sich damals wie heute die Begeisterung für ein solches traditionsloses Großland sehr in Grenzen.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:TAZ-09-06-1928.jpg|420px|right]]Es ist soweit. Die zyklisch wiederkehrenden Vorschläge für ein Mitteldeutschland sind wieder in den Schlagzeilen. Ins Spiel gebracht hat sie Thüringens Rechnungshof-Präsident Sebastian Dette. Er plädiert für ein Bundesland aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, weil man sich perspektivisch keine „Doppelstrukturen“ mehr leisten könne. Einhergehen müsse dies mit einer Kreisgebietsreform, wie sie gerade erst zu Grabe getragen wurde. Solche sonst vorzugsweise aus Sachsen-Anhalt kommenden Vorstöße stehen in der Tradition der 1920er-Jahre. Schon damals gab es Pläne, das Territorium Deutschlands einschneidend zu reformieren. Das Ende des Kaiserreiches und seiner 22 Herrscherhäuser in der Novemberrevolution 1918 hatte hierfür den Weg frei gemacht. Zu den Schwerpunkten dieser Reichsreformdebatten gehörte die Region Thüringen und Mitteldeutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer ersten Flurbereinigung bestand die jahrhundertelange thüringische Kleinstaatenwelt seit 1920 im wesentlichen nur noch aus dem Freistaat Thüringen mit der Hauptstadt Weimar und dem preußischen Regierungsbezirk Erfurt. Darauf aufbauend gab es Bestrebungen zu deren Zusammenschluss zu einem „Großthüringen“, wie es seit 1945 bzw. endgültig seit 1990 existiert. Darüber hinaus war auch in den Zwanzigern schon ein Mitteldeutschland aus dem Freistaat Thüringen, der preußischen Provinz Sachsen und dem Land Anhalt im Gespräch. Es hätte weitgehend den heutigen Ländern Thüringen und Sachsen-Anhalt entsprochen. Damit hätte man sich etwa in der potenziellen Hauptstadt Erfurt noch anfreunden können, wie die Denkschrift „Erfurt und Thüringen“ aus dem Jahre 1930 zeigt. Ein Mitteldeutschland unter Einschluss Sachsens lehnte man jedoch in ganz Thüringen strikt ab. Thüringen drohe sonst ein bedeutungsloses „Anhängsel Sachsens“ zu werden, wie die Thüringer Allgemeine Zeitung im Juni 1928 schrieb (Abb. Sammlung Raßloff). Als Hauptstadt käme dann zudem wohl nur Leipzig in Frage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Einschätzungen haben kaum an Aktualität verloren. Das Pro und Kontra zum Thema Mitteldeutschland ist heute auffallend ähnlich. Die Befürworter eines Großlandes kamen besonders aus den Kreisen der Wirtschaft und Bürokratie. An der Spitze stand seinerzeit der Landeshauptmann der Provinz Sachsen in Magdeburg, Ehrhard Hübener, später erster Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt. In Thüringen wie auch in Sachsen sah und sieht man dagegen solche Pläne sehr viel skeptischer. Die Bevölkerung unseres Landes besitzt eine tief verwurzelte historische Identität, die weit ins Mittelalter zum Königsreich der Thüringer und den Thüringer Landgrafen auf der Wartburg zurückreicht. Wieder Thüringer sein zu dürfen, gehörte nach vier Jahrzehnten DDR-Bezirken mit zu den Kernforderungen der friedlichen Revolution 1989. Heimat in Form des Freistaates Thüringen wurde für viele Menschen in Zeiten rasanten Wandels zum wichtigen emotionalen Halt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nicht zuletzt hat man seit 1990 Milliarden für eine sicher hier und da reformbedürftige, aber doch funktionierende Landesstruktur ausgegeben, während das Einsparpotenzial bei einem erst mit viel Aufwand zu schaffenden Mitteldeutschland mit einer mutmaßlichen neuen Hauptstadt Leipzig laut wissenschaftlicher Studien (s.u.) zumindest fraglich ist. Die aktuellen Diskussionen um die Kreisgebietsreform in Sachsen 2008, die ihre Sparziele offenbar klar verfehlt, dafür aber viel an Lebensqualität und Bürgernähe in der Fläche zerstört hat, stimmt eher skeptisch. So stellt sich die berechtigte Frage, ob man insbesondere die historisch gewachsenen Freistaaten Thüringen und Sachsen für den unsicheren fiskalischen Erfolg eines traditionslosen Großlandes Mitteldeutschland aufgeben sollte, mit dem sich kaum jemand identifizieren könnte. Stattdessen könnte man den Weg der Zusammenarbeit der drei Länder in unserer historisch vielfach verknüpften Geschichtslandschaft weitergehen, für den etwa der 1924 erstmals gegründete Mitteldeutsche Rundfunk steht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; in Thüringer Allgemeine vom 21.02.2019)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Mitteldeutschlands|Mitteldeutsche Geschichte. Sachsen - Sachsen-Anhalt - Thüringen.]]&#039;&#039;&#039; Leipzig 2016 (2. Auflage 2019).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Thüringen - ein Anhängsel Sachsens?&amp;quot; Zur historischen und aktuellen Mitteldeutschland-Debatte&#039;&#039;&#039;. In: &#039;&#039;&#039;[[Publikationen_des_Erfurter_Geschichtsvereins|Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt]]&#039;&#039;&#039; 83 (2022), S. 131-144.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Geschichtslandschaft Mitteldeutschland|Geschichtslandschaft Mitteldeutschland. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.]]&#039;&#039;&#039; In: Kultur Report (Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat) 2026. S. 6-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/MitteldeutscheGeschichte-MM-2-22.pdf Gibt es eine mitteldeutsche Geschichte?]&#039;&#039;&#039; In: Mitteldeutsches Magazin 2/2022. S. 6-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jonathan Old/Felix Rösel: &#039;&#039;&#039;[https://www.ifo.de/DocDL/ifoDD_18-02_12-17_Old.pdf Sparprojekt oder Milchmädchenrechnung? Die finanziellen Effekte eines Bundeslandes &amp;quot;Mitteldeutschland&amp;quot;]&#039;&#039;&#039;. In: ifo Dresden berichtet, 2/2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Thüringens]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Geschichte_Mitteldeutschlands&amp;diff=62434</id>
		<title>Geschichte Mitteldeutschlands</title>
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		<updated>2026-07-18T06:51:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Mitteldeutsche Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Mitteldeutsche Geschichte =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:MDGCover2.jpg|310px|right]]&#039;&#039;&#039;Das Buch von Historiker Dr. Steffen Raßloff bietet die erste Überblicksdarstellung zu den historisch eng verknüpften Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der renommierte Erfurter Historiker Dr. Steffen Raßloff bietet die erste Überblicksdarstellung zur mitteldeutschen Geschichte. Er geht der Frage nach, was die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen historisch eint und was sie trennt. Von der Steinzeit an kann man die Entwicklung bis hin zu den heutigen Bundesländern nachvollziehen. Der unterhaltsame, reich bebilderte Schnelldurchlauf lässt die wichtigsten Orte, Ereignisse und Persönlichkeiten Revue passieren und weist zugleich auf die gegenwärtige Erinnerungskultur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Schwelle zur Neuzeit um 1500 verfügten die Wettiner über eines der mächtigsten Territorien des Reiches. Sie waren Kurfürsten von Sachsen, Markgrafen von Meißen, Landgrafen von Thüringen und besetzten die Bischofsstühle in Magdeburg und Halberstadt. Allerdings sollte es nicht zu einem mitteldeutschen „Großsachsen“ kommen. Die Wettiner hatten hieran mit ihren Erbteilungen einen erheblichen Anteil. Zudem behaupteten sich auch andere Herrschaften und rückte die aufstrebende Militärmacht Brandenburg-Preußen immer weiter von Norden vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hieraus erwachsene historische Vielfalt Mitteldeutschlands, dokumentiert in den zahlreichen UNESCO-Welterbestätten, stellt heute einen besonderen Reiz dar. So konnte sich etwa eine einmalig dichte Kulturlandschaft im &amp;quot;Land der Residenzen&amp;quot; vom klassischen Weimar über das Dessau-Wörlitzer Gartenreich bis hin zum barocken Dresden Augusts des Starken entfalten. Vom Land Luthers, Bachs, Goethes und des Bauhauses gingen zudem auch zahlreiche Impulse für die Moderne aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Mitteldeutsche Geschichte. Sachsen - Sachsen-Anhalt - Thüringen.&#039;&#039;&#039; Leipzig 2016, Neuausgabe Markkleeberg 2019. ([https://www.sax-verlag.de/detailview?no=29-240 Sax Verlag])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ob die Herrschaft der Wettiner oder das Wirken von Luther, Bach und dem Bauhaus – es gibt viele Beispiele, die klar machen: Die Geschichte der drei Länder lässt sich brillant aus ein- und derselben Perspektive erzählen.&#039;&#039; &#039;&#039;(&#039;&#039;&#039;Thüringer Allgemeine&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Es macht Freude, dieses Buch zu lesen, weil Steffen Raßloff erzählen kann. (&#039;&#039;&#039;MDR&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Es geht dem Verfasser darum, eine Überblicksdarstellung vorzulegen, die der historischen Vielfalt gerecht wird und zur weiteren Beschäftigung anregt. Dies ist auf sehr überzeugende Weise gelungen. (&#039;&#039;&#039;Zeitschrift für Thüringische Geschichte&#039;&#039;&#039;)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Geschichtslandschaft Mitteldeutschland]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Bundesland_Mitteldeutschland_Diskussionen_Thueringen|Mitteldeutschland-Diskussion in Thüringen]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat|Mitteldeutscher Kulturrat]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Thüringens]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sachsen_55_Highlights_aus_der_Geschichte|Geschichte Sachsens]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sachsen-Anhalt_55_Highlights_aus_der_Geschichte|Geschichte Sachsen-Anhalts]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Geschichtslandschaft_Mitteldeutschland&amp;diff=62433</id>
		<title>Geschichtslandschaft Mitteldeutschland</title>
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		<updated>2026-07-18T06:49:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Geschichtslandschaft Mitteldeutschland */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Geschichtslandschaft Mitteldeutschland =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie tauchen zyklisch in den Medien auf, die Vorschläge für ein Bundesland Mitteldeutschland. Begründet werden sie meist damit, dass sich Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wegen ihrer relativ geringen Größe und Wirtschaftskraft zusammenschließen müssten, um zu sparen und mehr Bedeutung im föderalen Wettstreit zu gewinnen. Diese Vorstöße stehen bewusst oder unbewusst in der Tradition der 1920er-Jahre. Schon damals gab es Pläne, das Territorium Deutschlands einschneidend zu reformieren. Argumentiert wurde dabei gerne auch historisch. Aber gibt es tatsächlich so etwas wie eine mitteldeutsche Geschichte, die einem Großland erinnerungskulturelle Legitimität verleihen könnte? Und gibt es darüber hinaus gehende historische Entwicklungen, die einen noch weiteren Mitteldeutschland-Begriff plausibel machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Askanische und wettinische Machtentfaltung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Blick zurück legt fraglos Gemeinsamkeiten offen. Einen frühen Anlauf zur herrschaftlichen Erfassung der Region machten die Askanier. Seit dem 11. Jahrhundert bauten sie, ausgehend von ihrem Kernraum zwischen Harz und Elbe, eine mächtige Herrschaft auf. Die Askanier prägten als Herzöge von Sachsen(-Wittenberg) und Fürsten von Anhalt große Teile des heutigen Sachsen-Anhalts und begründeten unter ihrem Stammvater Albrecht dem Bären von der Altmark ausgehend 1157 die Mark Brandenburg. Sachsen und Brandenburg rückten später in den exklusiven Kreis der sieben Kurfürstentümer auf. Unter Albrechts Nachkommen spaltete sich der Besitz der Askanier in vier Linien als Markgrafen von Brandenburg, Herzöge von Sachsen, Grafen von Anhalt und Grafen von Weimar-Orlamünde auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Herrschaft reichte so zeitweise vom Stettiner Haff bis nach Thüringen, von der Altmark und Anhalt bis ins heutige Polen. Allerdings konnte sich nur die 1212 begründete anhaltinische Linie um Bernburg, Köthen, Zerbst und Dessau dauerhaft behaupten. 1320 erlosch die brandenburgische Linie, deren Nachfolge 1415 die Hohenzollern antraten; die sächsische Linie ging 1423 an die Wettiner verloren. Bereits 1346 hatten die Grafen von Weimar-Orlamünde ihre Souveränität eingebüßt. Die Region wurde fortan durch Sachsen und Brandenburg-Preußen geprägt. Die Askanier hielten sich immerhin im Schatten der mächtigen Nachbarn als Kleinstaatenherrscher von Anhalt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wettiner als erfolgreiche Konkurrenten und Nachfolger der Askanier verfügten an der Schwelle zur Neuzeit um 1500 über eines der mächtigsten Territorien des Reiches, das den Raum Mitteldeutschland im heutigen Sinne weitgehend umfasste. Als Markgrafen von Meißen hatten sie sich seit 1089 die Herrschaft über Sachsen erkämpft. 1247 erwarben die Wettiner die Landgrafschaft Thüringen und übernahmen 1423 von den Askaniern mit Wittenberg die Kurfürstenwürde. 1519 brachte man Kurfürst Friedrich den Weisen sogar als Kandidaten für die Kaiserkrone ins Spiel. Sein Bruder Ernst konnte als Erzbischof von Magdeburg und Administrator des Bistums Halberstadt den Einfluss weiter ausdehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings mündete auch diese Machtentfaltung nicht in einen einheitlichen modernen Staat. Die Wettiner splitterten ihren Besitz immer wieder auf. Die Leipziger Teilung 1485 zwischen den Brüdern Ernst und Albrecht wurde zu einer zentralen Zäsur der mitteldeutschen Geschichte. Sie führte zur Aufspaltung in eine ernestinische und albertinische Linie der Wettiner, von denen die Spur bis hin zu den Freistaaten Thüringen und Sachsen führt. Jene Teilung ging mit einer Schwächung besonders gegenüber Brandenburg-Preußen einher. Bereits nach dem Tode Ernsts von Wettin 1513 deutete sich dies an, als Albrecht von Hohenzollern Erzbischof von Magdeburg und Bischof von Halberstadt wurde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg fielen beide Gebiete endgültig an Brandenburg, das mit der Altmark seit langem in Mitteldeutschland präsent war.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kleinteilige Länderstruktur statt Großstaat&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Albertinern gelang zwar nach dem Sieg im Schmalkaldischen Krieg 1547, der den Ernestinern die Kurwürde und alle nichtthüringischen Gebiete kostete, die Entwicklung des Kurfürstentums und späteren Königreichs Sachsen zu einem Territorialstaat mit der Residenz Dresden. Sachsen geriet jedoch nach dem glanzvollen „Augusteischen Zeitalter“ seit Mitte des 18. Jahrhunderts immer wieder auf die Verliererseite der Geschichte und büßte zwei Drittel seines Gebietes ein. Die Ernestiner splitterten ihren Besitz seit dem 16. Jahrhundert in zahlreiche kleine Herzogtümer auf, was zur Ausbildung der sprichwörtlichen Kleinstaatenwelt in Thüringen beitrug. Ihre Fortsetzung fand diese mit den anhaltinischen Duodezfürsten der Askanier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig nutzte Preußen sein zunehmendes Übergewicht, um wettinische und andere Ländereien an sich zu reißen. Mehrfach drohte das völlige Aufgehen im ungeliebten Nachbarn. Entsprechende Begehrlichkeiten reichen von der Zeit Friedrichs des Großen über die sächsische Niederlage im Strudel von Napoleons Untergang bis hin zum Preußisch-Österreichischen Krieg 1866. Auch wenn dies letztlich immer verhindert werden konnte, so dehnte sich doch die Militärmacht insbesondere auf Kosten Sachsens aus. Von 1815 bis 1944/45 gehörte der größte Teil Sachsen-Anhalts und der Regierungsbezirk Erfurt in Thüringen zur preußischen Provinz Sachsen, während auch Teile des heutigen Sachsens Preußen einverleibt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gewaltsamen Umbrüche des 20. Jahrhunderts prägten schließlich die kleinteilige mitteldeutsche Länderstruktur aus. Sachsen weist dabei trotz aller territorialen Veränderungen im Kern die größte Kontinuität auf. Mit der preußischen Provinz Sachsen und dem 1863 vereinigten Herzogtum bzw. Land Anhalt zeichneten sich seit 1815 auch die Umrisse des späteren Sachsen-Anhalts ab. 1920 schlossen sich die thüringischen Kleinstaaten zum Land Thüringen zusammen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der Auflösung Preußens 1945 entstanden erstmals die drei Länder in weitgehend ihrer heutigen Gestalt. Sie wurden aber 1952 in der DDR schon wieder in kleinere Bezirke aufgeteilt. Seit 1990 sind nunmehr Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen föderale Bestandteile der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichtslandschaft Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So mancher Landeshistoriker bedauert noch immer, dass es nicht zu jenem wettinischen Großstaat gekommen ist, wie er sich um 1500 abgezeichnete. Er hätte fraglos nicht zuletzt im Wettstreit von „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ eine andere Rolle spielen können. Aber muss man dies wirklich als vertane Chance deuten? Hat nicht aus heutiger Perspektive gerade die historische Vielfalt ihren besonderen Reiz? So konnte sich dank der zahlreichen Residenzen eine einmalig dichte Kulturlandschaft vom klassischen Weimar über das Dessau-Wörlitzer Gartenreich bis zum barocken Dresden entfalten. Von Mitteldeutschland sind zudem zahlreiche Impulse für die Moderne ausgegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit bleibt aber die Frage, ob man Mitteldeutschland tatsächlich als eine Geschichtslandschaft fassen kann. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Name noch sehr jung ist und v.a. auf die Reichsreformdebatten der 1920er-Jahre zurückgeht. Einige der Vorschläge nahmen bereits die heutige Situation voraus, indem etwa der Landeshauptmann der Provinz Sachsen Ehrhard Hübener 1929 für die drei Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen innerhalb eines engeren Verbundes Mitteldeutschland plädierte. Andere Pläne sahen einen Zusammenschluss Thüringens, der Provinz Sachsen und Anhalts vor oder bezogen sogar Sachsen mit ein. Niedergeschlagen haben sich diese Großraumvisionen etwa in der Mitteldeutschen Rundfunk AG in Leipzig (1924), dem Vorgänger des heutigen MDR. Dieser Sprachgebrauch hat sich weitgehend etabliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den Diskussionen der 1920er-Jahre spielte die übergreifende Geschichte eine wichtige Rolle. Bereits im 6. Jahrhundert hatte das mächtige Königreich der Thüringer weite Teile Mitteldeutschlands umschlossen. Die vielen historischen Verbindungen ziehen sich weiter von den Wettinern und dem „Kernland der Reformation“ bis hin zu vier Jahrzehnten DDR an der innerdeutschen Grenze. Ein einendes Band ist auch die große Kulturgeschichte als Land Luthers, Bachs, Goethes und des Bauhauses. Verstärkt wird die Gemeinsamkeit durch kulturell-sprachliche Eigenheiten. Zugleich hebt sich Mitteldeutschland bei allen Überschneidungen erkennbar von den umliegenden historischen Räumen ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbewusstsein und historische Verknüpfung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings sollte man sich davor hüten, Mitteldeutschland in integrativer Absicht zu einer historischen Einheit zu erklären.  Dem widerspricht auch, dass v.a. in Sachsen und Thüringen ein fest verwurzeltes landsmannschaftliches Bewusstsein existiert. Dieses reicht weit zurück, gewinnt seit dem 19. Jahrhundert deutlich Gestalt und konnte auch in 40 Jahren DDR nicht beseitigt werden. Die sächsische Landesgeschichte mit Fixsternen wie August der Starke entfaltet eine hohe identitätsstiftende Kraft. Auch in Thüringen hielt sich immer das Bewusstsein einer historischen „Einheit in der Vielfalt“. Diese reicht bis zum Königreich und zu den sagenumwobenen Landgrafen auf der Wartburg zurück und überlagert das „Land der Residenzen“. In Sachsen-Anhalt mit seiner weniger ausgeprägten Landestradition beruft man sich auf die vorgeschichtliche Zeit, die ottonische Königsmacht, die Reformation oder die moderne Industrieregion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dieses tief verwurzelten Landesbewusstseins verwundert es nicht, dass die Renaissance der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit zu den Forderungen der Friedlichen Revolution 1989 zählte. In den folgenden großen Umbrüchen boten die Länder als vertraute Heimat Orientierung und Halt. Mittlerweile sind sie ein selbstverständlicher Teil des föderalen Deutschlands. So dürfte eine Mehrheit der Sachsen, Sachsen-Anhalter und Thüringer den Forderungen nach einem Bundesland Mitteldeutschland, dessen Einsparpotenzial ohnehin umstritten ist, eher skeptisch gegenüberstehen. Dem Bewusstsein der vielfachen historischen Verknüpfungen und einer engeren Kooperation, wie sie v.a. vom Mitteldeutschen Rundfunk seit gut drei Jahrzehnten verkörpert wird, muss dies aber keineswegs widersprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das größere Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weite Teile der neuen Bundesländer umfassende Herrschaft der Askanier konnte zwar durch das Aussterben aller Linien im Hochmittelalter mit Ausnahme Anhalts keine nachhaltige Wirkung entfalten, bildet aber dennoch eine historische Klammer der Region. Im 19. und 20. Jahrhundert reichen die historischen Verknüpfungen des von Preußen maßgeblich mit beherrschten Drei-Länder-Mitteldeutschlands bis hin zur preußischen Kernprovinz Brandenburg mit Berlin. Solche Verbindungen reichen aber auch weiter zurück. Genannt seien die traditionell guten Beziehungen zwischen Anhalt und Preußen, das dem „alten Dessauer“ Fürst Leopold I. nicht nur Gleichschritt und eisernen Ladestock verdankte. Diese Geschichtslandschaft weitet sich schließlich auch durch vier gemeinsame Jahrzehnte im Schatten des „Eisernen Vorhangs“ bis Mecklenburg-Vorpommern. Die 1990 zeitgleich gegründeten und an die von 1945 bis 1952 bestehenden Länder anknüpfenden Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verbindet also einiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist auch der Wirkungsbereich des 1955 in der Bundesrepublik gegründeten Mitteldeutschen Kulturrates erreicht. Dieser hat die „Wahrnehmung und Vertretung der mitteldeutschen Beiträge zur gesamtdeutschen Kultur, Förderung der Kulturleistung der aus Mitteldeutschland stammenden Deutschen“ zum Ziel. Dabei lag in der Zeit der deutschen Teilung ein weiterer Mitteldeutschland-Begriff zugrunde. Dieser meinte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 die Gebiete zwischen den drei Westzonen bzw. der 1949 gegründeten Bundesrepublik und den Polen und der Sowjetunion eingegliederten deutschen Ostgebieten jenseits von Oder und Neiße, die man nicht endgültig aufzugeben bereit war. In der Hochzeit des Kalten Krieges umschrieb man damit auch die staatlich nicht anerkannte DDR. Mag dieses Mitteldeutschland auch mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag („Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland“) 1990 von der Mittellage in die östliche Randlage geraten sein, so hat die Stiftung MKR hier doch nach wie vor ein weites Wirkungsfeld.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Geschichtslandschaft Mitteldeutschland. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039; In: Kultur Report (Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat) 2026. S. 6-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Siehe: [[Geschichte Mitteldeutschlands]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
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		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Geschichtslandschaft_Mitteldeutschland&amp;diff=62432</id>
		<title>Geschichtslandschaft Mitteldeutschland</title>
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		<updated>2026-07-18T06:49:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Geschichtslandschaft Mitteldeutschland */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Geschichtslandschaft Mitteldeutschland =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie tauchen zyklisch in den Medien auf, die Vorschläge für ein Bundesland Mitteldeutschland. Begründet werden sie meist damit, dass sich Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wegen ihrer relativ geringen Größe und Wirtschaftskraft zusammenschließen müssten, um zu sparen und mehr Bedeutung im föderalen Wettstreit zu gewinnen. Diese Vorstöße stehen bewusst oder unbewusst in der Tradition der 1920er-Jahre. Schon damals gab es Pläne, das Territorium Deutschlands einschneidend zu reformieren. Argumentiert wurde dabei gerne auch historisch. Aber gibt es tatsächlich so etwas wie eine mitteldeutsche Geschichte, die einem Großland erinnerungskulturelle Legitimität verleihen könnte? Und gibt es darüber hinaus gehende historische Entwicklungen, die einen noch weiteren Mitteldeutschland-Begriff plausibel machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Askanische und wettinische Machtentfaltung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Blick zurück legt fraglos Gemeinsamkeiten offen. Einen frühen Anlauf zur herrschaftlichen Erfassung der Region machten die Askanier. Seit dem 11. Jahrhundert bauten sie, ausgehend von ihrem Kernraum zwischen Harz und Elbe, eine mächtige Herrschaft auf. Die Askanier prägten als Herzöge von Sachsen(-Wittenberg) und Fürsten von Anhalt große Teile des heutigen Sachsen-Anhalts und begründeten unter ihrem Stammvater Albrecht dem Bären von der Altmark ausgehend 1157 die Mark Brandenburg. Sachsen und Brandenburg rückten später in den exklusiven Kreis der sieben Kurfürstentümer auf. Unter Albrechts Nachkommen spaltete sich der Besitz der Askanier in vier Linien als Markgrafen von Brandenburg, Herzöge von Sachsen, Grafen von Anhalt und Grafen von Weimar-Orlamünde auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Herrschaft reichte so zeitweise vom Stettiner Haff bis nach Thüringen, von der Altmark und Anhalt bis ins heutige Polen. Allerdings konnte sich nur die 1212 begründete anhaltinische Linie um Bernburg, Köthen, Zerbst und Dessau dauerhaft behaupten. 1320 erlosch die brandenburgische Linie, deren Nachfolge 1415 die Hohenzollern antraten; die sächsische Linie ging 1423 an die Wettiner verloren. Bereits 1346 hatten die Grafen von Weimar-Orlamünde ihre Souveränität eingebüßt. Die Region wurde fortan durch Sachsen und Brandenburg-Preußen geprägt. Die Askanier hielten sich immerhin im Schatten der mächtigen Nachbarn als Kleinstaatenherrscher von Anhalt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wettiner als erfolgreiche Konkurrenten und Nachfolger der Askanier verfügten an der Schwelle zur Neuzeit um 1500 über eines der mächtigsten Territorien des Reiches, das den Raum Mitteldeutschland im heutigen Sinne weitgehend umfasste. Als Markgrafen von Meißen hatten sie sich seit 1089 die Herrschaft über Sachsen erkämpft. 1247 erwarben die Wettiner die Landgrafschaft Thüringen und übernahmen 1423 von den Askaniern mit Wittenberg die Kurfürstenwürde. 1519 brachte man Kurfürst Friedrich den Weisen sogar als Kandidaten für die Kaiserkrone ins Spiel. Sein Bruder Ernst konnte als Erzbischof von Magdeburg und Administrator des Bistums Halberstadt den Einfluss weiter ausdehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings mündete auch diese Machtentfaltung nicht in einen einheitlichen modernen Staat. Die Wettiner splitterten ihren Besitz immer wieder auf. Die Leipziger Teilung 1485 zwischen den Brüdern Ernst und Albrecht wurde zu einer zentralen Zäsur der mitteldeutschen Geschichte. Sie führte zur Aufspaltung in eine ernestinische und albertinische Linie der Wettiner, von denen die Spur bis hin zu den Freistaaten Thüringen und Sachsen führt. Jene Teilung ging mit einer Schwächung besonders gegenüber Brandenburg-Preußen einher. Bereits nach dem Tode Ernsts von Wettin 1513 deutete sich dies an, als Albrecht von Hohenzollern Erzbischof von Magdeburg und Bischof von Halberstadt wurde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg fielen beide Gebiete endgültig an Brandenburg, das mit der Altmark seit langem in Mitteldeutschland präsent war.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleinteilige Länderstruktur statt Großstaat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Albertinern gelang zwar nach dem Sieg im Schmalkaldischen Krieg 1547, der den Ernestinern die Kurwürde und alle nichtthüringischen Gebiete kostete, die Entwicklung des Kurfürstentums und späteren Königreichs Sachsen zu einem Territorialstaat mit der Residenz Dresden. Sachsen geriet jedoch nach dem glanzvollen „Augusteischen Zeitalter“ seit Mitte des 18. Jahrhunderts immer wieder auf die Verliererseite der Geschichte und büßte zwei Drittel seines Gebietes ein. Die Ernestiner splitterten ihren Besitz seit dem 16. Jahrhundert in zahlreiche kleine Herzogtümer auf, was zur Ausbildung der sprichwörtlichen Kleinstaatenwelt in Thüringen beitrug. Ihre Fortsetzung fand diese mit den anhaltinischen Duodezfürsten der Askanier. &lt;br /&gt;
Gleichzeitig nutzte Preußen sein zunehmendes Übergewicht, um wettinische und andere Ländereien an sich zu reißen. Mehrfach drohte das völlige Aufgehen im ungeliebten Nachbarn. Entsprechende Begehrlichkeiten reichen von der Zeit Friedrichs des Großen über die sächsische Niederlage im Strudel von Napoleons Untergang bis hin zum Preußisch-Österreichischen Krieg 1866. Auch wenn dies letztlich immer verhindert werden konnte, so dehnte sich doch die Militärmacht insbesondere auf Kosten Sachsens aus. Von 1815 bis 1944/45 gehörte der größte Teil Sachsen-Anhalts und der Regierungsbezirk Erfurt in Thüringen zur preußischen Provinz Sachsen, während auch Teile des heutigen Sachsens Preußen einverleibt waren.&lt;br /&gt;
Die gewaltsamen Umbrüche des 20. Jahrhunderts prägten schließlich die kleinteilige mitteldeutsche Länderstruktur aus. Sachsen weist dabei trotz aller territorialen Veränderungen im Kern die größte Kontinuität auf. Mit der preußischen Provinz Sachsen und dem 1863 vereinigten Herzogtum bzw. Land Anhalt zeichneten sich seit 1815 auch die Umrisse des späteren Sachsen-Anhalts ab. 1920 schlossen sich die thüringischen Kleinstaaten zum Land Thüringen zusammen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der Auflösung Preußens 1945 entstanden erstmals die drei Länder in weitgehend ihrer heutigen Gestalt. Sie wurden aber 1952 in der DDR schon wieder in kleinere Bezirke aufgeteilt. Seit 1990 sind nunmehr Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen föderale Bestandteile der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichtslandschaft Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So mancher Landeshistoriker bedauert noch immer, dass es nicht zu jenem wettinischen Großstaat gekommen ist, wie er sich um 1500 abgezeichnete. Er hätte fraglos nicht zuletzt im Wettstreit von „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ eine andere Rolle spielen können. Aber muss man dies wirklich als vertane Chance deuten? Hat nicht aus heutiger Perspektive gerade die historische Vielfalt ihren besonderen Reiz? So konnte sich dank der zahlreichen Residenzen eine einmalig dichte Kulturlandschaft vom klassischen Weimar über das Dessau-Wörlitzer Gartenreich bis zum barocken Dresden entfalten. Von Mitteldeutschland sind zudem zahlreiche Impulse für die Moderne ausgegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit bleibt aber die Frage, ob man Mitteldeutschland tatsächlich als eine Geschichtslandschaft fassen kann. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Name noch sehr jung ist und v.a. auf die Reichsreformdebatten der 1920er-Jahre zurückgeht. Einige der Vorschläge nahmen bereits die heutige Situation voraus, indem etwa der Landeshauptmann der Provinz Sachsen Ehrhard Hübener 1929 für die drei Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen innerhalb eines engeren Verbundes Mitteldeutschland plädierte. Andere Pläne sahen einen Zusammenschluss Thüringens, der Provinz Sachsen und Anhalts vor oder bezogen sogar Sachsen mit ein. Niedergeschlagen haben sich diese Großraumvisionen etwa in der Mitteldeutschen Rundfunk AG in Leipzig (1924), dem Vorgänger des heutigen MDR. Dieser Sprachgebrauch hat sich weitgehend etabliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den Diskussionen der 1920er-Jahre spielte die übergreifende Geschichte eine wichtige Rolle. Bereits im 6. Jahrhundert hatte das mächtige Königreich der Thüringer weite Teile Mitteldeutschlands umschlossen. Die vielen historischen Verbindungen ziehen sich weiter von den Wettinern und dem „Kernland der Reformation“ bis hin zu vier Jahrzehnten DDR an der innerdeutschen Grenze. Ein einendes Band ist auch die große Kulturgeschichte als Land Luthers, Bachs, Goethes und des Bauhauses. Verstärkt wird die Gemeinsamkeit durch kulturell-sprachliche Eigenheiten. Zugleich hebt sich Mitteldeutschland bei allen Überschneidungen erkennbar von den umliegenden historischen Räumen ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbewusstsein und historische Verknüpfung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings sollte man sich davor hüten, Mitteldeutschland in integrativer Absicht zu einer historischen Einheit zu erklären.  Dem widerspricht auch, dass v.a. in Sachsen und Thüringen ein fest verwurzeltes landsmannschaftliches Bewusstsein existiert. Dieses reicht weit zurück, gewinnt seit dem 19. Jahrhundert deutlich Gestalt und konnte auch in 40 Jahren DDR nicht beseitigt werden. Die sächsische Landesgeschichte mit Fixsternen wie August der Starke entfaltet eine hohe identitätsstiftende Kraft. Auch in Thüringen hielt sich immer das Bewusstsein einer historischen „Einheit in der Vielfalt“. Diese reicht bis zum Königreich und zu den sagenumwobenen Landgrafen auf der Wartburg zurück und überlagert das „Land der Residenzen“. In Sachsen-Anhalt mit seiner weniger ausgeprägten Landestradition beruft man sich auf die vorgeschichtliche Zeit, die ottonische Königsmacht, die Reformation oder die moderne Industrieregion.&lt;br /&gt;
Angesichts dieses tief verwurzelten Landesbewusstseins verwundert es nicht, dass die Renaissance der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit zu den Forderungen der Friedlichen Revolution 1989 zählte. In den folgenden großen Umbrüchen boten die Länder als vertraute Heimat Orientierung und Halt. Mittlerweile sind sie ein selbstverständlicher Teil des föderalen Deutschlands. So dürfte eine Mehrheit der Sachsen, Sachsen-Anhalter und Thüringer den Forderungen nach einem Bundesland Mitteldeutschland, dessen Einsparpotenzial ohnehin umstritten ist, eher skeptisch gegenüberstehen. Dem Bewusstsein der vielfachen historischen Verknüpfungen und einer engeren Kooperation, wie sie v.a. vom Mitteldeutschen Rundfunk seit gut drei Jahrzehnten verkörpert wird, muss dies aber keineswegs widersprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das größere Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weite Teile der neuen Bundesländer umfassende Herrschaft der Askanier konnte zwar durch das Aussterben aller Linien im Hochmittelalter mit Ausnahme Anhalts keine nachhaltige Wirkung entfalten, bildet aber dennoch eine historische Klammer der Region. Im 19. und 20. Jahrhundert reichen die historischen Verknüpfungen des von Preußen maßgeblich mit beherrschten Drei-Länder-Mitteldeutschlands bis hin zur preußischen Kernprovinz Brandenburg mit Berlin. Solche Verbindungen reichen aber auch weiter zurück. Genannt seien die traditionell guten Beziehungen zwischen Anhalt und Preußen, das dem „alten Dessauer“ Fürst Leopold I. nicht nur Gleichschritt und eisernen Ladestock verdankte. Diese Geschichtslandschaft weitet sich schließlich auch durch vier gemeinsame Jahrzehnte im Schatten des „Eisernen Vorhangs“ bis Mecklenburg-Vorpommern. Die 1990 zeitgleich gegründeten und an die von 1945 bis 1952 bestehenden Länder anknüpfenden Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verbindet also einiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist auch der Wirkungsbereich des 1955 in der Bundesrepublik gegründeten Mitteldeutschen Kulturrates erreicht. Dieser hat die „Wahrnehmung und Vertretung der mitteldeutschen Beiträge zur gesamtdeutschen Kultur, Förderung der Kulturleistung der aus Mitteldeutschland stammenden Deutschen“ zum Ziel. Dabei lag in der Zeit der deutschen Teilung ein weiterer Mitteldeutschland-Begriff zugrunde. Dieser meinte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 die Gebiete zwischen den drei Westzonen bzw. der 1949 gegründeten Bundesrepublik und den Polen und der Sowjetunion eingegliederten deutschen Ostgebieten jenseits von Oder und Neiße, die man nicht endgültig aufzugeben bereit war. In der Hochzeit des Kalten Krieges umschrieb man damit auch die staatlich nicht anerkannte DDR. Mag dieses Mitteldeutschland auch mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag („Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland“) 1990 von der Mittellage in die östliche Randlage geraten sein, so hat die Stiftung MKR hier doch nach wie vor ein weites Wirkungsfeld.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Geschichtslandschaft Mitteldeutschland. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039; In: Kultur Report (Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat) 2026. S. 6-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Siehe: [[Geschichte Mitteldeutschlands]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Geschichtslandschaft_Mitteldeutschland&amp;diff=62431</id>
		<title>Geschichtslandschaft Mitteldeutschland</title>
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		<updated>2026-07-18T06:48:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Geschichtslandschaft Mitteldeutschland */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Geschichtslandschaft Mitteldeutschland =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie tauchen zyklisch in den Medien auf, die Vorschläge für ein Bundesland Mitteldeutschland. Begründet werden sie meist damit, dass sich Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wegen ihrer relativ geringen Größe und Wirtschaftskraft zusammenschließen müssten, um zu sparen und mehr Bedeutung im föderalen Wettstreit zu gewinnen. Diese Vorstöße stehen bewusst oder unbewusst in der Tradition der 1920er-Jahre. Schon damals gab es Pläne, das Territorium Deutschlands einschneidend zu reformieren. Argumentiert wurde dabei gerne auch historisch. Aber gibt es tatsächlich so etwas wie eine mitteldeutsche Geschichte, die einem Großland erinnerungskulturelle Legitimität verleihen könnte? Und gibt es darüber hinaus gehende historische Entwicklungen, die einen noch weiteren Mitteldeutschland-Begriff plausibel machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Askanische und wettinische Machtentfaltung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Blick zurück legt fraglos Gemeinsamkeiten offen. Einen frühen Anlauf zur herrschaftlichen Erfassung der Region machten die Askanier. Seit dem 11. Jahrhundert bauten sie, ausgehend von ihrem Kernraum zwischen Harz und Elbe, eine mächtige Herrschaft auf. Die Askanier prägten als Herzöge von Sachsen(-Wittenberg) und Fürsten von Anhalt große Teile des heutigen Sachsen-Anhalts und begründeten unter ihrem Stammvater Albrecht dem Bären von der Altmark ausgehend 1157 die Mark Brandenburg. Sachsen und Brandenburg rückten später in den exklusiven Kreis der sieben Kurfürstentümer auf. Unter Albrechts Nachkommen spaltete sich der Besitz der Askanier in vier Linien als Markgrafen von Brandenburg, Herzöge von Sachsen, Grafen von Anhalt und Grafen von Weimar-Orlamünde auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Herrschaft reichte so zeitweise vom Stettiner Haff bis nach Thüringen, von der Altmark und Anhalt bis ins heutige Polen. Allerdings konnte sich nur die 1212 begründete anhaltinische Linie um Bernburg, Köthen, Zerbst und Dessau dauerhaft behaupten. 1320 erlosch die brandenburgische Linie, deren Nachfolge 1415 die Hohenzollern antraten; die sächsische Linie ging 1423 an die Wettiner verloren. Bereits 1346 hatten die Grafen von Weimar-Orlamünde ihre Souveränität eingebüßt. Die Region wurde fortan durch Sachsen und Brandenburg-Preußen geprägt. Die Askanier hielten sich immerhin im Schatten der mächtigen Nachbarn als Kleinstaatenherrscher von Anhalt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wettiner als erfolgreiche Konkurrenten und Nachfolger der Askanier verfügten an der Schwelle zur Neuzeit um 1500 über eines der mächtigsten Territorien des Reiches, das den Raum Mitteldeutschland im heutigen Sinne weitgehend umfasste. Als Markgrafen von Meißen hatten sie sich seit 1089 die Herrschaft über Sachsen erkämpft. 1247 erwarben die Wettiner die Landgrafschaft Thüringen und übernahmen 1423 von den Askaniern mit Wittenberg die Kurfürstenwürde. 1519 brachte man Kurfürst Friedrich den Weisen sogar als Kandidaten für die Kaiserkrone ins Spiel. Sein Bruder Ernst konnte als Erzbischof von Magdeburg und Administrator des Bistums Halberstadt den Einfluss weiter ausdehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings mündete auch diese Machtentfaltung nicht in einen einheitlichen modernen Staat. Die Wettiner splitterten ihren Besitz immer wieder auf. Die Leipziger Teilung 1485 zwischen den Brüdern Ernst und Albrecht wurde zu einer zentralen Zäsur der mitteldeutschen Geschichte. Sie führte zur Aufspaltung in eine ernestinische und albertinische Linie der Wettiner, von denen die Spur bis hin zu den Freistaaten Thüringen und Sachsen führt. Jene Teilung ging mit einer Schwächung besonders gegenüber Brandenburg-Preußen einher. Bereits nach dem Tode Ernsts von Wettin 1513 deutete sich dies an, als Albrecht von Hohenzollern Erzbischof von Magdeburg und Bischof von Halberstadt wurde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg fielen beide Gebiete endgültig an Brandenburg, das mit der Altmark seit langem in Mitteldeutschland präsent war.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleinteilige Länderstruktur statt Großstaat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Albertinern gelang zwar nach dem Sieg im Schmalkaldischen Krieg 1547, der den Ernestinern die Kurwürde und alle nichtthüringischen Gebiete kostete, die Entwicklung des Kurfürstentums und späteren Königreichs Sachsen zu einem Territorialstaat mit der Residenz Dresden. Sachsen geriet jedoch nach dem glanzvollen „Augusteischen Zeitalter“ seit Mitte des 18. Jahrhunderts immer wieder auf die Verliererseite der Geschichte und büßte zwei Drittel seines Gebietes ein. Die Ernestiner splitterten ihren Besitz seit dem 16. Jahrhundert in zahlreiche kleine Herzogtümer auf, was zur Ausbildung der sprichwörtlichen Kleinstaatenwelt in Thüringen beitrug. Ihre Fortsetzung fand diese mit den anhaltinischen Duodezfürsten der Askanier. &lt;br /&gt;
Gleichzeitig nutzte Preußen sein zunehmendes Übergewicht, um wettinische und andere Ländereien an sich zu reißen. Mehrfach drohte das völlige Aufgehen im ungeliebten Nachbarn. Entsprechende Begehrlichkeiten reichen von der Zeit Friedrichs des Großen über die sächsische Niederlage im Strudel von Napoleons Untergang bis hin zum Preußisch-Österreichischen Krieg 1866. Auch wenn dies letztlich immer verhindert werden konnte, so dehnte sich doch die Militärmacht insbesondere auf Kosten Sachsens aus. Von 1815 bis 1944/45 gehörte der größte Teil Sachsen-Anhalts und der Regierungsbezirk Erfurt in Thüringen zur preußischen Provinz Sachsen, während auch Teile des heutigen Sachsens Preußen einverleibt waren.&lt;br /&gt;
Die gewaltsamen Umbrüche des 20. Jahrhunderts prägten schließlich die kleinteilige mitteldeutsche Länderstruktur aus. Sachsen weist dabei trotz aller territorialen Veränderungen im Kern die größte Kontinuität auf. Mit der preußischen Provinz Sachsen und dem 1863 vereinigten Herzogtum bzw. Land Anhalt zeichneten sich seit 1815 auch die Umrisse des späteren Sachsen-Anhalts ab. 1920 schlossen sich die thüringischen Kleinstaaten zum Land Thüringen zusammen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der Auflösung Preußens 1945 entstanden erstmals die drei Länder in weitgehend ihrer heutigen Gestalt. Sie wurden aber 1952 in der DDR schon wieder in kleinere Bezirke aufgeteilt. Seit 1990 sind nunmehr Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen föderale Bestandteile der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichtslandschaft Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So mancher Landeshistoriker bedauert noch immer, dass es nicht zu jenem wettinischen Großstaat gekommen ist, wie er sich um 1500 abgezeichnete. Er hätte fraglos nicht zuletzt im Wettstreit von „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ eine andere Rolle spielen können. Aber muss man dies wirklich als vertane Chance deuten? Hat nicht aus heutiger Perspektive gerade die historische Vielfalt ihren besonderen Reiz? So konnte sich dank der zahlreichen Residenzen eine einmalig dichte Kulturlandschaft vom klassischen Weimar über das Dessau-Wörlitzer Gartenreich bis zum barocken Dresden entfalten. Von Mitteldeutschland sind zudem zahlreiche Impulse für die Moderne ausgegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit bleibt aber die Frage, ob man Mitteldeutschland tatsächlich als eine Geschichtslandschaft fassen kann. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Name noch sehr jung ist und v.a. auf die Reichsreformdebatten der 1920er-Jahre zurückgeht. Einige der Vorschläge nahmen bereits die heutige Situation voraus, indem etwa der Landeshauptmann der Provinz Sachsen Ehrhard Hübener 1929 für die drei Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen innerhalb eines engeren Verbundes Mitteldeutschland plädierte. Andere Pläne sahen einen Zusammenschluss Thüringens, der Provinz Sachsen und Anhalts vor oder bezogen sogar Sachsen mit ein. Niedergeschlagen haben sich diese Großraumvisionen etwa in der Mitteldeutschen Rundfunk AG in Leipzig (1924), dem Vorgänger des heutigen MDR. Dieser Sprachgebrauch hat sich weitgehend etabliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den Diskussionen der 1920er-Jahre spielte die übergreifende Geschichte eine wichtige Rolle. Bereits im 6. Jahrhundert hatte das mächtige Königreich der Thüringer weite Teile Mitteldeutschlands umschlossen. Die vielen historischen Verbindungen ziehen sich weiter von den Wettinern und dem „Kernland der Reformation“ bis hin zu vier Jahrzehnten DDR an der innerdeutschen Grenze. Ein einendes Band ist auch die große Kulturgeschichte als Land Luthers, Bachs, Goethes und des Bauhauses. Verstärkt wird die Gemeinsamkeit durch kulturell-sprachliche Eigenheiten. Zugleich hebt sich Mitteldeutschland bei allen Überschneidungen erkennbar von den umliegenden historischen Räumen ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landesbewusstsein und historische Verknüpfung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings sollte man sich davor hüten, Mitteldeutschland in integrativer Absicht zu einer historischen Einheit zu erklären.  Dem widerspricht auch, dass v.a. in Sachsen und Thüringen ein fest verwurzeltes landsmannschaftliches Bewusstsein existiert. Dieses reicht weit zurück, gewinnt seit dem 19. Jahrhundert deutlich Gestalt und konnte auch in 40 Jahren DDR nicht beseitigt werden. Die sächsische Landesgeschichte mit Fixsternen wie August der Starke entfaltet eine hohe identitätsstiftende Kraft. Auch in Thüringen hielt sich immer das Bewusstsein einer historischen „Einheit in der Vielfalt“. Diese reicht bis zum Königreich und zu den sagenumwobenen Landgrafen auf der Wartburg zurück und überlagert das „Land der Residenzen“. In Sachsen-Anhalt mit seiner weniger ausgeprägten Landestradition beruft man sich auf die vorgeschichtliche Zeit, die ottonische Königsmacht, die Reformation oder die moderne Industrieregion.&lt;br /&gt;
Angesichts dieses tief verwurzelten Landesbewusstseins verwundert es nicht, dass die Renaissance der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit zu den Forderungen der Friedlichen Revolution 1989 zählte. In den folgenden großen Umbrüchen boten die Länder als vertraute Heimat Orientierung und Halt. Mittlerweile sind sie ein selbstverständlicher Teil des föderalen Deutschlands. So dürfte eine Mehrheit der Sachsen, Sachsen-Anhalter und Thüringer den Forderungen nach einem Bundesland Mitteldeutschland, dessen Einsparpotenzial ohnehin umstritten ist, eher skeptisch gegenüberstehen. Dem Bewusstsein der vielfachen historischen Verknüpfungen und einer engeren Kooperation, wie sie v.a. vom Mitteldeutschen Rundfunk seit gut drei Jahrzehnten verkörpert wird, muss dies aber keineswegs widersprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das größere Mitteldeutschland&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weite Teile der neuen Bundesländer umfassende Herrschaft der Askanier konnte zwar durch das Aussterben aller Linien im Hochmittelalter mit Ausnahme Anhalts keine nachhaltige Wirkung entfalten, bildet aber dennoch eine historische Klammer der Region. Im 19. und 20. Jahrhundert reichen die historischen Verknüpfungen des von Preußen maßgeblich mit beherrschten Drei-Länder-Mitteldeutschlands bis hin zur preußischen Kernprovinz Brandenburg mit Berlin. Solche Verbindungen reichen aber auch weiter zurück. Genannt seien die traditionell guten Beziehungen zwischen Anhalt und Preußen, das dem „alten Dessauer“ Fürst Leopold I. nicht nur Gleichschritt und eisernen Ladestock verdankte. Diese Geschichtslandschaft weitet sich schließlich auch durch vier gemeinsame Jahrzehnte im Schatten des „Eisernen Vorhangs“ bis Mecklenburg-Vorpommern. Die 1990 zeitgleich gegründeten und an die von 1945 bis 1952 bestehenden Länder anknüpfenden Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verbindet also einiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist auch der Wirkungsbereich des 1955 in der Bundesrepublik gegründeten Mitteldeutschen Kulturrates erreicht. Dieser hat die „Wahrnehmung und Vertretung der mitteldeutschen Beiträge zur gesamtdeutschen Kultur, Förderung der Kulturleistung der aus Mitteldeutschland stammenden Deutschen“ zum Ziel. Dabei lag in der Zeit der deutschen Teilung ein weiterer Mitteldeutschland-Begriff zugrunde. Dieser meinte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 die Gebiete zwischen den drei Westzonen bzw. der 1949 gegründeten Bundesrepublik und den Polen und der Sowjetunion eingegliederten deutschen Ostgebieten jenseits von Oder und Neiße, die man nicht endgültig aufzugeben bereit war. In der Hochzeit des Kalten Krieges umschrieb man damit auch die staatlich nicht anerkannte DDR. Mag dieses Mitteldeutschland auch mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag („Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland“) 1990 von der Mittellage in die östliche Randlage geraten sein, so hat die Stiftung MKR hier doch nach wie vor ein weites Wirkungsfeld.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Steffen Raßloff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Siehe: [[Geschichte Mitteldeutschlands]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Zeitschriften-_und_Sammelbandbeitraege_Rassloff&amp;diff=62430</id>
		<title>Zeitschriften- und Sammelbandbeitraege Rassloff</title>
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		<updated>2026-07-18T06:45:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Zeitschriften-, Katalog- und Lexikonbeiträge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Zeitschriften-, Katalog- und Lexikonbeiträge =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Historiker Dr. Steffen Raßloff hat neben einschlägigen &#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Publikationen]]&#039;&#039;&#039; zur Neueren Geschichte sowie zur thüringisch-mitteldeutschen Landesgeschichte und Erfurter Stadtgeschichte eine Reihe von Zeitschriften-, Katalog- und Lexikonbeiträgen veröffentlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Adolf Schmalix|&amp;quot;Erfurt begeht moralischen Selbstmord.&amp;quot; Adolf Schmalix und die Großdeutsche Freiheitsbewegung.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 13 (2001). S. 28 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Fritz Tiedemann|Fritz Tiedemann (1872-1930). Ein Liberaler und Demokrat in schwerer Zeit.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 14 (2002). S. 26 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Wahlen Hitler|Wer wählte Hitler? Wahlanalytische Überlegungen am Beispiel Erfurts.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 15 (2002). S. 27 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Antisemitismus in Erfurt|Antisemitismus in Erfurt zwischen Reichsgründung und &amp;quot;Machtergreifung&amp;quot; 1871-1933.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 16 (2002). S. 9-11; erneut in: SuG-Sonderheft 8 (2008) Jüdisches Leben in Erfurt. S. 29-31. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Preussen Erfurt|Das preußische Erfurt im Kaiserreich. Parteien, Lager und Lokalpolitik.]]&#039;&#039;&#039; In: Preußen in Erfurt 1802-1918. Stadt und Geschichte, Sonderheft 4 (2002). S. 14-18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Museen|Die Erfurter Museen. Kulturgeschichte im Spannungsfeld von Gesellschaft und Politik.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 18 (2003). S. 24 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Landeshauptstadt Erfurt|&amp;quot;Landeshauptstadt Erfurt&amp;quot;. Vom steinzeitlichen Siedlungsschwerpunkt zur modernen Metropole Thüringens.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 19 (2003). S. 24 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Meister Eckhart Erfurt|Vom &amp;quot;deutschen Sprachschöpfer&amp;quot; zur Offenbarung &amp;quot;arischer Rassenseele&amp;quot;. Wege und Abwege der Meister-Eckhart-Aneignung.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 19 (2003). S. 12 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Luther Ehrung Erfurt 1983|&amp;quot;Einer der größten Söhne des deutschen Volkes&amp;quot;. Martin-Luther-Ehrung 1983.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 21 (2003). S. 26.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt|250 Jahre Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 22 (2004). S. 3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt|Universität Erfurt. Tradition und Gegenwart.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 22 (2004). S. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt|1389 - 1816 - 1994. Ein historischer Überblick.]]&#039;&#039;&#039; In: Campus. Die Zeitung der Universität Erfurt 2/2004. Sonderausgabe zum 10-jährigen Bestehen der Universität Erfurt. S. 6 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Geschichte Bismarckturm Erfurt|Denkmale in Erfurt. Der Bismarckturm.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 23 (2004). S. 17. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurt im Nationalsozialismus|Verführung und Gewalt. Erfurt im Nationalsozialismus.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 24 (2004). S. 3-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Arnold_Tiedemann_Widerstandskreis|Widerstand in HJ-Uniform. Der Arnold-Tiedemann-Kreis.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 24 (2004). S. 14 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Stahlhelm Erfurt|Krieger zwischen den Kriegen. Der &amp;quot;Stahlhelm - Bund der Frontsoldaten&amp;quot; 1918-1935.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 25 (2005). S. 20 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurter Gipfeltreffen|Das Gipfeltreffen im &amp;quot;Erfurter Hof&amp;quot; 1970.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 25 (2005). S. 34.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurt Nachkriegszeit|Erfurt 1945. Das Kriegsende in Thüringens Landeshauptstadt.]]&#039;&#039;&#039; In: Heimat Thüringen 1/2005. S. 33-35.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurt Nachkriegszeit|Erfurt in der Nachkriegszeit 1945-1953.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 26 (2005). S. 3 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Petersberg NS-Zeit|Die Zitadelle Petersberg. Erinnerungsort an NS-Diktatur und Zweiten Weltkrieg.]]&#039;&#039;&#039; In: Heimat Thüringen 2-3/2005. S. 42-44.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Presse Weimarer Republik|Die Erfurter Presselandschaft in der Weimarer Republik.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 28 (2005). S. 20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Thüringen 1945-1961.&#039;&#039;&#039; In: Norbert Moczarski: Fritz Sattler, 1896-1964. Biographische Skizze eines politischen Lebens zwischen Selbstverwirklichung und Parteidisziplin (Kleine Suhler Reihe 16 [2006]). S. 61-63.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Alfred Overmann|Der klassische Bildungsbürger. Prof. Dr. Alfred Overmann (1866-1946).]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 29 (2006). S. 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Topf und Söhne Erfurt|&amp;quot;Topf &amp;amp; Söhne, Erfurt&amp;quot;. Vom Umgang mit schwierigen Kapiteln der Stadtgeschichte.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 30 (2006). S. 27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Schlacht Langensalza 1866|Erfurt und die Schlacht von Langensalza 1866.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 31 (2006). S. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Pädagogische Akademie Erfurt|Die Pädagogische Akademie Erfurt 1929-1932. Ein vergessenes Kapitel Erfurter Hochschulgeschichte.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 32 (2006). S. 22 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Theodor Neubauer|Denkmale in Erfurt. Neubauer kehrte an alten Platz zurück.]]&#039;&#039;&#039; In: In: Campus. Die Zeitung der Universität Erfurt 3/2006. S. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Ilversgehofen|Ilversgehofen. Dorf - Industrieort - Stadtteil.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 33 (2007). S. 3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Pels Umformtechnik Erfurt|Pels - Umformtechnik - Müller Weingarten. Erfurter Industriegeschichte mit Zukunft.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 33 (2007). S. 19.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Pädagogische Akademie Erfurt|Die Pädagogische Akademie Erfurt 1929-1932.]]&#039;&#039;&#039; In: Campus. Die Zeitung der Universität Erfurt 1/2007. S. 42.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Deutscher Historikertag Erfurt 1937|Der 19. Deutsche Historikertag in Erfurt 1937.]]&#039;&#039;&#039; In: Campus. Die Zeitung der Universität Erfurt 2/2007. S. 36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Oberbürgermeister in Erfurt|Die Oberbürgermeister der Stadt Erfurt seit 1872.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 35 (2007). S. 25-27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Universitätsgesellschaft Erfurt|20 Jahre Universitätsgesellschaft Erfurt. Von der DDR-Bürgerinitiative zum Förderer der Universität Erfurt.]]&#039;&#039;&#039; In: Campus. Die Zeitung der Universität Erfurt 4/2007. S. 27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Universitätsgesellschaft Erfurt|20 Jahre Universitätsgesellschaft Erfurt.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 36 (2007). S. 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Karl Emil Franzos|Vorwort.]]&#039;&#039;&#039; In: Karl Emil Franzos: Erfurt. Ein Reisebericht aus dem Jahre 1901. Mit einem Vorwort von Steffen Raßloff. Erfurt 2008. S. 7 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Roter Berg Erfurt|Das Neubaugebiet Roter Berg.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 37 (2008). S. 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[SPD Erfurt|Erfurt und die Geschichte der SPD. Ereignisse - Erinnerungsorte - Entwicklungen.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 38 (2008). S. 24 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Novemberrevolution Erfurt|Die Novemberrevolution 1918 in Erfurt.]]&#039;&#039;&#039; (mit Bernd Könnig) In: Stadt und Geschichte 39 (2008). S. 26 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Historische Beziehungen Erfurt Mainz|Erfurt und Mainz. 20 Jahre Städtepartnerschaft mit langer Vorgeschichte.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 40 (2008). S. 30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Historische und aktuelle Strategien des Rechtsextremismus am Beispiel Erfurts und Thüringens.&#039;&#039;&#039; In: Politischer Extremismus in aktueller und zeitgeschichtlicher Perspektive (Fachtagung im Thüringer Landtag 2007). Erfurt 2008. S. 62-65.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurter Museumsfrage|Die Erfurter Museumsfrage. Ein Brennpunkt der klassischen Moderne.]]&#039;&#039;&#039; In: Kulturjournal Mittelthüringen 1/2009. S. 8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Weimarer Republik|Erfurt und die &amp;quot;Goldenen Zwanziger&amp;quot;. Zwischen Moderne, Putsch und Republik. Ein Zeitreport.]]&#039;&#039;&#039; In: Brücke 87 (2009). S. 25-28. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Aussen_Quadrat_-_Innen_Biedermeier_Grossstadt_Erfurt_1918_bis_1933|Außen Quadrat - Innen Biedermeier. Großstadt Erfurt 1918 bis 1933.]]&#039;&#039;&#039; (mit Hardy Eidam) In: Kulturjournal Mittelthüringen 2/2009. S. 17.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Campus Universität Erfurt|Der Universitäts-Campus. Vom &amp;quot;Sinnbild des sozialistischen Erfurt&amp;quot; zum &amp;quot;Harvard an der Gera&amp;quot;.]]&#039;&#039;&#039; In: Campus. Die Zeitung der Universität Erfurt 4/2009. S. 27. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Willy Brandt Leuchtschrift Erfurt|David Mannsteins Leuchtschrift-Denkmale in Thüringen. &amp;quot;Willy Brandt ans Fenster!&amp;quot; und &amp;quot;Intellektuelle Zweisamkeit&amp;quot;.]]&#039;&#039;&#039;  In: Kulturjournal Mittelthüringen 4/2009. S. 10 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Collegium maius Geschichte|Das Collegium maius. Renaissance eines herausragenden Kulturdenkmals.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 43 (2009). S. 22 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Eduard von Hagen Angermuseum|Eduard von Hagen und die Gründung des Angermuseums]].&#039;&#039;&#039; In: Kulturjournal Mittelthüringen 6/2009. S. 32. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Geschichte Hauptbahnhof|Das &amp;quot;Tor zur Stadt&amp;quot; im Wandel der Zeit.]]&#039;&#039;&#039; In: Beate Hövelmans: Freie Bahn. Abriss und Neubau des Erfurter Hauptbahnhofes. Erfurt 2009. S. 9-11. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurter Gipfeltreffen|Ein Fenster geöffnet - auch im übertragenen Sinne.]]&#039;&#039;&#039; In: Willy Brandt ans Fenster. Erfurt, 19. März 1970 (Thüringer Allgemeine Spezial 1/2010). S. 6 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Runder Tisch Erfurt|Zwischenschritte zur Demokratie: Bürgerkomitee, Runder Tisch und Interimsparlament in Erfurt 1989/90]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 44 (2010). S. 31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Aufbruch zu Luther|Luther macht munter. Erfurt hat sich auf den Weg zum Reformationsjubiläum gemacht.]]&#039;&#039;&#039; In: Kulturjournal Mittelthüringen 2/2010. S. 54.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Luther Porzellan Erfurt|Lutherkult Erfurt. Porzellane aus der Luthersammlung des Erfurter Stadtmuseums.]]&#039;&#039;&#039; In: Kulturjournal Mittelthüringen 2/2010. S. 27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt|Erfurt - Die älteste und jüngste Universität Deutschlands.]]&#039;&#039;&#039; In: Lexikuni 3/2010. S. 10 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurt. Ein historischer Überblick.]]&#039;&#039;&#039; In: Jürgen Valdeig: Erfurt. Schlaglichter zur Stadtgeschichte. Mit einem historischen Überblick von Steffen Raßloff. Weimar 2011. S. 5-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Georgenburse Geschichte|Georgenburse Erfurt - Studienort der Lutherzeit.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 47 (2011). S. 28 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Domstufen Blumenstadt|Erfurt - Der &amp;quot;Gärtner des Reiches&amp;quot;.]]&#039;&#039;&#039; In: Domstufenfestspiele 2011 in Erfurt. Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte. Erfurt 2011. S. 34 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Domstufen Dalberg|Karl Theodor von Dalberg - Erfurts &amp;quot;Lichtbringer&amp;quot;.]]&#039;&#039;&#039; In: Domstufenfestspiele 2011 in Erfurt. Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte. Erfurt 2011. S. 36 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Kapellendorf Erfurt 20. Jahrhundert|Die &amp;quot;Erfurter Burg&amp;quot; kehrt zurück. Kapellendorf im 20. Jahrhundert.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 49 (2011). S. 12 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der erste Schritt zum Reformator. (Stadtführung)&#039;&#039;&#039; In: Raßloff, Steffen/Leppin, Volker/Seidel, Thomas A. (Hg.): Orte der Reformation. Erfurt. Leipzig 2012. S. 14-21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Siegeszug des Evangeliums und &amp;quot;Tragen auf beiden Schultern&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; In: Raßloff/Leppin/Seidel: Orte der Reformation ... S. 36-43.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Universitätsgesellschaft Eburger|25 Jahre Universitätsgesellschaft.]]&#039;&#039;&#039; In: Der Eburger. Clubzeitung des Studentenzentrums Engelsburg. 2 (2012). S. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[25 Jahre Universitätsgesellschaft Erfurt|&amp;quot;Ein wahrhaft glücklicher Gedanke&amp;quot;. Vor 25 Jahren startete die Bürgerinitiative zur Wiedergründung der Universität.]]&#039;&#039;&#039; In: Campus. Die Zeitung der Universität Erfurt 1/2012. S. 31. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Tolle Jahre Stadtmuseum|Tolle Jahre - An der Schwelle der Reformation. Die neue Dauerausstellung im Stadtmuseum.]]&#039;&#039;&#039; (mit Hardy Eidam) In: Stadt und Geschichte 51 (2012). S. 34.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt Geschichte der Universität|Rebellion - Reformation - Revolution. Neue Ausstellung im Stadtmuseum Erfurt bezieht auch die Universitätsgeschichte ein.]]&#039;&#039;&#039; In: Campus. Die Zeitung der Universität Erfurt 1/2013. S. 31. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Creuzburg Kossenhaschen|Die Creuzburg und die Ära Georg Kossenhaschen - Der Burgherr und sein falscher Prinz.]]&#039;&#039;&#039; In: Breustedt, Susanne-Maria (Hg.): 800 Jahre Creuzburg. Eine Festschrift. Creuzburg 2013. S. 68 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichte – Erinnerungsorte – Rezeption. Martin Luther in Thüringen.&#039;&#039;&#039; In: Steffen Raßloff/Thomas A. Seidel (Red.): Lutherland Thüringen (Hg. vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur). Erfurt 2013. S. 18-29. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der &amp;quot;Coburger Mohr&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; In: Böhm, Michael/Greiner, Dorothea (Hg.): Orte der Reformation. Coburg. Leipzig 2014. S. 24 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vom Kurfürstentum Sachsen zum Freistaat Bayern.&#039;&#039;&#039; In: Böhm/Greiner: Orte der Reformation ... S. 30-35.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Leporello Peterskirche Erfurt|Die Peterskirche. 900 Jahre Stadtkrone im Wandel der Zeit.]]&#039;&#039;&#039; (Leporello mit sieben Ansichten zur Geschichte der Peterskirche von Jürgen Valdeig und einem Überblickstext). Erfurt 2014.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Lutherstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039; (Leporello mit sieben Motiven Erfurter Lutherstätten von Jürgen Valdeig und einem Überblickstext). Erfurt 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kulturstadt zwischen Reformation, Klassik und Moderne.&#039;&#039;&#039; In: Raßloff, Steffen/Schmidt, Mark (Hg.): Orte der Reformation. Weimar. Leipzig 2015. S. 30-37.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von der Reformation zum &amp;quot;Barocken Universum&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; In: Raßloff, Steffen/Märtin, Maik (Hg.): Orte der Reformation. Gotha. Leipzig 2015. S. 42-47.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sächsisches Versailles. Das Jagdschloss Hubertusburg in Wermsdorf.&#039;&#039;&#039; In:  Liebers, Arnold/Weismann, Matthias (Hg.): Orte der Reformation. Zwischen Pleiße und Mulde. Leipzig 2016. S. 74 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Blumenstadt Erfurt Buga|Blumenstadt Erfurt. Die Bundesgartenschau kehrt 2021 zu ihren Wurzeln zurück.]]&#039;&#039;&#039; In: BUGA - Mitschnitt der Jahre 2011-2015. Hg. Verein Freunde der Bundesgartenschau Erfurt 2021 e.V. und BUGA Erfurt 2021 gGmbH. Erfurt 2016. S. 72-79.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Historiker Rassloff Stadion Rot Weiss Erfurt|Weil auch Historiker ins Erfurter Stadion gehen.]]&#039;&#039;&#039; In: Kummer, Michael: 111 Gründe, Rot-Weiß Erfurt zu lieben. Eine Liebeserklärung an den großartigsten Fußballverein der Welt. Berlin 2016. S. 175-177.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Symbole der Macht und Einheit. Der Bismarck-Mythos.&#039;&#039;&#039; In: Heimat Thüringen 24/1-2 (2017). S. 42 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Franzos Mitschnitt|&amp;quot;Erfurt macht in Blumen&amp;quot;. Der Reiseschriftsteller Karl Emil Franzos und die Blumenstadt anno 1901.]]&#039;&#039;&#039; In: BUGA - Mitschnitt des Jahres 2016. Hg. Verein Freunde der Bundesgartenschau Erfurt 2021 e.V. und BUGA Erfurt 2021 gGmbH. Erfurt 2017. S. 49 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gotha. Renaissance einer Perle der thüringischen Landesgeschichte.&#039;&#039;&#039; In: Gotha Illustre. Jahrbuch 2018. S. 8-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nationalstaat im Konflikt mit Europa 1888-1945.&#039;&#039;&#039; In: Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie. München 2018. S. 268-329.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Gartenbauunternehmen_N.L._Chrestensen|Die großen Gartenbauunternehmen der Blumenstadt Erfurt (Teil 1): N.L. Chrestensen.]]&#039;&#039;&#039; In: BUGA - Mitschnitt des Jahres 2018. Hg. Verein Freunde der Bundesgartenschau Erfurt 2021 e.V. und BUGA Erfurt 2021 gGmbH. Erfurt 2019. S. 54 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Stasi_Besetzung_Erfurt_4._Dezember_1989|&amp;quot;Aus den Fesseln der Angst befreit.&amp;quot; Die Besetzung der Stasi-Bezirksverwaltung Erfurt am 4. Dezember 1989.]]&#039;&#039;&#039; In: TOP Magazin Thüringen 4/2019, S. 20 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Mainz_Erfurt_MAV-Festschrift|Gemeinsame Geschichte verbindet - Mainz und Erfurt.]]&#039;&#039;&#039; In: Wolfgang Dobras (Hg.): Eine Zeitreise in 175 Geschichten. Der Mainzer Altertumsverein 1844-2019. Mainz 2019, S. 324 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Gartenbauunternehmen Haage|Die großen Gartenbauunternehmen der Blumenstadt Erfurt (Teil 2): Kakteen-Haage.]]&#039;&#039;&#039; In: BUGA - Mitschnitt des Jahres 2019. Hg. Verein Freunde der Bundesgartenschau Erfurt 2021 e.V. und BUGA Erfurt 2021 gGmbH. Erfurt 2020. S. 62 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufbruch in die Demokratie. Vor 30 Jahren wurde der erste Thüringer Landtag gewählt.&#039;&#039;&#039; In: TOP Magazin Thüringen 3/2020, S. 10 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einheit in der Vielfalt.&#039;&#039;&#039; In: 100 Jahre Freistaat Thüringen. Rückblicke, Einblicke, Ausblicke von Menschen, die ihre Heimat lieben. Erfurt 2020. S. 14-21. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Revolution, Kriegselend und Pioniergeist.&#039;&#039;&#039; In: Hardy Eidam/Gudrun Noll-Reinhardt (Hg.): Wer war Johann B.? Trommsdorff und der Aufbruch in die Moderne. Erfurt 2020. S. 8-15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Gartenbauunternehmen Benary Schmidt Heinemeann|Die großen Gartenbauunternehmen der Blumenstadt Erfurt (Teil 3): Benary, Schmidt und Heinemann.]]&#039;&#039;&#039; In: BUGA - Mitschnitt des Jahres 2020. Hg. Verein Freunde der Bundesgartenschau Erfurt 2021 e.V. und BUGA Erfurt 2021 gGmbH. Erfurt 2021. S. 62 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Blumenstadt schaut auf eine große Gartenschau-Tradition zurück&#039;&#039;&#039;. In: Marbscher Bote 84 (2021). S. 7. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Blumenstadt Erfurt. 1000 Jahre Gartenbaumetropole.&#039;&#039;&#039; In: Kultiviert. Ein Jahrtausend Gartenbau in Erfurt. Erfurt 2021. S. 8-18. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Kultiviert_–_Ein_Jahrtausend_Gartenbau_in_Erfurt|Kultiviert - Ein Jahrtausend Gartenbau in Erfurt.]]&#039;&#039;&#039; In: Grünes Erfurt. Stadt und Geschichte, Sonderheft 20 (2021). S. 55.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Geschichte Bruehl Erfurt|Geschichte des Erfurter Brühls bis 1990]]&#039;&#039;&#039;. In: Das Erfurter Heizwerk im Brühl. Erfurt 2022. S. 8-35.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/MitteldeutscheGeschichte-MM-2-22.pdf Gibt es eine mitteldeutsche Geschichte?]&#039;&#039;&#039; In: Mitteldeutsches Magazin 2/2022. S. 6-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Helmut-Kohl-Strasse Rassloff|Straßennamen und historisches Gedächtnis. Die Helmut-Kohl-Straße in Erfurt]].&#039;&#039;&#039; In: Helmut Kohl - 1990 - Erfurt. Leidenschaftlicher Patriot und Europäer (Schriften der KAS Thüringen). Erfurt 2022. S. 12-25.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurter Unionsparlament 1850 GEDG|Das Erfurter Unionsparlament 1850]]&#039;&#039;&#039;. In: Prospect 22. Bulletin der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte (2022). S. 92-95.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Geschichtsverein SuG|Tradition seit 1863. Der Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: Stadt und Geschichte 81 (2022), S. 20-23.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erinnerung Unionsparlament Augustinerkloster 2023|Wie erinnern wir an das Erfurter Unionsparlament?]]&#039;&#039;&#039; In: Prospect 23. Bulletin der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte (2023). S. 78 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reinhold Lingner&#039;&#039;&#039;, in: NDB-online, veröffentlicht am 01.03.2024, &#039;&#039;&#039;[https://www.deutsche-biographie.de/123984122.html#dbocontent https://www.deutsche-biographie.de/123984122.html#dbocontent]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[DDR_Meisterschaft_Fussball_1954_Turbine_Erfurt_RWE|Triumph in schwieriger Zeit]]&#039;&#039;&#039;. In: 1966er. Magazin über den FC Rot-Weiß Erfurt 1/2024 (Schwerpunkt DDR-Meisterschaft 1954). S. 22 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[30 Jahre Universitaet Erfurt 2024|Die Universität Erfurt 1994-2024. Zum 30. Wiedergründungsjubiläum einer Traditionshochschule]]&#039;&#039;&#039;. In: Stadt und Geschichte 84 (2024). S. 34.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Erfurter Unionsparlament 1850.&#039;&#039;&#039; In: Kultur Report Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat 2024. S. 19-21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Residenzstadt mit großer Geschichte. Zum 1250. Jubiläum der Ersterwähnung Gothas im Jahre 775.&#039;&#039;&#039; In: Gotha l(i)ebenswert. 1250 Jahre Gotha. Gotha 2024. S. 10-16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurter_Unionsparlament_1850_Roll_Up_Ausstellung|Meilenstein der Demokratie-Geschichte. Eine Ausstellung auf dem Weg zum 175. Jubiläum des Erfurter Unionsparlaments 1850]]&#039;&#039;&#039;. In: Prospect 24. Bulletin der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte (2024). S. 128 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Foerderverein Stadtmuseum Erfurt MJB|30 Jahre bürgerschaftliches Engagement. Der Förderverein Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: Mitteldeutsches Jahrbuch für Kultur und Geschichte 32 (2025). S. 314-317.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Sport_Club_Erfurt_1895|Sport-Club Erfurt 1895. Die blau-weiße Vorgeschichte des FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: 1966er. Magazin über den FC Rot-Weiß Erfurt 1/2025. S. 35-39. (mit Michael Kummer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vor 80 Jahren: Ende mit Schrecken&#039;&#039;&#039;. In: Gispi Journal 2/2025. S. 19.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wunder von Erfurt&#039;&#039;&#039;. In: Marbscher Bote 100 (2025). S. 1. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1250 Jahre Stadtgeschichte Gotha.&#039;&#039;&#039; In: Gotha genial?! Geistesblitze und Dauerbrenner aus 1250 Jahren. Gotha 2025. S. 28-41. (mit Alexander Krünes)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurter_Unionsparlament_175_Jubilaeum_Prospect|175 Jahre Erfurter Unionsparlament. Würdigungen für einen Meilenstein der deutschen Demokratiegeschichte.]]&#039;&#039;&#039;. In: Prospect 25. Bulletin der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte (2025). S. 102-105. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Mehr als ...) 60 Jahre Leidenschaft: Die Geschichte des FC Rot-Weiß Erfurt.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[1966er 60 Jahre RWE 2026|Sechzig Jahre FC RWE 1966-2026.]]&#039;&#039;&#039; (Sonderausgabe des Magazins 1966er). S. 9-25. (mit Michael Kummer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Beginn einer großen Leidenschaft. Der 25. April 1981. Das Spiel FC Rot-Weiß Erfurt gegen FC Carl Zeiss Jena endete 0:0 und mit einer Initialzündung.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[1966er 60 Jahre RWE 2026|Sechzig Jahre FC RWE 1966-2026.]]&#039;&#039;&#039; (Sonderausgabe des Magazins 1966er). S. 29. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Geschichte Oberbuergermeister Erfurt Manfred Ruge|Erfurts Oberbürgermeister im Wandel der Zeit. Ein Stück Stadt- und Familiengeschichte.]]&#039;&#039;&#039; In: ...das Erfurter Rad weitergedreht. Ansichten von und über Manfred Ruge, Oberbürgermeister 1990 bis 2006. Erfurt 2026. S. 9-18. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Thueringer Allgemeine Geschichte|Eine Zeitreise durch die Geschichte der TA.]]&#039;&#039;&#039; In: Thüringer Allgemeine vom 19.02.2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sport-Club - Turbine - RWE. Die Geschichte(n) des FC Rot-Weiß Erfurt.&#039;&#039;&#039; In: Hardy Eidam/Michael Kummer/Steffen Raßloff (Hg.): &#039;&#039;&#039;[[Sportstadt_Erfurt|Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2026, S. 26-43. (mit Michael Kummer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Geschichtslandschaft Mitteldeutschland|Geschichtslandschaft Mitteldeutschland. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.]]&#039;&#039;&#039; In: Kultur Report (Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat) 2026. S. 6-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fußball ist mehr als Sport. Vor 60 Jahren wurden in der DDR selbstständige Fußballclubs gegründet. Eine Mentalitätsgeschichte&#039;&#039;&#039; In: Kultur Report (Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat) 2026. S. 29-31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Homepage von &#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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	<entry>
		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Zeitschriften-_und_Sammelbandbeitraege_Rassloff&amp;diff=62429</id>
		<title>Zeitschriften- und Sammelbandbeitraege Rassloff</title>
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		<updated>2026-07-18T06:29:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Zeitschriften-, Katalog- und Lexikonbeiträge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Zeitschriften-, Katalog- und Lexikonbeiträge =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Historiker Dr. Steffen Raßloff hat neben einschlägigen &#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Publikationen]]&#039;&#039;&#039; zur Neueren Geschichte sowie zur thüringisch-mitteldeutschen Landesgeschichte und Erfurter Stadtgeschichte eine Reihe von Zeitschriften-, Katalog- und Lexikonbeiträgen veröffentlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Adolf Schmalix|&amp;quot;Erfurt begeht moralischen Selbstmord.&amp;quot; Adolf Schmalix und die Großdeutsche Freiheitsbewegung.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 13 (2001). S. 28 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Fritz Tiedemann|Fritz Tiedemann (1872-1930). Ein Liberaler und Demokrat in schwerer Zeit.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 14 (2002). S. 26 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Wahlen Hitler|Wer wählte Hitler? Wahlanalytische Überlegungen am Beispiel Erfurts.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 15 (2002). S. 27 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Antisemitismus in Erfurt|Antisemitismus in Erfurt zwischen Reichsgründung und &amp;quot;Machtergreifung&amp;quot; 1871-1933.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 16 (2002). S. 9-11; erneut in: SuG-Sonderheft 8 (2008) Jüdisches Leben in Erfurt. S. 29-31. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Preussen Erfurt|Das preußische Erfurt im Kaiserreich. Parteien, Lager und Lokalpolitik.]]&#039;&#039;&#039; In: Preußen in Erfurt 1802-1918. Stadt und Geschichte, Sonderheft 4 (2002). S. 14-18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Museen|Die Erfurter Museen. Kulturgeschichte im Spannungsfeld von Gesellschaft und Politik.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 18 (2003). S. 24 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Landeshauptstadt Erfurt|&amp;quot;Landeshauptstadt Erfurt&amp;quot;. Vom steinzeitlichen Siedlungsschwerpunkt zur modernen Metropole Thüringens.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 19 (2003). S. 24 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Meister Eckhart Erfurt|Vom &amp;quot;deutschen Sprachschöpfer&amp;quot; zur Offenbarung &amp;quot;arischer Rassenseele&amp;quot;. Wege und Abwege der Meister-Eckhart-Aneignung.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 19 (2003). S. 12 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Luther Ehrung Erfurt 1983|&amp;quot;Einer der größten Söhne des deutschen Volkes&amp;quot;. Martin-Luther-Ehrung 1983.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 21 (2003). S. 26.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt|250 Jahre Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 22 (2004). S. 3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt|Universität Erfurt. Tradition und Gegenwart.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 22 (2004). S. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt|1389 - 1816 - 1994. Ein historischer Überblick.]]&#039;&#039;&#039; In: Campus. Die Zeitung der Universität Erfurt 2/2004. Sonderausgabe zum 10-jährigen Bestehen der Universität Erfurt. S. 6 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Geschichte Bismarckturm Erfurt|Denkmale in Erfurt. Der Bismarckturm.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 23 (2004). S. 17. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurt im Nationalsozialismus|Verführung und Gewalt. Erfurt im Nationalsozialismus.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 24 (2004). S. 3-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Arnold_Tiedemann_Widerstandskreis|Widerstand in HJ-Uniform. Der Arnold-Tiedemann-Kreis.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 24 (2004). S. 14 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Stahlhelm Erfurt|Krieger zwischen den Kriegen. Der &amp;quot;Stahlhelm - Bund der Frontsoldaten&amp;quot; 1918-1935.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 25 (2005). S. 20 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurter Gipfeltreffen|Das Gipfeltreffen im &amp;quot;Erfurter Hof&amp;quot; 1970.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 25 (2005). S. 34.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurt Nachkriegszeit|Erfurt 1945. Das Kriegsende in Thüringens Landeshauptstadt.]]&#039;&#039;&#039; In: Heimat Thüringen 1/2005. S. 33-35.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurt Nachkriegszeit|Erfurt in der Nachkriegszeit 1945-1953.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 26 (2005). S. 3 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Petersberg NS-Zeit|Die Zitadelle Petersberg. Erinnerungsort an NS-Diktatur und Zweiten Weltkrieg.]]&#039;&#039;&#039; In: Heimat Thüringen 2-3/2005. S. 42-44.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Presse Weimarer Republik|Die Erfurter Presselandschaft in der Weimarer Republik.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 28 (2005). S. 20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Thüringen 1945-1961.&#039;&#039;&#039; In: Norbert Moczarski: Fritz Sattler, 1896-1964. Biographische Skizze eines politischen Lebens zwischen Selbstverwirklichung und Parteidisziplin (Kleine Suhler Reihe 16 [2006]). S. 61-63.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Alfred Overmann|Der klassische Bildungsbürger. Prof. Dr. Alfred Overmann (1866-1946).]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 29 (2006). S. 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Topf und Söhne Erfurt|&amp;quot;Topf &amp;amp; Söhne, Erfurt&amp;quot;. Vom Umgang mit schwierigen Kapiteln der Stadtgeschichte.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 30 (2006). S. 27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Schlacht Langensalza 1866|Erfurt und die Schlacht von Langensalza 1866.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 31 (2006). S. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Pädagogische Akademie Erfurt|Die Pädagogische Akademie Erfurt 1929-1932. Ein vergessenes Kapitel Erfurter Hochschulgeschichte.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 32 (2006). S. 22 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Theodor Neubauer|Denkmale in Erfurt. Neubauer kehrte an alten Platz zurück.]]&#039;&#039;&#039; In: In: Campus. Die Zeitung der Universität Erfurt 3/2006. S. 15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Ilversgehofen|Ilversgehofen. Dorf - Industrieort - Stadtteil.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 33 (2007). S. 3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Pels Umformtechnik Erfurt|Pels - Umformtechnik - Müller Weingarten. Erfurter Industriegeschichte mit Zukunft.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 33 (2007). S. 19.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Pädagogische Akademie Erfurt|Die Pädagogische Akademie Erfurt 1929-1932.]]&#039;&#039;&#039; In: Campus. Die Zeitung der Universität Erfurt 1/2007. S. 42.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Deutscher Historikertag Erfurt 1937|Der 19. Deutsche Historikertag in Erfurt 1937.]]&#039;&#039;&#039; In: Campus. Die Zeitung der Universität Erfurt 2/2007. S. 36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Oberbürgermeister in Erfurt|Die Oberbürgermeister der Stadt Erfurt seit 1872.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 35 (2007). S. 25-27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Universitätsgesellschaft Erfurt|20 Jahre Universitätsgesellschaft Erfurt. Von der DDR-Bürgerinitiative zum Förderer der Universität Erfurt.]]&#039;&#039;&#039; In: Campus. Die Zeitung der Universität Erfurt 4/2007. S. 27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Universitätsgesellschaft Erfurt|20 Jahre Universitätsgesellschaft Erfurt.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 36 (2007). S. 28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Karl Emil Franzos|Vorwort.]]&#039;&#039;&#039; In: Karl Emil Franzos: Erfurt. Ein Reisebericht aus dem Jahre 1901. Mit einem Vorwort von Steffen Raßloff. Erfurt 2008. S. 7 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Roter Berg Erfurt|Das Neubaugebiet Roter Berg.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 37 (2008). S. 16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[SPD Erfurt|Erfurt und die Geschichte der SPD. Ereignisse - Erinnerungsorte - Entwicklungen.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 38 (2008). S. 24 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Novemberrevolution Erfurt|Die Novemberrevolution 1918 in Erfurt.]]&#039;&#039;&#039; (mit Bernd Könnig) In: Stadt und Geschichte 39 (2008). S. 26 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Historische Beziehungen Erfurt Mainz|Erfurt und Mainz. 20 Jahre Städtepartnerschaft mit langer Vorgeschichte.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 40 (2008). S. 30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Historische und aktuelle Strategien des Rechtsextremismus am Beispiel Erfurts und Thüringens.&#039;&#039;&#039; In: Politischer Extremismus in aktueller und zeitgeschichtlicher Perspektive (Fachtagung im Thüringer Landtag 2007). Erfurt 2008. S. 62-65.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurter Museumsfrage|Die Erfurter Museumsfrage. Ein Brennpunkt der klassischen Moderne.]]&#039;&#039;&#039; In: Kulturjournal Mittelthüringen 1/2009. S. 8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Weimarer Republik|Erfurt und die &amp;quot;Goldenen Zwanziger&amp;quot;. Zwischen Moderne, Putsch und Republik. Ein Zeitreport.]]&#039;&#039;&#039; In: Brücke 87 (2009). S. 25-28. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Aussen_Quadrat_-_Innen_Biedermeier_Grossstadt_Erfurt_1918_bis_1933|Außen Quadrat - Innen Biedermeier. Großstadt Erfurt 1918 bis 1933.]]&#039;&#039;&#039; (mit Hardy Eidam) In: Kulturjournal Mittelthüringen 2/2009. S. 17.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Campus Universität Erfurt|Der Universitäts-Campus. Vom &amp;quot;Sinnbild des sozialistischen Erfurt&amp;quot; zum &amp;quot;Harvard an der Gera&amp;quot;.]]&#039;&#039;&#039; In: Campus. Die Zeitung der Universität Erfurt 4/2009. S. 27. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Willy Brandt Leuchtschrift Erfurt|David Mannsteins Leuchtschrift-Denkmale in Thüringen. &amp;quot;Willy Brandt ans Fenster!&amp;quot; und &amp;quot;Intellektuelle Zweisamkeit&amp;quot;.]]&#039;&#039;&#039;  In: Kulturjournal Mittelthüringen 4/2009. S. 10 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Collegium maius Geschichte|Das Collegium maius. Renaissance eines herausragenden Kulturdenkmals.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 43 (2009). S. 22 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Eduard von Hagen Angermuseum|Eduard von Hagen und die Gründung des Angermuseums]].&#039;&#039;&#039; In: Kulturjournal Mittelthüringen 6/2009. S. 32. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Geschichte Hauptbahnhof|Das &amp;quot;Tor zur Stadt&amp;quot; im Wandel der Zeit.]]&#039;&#039;&#039; In: Beate Hövelmans: Freie Bahn. Abriss und Neubau des Erfurter Hauptbahnhofes. Erfurt 2009. S. 9-11. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurter Gipfeltreffen|Ein Fenster geöffnet - auch im übertragenen Sinne.]]&#039;&#039;&#039; In: Willy Brandt ans Fenster. Erfurt, 19. März 1970 (Thüringer Allgemeine Spezial 1/2010). S. 6 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Runder Tisch Erfurt|Zwischenschritte zur Demokratie: Bürgerkomitee, Runder Tisch und Interimsparlament in Erfurt 1989/90]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 44 (2010). S. 31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Aufbruch zu Luther|Luther macht munter. Erfurt hat sich auf den Weg zum Reformationsjubiläum gemacht.]]&#039;&#039;&#039; In: Kulturjournal Mittelthüringen 2/2010. S. 54.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Luther Porzellan Erfurt|Lutherkult Erfurt. Porzellane aus der Luthersammlung des Erfurter Stadtmuseums.]]&#039;&#039;&#039; In: Kulturjournal Mittelthüringen 2/2010. S. 27.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt|Erfurt - Die älteste und jüngste Universität Deutschlands.]]&#039;&#039;&#039; In: Lexikuni 3/2010. S. 10 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurt. Ein historischer Überblick.]]&#039;&#039;&#039; In: Jürgen Valdeig: Erfurt. Schlaglichter zur Stadtgeschichte. Mit einem historischen Überblick von Steffen Raßloff. Weimar 2011. S. 5-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Georgenburse Geschichte|Georgenburse Erfurt - Studienort der Lutherzeit.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 47 (2011). S. 28 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Domstufen Blumenstadt|Erfurt - Der &amp;quot;Gärtner des Reiches&amp;quot;.]]&#039;&#039;&#039; In: Domstufenfestspiele 2011 in Erfurt. Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte. Erfurt 2011. S. 34 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Domstufen Dalberg|Karl Theodor von Dalberg - Erfurts &amp;quot;Lichtbringer&amp;quot;.]]&#039;&#039;&#039; In: Domstufenfestspiele 2011 in Erfurt. Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte. Erfurt 2011. S. 36 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Kapellendorf Erfurt 20. Jahrhundert|Die &amp;quot;Erfurter Burg&amp;quot; kehrt zurück. Kapellendorf im 20. Jahrhundert.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 49 (2011). S. 12 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der erste Schritt zum Reformator. (Stadtführung)&#039;&#039;&#039; In: Raßloff, Steffen/Leppin, Volker/Seidel, Thomas A. (Hg.): Orte der Reformation. Erfurt. Leipzig 2012. S. 14-21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Siegeszug des Evangeliums und &amp;quot;Tragen auf beiden Schultern&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; In: Raßloff/Leppin/Seidel: Orte der Reformation ... S. 36-43.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Universitätsgesellschaft Eburger|25 Jahre Universitätsgesellschaft.]]&#039;&#039;&#039; In: Der Eburger. Clubzeitung des Studentenzentrums Engelsburg. 2 (2012). S. 6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[25 Jahre Universitätsgesellschaft Erfurt|&amp;quot;Ein wahrhaft glücklicher Gedanke&amp;quot;. Vor 25 Jahren startete die Bürgerinitiative zur Wiedergründung der Universität.]]&#039;&#039;&#039; In: Campus. Die Zeitung der Universität Erfurt 1/2012. S. 31. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Tolle Jahre Stadtmuseum|Tolle Jahre - An der Schwelle der Reformation. Die neue Dauerausstellung im Stadtmuseum.]]&#039;&#039;&#039; (mit Hardy Eidam) In: Stadt und Geschichte 51 (2012). S. 34.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt Geschichte der Universität|Rebellion - Reformation - Revolution. Neue Ausstellung im Stadtmuseum Erfurt bezieht auch die Universitätsgeschichte ein.]]&#039;&#039;&#039; In: Campus. Die Zeitung der Universität Erfurt 1/2013. S. 31. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Creuzburg Kossenhaschen|Die Creuzburg und die Ära Georg Kossenhaschen - Der Burgherr und sein falscher Prinz.]]&#039;&#039;&#039; In: Breustedt, Susanne-Maria (Hg.): 800 Jahre Creuzburg. Eine Festschrift. Creuzburg 2013. S. 68 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichte – Erinnerungsorte – Rezeption. Martin Luther in Thüringen.&#039;&#039;&#039; In: Steffen Raßloff/Thomas A. Seidel (Red.): Lutherland Thüringen (Hg. vom Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur). Erfurt 2013. S. 18-29. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der &amp;quot;Coburger Mohr&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; In: Böhm, Michael/Greiner, Dorothea (Hg.): Orte der Reformation. Coburg. Leipzig 2014. S. 24 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vom Kurfürstentum Sachsen zum Freistaat Bayern.&#039;&#039;&#039; In: Böhm/Greiner: Orte der Reformation ... S. 30-35.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Leporello Peterskirche Erfurt|Die Peterskirche. 900 Jahre Stadtkrone im Wandel der Zeit.]]&#039;&#039;&#039; (Leporello mit sieben Ansichten zur Geschichte der Peterskirche von Jürgen Valdeig und einem Überblickstext). Erfurt 2014.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Lutherstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039; (Leporello mit sieben Motiven Erfurter Lutherstätten von Jürgen Valdeig und einem Überblickstext). Erfurt 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kulturstadt zwischen Reformation, Klassik und Moderne.&#039;&#039;&#039; In: Raßloff, Steffen/Schmidt, Mark (Hg.): Orte der Reformation. Weimar. Leipzig 2015. S. 30-37.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von der Reformation zum &amp;quot;Barocken Universum&amp;quot;.&#039;&#039;&#039; In: Raßloff, Steffen/Märtin, Maik (Hg.): Orte der Reformation. Gotha. Leipzig 2015. S. 42-47.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sächsisches Versailles. Das Jagdschloss Hubertusburg in Wermsdorf.&#039;&#039;&#039; In:  Liebers, Arnold/Weismann, Matthias (Hg.): Orte der Reformation. Zwischen Pleiße und Mulde. Leipzig 2016. S. 74 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Blumenstadt Erfurt Buga|Blumenstadt Erfurt. Die Bundesgartenschau kehrt 2021 zu ihren Wurzeln zurück.]]&#039;&#039;&#039; In: BUGA - Mitschnitt der Jahre 2011-2015. Hg. Verein Freunde der Bundesgartenschau Erfurt 2021 e.V. und BUGA Erfurt 2021 gGmbH. Erfurt 2016. S. 72-79.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Historiker Rassloff Stadion Rot Weiss Erfurt|Weil auch Historiker ins Erfurter Stadion gehen.]]&#039;&#039;&#039; In: Kummer, Michael: 111 Gründe, Rot-Weiß Erfurt zu lieben. Eine Liebeserklärung an den großartigsten Fußballverein der Welt. Berlin 2016. S. 175-177.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Symbole der Macht und Einheit. Der Bismarck-Mythos.&#039;&#039;&#039; In: Heimat Thüringen 24/1-2 (2017). S. 42 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Franzos Mitschnitt|&amp;quot;Erfurt macht in Blumen&amp;quot;. Der Reiseschriftsteller Karl Emil Franzos und die Blumenstadt anno 1901.]]&#039;&#039;&#039; In: BUGA - Mitschnitt des Jahres 2016. Hg. Verein Freunde der Bundesgartenschau Erfurt 2021 e.V. und BUGA Erfurt 2021 gGmbH. Erfurt 2017. S. 49 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gotha. Renaissance einer Perle der thüringischen Landesgeschichte.&#039;&#039;&#039; In: Gotha Illustre. Jahrbuch 2018. S. 8-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nationalstaat im Konflikt mit Europa 1888-1945.&#039;&#039;&#039; In: Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie. München 2018. S. 268-329.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Gartenbauunternehmen_N.L._Chrestensen|Die großen Gartenbauunternehmen der Blumenstadt Erfurt (Teil 1): N.L. Chrestensen.]]&#039;&#039;&#039; In: BUGA - Mitschnitt des Jahres 2018. Hg. Verein Freunde der Bundesgartenschau Erfurt 2021 e.V. und BUGA Erfurt 2021 gGmbH. Erfurt 2019. S. 54 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Stasi_Besetzung_Erfurt_4._Dezember_1989|&amp;quot;Aus den Fesseln der Angst befreit.&amp;quot; Die Besetzung der Stasi-Bezirksverwaltung Erfurt am 4. Dezember 1989.]]&#039;&#039;&#039; In: TOP Magazin Thüringen 4/2019, S. 20 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Mainz_Erfurt_MAV-Festschrift|Gemeinsame Geschichte verbindet - Mainz und Erfurt.]]&#039;&#039;&#039; In: Wolfgang Dobras (Hg.): Eine Zeitreise in 175 Geschichten. Der Mainzer Altertumsverein 1844-2019. Mainz 2019, S. 324 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Gartenbauunternehmen Haage|Die großen Gartenbauunternehmen der Blumenstadt Erfurt (Teil 2): Kakteen-Haage.]]&#039;&#039;&#039; In: BUGA - Mitschnitt des Jahres 2019. Hg. Verein Freunde der Bundesgartenschau Erfurt 2021 e.V. und BUGA Erfurt 2021 gGmbH. Erfurt 2020. S. 62 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufbruch in die Demokratie. Vor 30 Jahren wurde der erste Thüringer Landtag gewählt.&#039;&#039;&#039; In: TOP Magazin Thüringen 3/2020, S. 10 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einheit in der Vielfalt.&#039;&#039;&#039; In: 100 Jahre Freistaat Thüringen. Rückblicke, Einblicke, Ausblicke von Menschen, die ihre Heimat lieben. Erfurt 2020. S. 14-21. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Revolution, Kriegselend und Pioniergeist.&#039;&#039;&#039; In: Hardy Eidam/Gudrun Noll-Reinhardt (Hg.): Wer war Johann B.? Trommsdorff und der Aufbruch in die Moderne. Erfurt 2020. S. 8-15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Gartenbauunternehmen Benary Schmidt Heinemeann|Die großen Gartenbauunternehmen der Blumenstadt Erfurt (Teil 3): Benary, Schmidt und Heinemann.]]&#039;&#039;&#039; In: BUGA - Mitschnitt des Jahres 2020. Hg. Verein Freunde der Bundesgartenschau Erfurt 2021 e.V. und BUGA Erfurt 2021 gGmbH. Erfurt 2021. S. 62 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Blumenstadt schaut auf eine große Gartenschau-Tradition zurück&#039;&#039;&#039;. In: Marbscher Bote 84 (2021). S. 7. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Blumenstadt Erfurt. 1000 Jahre Gartenbaumetropole.&#039;&#039;&#039; In: Kultiviert. Ein Jahrtausend Gartenbau in Erfurt. Erfurt 2021. S. 8-18. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Kultiviert_–_Ein_Jahrtausend_Gartenbau_in_Erfurt|Kultiviert - Ein Jahrtausend Gartenbau in Erfurt.]]&#039;&#039;&#039; In: Grünes Erfurt. Stadt und Geschichte, Sonderheft 20 (2021). S. 55.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Geschichte Bruehl Erfurt|Geschichte des Erfurter Brühls bis 1990]]&#039;&#039;&#039;. In: Das Erfurter Heizwerk im Brühl. Erfurt 2022. S. 8-35.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/MitteldeutscheGeschichte-MM-2-22.pdf Gibt es eine mitteldeutsche Geschichte?]&#039;&#039;&#039; In: Mitteldeutsches Magazin 2/2022. S. 6-10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Helmut-Kohl-Strasse Rassloff|Straßennamen und historisches Gedächtnis. Die Helmut-Kohl-Straße in Erfurt]].&#039;&#039;&#039; In: Helmut Kohl - 1990 - Erfurt. Leidenschaftlicher Patriot und Europäer (Schriften der KAS Thüringen). Erfurt 2022. S. 12-25.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurter Unionsparlament 1850 GEDG|Das Erfurter Unionsparlament 1850]]&#039;&#039;&#039;. In: Prospect 22. Bulletin der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte (2022). S. 92-95.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Geschichtsverein SuG|Tradition seit 1863. Der Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: Stadt und Geschichte 81 (2022), S. 20-23.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erinnerung Unionsparlament Augustinerkloster 2023|Wie erinnern wir an das Erfurter Unionsparlament?]]&#039;&#039;&#039; In: Prospect 23. Bulletin der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte (2023). S. 78 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Reinhold Lingner&#039;&#039;&#039;, in: NDB-online, veröffentlicht am 01.03.2024, &#039;&#039;&#039;[https://www.deutsche-biographie.de/123984122.html#dbocontent https://www.deutsche-biographie.de/123984122.html#dbocontent]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[DDR_Meisterschaft_Fussball_1954_Turbine_Erfurt_RWE|Triumph in schwieriger Zeit]]&#039;&#039;&#039;. In: 1966er. Magazin über den FC Rot-Weiß Erfurt 1/2024 (Schwerpunkt DDR-Meisterschaft 1954). S. 22 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[30 Jahre Universitaet Erfurt 2024|Die Universität Erfurt 1994-2024. Zum 30. Wiedergründungsjubiläum einer Traditionshochschule]]&#039;&#039;&#039;. In: Stadt und Geschichte 84 (2024). S. 34.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Erfurter Unionsparlament 1850.&#039;&#039;&#039; In: Kultur Report Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat 2024. S. 19-21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Residenzstadt mit großer Geschichte. Zum 1250. Jubiläum der Ersterwähnung Gothas im Jahre 775.&#039;&#039;&#039; In: Gotha l(i)ebenswert. 1250 Jahre Gotha. Gotha 2024. S. 10-16.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurter_Unionsparlament_1850_Roll_Up_Ausstellung|Meilenstein der Demokratie-Geschichte. Eine Ausstellung auf dem Weg zum 175. Jubiläum des Erfurter Unionsparlaments 1850]]&#039;&#039;&#039;. In: Prospect 24. Bulletin der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte (2024). S. 128 f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Foerderverein Stadtmuseum Erfurt MJB|30 Jahre bürgerschaftliches Engagement. Der Förderverein Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: Mitteldeutsches Jahrbuch für Kultur und Geschichte 32 (2025). S. 314-317.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Sport_Club_Erfurt_1895|Sport-Club Erfurt 1895. Die blau-weiße Vorgeschichte des FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: 1966er. Magazin über den FC Rot-Weiß Erfurt 1/2025. S. 35-39. (mit Michael Kummer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vor 80 Jahren: Ende mit Schrecken&#039;&#039;&#039;. In: Gispi Journal 2/2025. S. 19.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wunder von Erfurt&#039;&#039;&#039;. In: Marbscher Bote 100 (2025). S. 1. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1250 Jahre Stadtgeschichte Gotha.&#039;&#039;&#039; In: Gotha genial?! Geistesblitze und Dauerbrenner aus 1250 Jahren. Gotha 2025. S. 28-41. (mit Alexander Krünes)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurter_Unionsparlament_175_Jubilaeum_Prospect|175 Jahre Erfurter Unionsparlament. Würdigungen für einen Meilenstein der deutschen Demokratiegeschichte.]]&#039;&#039;&#039;. In: Prospect 25. Bulletin der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte (2025). S. 102-105. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;(Mehr als ...) 60 Jahre Leidenschaft: Die Geschichte des FC Rot-Weiß Erfurt.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[1966er 60 Jahre RWE 2026|Sechzig Jahre FC RWE 1966-2026.]]&#039;&#039;&#039; (Sonderausgabe des Magazins 1966er). S. 9-25. (mit Michael Kummer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Beginn einer großen Leidenschaft. Der 25. April 1981. Das Spiel FC Rot-Weiß Erfurt gegen FC Carl Zeiss Jena endete 0:0 und mit einer Initialzündung.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[1966er 60 Jahre RWE 2026|Sechzig Jahre FC RWE 1966-2026.]]&#039;&#039;&#039; (Sonderausgabe des Magazins 1966er). S. 29. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Geschichte Oberbuergermeister Erfurt Manfred Ruge|Erfurts Oberbürgermeister im Wandel der Zeit. Ein Stück Stadt- und Familiengeschichte.]]&#039;&#039;&#039; In: ...das Erfurter Rad weitergedreht. Ansichten von und über Manfred Ruge, Oberbürgermeister 1990 bis 2006. Erfurt 2026. S. 9-18. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Thueringer Allgemeine Geschichte|Eine Zeitreise durch die Geschichte der TA]]&#039;&#039;&#039;. In: Thüringer Allgemeine vom 19.02.2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sport-Club - Turbine - RWE. Die Geschichte(n) des FC Rot-Weiß Erfurt.&#039;&#039;&#039; In: Hardy Eidam/Michael Kummer/Steffen Raßloff (Hg.): &#039;&#039;&#039;[[Sportstadt_Erfurt|Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2026, S. 26-43. (mit Michael Kummer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichtslandschaft Mitteldeutschland. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden eine eng verflochtene Geschichtslandschaft, die auch historische Verknüpfungen zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufweist.&#039;&#039;&#039; In: Kultur Report (Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat) 2026. S. 6-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fußball ist mehr als Sport. Vor 60 Jahren wurden in der DDR selbstständige Fußballclubs gegründet. Eine Mentalitätsgeschichte&#039;&#039;&#039; In: Kultur Report (Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat) 2026. S. 29-31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Homepage von &#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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	<entry>
		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Luftkrieg_Luftschutzkeller_Stadtmuseum&amp;diff=62428</id>
		<title>Luftkrieg Luftschutzkeller Stadtmuseum</title>
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		<updated>2026-07-17T12:43:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Luftkrieg / Luftschutzkeller Stadtmuseum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Luftkrieg / Luftschutzkeller Stadtmuseum =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:LuftschutzkellerMarktstraße.jpg|360px|right]][[Datei:Luftschutzkeller5.jpg|360px|right]]&#039;&#039;&#039;Beitrag der TA-Serie [[70 Jahre Kriegsende 1945]] von [[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]] (17.01.2015)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kriegsalltag unter der Erde&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
70 Jahre Kriegsende (3): Fast täglich mussten die Erfurter 1944/45 in ihre oft unzulänglichen Luftschutzkeller flüchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die meisten Erfurter ist es heute kaum noch möglich, sich in die Situation der angloamerikanischen Luftangriffe während des Zweiten Weltkrieges hinein zu versetzen. Die ungeheure nervliche Anspannung in den oft unzulänglichen Luftschutzkellern und das Zermürbende der fast täglichen Angriffswarnungen bei Tag und Nacht prägten insbesondere in den beiden letzten Kriegsjahren 1944/45 den Alltag. Ein Volltreffer des Gebäudes über ihnen konnte für alle Insassen im Keller den Tod bedeuten. Nicht ohne Grund steht das Heulen der Sirenen für die Schrecken jenes Krieges, der von Deutschland 1939 in die Welt hinaus getragen worden war und nun per Fliegerbomben zurückkehrte. In Erfurt kamen bei den Angriffen ca. 1600 Menschen ums Leben, zahlreiche weitere wurden teils schwer verletzt. Durch die Zerstörung von Wohnhäusern wurden etwa 23.000 Einwohner obdachlos.&lt;br /&gt;
     &lt;br /&gt;
Dank des Stadtmuseums „Haus zum Stockfisch“, seines Fördervereins und des ehrenamtlichen Denkmalpflegers Karsten Grobe konnte 2005 ein Luftschutzkeller rekonstruiert und nach einstigen Luftschutzvorschriften ausgestattet werden. Der Zugang befindet sich im Hof des ehemaligen Wigbertiklosters nahe dem Hirschgarten. Auf Anfrage im Stadtmuseum sind Führungen durch den mittelalterlichen Hauskeller möglich, der 1938 als Luftschutzkeller für bis zu 50 Personen eingerichtet worden war. So manche Besuchergruppe von der Schulklasse bis hin zum Geschichtsverein hat schon das bedrückende Gefühl einer Führung samt authentischer Geräusche der Kriegszeit gemacht. Wenngleich einem bewusst ist, dass es sich nur um eine Simulation handelt, kann man sich doch kaum der Bedrückung in dem engen Kellergewölbe entziehen. Hier kann der Nachgeborene wohl noch am ehesten erahnen, was die Menschen im Zweiten Weltkrieg durchzumachen hatten.   &lt;br /&gt;
       &lt;br /&gt;
Dass Erfurt heute wie kaum eine andere Stadt über detaillierte Informationen zu allen Luftangriffen, zu deren Folgen und Opfern verfügt, verdankt es Helmut Wolf. Der gebürtige Erfurter hat die Schrecken des Krieges als junger Luftschutzhelfer selbst miterlebt und fotografisch festgehalten. Später hat er in akribischer Forschungsarbeit nicht nur ungezählte deutsche Quellenbestände gesichtet, sondern auch französische, britische und amerikanische Archive durchforstet. So lassen sich die Luftangriffe etwa durch die entsprechenden Reports der Royal Air Force und US Army Air Forces samt Bildmaterial rekonstruieren. 2005 konnte der Erfurter Geschichtsverein in seiner Schriftenreihe die Forschungen Wolfs in dem Band „Erfurt im Luftkrieg 1939-1945“ veröffentlichen. Sie fanden nicht nur Anerkennung in der Fachwelt, sondern trafen auch auf großes Interesse beim Leser. So liegt das Buch seit 2013 in zweiter Auflage vor. (Fotos: Luftschutzkeller Marktstraße 50, Luftschutzkeller Wigbertikloster, Stadtmuseum Erfurt)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff (Hg.): &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Festschrift 2024|Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;. Stadt - Haus - Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2024. S. 86 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Geschichte_Erfurter_Museen|Die Erfurter Museen. Kulturgeschichte im Spannungsfeld von Gesellschaft und Politik]]&#039;&#039;&#039;. In: Stadt und Geschichte 18 (2003). S. 24 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helmut Wolf: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt im Luftkrieg]]&#039;&#039;&#039;. Jena 2005 (2. Auflage 2013). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Das Wunder von Erfurt. Erfurt und der Luftkrieg&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt 55 Highlights aus der Geschichte|Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 98 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Erfurt im Nationalsozialismus|Erfurt im NS]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Erfurt im Luftkrieg]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Museen in Erfurt]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Förderverein Stadtmuseum Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Förderverein Stadtmuseum Erfurt =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der 1992 gegründete Förderverein Stadtmuseum Erfurt &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; unterstützt in der Tradition bürgerschaftlichen Engagements seit dem 19. Jahrhunderts das Geschichtsmuseum der Landeshauptstadt Thüringens.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:LogoFVSMgrauRahmen.jpg|350px|right]]Friedliche Revolution und deutsche Wiedervereinigung 1989/90 haben auch der kommunalen Kulturlandschaft in den neuen Bundesländern wichtige Impulse verliehen. Das betrifft nicht zuletzt die stadtgeschichtlich ausgerichteten Museen, die bis dahin institutionell und inhaltlich stark auf den SED-Staat und dessen politisch-ideologische Vorgaben verpflichtet waren. Mit dem Systemwechsel nach 1945 war in der SBZ bzw. DDR eine lange Tradition bürgerschaftlichen Engagements abgebrochen, die in der Bundesrepublik meist überdauerte und bis heute viele Museen maßgeblich mitträgt. Das heißt nicht, dass sich die Bürger in der DDR nicht mehr für ihre Museen interessiert und engagiert hätten, doch war dies nur in einem staatlich klar definierten und überwachten Rahmen möglich. Ein frei organisiertes Vereinswesen existierte hier wie in allen anderen Bereichen nicht, lebte dafür aber mit der „Wende“ umso freudiger wieder auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So verhält es sich auch in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt. Kommunale Museen gibt es dort seit 1886 mit den Anfängen des heutigen renommierten Kunstmuseums Angermuseum. Von Beginn an waren es neben der Stadtverwaltung engagierte Bürger, die anregten und unterstützten. Für großbürgerliche Honoratioren gehörte das Engagement für das Museum wie auch in anderen Kulturbereichen geradezu zum „guten Ton“. Diese Form der Unterstützung brach nach 1945 im Zuge der politisch-gesellschaftlichen Transformation ab. Gleichwohl kam es zur weiteren Ausdifferenzierung von Spezialmuseen, die alle klassischen Bereiche von Kunst, Geschichte, Volkskunde und Naturkunde abdecken. Erfurt besitzt so eine bis ins 19. Jahrhundert zurückreichende, breite Museumslandschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Anstöße für die Einrichtung eines speziellen Stadtgeschichtsmuseums gehen weit zurück. Lange waren die Exponate mit historischem Charakter auf verschiedene Museen, insbesondere das Angermuseum und das Volkskundemuseum verteilt. Schon 1919 aber hatte der Erfurter Geschichtsverein seine reichhaltige Sammlung mit dem Wunsch eines genuinen Geschichtsmuseums an die Stadt geschenkt. Unter gewandelten Rahmenbedingungen kam es dann in den 1960er-Jahren endlich zur Konzipierung eines Museums für Stadtgeschichte, das anlässlich der 25. Arbeiterfestspiele in Erfurt 1974 feierlich eröffnet wurde. Wie alle historischen Museen war es durch das marxistische Geschichtsbild der DDR geprägt. So legte es einen starken Fokus auf die Geschichte der Arbeiterbewegung und sparte die mittelalterliche Blütezeit der Stadt nahezu aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wurde in der Aufbruchsstimmung nach 1989/90 rasch Abhilfe geschaffen. Das Museum für Stadtgeschichte in einem Renaissancebau in der Johannesstraße 169 wandelte sich bis zur Wiedereröffnung 1994 zum völlig neu konzipierten Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“. Es präsentiert seither die Erfurter Geschichte in all ihren Epochen von der Archäologie bis zur Zeitgeschichte. Das prächtige „Haus zum Stockfisch“ inmitten der Altstadt, 1607 für den Waidjunker und Biereigen Paul Ziegler errichtet, bietet hierfür den idealen Rahmen. Die Mittelaltermetropole Erfurt, eine der größten und wohlhabendsten Städte des Reiches, besitzt die älteste Universität Deutschlands und gilt als geistige Prägestätte Martin Luthers. Viele Zeugnisse dieser Blütezeit werden präsentiert, etwa die Universitätszepter, Luthers Schreibkasten, die nachempfundene Ratshalle des Alten Rathauses und Schätze aus den vielen Kirchen des „Roms des Nordens“. Die Ausstellung zeichnet aber auch den Aufstieg zur Industriegroßstadt und Landeshauptstadt Thüringens nach. Als „Spinne im Netz“ der vielen authentischen Erinnerungsorte, insbesondere der Lutherstätten, wie Augustinerkloster und Georgenburse, und der Orte des 2023 zum UNESCO-Welterbe erhobenen Jüdisch-Mittelalterlichen Erbes, wie Alte Synagoge und Mikwe, bündelt es eine Geschichtslandschaft von Weltgeltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine beachtliche Rolle spielte bei Aufbau und Etablierung des neuen Museums der 1992 gegründete Förderverein Stadtmuseum Erfurt e.V. Er unterstützt seither als ehrenamtlicher bürgerschaftlicher Förderer das Museum tatkräftig, gestaltet Veranstaltungen aus, nimmt Schenkungen vor, ermöglicht Ankäufe, Publikationen und Projekte. Mit der zunehmend prekären finanziellen und personellen Lage seit den 2010er-Jahren kommt dem Verein sogar noch eine wachsende Bedeutung zu. So war die Erweiterung des Sammlungsbestandes zeitweise nur noch durch Ankäufe bzw. Mitteleinwerbungen des Fördervereins möglich. Bei allen großen Ausstellungsprojekten beteiligt sich der Verein an der Finanzierung. Aber auch viele einzelne Museumsfreunde unterstützen über ihren Mitgliedsbeitrag hinaus durch regelmäßige Spenden und Schenkungen das Haus. Hierin darf man ein Anknüpfen an die bürgerschaftlichen Traditionen vor 1945 sehen. Seit nunmehr gut drei Jahrzehnten ziehen das Museum mit Gründungsdirektor Hardy Eidam und seine bürgerschaftlichen Förderer an einem Strang. Der Verein konnte dem Museum aus eigenen Kräften und mit Unterstützung treuer Partner, wie der Sparkasse Mittelthüringen, finanzielle Unterstützung in Millionenhöhe zukommen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiervon zeugen etwa die überregional wahrgenommenen Sonderausstellungen: Rechenmeister Adam Ries, Mystiker Meister Eckhart, Missionar Bonifatius, Prinzessin Radegunde, Pharmazie-Pionier Johann Bartholomäus Trommsdorff, das Gastgewerbe mit dem „Erfurter Hof“, das Brauwesen der Bierstadt und der Expressionismus der „Goldenen Zwanziger“. In der Regie des Museums entstand auch die erste Thüringer Landesausstellung „Der junge Bach“ im Jahre 2000 in der Erfurter Predigerkirche. Unter zahlreichen Exponat-Ankäufen des Vereins ragen die wertvollen Barockgemälde des Universitätsrektors Hieronymus Friedrich Schorch und dessen Gattin von Jacob Samuel Beck 2008 und eine einzigartige Sammlung von Konversionsobjekten der Weltkriege 2014 heraus. Letztere wurde nach einer Sonderausstellung im Stadtmuseum auch im nationalen Museum für Sepulkralkultur in Kassel mit großem Erfolg gezeigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung bei Veranstaltungen, von der jährlichen Langen Nacht der Museen über Ausstellungseröffnungen bis hin zu Vorträgen und Buchvorstellungen. Ein Höhepunkt war das vom Verein ausgerichtete Jubiläumsfest zu 50 Jahren Eröffnung und 30 Jahren Wiedereröffnung des Museums am 7. Juni 2024. Hierfür wurden in einer Publikation, großzügig unterstützt von der Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat, die Geschichte von Stadt, Haus und Museum ebenso aufarbeitet wie das Wirken des Fördervereins. Auch mit Vorträgen und Ex-kursionen bereichert der Verein das Museumsleben. Darüber hinaus finanziert er so manche Aktivität der Mitarbeiter, die Beschäftigung von Praktikanten und die „tausend kleinen Dinge des Alltags“, die sonst nicht möglich wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erster Vorsitzender war der am Museumsumbau beteiligte Architekt Olaf Lange. Wenig später folgte ihm Otto Ronneberger, unter dessen Leitung u. a. im Außenobjekt Museum Neue Mühle eine Stromerzeugungsanlage eingebaut wurde. Seit 2006 steht Dr. Steffen Raßloff an der Spitze des Vereins. Als Historiker wirkte er neben der Vereinsarbeit auch an zahlreichen Ausstellungen kuratierend mit; so etwa an der Dauerausstellung „Tolle Jahre“ zur Mittelaltermetropole und Lutherstadt 2012 und an der Sonderausstellung „Außen Quadrat – Innen Biedermeier“ zum 90. Bauhausjubiläum 2009. Hierbei gehen bürgerschaftliche Unterstützung und inhaltliche Zusammenarbeit Hand in Hand. In den letzten Jahren versuchte der Verein nicht zuletzt die immer engeren Spielräume des Museums und seiner Nebeneinrichtungen (Bartholomäusturm mit Carillon, Luftschutzkeller im Wigbertikloster, Museum Neue Mühle, Wasserburg Kapellendorf) abzufedern und die Öffentlichkeit für diese Probleme zu sensibilisieren. So setzte er sich 2015 energisch und letztlich erfolgreich gegen die Pläne der Stadt ein, das Museum in der Wasserburg Kapellendorf bei Weimar, einem ehemaligen Reichslehen der Mittelaltermetropole, aufzugeben. Dass dem Verein dabei nicht immer nur Wohlwollen entgegengebracht wird, nimmt der langjährige Vorstand mit Steffen Raßloff, Christel Perlik, Marion Herbert, Jürgen Valdeig und Harald Baum gerne in Kauf. Wichtig ist dabei auch die über lange Zeit gewachsene offene und freundschaftliche Atmosphäre zwischen Museumsmitarbeitern und Vereinsmitgliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem erschöpft sich die Arbeit des Vereins auch heute keineswegs in Kritik an der kommunalen Kulturpolitik. So hat der Förderverein dem Museum gewissermaßen zur Silbernen Hochzeit ein passendes Geschenk gemacht: Das große Stadtmodell von Robert Huth konnte nach gründlicher Restaurierung 2017 in einer neuen modernen multimedialen Vitrine, finanziert vom Verein und weiteren großzügigen Spendern, der Öffentlichkeit feierlich übergeben werden. Die Neupräsentation des Modells ist mit moderner Lichtsteuerung versehen und kommt in einem eigens hierfür eingerichteten Raum des ersten Obergeschosses mit repräsentativer Stuckdecke sehr gut zur Geltung. Das um 1900 angefertigte und 3x3 Meter große Modell zeigt Erfurt kurz vor der Beseitigung fast aller Stadtbefestigungen nach 1873. Sein Reiz liegt besonders in seiner Detailvielfalt und Anschaulichkeit. Man kann sich das „alte Erfurt“ vor rund 150 Jahren mit seinen mittelalterlichen Raumstrukturen so sehr viel plastischer vorstellen, was von vielen Besuchern freudig aufgenommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der jüngeren Anschaffungen wirft ein Schlaglicht auf die schöne und bisweilen spektakuläre Arbeit des Fördervereins. Sie fällt in den Themenbereich der Revolution 1848/49. Seinerzeit erreichte die liberal-demokratische Nationalbewegung in Deutschland ihren Höhepunkt. In der seit Mai 1848 tagenden Frankfurter Nationalversammlung sollte die Verfassung für einen deutschen Nationalstaat ausgearbeitet werden. Die Demokraten zielten dabei auf eine Republik. Zu deren Wortführern zählte der Erfurter Buchhändler und Journalist Hermann Alexander Berlepsch (1814–1883). Berlepsch organisierte im Sommer 1848 fünf große „Thüringer Volkstage“ in Bad Berka, Ohrdruf, Arnstadt, Erfurt und Großbreitenbach, mit denen im Land der Kleinstaaten die „Erschaffung der Einheit im Thüringer Volke“ als Teil des vereinten deutschen Vaterlandes befördert werden sollte. Hier liegen wichtige demokratische Wurzeln des Freistaates Thüringen, wie er im 20. Jahrhundert schrittweise entstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Scheitern der Revolution flüchtete Berlepsch in die Schweiz und verstarb 1883 in Zürich. Dort tauchte im September 2021 eine prächtige Schärpe in den schwarz-rot-goldenen Farben der Nationalbewegung in einem Auktionskatalog auf. Diese war Berlepsch auf dem 2. Thüringer Volkstag am 2. Juli 1848 in Ohrdruf als „Präsidenten des Thüringer National-Comités“ der Demokraten überreicht worden. Gestiftet hatten sie die „Frauen und Jungfrauen des Schutzbürgervereins in Erfurt“, so die Inschrift einer vergoldeten Schnalle mit Eichenlaub. Der Fördervereinsvorsitzende Raßloff konnte die im Katalog nicht näher erläuterte Schärpe identifizieren und als ein herausragendes Symbol der thüringisch-mitteldeutschen Demokratiegeschichte einordnen. Oberkurator Eidam, der auf die Auktion aufmerksam geworden war, ersteigerte hierauf dank der finanziellen Unterstützung des Vereins das sehr gut erhaltene Exponat. Die am 2. Dezember 2021 der Öffentlichkeit präsentierte Schärpe soll 2025 im Rahmen einer Sonderausstellung zum 175. Jubiläum des Erfurter Unionsparlamentes 1850 erstmals dem Publikum gezeigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: 30 Jahre bürgerschaftliches Engagement. Der Förderverein Stadtmuseum Erfurt.&#039;&#039;&#039; In: Mitteldeutsches Jahrbuch für Kultur und Geschichte 32 (2025). S. 314-317.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe: &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt|Förderverein Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Thueringen Schluesselmomente</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Schlüsselmomente der Thüringer Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Schlüsselmomente der Thüringer Geschichte =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Kulturland Thüringen blickt auf anderthalb Jahrtausende einer bedeutenden und wechselvollen Landesgeschichte vom Königreich des Frühmittelalters bis zum heutigen Freistaat zurück.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
[[Datei:CoverSchluesselmomente2.jpg|300px|right]]Der Freistaat Thüringen mit seinen zwei Millionen Einwohnern und gut 16.000 Quadratkilometern Fläche zählt zu den kleineren und politisch weniger bedeutsamen Ländern der Bundesrepublik Deutschland mit ihren 83 Millionen Einwohnern und 358.000 Quadratkilometern Fläche. Thüringen kann allerdings auf eine mehr als 1500-jährige Geschichte voller kultureller Höhepunkte zurückblicken, die es wiederum aus der föderalen Familie Deutschlands deutlich heraushebt. Dafür stehen Beinamen wie „Lutherland“, „Heimat der Bach-Familie“, „Land der Klassik“, „Wiege des Bauhauses“. In dieser einzigartigen Kulturlandschaft um UNESCO-Welterbe Wartburg, Weimar und Erfurt ist einer der ältesten Volksstämme beheimatet, aus denen sich das fränkisch-deutsche Reich entwickelte. Thüringen war jedoch lange kein einheitliches Staatsgebilde, sondern vielmehr Inbegriff der Kleinstaaterei. Dieses Spannungsverhältnis prägt den schrittweise im 20. Jahrhundert entstandenen Freistaat bis heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser und die Regionalmächte hatten bis zum Dreißigjährigen Krieg 1618/48 ein stark föderales Gefüge für das Deutsche Reich ausgeprägt. Einigen Gebieten bescherte dies zahlreiche kleine „Duodezfürsten“, spöttisch benannt nach dem kleinsten der historischen Buchformate „Duodez“, bei dem der Bogen zwölf Blätter zählt. In Thüringen nahm dies extreme Formen mit bis zu 30 Herrschaften auf engstem Raum an. Das veranlasste die preußisch-nationale Geschichtsschreibung, zwar die kulturellen Impulse für die Nation zu würdigen, zugleich aber die Zersplitterung zu geißeln: „Fast alle anderen Stämme nahmen doch irgend einmal einen Anlauf nach dem Ziele politischer Macht, die Thüringer niemals. Unsere Kultur verdankt ihnen unsäglich viel, unser Staat gar nichts“, so der Berliner Historiker Heinrich von Treitschke in seinem Klassiker „Deutsche Geschichte im neunzehnten Jahrhundert“ (1882).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thüringens Kleinstaatenwelt überstand sogar als einzige die Flurbereinigungen der Napoleonischen Zeit und der Reichsgründungszeit von 1864 bis 1871. Jene politisch-administrative Kleinteiligkeit korrespondierte jedoch mit einem fest verankerten landsmannschaftlichen Eigenbewusstsein der Thüringer. Bezugspunkte für diese historische „Einheit in der Vielfalt“ waren das Königreich der Thüringer im 6. Jahrhundert und vor allem die Landgrafschaft Thüringen im 12./13. Jahrhundert, mit denen sich durchaus – wenn auch letztlich gescheiterte – Ansätze für eine machtvolle Herrschaftsbildung finden. Im 19. Jahrhundert wurden ernsthafte Stimmen nach einer Einigung laut. Diese waren erstmals während der Revolution 1848 mit ihren demokratischen „Thüringer Volkstagen“ deutlich zu vernehmen. Der zunehmende Anachronismus der Miniaturmonarchien führte schließlich zu heftiger Kritik am „Thüringer Kleinstaatenjammer“, so der Titel einer viel gelesenen Publikation des Meininger SPD-Politikers Arthur Hofmann 1906.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert wurde die Forderung nach staatlicher Einheit im Rahmen einer föderalen Nation nach dem Ende der Monarchien in der Novemberrevolution 1918 schrittweise verwirklicht. 1920 bildete sich zunächst aus sieben ehemaligen Herzog- und Fürstentümern der Freistaat Thüringen mit der Hauptstadt Weimar. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 kamen die preußischen Gebiete mit der „heimlichen Hauptstadt“ Erfurt hinzu, das nun auch die tatsächliche Hauptstadtrolle übernahm. Im Zuge der Einführung des „demokratischen Zentralismus“ in der DDR wurde das Land Thüringen jedoch schon 1952 wieder aufgelöst und in die Bezirke Erfurt, Gera und Suhl geteilt. Mit der deutschen Wiedervereinigung trat schließlich am 3. Oktober 1990 das Bundesland Thüringen mit der Hauptstadt Erfurt ins Leben, das sich 1993 in seiner Verfassung den Namen Freistaat Thüringen gab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute fällt der Blick auf die kleinstaatliche Vergangenheit weniger kritisch aus als bei Machtstaats-Verfechter Treitschke. Vielmehr verkörpert Thüringen die kulturgeschichtlichen Vorzüge des Föderalismus. Fürstliche Repräsentation bescherte ihm prächtige Schlösser, Parks, Museen, Bibliotheken und Theater in einmaliger Dichte, machte es zum Synonym des Landes der Dichter, Denker und Musiker. Zwischen Gotha, Weimar, Altenburg und Meiningen, zwischen Sondershausen, Rudolstadt, Gera und Greiz entfaltet das „Land der Residenzen“ eine ganz besondere Atmosphäre. Die mittelalterliche Handels- und Kulturmetropole Erfurt, die einstigen Reichsstädte Mühlhausen und Nordhausen sowie das katholisch geprägte Eichsfeld runden dieses Bild ab. Die jüngere Geschichtsschreibung hat zudem bedeutende politische, soziale und ökonomische Innovationskräfte herausgearbeitet. Thüringen entwickelte sich zu einer Hochburg von Nationalbewegung, Liberalismus und Sozialdemokratie. Im Zeitalter von Industrialisierung und wissenschaftlichem Fortschritt gingen von hier wichtige Impulse aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rückblick ist die Versuchung groß, die Geschichte jener reichen Kulturlandschaft als kontinuierlichen Prozess zu erzählen. Das ausgeprägte Regionalbewusstsein scheint bis zu den germanischen „Toringi“ der Völkerwanderungszeit zurückzureichen, die das mächtige Königreich der Thüringer hervorbrachten. Ohne von dort eine zwangsläufige Entwicklung zum heutigen Freistaat zu unterstellen, hat sich doch der Begriff Thüringen seither trotz aller inneren Kleinteiligkeit fest mit der Region zwischen Harz und Thüringer Wald, zwischen Werratal und Pleißenland verbunden. Die folgenden neun „Schlüsselmomente“ sollen dabei verdeutlichen, wie der über anderthalb Jahrtausende reichende Prozess vom Königreich zum Freistaat ablief, aber auch welche alternativen Entwicklungen durchaus möglich gewesen wären. Thüringen hätte unter den Königen und Landgrafen ebenso zum Kern eines ausgreifenden mächtigen Staatsgebildes werden können, wie unter den Wettinern Teil eines solchen mit Schwerpunkt außerhalb der Region. Und auch die schrittweise Herausbildung des modernen föderalen Thüringens im 20. Jahrhundert war weder alternativlos noch von vornherein auf den heutigen Gebietsstand festgelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Vom Königreich zum Freistaat. Schlüsselmomente der Thüringer Geschichte&#039;&#039;&#039; (Thüringer Landeszentrale für politische Bildung). Erfurt 2022 (2. Auflage 2025). ([https://www.politische-bildung-thueringen.de/media/informieren__lesen/Themen/lzt_Schluesselmomente_Thueringer_Geschichte_PDFUA.pdf PDF])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Thüringens]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<updated>2026-07-17T07:35:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Schlüsselmomente der Thüringer Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Schlüsselmomente der Thüringer Geschichte =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Kulturland Thüringen blickt auf anderthalb Jahrtausende einer bedeutenden und wechselvollen Landesgeschichte vom Königreich des Frühmittelalters bis zum heutigen Freistaat zurück.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
[[Datei:CoverSchluesselmomente2.jpg|300px|right]]Der Freistaat Thüringen mit seinen zwei Millionen Einwohnern und gut 16.000 Quadratkilometern Fläche zählt zu den kleineren und politisch weniger bedeutsamen Ländern der Bundesrepublik Deutschland mit ihren 83 Millionen Einwohnern und 358.000 Quadratkilometern Fläche. Thüringen kann allerdings auf eine mehr als 1500-jährige Geschichte voller kultureller Höhepunkte zurückblicken, die es wiederum aus der föderalen Familie Deutschlands deutlich heraushebt. Dafür stehen Beinamen wie „Lutherland“, „Heimat der Bach-Familie“, „Land der Klassik“, „Wiege des Bauhauses“. In dieser einzigartigen Kulturlandschaft um UNESCO-Welterbe Wartburg, Weimar und Erfurt ist einer der ältesten Volksstämme beheimatet, aus denen sich das fränkisch-deutsche Reich entwickelte. Thüringen war jedoch lange kein einheitliches Staatsgebilde, sondern vielmehr Inbegriff der Kleinstaaterei. Dieses Spannungsverhältnis prägt den schrittweise im 20. Jahrhundert entstandenen Freistaat bis heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser und die Regionalmächte hatten bis zum Dreißigjährigen Krieg 1618/48 ein stark föderales Gefüge für das Deutsche Reich ausgeprägt. Einigen Gebieten bescherte dies zahlreiche kleine „Duodezfürsten“, spöttisch benannt nach dem kleinsten der historischen Buchformate „Duodez“, bei dem der Bogen zwölf Blätter zählt. In Thüringen nahm dies extreme Formen mit bis zu 30 Herrschaften auf engstem Raum an. Das veranlasste die preußisch-nationale Geschichtsschreibung, zwar die kulturellen Impulse für die Nation zu würdigen, zugleich aber die Zersplitterung zu geißeln: „Fast alle anderen Stämme nahmen doch irgend einmal einen Anlauf nach dem Ziele politischer Macht, die Thüringer niemals. Unsere Kultur verdankt ihnen unsäglich viel, unser Staat gar nichts“, so der Berliner Historiker Heinrich von Treitschke in seinem Klassiker „Deutsche Geschichte im neunzehnten Jahrhundert“ (1882).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thüringens Kleinstaatenwelt überstand sogar als einzige die Flurbereinigungen der Napoleonischen Zeit und der Reichsgründungszeit von 1864 bis 1871. Jene politisch-administrative Kleinteiligkeit korrespondierte jedoch mit einem fest verankerten landsmannschaftlichen Eigenbewusstsein der Thüringer. Bezugspunkte für diese historische „Einheit in der Vielfalt“ waren das Königreich der Thüringer im 6. Jahrhundert und vor allem die Landgrafschaft Thüringen im 12./13. Jahrhundert, mit denen sich durchaus – wenn auch letztlich gescheiterte – Ansätze für eine machtvolle Herrschaftsbildung finden. Im 19. Jahrhundert wurden ernsthafte Stimmen nach einer Einigung laut. Diese waren erstmals während der Revolution 1848 mit ihren demokratischen „Thüringer Volkstagen“ deutlich zu vernehmen. Der zunehmende Anachronismus der Miniaturmonarchien führte schließlich zu heftiger Kritik am „Thüringer Kleinstaatenjammer“, so der Titel einer viel gelesenen Publikation des Meininger SPD-Politikers Arthur Hofmann 1906.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert wurde die Forderung nach staatlicher Einheit im Rahmen einer föderalen Nation nach dem Ende der Monarchien in der Novemberrevolution 1918 schrittweise verwirklicht. 1920 bildete sich zunächst aus sieben ehemaligen Herzog- und Fürstentümern der Freistaat Thüringen mit der Hauptstadt Weimar. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 kamen die preußischen Gebiete mit der „heimlichen Hauptstadt“ Erfurt hinzu, das nun auch die tatsächliche Hauptstadtrolle übernahm. Im Zuge der Einführung des „demokratischen Zentralismus“ in der DDR wurde das Land Thüringen jedoch schon 1952 wieder aufgelöst und in die Bezirke Erfurt, Gera und Suhl geteilt. Mit der deutschen Wiedervereinigung trat schließlich am 3. Oktober 1990 das Bundesland Thüringen mit der Hauptstadt Erfurt ins Leben, das sich 1993 in seiner Verfassung den Namen Freistaat Thüringen gab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute fällt der Blick auf die kleinstaatliche Vergangenheit weniger kritisch aus als bei Machtstaats-Verfechter Treitschke. Vielmehr verkörpert Thüringen die kulturgeschichtlichen Vorzüge des Föderalismus. Fürstliche Repräsentation bescherte ihm prächtige Schlösser, Parks, Museen, Bibliotheken und Theater in einmaliger Dichte, machte es zum Synonym des Landes der Dichter, Denker und Musiker. Zwischen Gotha, Weimar, Altenburg und Meiningen, zwischen Sondershausen, Rudolstadt, Gera und Greiz entfaltet das „Land der Residenzen“ eine ganz besondere Atmosphäre. Die mittelalterliche Handels- und Kulturmetropole Erfurt, die einstigen Reichsstädte Mühlhausen und Nordhausen sowie das katholisch geprägte Eichsfeld runden dieses Bild ab. Die jüngere Geschichtsschreibung hat zudem bedeutende politische, soziale und ökonomische Innovationskräfte herausgearbeitet. Thüringen entwickelte sich zu einer Hochburg von Nationalbewegung, Liberalismus und Sozialdemokratie. Im Zeitalter von Industrialisierung und wissenschaftlichem Fortschritt gingen von hier wichtige Impulse aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rückblick ist die Versuchung groß, die Geschichte jener reichen Kulturlandschaft als kontinuierlichen Prozess zu erzählen. Das ausgeprägte Regionalbewusstsein scheint bis zu den germanischen „Toringi“ der Völkerwanderungszeit zurückzureichen, die das mächtige Königreich der Thüringer hervorbrachten. Ohne von dort eine zwangsläufige Entwicklung zum heutigen Freistaat zu unterstellen, hat sich doch der Begriff Thüringen seither trotz aller inneren Kleinteiligkeit fest mit der Region zwischen Harz und Thüringer Wald, zwischen Werratal und Pleißenland verbunden. Die folgenden neun „Schlüsselmomente“ sollen dabei verdeutlichen, wie der über anderthalb Jahrtausende reichende Prozess vom Königreich zum Freistaat ablief, aber auch welche alternativen Entwicklungen durchaus möglich gewesen wären. Thüringen hätte unter den Königen und Landgrafen ebenso zum Kern eines ausgreifenden mächtigen Staatsgebildes werden können, wie unter den Wettinern Teil eines solchen mit Schwerpunkt außerhalb der Region. Und auch die schrittweise Herausbildung des modernen föderalen Thüringens im 20. Jahrhundert war weder alternativlos noch von vornherein auf den heutigen Gebietsstand festgelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Vom Königreich zum Freistaat. Schlüsselmomente der Thüringer Geschichte&#039;&#039;&#039; (Thüringer Landeszentrale für politische Bildung). Erfurt 2022 (2. Auflage 2025). (([https://www.politische-bildung-thueringen.de/media/informieren__lesen/Themen/lzt_Schluesselmomente_Thueringer_Geschichte_PDFUA.pdf PDF])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Thüringens]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Thueringen Schluesselmomente</title>
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		<updated>2026-07-17T07:33:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Schlüsselmomente der Thüringer Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Schlüsselmomente der Thüringer Geschichte =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Kulturland Thüringen blickt auf anderthalb Jahrtausende einer bedeutenden und wechselvollen Landesgeschichte vom Königreich des Frühmittelalters bis zum heutigen Freistaat zurück.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
[[Datei:CoverSchluesselmomente2.jpg|300px|right]]Der Freistaat Thüringen mit seinen zwei Millionen Einwohnern und gut 16.000 Quadratkilometern Fläche zählt zu den kleineren und politisch weniger bedeutsamen Ländern der Bundesrepublik Deutschland mit ihren 83 Millionen Einwohnern und 358.000 Quadratkilometern Fläche. Thüringen kann allerdings auf eine mehr als 1500-jährige Geschichte voller kultureller Höhepunkte zurückblicken, die es wiederum aus der föderalen Familie Deutschlands deutlich heraushebt. Dafür stehen Beinamen wie „Lutherland“, „Heimat der Bach-Familie“, „Land der Klassik“, „Wiege des Bauhauses“. In dieser einzigartigen Kulturlandschaft um UNESCO-Welterbe Wartburg, Weimar und Erfurt ist einer der ältesten Volksstämme beheimatet, aus denen sich das fränkisch-deutsche Reich entwickelte. Thüringen war jedoch lange kein einheitliches Staatsgebilde, sondern vielmehr Inbegriff der Kleinstaaterei. Dieses Spannungsverhältnis prägt den schrittweise im 20. Jahrhundert entstandenen Freistaat bis heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser und die Regionalmächte hatten bis zum Dreißigjährigen Krieg 1618/48 ein stark föderales Gefüge für das Deutsche Reich ausgeprägt. Einigen Gebieten bescherte dies zahlreiche kleine „Duodezfürsten“, spöttisch benannt nach dem kleinsten der historischen Buchformate „Duodez“, bei dem der Bogen zwölf Blätter zählt. In Thüringen nahm dies extreme Formen mit bis zu 30 Herrschaften auf engstem Raum an. Das veranlasste die preußisch-nationale Geschichtsschreibung, zwar die kulturellen Impulse für die Nation zu würdigen, zugleich aber die Zersplitterung zu geißeln: „Fast alle anderen Stämme nahmen doch irgend einmal einen Anlauf nach dem Ziele politischer Macht, die Thüringer niemals. Unsere Kultur verdankt ihnen unsäglich viel, unser Staat gar nichts“, so der Berliner Historiker Heinrich von Treitschke in seinem Klassiker „Deutsche Geschichte im neunzehnten Jahrhundert“ (1882).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thüringens Kleinstaatenwelt überstand sogar als einzige die Flurbereinigungen der Napoleonischen Zeit und der Reichsgründungszeit von 1864 bis 1871. Jene politisch-administrative Kleinteiligkeit korrespondierte jedoch mit einem fest verankerten landsmannschaftlichen Eigenbewusstsein der Thüringer. Bezugspunkte für diese historische „Einheit in der Vielfalt“ waren das Königreich der Thüringer im 6. Jahrhundert und vor allem die Landgrafschaft Thüringen im 12./13. Jahrhundert, mit denen sich durchaus – wenn auch letztlich gescheiterte – Ansätze für eine machtvolle Herrschaftsbildung finden. Im 19. Jahrhundert wurden ernsthafte Stimmen nach einer Einigung laut. Diese waren erstmals während der Revolution 1848 mit ihren demokratischen „Thüringer Volkstagen“ deutlich zu vernehmen. Der zunehmende Anachronismus der Miniaturmonarchien führte schließlich zu heftiger Kritik am „Thüringer Kleinstaatenjammer“, so der Titel einer viel gelesenen Publikation des Meininger SPD-Politikers Arthur Hofmann 1906.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert wurde die Forderung nach staatlicher Einheit im Rahmen einer föderalen Nation nach dem Ende der Monarchien in der Novemberrevolution 1918 schrittweise verwirklicht. 1920 bildete sich zunächst aus sieben ehemaligen Herzog- und Fürstentümern der Freistaat Thüringen mit der Hauptstadt Weimar. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 kamen die preußischen Gebiete mit der „heimlichen Hauptstadt“ Erfurt hinzu, das nun auch die tatsächliche Hauptstadtrolle übernahm. Im Zuge der Einführung des „demokratischen Zentralismus“ in der DDR wurde das Land Thüringen jedoch schon 1952 wieder aufgelöst und in die Bezirke Erfurt, Gera und Suhl geteilt. Mit der deutschen Wiedervereinigung trat schließlich am 3. Oktober 1990 das Bundesland Thüringen mit der Hauptstadt Erfurt ins Leben, das sich 1993 in seiner Verfassung den Namen Freistaat Thüringen gab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute fällt der Blick auf die kleinstaatliche Vergangenheit weniger kritisch aus als bei Machtstaats-Verfechter Treitschke. Vielmehr verkörpert Thüringen die kulturgeschichtlichen Vorzüge des Föderalismus. Fürstliche Repräsentation bescherte ihm prächtige Schlösser, Parks, Museen, Bibliotheken und Theater in einmaliger Dichte, machte es zum Synonym des Landes der Dichter, Denker und Musiker. Zwischen Gotha, Weimar, Altenburg und Meiningen, zwischen Sondershausen, Rudolstadt, Gera und Greiz entfaltet das „Land der Residenzen“ eine ganz besondere Atmosphäre. Die mittelalterliche Handels- und Kulturmetropole Erfurt, die einstigen Reichsstädte Mühlhausen und Nordhausen sowie das katholisch geprägte Eichsfeld runden dieses Bild ab. Die jüngere Geschichtsschreibung hat zudem bedeutende politische, soziale und ökonomische Innovationskräfte herausgearbeitet. Thüringen entwickelte sich zu einer Hochburg von Nationalbewegung, Liberalismus und Sozialdemokratie. Im Zeitalter von Industrialisierung und wissenschaftlichem Fortschritt gingen von hier wichtige Impulse aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rückblick ist die Versuchung groß, die Geschichte jener reichen Kulturlandschaft als kontinuierlichen Prozess zu erzählen. Das ausgeprägte Regionalbewusstsein scheint bis zu den germanischen „Toringi“ der Völkerwanderungszeit zurückzureichen, die das mächtige Königreich der Thüringer hervorbrachten. Ohne von dort eine zwangsläufige Entwicklung zum heutigen Freistaat zu unterstellen, hat sich doch der Begriff Thüringen seither trotz aller inneren Kleinteiligkeit fest mit der Region zwischen Harz und Thüringer Wald, zwischen Werratal und Pleißenland verbunden. Die folgenden neun „Schlüsselmomente“ sollen dabei verdeutlichen, wie der über anderthalb Jahrtausende reichende Prozess vom Königreich zum Freistaat ablief, aber auch welche alternativen Entwicklungen durchaus möglich gewesen wären. Thüringen hätte unter den Königen und Landgrafen ebenso zum Kern eines ausgreifenden mächtigen Staatsgebildes werden können, wie unter den Wettinern Teil eines solchen mit Schwerpunkt außerhalb der Region. Und auch die schrittweise Herausbildung des modernen föderalen Thüringens im 20. Jahrhundert war weder alternativlos noch von vornherein auf den heutigen Gebietsstand festgelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Vom Königreich zum Freistaat. Schlüsselmomente der Thüringer Geschichte&#039;&#039;&#039; ([https://www.politische-bildung-thueringen.de/media/informieren__lesen/Themen/lzt_Schluesselmomente_Thueringer_Geschichte_PDFUA.pdf Thüringer Landeszentrale für politische Bildung (PDF)]). Erfurt 2022 (2. Auflage 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Thüringens]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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	<entry>
		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Thueringen_Schluesselmomente&amp;diff=62423</id>
		<title>Thueringen Schluesselmomente</title>
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		<updated>2026-07-17T07:33:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Schlüsselmomente der Thüringer Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Schlüsselmomente der Thüringer Geschichte =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Kulturland Thüringen blickt auf anderthalb Jahrtausende einer bedeutenden und wechselvollen Landesgeschichte vom Königreich des Frühmittelalters bis zum heutigen Freistaat zurück.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
[[Datei:CoverSchluesselmomente2.jpg|300px|right]]Der Freistaat Thüringen mit seinen zwei Millionen Einwohnern und gut 16.000 Quadratkilometern Fläche zählt zu den kleineren und politisch weniger bedeutsamen Ländern der Bundesrepublik Deutschland mit ihren 83 Millionen Einwohnern und 358.000 Quadratkilometern Fläche. Thüringen kann allerdings auf eine mehr als 1500-jährige Geschichte voller kultureller Höhepunkte zurückblicken, die es wiederum aus der föderalen Familie Deutschlands deutlich heraushebt. Dafür stehen Beinamen wie „Lutherland“, „Heimat der Bach-Familie“, „Land der Klassik“, „Wiege des Bauhauses“. In dieser einzigartigen Kulturlandschaft um UNESCO-Welterbe Wartburg, Weimar und Erfurt ist einer der ältesten Volksstämme beheimatet, aus denen sich das fränkisch-deutsche Reich entwickelte. Thüringen war jedoch lange kein einheitliches Staatsgebilde, sondern vielmehr Inbegriff der Kleinstaaterei. Dieses Spannungsverhältnis prägt den schrittweise im 20. Jahrhundert entstandenen Freistaat bis heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser und die Regionalmächte hatten bis zum Dreißigjährigen Krieg 1618/48 ein stark föderales Gefüge für das Deutsche Reich ausgeprägt. Einigen Gebieten bescherte dies zahlreiche kleine „Duodezfürsten“, spöttisch benannt nach dem kleinsten der historischen Buchformate „Duodez“, bei dem der Bogen zwölf Blätter zählt. In Thüringen nahm dies extreme Formen mit bis zu 30 Herrschaften auf engstem Raum an. Das veranlasste die preußisch-nationale Geschichtsschreibung, zwar die kulturellen Impulse für die Nation zu würdigen, zugleich aber die Zersplitterung zu geißeln: „Fast alle anderen Stämme nahmen doch irgend einmal einen Anlauf nach dem Ziele politischer Macht, die Thüringer niemals. Unsere Kultur verdankt ihnen unsäglich viel, unser Staat gar nichts“, so der Berliner Historiker Heinrich von Treitschke in seinem Klassiker „Deutsche Geschichte im neunzehnten Jahrhundert“ (1882).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thüringens Kleinstaatenwelt überstand sogar als einzige die Flurbereinigungen der Napoleonischen Zeit und der Reichsgründungszeit von 1864 bis 1871. Jene politisch-administrative Kleinteiligkeit korrespondierte jedoch mit einem fest verankerten landsmannschaftlichen Eigenbewusstsein der Thüringer. Bezugspunkte für diese historische „Einheit in der Vielfalt“ waren das Königreich der Thüringer im 6. Jahrhundert und vor allem die Landgrafschaft Thüringen im 12./13. Jahrhundert, mit denen sich durchaus – wenn auch letztlich gescheiterte – Ansätze für eine machtvolle Herrschaftsbildung finden. Im 19. Jahrhundert wurden ernsthafte Stimmen nach einer Einigung laut. Diese waren erstmals während der Revolution 1848 mit ihren demokratischen „Thüringer Volkstagen“ deutlich zu vernehmen. Der zunehmende Anachronismus der Miniaturmonarchien führte schließlich zu heftiger Kritik am „Thüringer Kleinstaatenjammer“, so der Titel einer viel gelesenen Publikation des Meininger SPD-Politikers Arthur Hofmann 1906.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert wurde die Forderung nach staatlicher Einheit im Rahmen einer föderalen Nation nach dem Ende der Monarchien in der Novemberrevolution 1918 schrittweise verwirklicht. 1920 bildete sich zunächst aus sieben ehemaligen Herzog- und Fürstentümern der Freistaat Thüringen mit der Hauptstadt Weimar. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 kamen die preußischen Gebiete mit der „heimlichen Hauptstadt“ Erfurt hinzu, das nun auch die tatsächliche Hauptstadtrolle übernahm. Im Zuge der Einführung des „demokratischen Zentralismus“ in der DDR wurde das Land Thüringen jedoch schon 1952 wieder aufgelöst und in die Bezirke Erfurt, Gera und Suhl geteilt. Mit der deutschen Wiedervereinigung trat schließlich am 3. Oktober 1990 das Bundesland Thüringen mit der Hauptstadt Erfurt ins Leben, das sich 1993 in seiner Verfassung den Namen Freistaat Thüringen gab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute fällt der Blick auf die kleinstaatliche Vergangenheit weniger kritisch aus als bei Machtstaats-Verfechter Treitschke. Vielmehr verkörpert Thüringen die kulturgeschichtlichen Vorzüge des Föderalismus. Fürstliche Repräsentation bescherte ihm prächtige Schlösser, Parks, Museen, Bibliotheken und Theater in einmaliger Dichte, machte es zum Synonym des Landes der Dichter, Denker und Musiker. Zwischen Gotha, Weimar, Altenburg und Meiningen, zwischen Sondershausen, Rudolstadt, Gera und Greiz entfaltet das „Land der Residenzen“ eine ganz besondere Atmosphäre. Die mittelalterliche Handels- und Kulturmetropole Erfurt, die einstigen Reichsstädte Mühlhausen und Nordhausen sowie das katholisch geprägte Eichsfeld runden dieses Bild ab. Die jüngere Geschichtsschreibung hat zudem bedeutende politische, soziale und ökonomische Innovationskräfte herausgearbeitet. Thüringen entwickelte sich zu einer Hochburg von Nationalbewegung, Liberalismus und Sozialdemokratie. Im Zeitalter von Industrialisierung und wissenschaftlichem Fortschritt gingen von hier wichtige Impulse aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rückblick ist die Versuchung groß, die Geschichte jener reichen Kulturlandschaft als kontinuierlichen Prozess zu erzählen. Das ausgeprägte Regionalbewusstsein scheint bis zu den germanischen „Toringi“ der Völkerwanderungszeit zurückzureichen, die das mächtige Königreich der Thüringer hervorbrachten. Ohne von dort eine zwangsläufige Entwicklung zum heutigen Freistaat zu unterstellen, hat sich doch der Begriff Thüringen seither trotz aller inneren Kleinteiligkeit fest mit der Region zwischen Harz und Thüringer Wald, zwischen Werratal und Pleißenland verbunden. Die folgenden neun „Schlüsselmomente“ sollen dabei verdeutlichen, wie der über anderthalb Jahrtausende reichende Prozess vom Königreich zum Freistaat ablief, aber auch welche alternativen Entwicklungen durchaus möglich gewesen wären. Thüringen hätte unter den Königen und Landgrafen ebenso zum Kern eines ausgreifenden mächtigen Staatsgebildes werden können, wie unter den Wettinern Teil eines solchen mit Schwerpunkt außerhalb der Region. Und auch die schrittweise Herausbildung des modernen föderalen Thüringens im 20. Jahrhundert war weder alternativlos noch von vornherein auf den heutigen Gebietsstand festgelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Vom Königreich zum Freistaat. Schlüsselmomente der Thüringer Geschichte&#039;&#039;&#039; ([https://www.politische-bildung-thueringen.de/media/informieren__lesen/Themen/lzt_Schluesselmomente_Thueringer_Geschichte_PDFUA.pdf Schriften der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen PDF]). Erfurt 2022 (2. Auflage 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Thüringens]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>ErfurterGeschichtsverein</title>
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		<updated>2026-07-09T13:55:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Der Erfurter Geschichtsverein */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Der Erfurter Geschichtsverein =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:VGAEMarkeneu.jpg|500px|right]]&#039;&#039;&#039;Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt e.V.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c/o Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ | Johannesstraße 169 | 99084 Erfurt | 0361/6555658 | erfurter-geschichtsverein@gmx.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorstand&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Martin Sladeczek (Vorsitzender), Dr. Steffen Raßloff (Stellv. Vorsitzender), &lt;br /&gt;
Hardy Eidam, Tim Erthel, Sabine Hahnel, Prof. Dr. Karl Heinemeyer, Christel Perlik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Erfurter Geschichtsverein&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt wurde im Jahre 1863 gegründet. Er zählte rasch zu den angesehensten Vereinen der Region. Nach 1945 viereinhalb Jahrzehnte nicht mehr tätig, kam es 1990 zur Wiedergründung des Vereins. Er gilt seither wieder als &amp;quot;historisches Gedächtnis und Gewissen&amp;quot; der Stadt sowie als Impulsgeber für die überregionale Forschung. Hierfür wurde er u.a. 2018 mit dem &#039;&#039;&#039;[[Friedrich Christian Lesser Preis 2018 Geschichtsverein Erfurt|Friedrich-Christian-Lesser-Preis]]&#039;&#039;&#039; geehrt. (&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [[Geschichte_Erfurter_Geschichtsverein_SuG|Geschichte des Vereins]]&#039;&#039;&#039;) Hauptaufgabe des VGAE ist die Erforschung und Verbreitung der &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. Hierbei strebt er eine intensive Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, Institutionen und Personen an und zielt zugleich auf regen Austausch von Historikern und interessierten Laien. Darüber hinaus bringt sich der Verein aktiv in das Kulturleben der Stadt und in aktuelle Diskussionen in den Bereichen Geschichte, Erinnerungskultur und Denkmalpflege ein.  (&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://erfurt-web.de/images/StatutVGAE-20-1-2026.pdf Statut]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein gibt jährlich die Zeitschrift &#039;&#039;&#039;[[Publikationen des Erfurter Geschichtsvereins|Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt]]&#039;&#039;&#039; (MVGAE) heraus, die seit 1865 erscheint. Jeder Band enthält Aufsätze, Rezensionen, Archäologiebericht, Jahreschronik und Vereinsbericht. Mitglieder erhalten die Mitteilungen kostenlos. Daneben unterhält der Verein eine weitere Schriftenreihe für Monographien und Sammelbände. Die Vereinsschriften besitzen überregional einen guten Ruf. (&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [[Publikationen des Erfurter Geschichtsvereins|Publikationen]]&#039;&#039;&#039;) Öffentlichkeitswirksam wird der Verein auch mit seinen jährlichen Fachtagungen, den wissenschaftlichen Montagsvorträgen, dem Geschichtskränzchen sowie einer Reihe weiterer Veranstaltungen (siehe unten). Im Frühjahr und Sommer lädt er seine Mitglieder zu Exkursionen ein. Der Geschichtsverein ist zudem Mitinitiator der Erfurter Synagogenabende. Bei allen Veranstaltungen sind Gäste herzlich willkommen. (&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [[Veranstaltungen des Erfurter Geschichtsvereins|Archiv der Veranstaltungen]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der VGAE ist ein eingetragener Verein und wird ehrenamtlich vom Vorstand geleitet. Jahresbeitrag (40,00 Euro; ermäßigt für Schüler, Studenten, soziale Härtefälle 20,00 Euro) und Spenden sind steuerlich absetzbar. Bankverbindung: Sparkasse Mittelthüringen, IBAN DE02 8205 1000 0130 0730 24. Die Geschäftsstelle befindet sich im &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039; und ist Di./Mi. 10.00-12.00 und Do. 16.00-18.00 besetzt. Darüber hinaus dient das Museum während der Öffnungszeiten (Di. bis So. 10.00-18.00 Uhr) als Anlaufstelle und dem Publikationsverkauf. Sie möchten Mitglied werden? Dann füllen Sie bitte &#039;&#039;&#039;[http://www.erfurt-web.de/images/BeitrittserklärungGeschichtsverein.pdf Beitrittserklärung]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[http://www.erfurt-web.de/images/SEPA-Lastschriftmandat-VGAE.pdf Einzugsermächtigung]&#039;&#039;&#039; aus und senden sie per Post an uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Redaktion: &#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aktuelles&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Unionsparlament 1850|Geschichtsverein beteiligt sich an Tagung zum 175. Jubiläum des Erfurter Unionsparlamentes 2025]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [[Archiv Meldungen Erfurter Geschichtsverein|Ältere Meldungen]]&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Geschichtsverein SuG|Tradition seit 1863. Der Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: Stadt und Geschichte 81 (2022), S. 20-23.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ad maiorem Erfordiae gloriam&amp;quot;. 150 Jahre Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 1863–1945 und 1990–2013.&#039;&#039;&#039; In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 74 (2013). S. 7-46.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antje Bauer und Sabine Hahnel: &#039;&#039;&#039;45 Jahre Vereinsgeschichte ohne Verein. Stadtgeschichtsforschung und sozialistische Kulturpolitik 1945–1990.&#039;&#039;&#039; In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 74 (2013). S. 47-66.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Durch unendlich viele Fäden mit der Provinz Sachsen verbunden&amp;quot;. Der Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 1863-1945.&#039;&#039;&#039; In: Konnex. Zeitschrift für Heimat- und Regionalforschung in Sachsen-Anhalt. S. 34-45.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Veranstaltungen 2026&#039;&#039;&#039; (zum Lesen anklicken):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:VGAE-26-2(1).jpg|900px|left]]&lt;br /&gt;
[[Datei:VGAE-26-2(2).jpg|900px|left]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<updated>2026-07-09T13:55:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Kleine Geschichte Sachsen-Anhalts</title>
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		<updated>2026-07-09T08:27:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Kleine Geschichte Sachsen-Anhalts */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Kleine Geschichte Sachsen-Anhalts =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:SACover.png|300px|right]]&#039;&#039;&#039;Das reich illustrierte Buch im handlichen Westentaschen-Format gibt einen Überblick zur Geschichte Sachsen-Anhalts.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sachsen-Anhalt zählt zu den jüngsten der Bundesländer. Erstmals existierte es von 1945 bis 1952 und trat endgültig mit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 ins Leben. Schon die preußische Provinz Sachsen von 1815 hatte als „wunderliches Gewirr“ historischer Gebiete gegolten. Diese reichten von der altpreußischen Altmark über die einst geistlichen Herrschaften Magdeburg und Halberstadt bis in den kursächsischen Süden mit den alten Bischofsstädten Merseburg und Naumburg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn seine Territorien auch lange eigene Wege gingen, kann Sachsen-Anhalt gleichwohl auf eine große Geschichte zurückblicken. Das machen schon die außergewöhnlich vielen UNESCO-Weltkulturerbestätten deutlich: Stiftskirche, Schloss und Altstadt in Quedlinburg, Naumburger Dom, Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg, Gartenreich Dessau-Wörlitz und Bauhaus Dessau. Dies wirkt integrierend auf das junge Land mit seinen beiden Metropolen Halle und Magdeburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spektakulärer Auftakt ist die Himmelsscheibe von Nebra im Landesmuseum Halle. Unter den ottonischen Königen und Kaisern rückte die Region um Quedlinburg und Magdeburg zum glanzvollen Machtzentrum des entstehenden Deutschen Reiches auf. Später hat das „Lutherland“ um Eisleben, Mansfeld und Wittenberg als „Kernland der Reformation“ Weltgeschichte geschrieben. Schutzherren Luthers waren die Kurfürsten von Sachsen aus dem Hause der Wettiner, die die Geschichte Sachsen-Anhalts lange mitbestimmten, ehe sie von den preußischen Hohenzollern verdrängt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein relativ kleiner Bestandteil ist Anhalt, das jedoch dank seiner reichen Historie zu Recht im Landesnamen verankert ist. Das Herrschergeschlecht der Askanier hat es von Albrecht dem Bären über Katharina die Große und Bach-Freund Leopold bis hin zum „Alten Dessauer“ und „Fürst Franz“ mit seinem Wörlitzer Park große Persönlichkeiten hervorgebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus hat die Region der Weltkultur von Magdeburger Dom und Halberstädter Domschatz über Franckesche Stiftungen und Georg Friedrich Händel bis hin zum Dessauer Bauhaus wichtige Impulse verliehen. Hinzu kommt die moderne Industrieregion mit Magdeburger Maschinenbau, Dessauer Junkers-Flugzeugen und Chemiedreieck Leuna-Buna-Bitterfeld. Sie profitierte von Ressourcen wie Braunkohle, Kupfer, Salz und einer ertragreichen Landwirtschaft. Die historischen Entwicklungen wurden stets auch vom Naturraum um die großen Flüsse Elbe und Saale sowie den sagenumwobenen Harz mitbestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Kleine Geschichte Sachsen-Anhalts&#039;&#039;&#039;. Ilmenau 2022. ([https://vggh.de/detailview?no=RV-MINI-089 Rhino Verlag])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Das Büchlein eignet sich hervorragend als erste Orientierung über die großen Verlaufslinien der Geschichte Sachsen-Anhalts für ein breites Publikum.&amp;quot; &#039;&#039;&#039;(Konnex, Zeitschrift für Heimat- und Regionalforschung in Sachen-Anhalt 1/2024)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Der Historiker Steffen Raßloff gibt einen kompakten Überblick über &#039;das junge Land mit großer Geschichte&#039;. Neben der Darstellung punktet die Neuerscheinung auch mit zahlreichen Farbfotos, die einen optischen Eindruck von der Vielfalt des Bundeslandes vermitteln.&amp;quot; &#039;&#039;&#039;(Halle Spektrum, 2023)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;[https://detektor.fm/wissen/dazwischen-becoming-sachsen-anhalt &amp;quot;Sachsen-Anhalt war erst einmal gar nicht vorgesehen.&amp;quot; Zur Geschichte des Bundeslandes]&#039;&#039;&#039; (Podcast, 26.03.2026)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;[[Sachsen-Anhalt_55_Highlights_aus_der_Geschichte|Highighlights aus der Geschichte Sachsen-Anhalts]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Mitteldeutschlands]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Sachsen-Anhalt_55_Highlights_aus_der_Geschichte&amp;diff=62418</id>
		<title>Sachsen-Anhalt 55 Highlights aus der Geschichte</title>
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		<updated>2026-07-09T08:24:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sachsen-Anhalt - 55 Highlights aus der Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sachsen-Anhalt - 55 Highlights aus der Geschichte =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Buch des Historikers Dr. Steffen Raßloff porträtiert anschaulich 55 Menschen, Orte und Ereignisse, die das geschichtsträchtige Bundesland Sachsen-Anhalt mit seinen vielen Welterbestätten bis heute prägen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cover-S-A.jpg|300px|right]]Man sagt Sachsen-Anhalt nach, ein künstliches Gebilde ohne rechtes Landesbewusstsein zu sein. Schon Historiker Heinrich von Treitschke bezeichnete die 1815 entstandene preußische Provinz Sachsen, aus der mit dem Land Anhalt 1945 und endgültig 1990 Sachsen-Anhalt entstehen sollte, als ein „wunderliches Gewirr“ willkürlich zusammengefügter Territorien. Diese reichten von der Altmark, der urpreußischen „Wiege Brandenburgs“, über die im 17. Jahrhundert an Preußen gefallenen geistlichen Herrschaften Magdeburg und Halberstadt bis in den kursächsischen Süden mit den alten Bischofsstädten Merseburg und Naumburg. Gleichwohl kann Sachsen-Anhalt auf eine große Geschichte zurückblicken. Dies zeigt sich schon an den vielen UNESCO-Weltkulturerbestätten: Stiftskirche, Schloss und Altstadt von Quedlinburg, Naumburger Dom, Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg, Gartenreich Dessau-Wörlitz, das Bauhaus und seine Stätten in Dessau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Vorgeschichte hat im Landesmuseum Halle viel zu bieten. Dort findet sich mit der Himmelsscheibe von Nebra einer der spektakulärsten Funde der Archäologiegeschichte. Unter den Ottonen rückte die Region im 10. Jahrhundert zum Kernland des entstehenden Deutschen Reiches auf. Heinrich I. bevorzugte Quedlinburg, Otto der Große Magdeburg mit seinem gewaltigen Dom. Auch Markgraf Gero in Gernrode und Bischof Thietmar in Merseburg haben ihre Spuren hinterlassen. Das „Lutherland“ hat Weltgeschichte geschrieben. Martin Luther wurde in Eisleben geboren und wuchs in Mansfeld auf. Wittenberg rückte seit dem Thesenanschlag 1517 zum Zentrum der Reformation auf, in dem Künstler wie die Cranachs wirkten. Auch Luthers Gegenspieler Thomas Müntzer stammte aus der Region. Schutzherren der Reformation waren die Wettiner, die die Geschichte Sachsen-Anhalts lange mitbestimmten, ehe sie von den preußischen Hohenzollern 1815 verdrängt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommt die Industrieregion, die auf Braunkohle, Kupfererz, Stein- und Kalisalz sowie eine ertragreiche Landwirtschaft aufbauen konnte. Vom Magdeburger Maschinenbau und Dessauer Junkers-Flugzeugen bis hin zum Chemiedreieck Leuna-Buna-Bitterfeld und modernen Verkehrswegen reicht das Spektrum. Ein kleiner Bestandteil des Landes ist Anhalt, das jedoch dank seiner langen Geschichte zu Recht im Namen verankert ist. Über Jahrhunderte von den Askaniern beherrscht, hat es von Albrecht dem Bären über die aus Zerbst stammende Zarin Katharina die Große und den Bach-Freund Fürst Leopold in Köthen bis hin zum Alten Dessauer und Fürst Franz mit seinem Wörlitzer Park große Namen hervorgebracht. Vieles weitere ist zu nennen: der Sachsenspiegel Eike von Repgows und Burg Falkenstein, die Fachwerkstadt Wernigerode, Halle, die Stadt der fünf Türme mit Universität, Franckeschen Stiftungen, Georg Friedrich Händel und Halle-Neustadt, Albrecht von Brandenburg, die Landesschule Pforta, die Magdeburger Hochzeit, Otto von Guericke und seine Magdeburger Halbkugeln, König Gustav Adolf, Antike-Verehrer Winckelmann, Freundschafts-Dichter Gleim, Freiheits-General Steuben, die Revolution 1848, Sachsen-Anhalt-Vordenker Ehrhard Hübener, der Bitterfelder Weg und der einzige Fußball-Europapokalsieger der DDR. Geprägt wird das Land auch von seiner Natur, wie dem sagenumwobenen Harz. Es hat weit über das Saale-Unstrut-Weingebiet hinaus auch zahlreiche kulinarische Highlights zu bieten.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Sachsen-Anhalt. 55 Highlights aus der Geschichte&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2020 ([https://www.verlagshaus24.com/sachsen-anhalt_55_highlights-610_03162/ Sutton Verlag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Ein wirklich lesenswerter Rundumschlag von der Entstehung Sachsen-Anhalts bis heute.&amp;quot; &#039;&#039;&#039;(Altmark Zeitung)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte wird lebendig.&amp;quot; &#039;&#039;&#039;(Mitteldeutsche Zeitung)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Die unterhaltsame und gewinnbringende Zusammenstellung liefert viele Anregungen zu persönlichen Entdeckungsausflügen von der Altmark bis zur Unstrut.&amp;quot; &#039;&#039;&#039;(Halle Spektrum)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;[https://detektor.fm/wissen/dazwischen-becoming-sachsen-anhalt &amp;quot;Sachsen-Anhalt war erst einmal gar nicht vorgesehen.&amp;quot; Zur Geschichte des Bundeslandes]&#039;&#039;&#039; (Podcast, 26.03.2026)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Kleine Geschichte Sachsen-Anhalts]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Mitteldeutschlands|Mitteldeutsche Geschichte]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Himmelsscheibe Nebra]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Neuenburg Landgrafen Thueringen|Neuenburg]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Provinz Sachsen]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Sachsen-Anhalt 55 Highlights aus der Geschichte</title>
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		<updated>2026-07-09T08:23:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sachsen-Anhalt - 55 Highlights aus der Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sachsen-Anhalt - 55 Highlights aus der Geschichte =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Buch des Historikers Dr. Steffen Raßloff porträtiert anschaulich 55 Menschen, Orte und Ereignisse, die das geschichtsträchtige Bundesland Sachsen-Anhalt mit seinen vielen Welterbestätten bis heute prägen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cover-S-A.jpg|300px|right]]Man sagt Sachsen-Anhalt nach, ein künstliches Gebilde ohne rechtes Landesbewusstsein zu sein. Schon Historiker Heinrich von Treitschke bezeichnete die 1815 entstandene preußische Provinz Sachsen, aus der mit dem Land Anhalt 1945 und endgültig 1990 Sachsen-Anhalt entstehen sollte, als ein „wunderliches Gewirr“ willkürlich zusammengefügter Territorien. Diese reichten von der Altmark, der urpreußischen „Wiege Brandenburgs“, über die im 17. Jahrhundert an Preußen gefallenen geistlichen Herrschaften Magdeburg und Halberstadt bis in den kursächsischen Süden mit den alten Bischofsstädten Merseburg und Naumburg. Gleichwohl kann Sachsen-Anhalt auf eine große Geschichte zurückblicken. Dies zeigt sich schon an den vielen UNESCO-Weltkulturerbestätten: Stiftskirche, Schloss und Altstadt von Quedlinburg, Naumburger Dom, Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg, Gartenreich Dessau-Wörlitz, das Bauhaus und seine Stätten in Dessau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die Vorgeschichte hat im Landesmuseum Halle viel zu bieten. Dort findet sich mit der Himmelsscheibe von Nebra einer der spektakulärsten Funde der Archäologiegeschichte. Unter den Ottonen rückte die Region im 10. Jahrhundert zum Kernland des entstehenden Deutschen Reiches auf. Heinrich I. bevorzugte Quedlinburg, Otto der Große Magdeburg mit seinem gewaltigen Dom. Auch Markgraf Gero in Gernrode und Bischof Thietmar in Merseburg haben ihre Spuren hinterlassen. Das „Lutherland“ hat Weltgeschichte geschrieben. Martin Luther wurde in Eisleben geboren und wuchs in Mansfeld auf. Wittenberg rückte seit dem Thesenanschlag 1517 zum Zentrum der Reformation auf, in dem Künstler wie die Cranachs wirkten. Auch Luthers Gegenspieler Thomas Müntzer stammte aus der Region. Schutzherren der Reformation waren die Wettiner, die die Geschichte Sachsen-Anhalts lange mitbestimmten, ehe sie von den preußischen Hohenzollern 1815 verdrängt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommt die Industrieregion, die auf Braunkohle, Kupfererz, Stein- und Kalisalz sowie eine ertragreiche Landwirtschaft aufbauen konnte. Vom Magdeburger Maschinenbau und Dessauer Junkers-Flugzeugen bis hin zum Chemiedreieck Leuna-Buna-Bitterfeld und modernen Verkehrswegen reicht das Spektrum. Ein kleiner Bestandteil des Landes ist Anhalt, das jedoch dank seiner langen Geschichte zu Recht im Namen verankert ist. Über Jahrhunderte von den Askaniern beherrscht, hat es von Albrecht dem Bären über die aus Zerbst stammende Zarin Katharina die Große und den Bach-Freund Fürst Leopold in Köthen bis hin zum Alten Dessauer und Fürst Franz mit seinem Wörlitzer Park große Namen hervorgebracht. Vieles weitere ist zu nennen: der Sachsenspiegel Eike von Repgows und Burg Falkenstein, die Fachwerkstadt Wernigerode, Halle, die Stadt der fünf Türme mit Universität, Franckeschen Stiftungen, Georg Friedrich Händel und Halle-Neustadt, Albrecht von Brandenburg, die Landesschule Pforta, die Magdeburger Hochzeit, Otto von Guericke und seine Magdeburger Halbkugeln, König Gustav Adolf, Antike-Verehrer Winckelmann, Freundschafts-Dichter Gleim, Freiheits-General Steuben, die Revolution 1848, Sachsen-Anhalt-Vordenker Ehrhard Hübener, der Bitterfelder Weg und der einzige Fußball-Europapokalsieger der DDR. Geprägt wird das Land auch von seiner Natur, wie dem sagenumwobenen Harz. Es hat weit über das Saale-Unstrut-Weingebiet hinaus auch zahlreiche kulinarische Highlights zu bieten.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Sachsen-Anhalt. 55 Highlights aus der Geschichte&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2020 ([https://www.verlagshaus24.com/sachsen-anhalt_55_highlights-610_03162/ Sutton Verlag]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Ein wirklich lesenswerter Rundumschlag von der Entstehung Sachsen-Anhalts bis heute.&amp;quot; &#039;&#039;&#039;(Altmark Zeitung)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Geschichte wird lebendig.&amp;quot; &#039;&#039;&#039;(Mitteldeutsche Zeitung)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Die unterhaltsame und gewinnbringende Zusammenstellung liefert viele Anregungen zu persönlichen Entdeckungsausflügen von der Altmark bis zur Unstrut.&amp;quot; &#039;&#039;&#039;(Halle Spektrum)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[https://detektor.fm/wissen/dazwischen-becoming-sachsen-anhalt &amp;quot;Sachsen-Anhalt war erst einmal gar nicht vorgesehen.&amp;quot; Zur Geschichte des Bundeslandes]&#039;&#039;&#039; (Podcast, 26.03.2026)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Kleine Geschichte Sachsen-Anhalts]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Mitteldeutschlands|Mitteldeutsche Geschichte]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Himmelsscheibe Nebra]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Neuenburg Landgrafen Thueringen|Neuenburg]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Provinz Sachsen]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>ErfurterGeschichtsverein</title>
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		<updated>2026-07-02T10:33:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Der Erfurter Geschichtsverein */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Der Erfurter Geschichtsverein =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:VGAEMarkeneu.jpg|500px|right]]&#039;&#039;&#039;Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt e.V.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c/o Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ | Johannesstraße 169 | 99084 Erfurt | 0361/6555658 | erfurter-geschichtsverein@gmx.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorstand&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Martin Sladeczek (Vorsitzender), Dr. Steffen Raßloff (Stellv. Vorsitzender), &lt;br /&gt;
Hardy Eidam, Tim Erthel, Sabine Hahnel, Prof. Dr. Karl Heinemeyer, Christel Perlik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Erfurter Geschichtsverein&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt wurde im Jahre 1863 gegründet. Er zählte rasch zu den angesehensten Vereinen der Region. Nach 1945 viereinhalb Jahrzehnte nicht mehr tätig, kam es 1990 zur Wiedergründung des Vereins. Er gilt seither wieder als &amp;quot;historisches Gedächtnis und Gewissen&amp;quot; der Stadt sowie als Impulsgeber für die überregionale Forschung. Hierfür wurde er u.a. 2018 mit dem &#039;&#039;&#039;[[Friedrich Christian Lesser Preis 2018 Geschichtsverein Erfurt|Friedrich-Christian-Lesser-Preis]]&#039;&#039;&#039; geehrt. (&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [[Geschichte_Erfurter_Geschichtsverein_SuG|Geschichte des Vereins]]&#039;&#039;&#039;) Hauptaufgabe des VGAE ist die Erforschung und Verbreitung der &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. Hierbei strebt er eine intensive Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, Institutionen und Personen an und zielt zugleich auf regen Austausch von Historikern und interessierten Laien. Darüber hinaus bringt sich der Verein aktiv in das Kulturleben der Stadt und in aktuelle Diskussionen in den Bereichen Geschichte, Erinnerungskultur und Denkmalpflege ein.  (&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://erfurt-web.de/images/StatutVGAE-20-1-2026.pdf Statut]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein gibt jährlich die Zeitschrift &#039;&#039;&#039;[[Publikationen des Erfurter Geschichtsvereins|Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt]]&#039;&#039;&#039; (MVGAE) heraus, die seit 1865 erscheint. Jeder Band enthält Aufsätze, Rezensionen, Archäologiebericht, Jahreschronik und Vereinsbericht. Mitglieder erhalten die Mitteilungen kostenlos. Daneben unterhält der Verein eine weitere Schriftenreihe für Monographien und Sammelbände. Die Vereinsschriften besitzen überregional einen guten Ruf. (&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [[Publikationen des Erfurter Geschichtsvereins|Publikationen]]&#039;&#039;&#039;) Öffentlichkeitswirksam wird der Verein auch mit seinen jährlichen Fachtagungen, den wissenschaftlichen Montagsvorträgen, dem Geschichtskränzchen sowie einer Reihe weiterer Veranstaltungen (siehe unten). Im Frühjahr und Sommer lädt er seine Mitglieder zu Exkursionen ein. Der Geschichtsverein ist zudem Mitinitiator der Erfurter Synagogenabende. Bei allen Veranstaltungen sind Gäste herzlich willkommen. (&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [[Veranstaltungen des Erfurter Geschichtsvereins|Archiv der Veranstaltungen]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der VGAE ist ein eingetragener Verein und wird ehrenamtlich vom Vorstand geleitet. Jahresbeitrag (40,00 Euro; ermäßigt für Schüler, Studenten, soziale Härtefälle 20,00 Euro) und Spenden sind steuerlich absetzbar. Bankverbindung: Sparkasse Mittelthüringen, IBAN DE02 8205 1000 0130 0730 24. Die Geschäftsstelle befindet sich im &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039; und ist Di./Mi. 10.00-12.00 und Do. 16.00-18.00 besetzt. Darüber hinaus dient das Museum während der Öffnungszeiten (Di. bis So. 10.00-18.00 Uhr) als Anlaufstelle und dem Publikationsverkauf. Sie möchten Mitglied werden? Dann füllen Sie bitte &#039;&#039;&#039;[http://www.erfurt-web.de/images/BeitrittserklärungGeschichtsverein.pdf Beitrittserklärung]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[http://www.erfurt-web.de/images/SEPA-Lastschriftmandat-VGAE.pdf Einzugsermächtigung]&#039;&#039;&#039; aus und senden sie per Post an uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Redaktion: &#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aktuelles&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Unionsparlament 1850|Geschichtsverein beteiligt sich an Tagung zum 175. Jubiläum des Erfurter Unionsparlamentes 2025]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [[Archiv Meldungen Erfurter Geschichtsverein|Ältere Meldungen]]&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Geschichtsverein SuG|Tradition seit 1863. Der Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: Stadt und Geschichte 81 (2022), S. 20-23.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ad maiorem Erfordiae gloriam&amp;quot;. 150 Jahre Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 1863–1945 und 1990–2013.&#039;&#039;&#039; In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 74 (2013). S. 7-46.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antje Bauer und Sabine Hahnel: &#039;&#039;&#039;45 Jahre Vereinsgeschichte ohne Verein. Stadtgeschichtsforschung und sozialistische Kulturpolitik 1945–1990.&#039;&#039;&#039; In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 74 (2013). S. 47-66.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Durch unendlich viele Fäden mit der Provinz Sachsen verbunden&amp;quot;. Der Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 1863-1945.&#039;&#039;&#039; In: Konnex. Zeitschrift für Heimat- und Regionalforschung in Sachsen-Anhalt. S. 34-45.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Veranstaltungen 2026&#039;&#039;&#039; (zum Lesen anklicken):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:VGAE-26-1(1).jpg|900px|left]]&lt;br /&gt;
[[Datei:VGAE-26-1(2).jpg|900px|left]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>ErfurterGeschichtsverein</title>
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		<updated>2026-07-02T10:32:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Der Erfurter Geschichtsverein */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Der Erfurter Geschichtsverein =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:VGAEMarkeneu.jpg|500px|right]]&#039;&#039;&#039;Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt e.V.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
c/o Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ | Johannesstraße 169 | 99084 Erfurt | 0361/6555658 | erfurter-geschichtsverein@gmx.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorstand&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Martin Sladeczek (Vorsitzender), Dr. Steffen Raßloff (Stellv. Vorsitzender), &lt;br /&gt;
Hardy Eidam, Tim Erthel, Sabine Hahnel, Prof. Dr. Karl Heinemeyer, Christel Perlik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Erfurter Geschichtsverein&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt wurde im Jahre 1863 gegründet. Er zählte rasch zu den angesehensten Vereinen der Region. Nach 1945 viereinhalb Jahrzehnte nicht mehr tätig, kam es 1990 zur Wiedergründung des Vereins. Er gilt seither wieder als &amp;quot;historisches Gedächtnis und Gewissen&amp;quot; der Stadt sowie als Impulsgeber für die überregionale Forschung. Hierfür wurde er u.a. 2018 mit dem &#039;&#039;&#039;[[Friedrich Christian Lesser Preis 2018 Geschichtsverein Erfurt|Friedrich-Christian-Lesser-Preis]]&#039;&#039;&#039; geehrt. (&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [[Geschichte_Erfurter_Geschichtsverein_SuG|Geschichte des Vereins]]&#039;&#039;&#039;) Hauptaufgabe des VGAE ist die Erforschung und Verbreitung der &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. Hierbei strebt er eine intensive Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, Institutionen und Personen an und zielt zugleich auf regen Austausch von Historikern und interessierten Laien. Darüber hinaus bringt sich der Verein aktiv in das Kulturleben der Stadt und in aktuelle Diskussionen in den Bereichen Geschichte, Erinnerungskultur und Denkmalpflege ein.  (&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://erfurt-web.de/images/StatutVGAE-20-1-2026.pdf]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein gibt jährlich die Zeitschrift &#039;&#039;&#039;[[Publikationen des Erfurter Geschichtsvereins|Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt]]&#039;&#039;&#039; (MVGAE) heraus, die seit 1865 erscheint. Jeder Band enthält Aufsätze, Rezensionen, Archäologiebericht, Jahreschronik und Vereinsbericht. Mitglieder erhalten die Mitteilungen kostenlos. Daneben unterhält der Verein eine weitere Schriftenreihe für Monographien und Sammelbände. Die Vereinsschriften besitzen überregional einen guten Ruf. (&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [[Publikationen des Erfurter Geschichtsvereins|Publikationen]]&#039;&#039;&#039;) Öffentlichkeitswirksam wird der Verein auch mit seinen jährlichen Fachtagungen, den wissenschaftlichen Montagsvorträgen, dem Geschichtskränzchen sowie einer Reihe weiterer Veranstaltungen (siehe unten). Im Frühjahr und Sommer lädt er seine Mitglieder zu Exkursionen ein. Der Geschichtsverein ist zudem Mitinitiator der Erfurter Synagogenabende. Bei allen Veranstaltungen sind Gäste herzlich willkommen. (&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [[Veranstaltungen des Erfurter Geschichtsvereins|Archiv der Veranstaltungen]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der VGAE ist ein eingetragener Verein und wird ehrenamtlich vom Vorstand geleitet. Jahresbeitrag (40,00 Euro; ermäßigt für Schüler, Studenten, soziale Härtefälle 20,00 Euro) und Spenden sind steuerlich absetzbar. Bankverbindung: Sparkasse Mittelthüringen, IBAN DE02 8205 1000 0130 0730 24. Die Geschäftsstelle befindet sich im &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039; und ist Di./Mi. 10.00-12.00 und Do. 16.00-18.00 besetzt. Darüber hinaus dient das Museum während der Öffnungszeiten (Di. bis So. 10.00-18.00 Uhr) als Anlaufstelle und dem Publikationsverkauf. Sie möchten Mitglied werden? Dann füllen Sie bitte &#039;&#039;&#039;[http://www.erfurt-web.de/images/BeitrittserklärungGeschichtsverein.pdf Beitrittserklärung]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[http://www.erfurt-web.de/images/SEPA-Lastschriftmandat-VGAE.pdf Einzugsermächtigung]&#039;&#039;&#039; aus und senden sie per Post an uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Redaktion: &#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aktuelles&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Unionsparlament 1850|Geschichtsverein beteiligt sich an Tagung zum 175. Jubiläum des Erfurter Unionsparlamentes 2025]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [[Archiv Meldungen Erfurter Geschichtsverein|Ältere Meldungen]]&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Geschichtsverein SuG|Tradition seit 1863. Der Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: Stadt und Geschichte 81 (2022), S. 20-23.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Ad maiorem Erfordiae gloriam&amp;quot;. 150 Jahre Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 1863–1945 und 1990–2013.&#039;&#039;&#039; In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 74 (2013). S. 7-46.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antje Bauer und Sabine Hahnel: &#039;&#039;&#039;45 Jahre Vereinsgeschichte ohne Verein. Stadtgeschichtsforschung und sozialistische Kulturpolitik 1945–1990.&#039;&#039;&#039; In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 74 (2013). S. 47-66.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Durch unendlich viele Fäden mit der Provinz Sachsen verbunden&amp;quot;. Der Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 1863-1945.&#039;&#039;&#039; In: Konnex. Zeitschrift für Heimat- und Regionalforschung in Sachsen-Anhalt. S. 34-45.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Veranstaltungen 2026&#039;&#039;&#039; (zum Lesen anklicken):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:VGAE-26-1(1).jpg|900px|left]]&lt;br /&gt;
[[Datei:VGAE-26-1(2).jpg|900px|left]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Thueringen Schluesselmomente</title>
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		<updated>2026-06-25T07:39:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Schlüsselmomente der Thüringer Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Schlüsselmomente der Thüringer Geschichte =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Kulturland Thüringen blickt auf anderthalb Jahrtausende einer bedeutenden und wechselvollen Landesgeschichte vom Königreich des Frühmittelalters bis zum heutigen Freistaat zurück.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
[[Datei:CoverSchluesselmomente2.jpg|300px|right]]Der Freistaat Thüringen mit seinen zwei Millionen Einwohnern und gut 16.000 Quadratkilometern Fläche zählt zu den kleineren und politisch weniger bedeutsamen Ländern der Bundesrepublik Deutschland mit ihren 83 Millionen Einwohnern und 358.000 Quadratkilometern Fläche. Thüringen kann allerdings auf eine mehr als 1500-jährige Geschichte voller kultureller Höhepunkte zurückblicken, die es wiederum aus der föderalen Familie Deutschlands deutlich heraushebt. Dafür stehen Beinamen wie „Lutherland“, „Heimat der Bach-Familie“, „Land der Klassik“, „Wiege des Bauhauses“. In dieser einzigartigen Kulturlandschaft um UNESCO-Welterbe Wartburg, Weimar und Erfurt ist einer der ältesten Volksstämme beheimatet, aus denen sich das fränkisch-deutsche Reich entwickelte. Thüringen war jedoch lange kein einheitliches Staatsgebilde, sondern vielmehr Inbegriff der Kleinstaaterei. Dieses Spannungsverhältnis prägt den schrittweise im 20. Jahrhundert entstandenen Freistaat bis heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser und die Regionalmächte hatten bis zum Dreißigjährigen Krieg 1618/48 ein stark föderales Gefüge für das Deutsche Reich ausgeprägt. Einigen Gebieten bescherte dies zahlreiche kleine „Duodezfürsten“, spöttisch benannt nach dem kleinsten der historischen Buchformate „Duodez“, bei dem der Bogen zwölf Blätter zählt. In Thüringen nahm dies extreme Formen mit bis zu 30 Herrschaften auf engstem Raum an. Das veranlasste die preußisch-nationale Geschichtsschreibung, zwar die kulturellen Impulse für die Nation zu würdigen, zugleich aber die Zersplitterung zu geißeln: „Fast alle anderen Stämme nahmen doch irgend einmal einen Anlauf nach dem Ziele politischer Macht, die Thüringer niemals. Unsere Kultur verdankt ihnen unsäglich viel, unser Staat gar nichts“, so der Berliner Historiker Heinrich von Treitschke in seinem Klassiker „Deutsche Geschichte im neunzehnten Jahrhundert“ (1882).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thüringens Kleinstaatenwelt überstand sogar als einzige die Flurbereinigungen der Napoleonischen Zeit und der Reichsgründungszeit von 1864 bis 1871. Jene politisch-administrative Kleinteiligkeit korrespondierte jedoch mit einem fest verankerten landsmannschaftlichen Eigenbewusstsein der Thüringer. Bezugspunkte für diese historische „Einheit in der Vielfalt“ waren das Königreich der Thüringer im 6. Jahrhundert und vor allem die Landgrafschaft Thüringen im 12./13. Jahrhundert, mit denen sich durchaus – wenn auch letztlich gescheiterte – Ansätze für eine machtvolle Herrschaftsbildung finden. Im 19. Jahrhundert wurden ernsthafte Stimmen nach einer Einigung laut. Diese waren erstmals während der Revolution 1848 mit ihren demokratischen „Thüringer Volkstagen“ deutlich zu vernehmen. Der zunehmende Anachronismus der Miniaturmonarchien führte schließlich zu heftiger Kritik am „Thüringer Kleinstaatenjammer“, so der Titel einer viel gelesenen Publikation des Meininger SPD-Politikers Arthur Hofmann 1906.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert wurde die Forderung nach staatlicher Einheit im Rahmen einer föderalen Nation nach dem Ende der Monarchien in der Novemberrevolution 1918 schrittweise verwirklicht. 1920 bildete sich zunächst aus sieben ehemaligen Herzog- und Fürstentümern der Freistaat Thüringen mit der Hauptstadt Weimar. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 kamen die preußischen Gebiete mit der „heimlichen Hauptstadt“ Erfurt hinzu, das nun auch die tatsächliche Hauptstadtrolle übernahm. Im Zuge der Einführung des „demokratischen Zentralismus“ in der DDR wurde das Land Thüringen jedoch schon 1952 wieder aufgelöst und in die Bezirke Erfurt, Gera und Suhl geteilt. Mit der deutschen Wiedervereinigung trat schließlich am 3. Oktober 1990 das Bundesland Thüringen mit der Hauptstadt Erfurt ins Leben, das sich 1993 in seiner Verfassung den Namen Freistaat Thüringen gab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute fällt der Blick auf die kleinstaatliche Vergangenheit weniger kritisch aus als bei Machtstaats-Verfechter Treitschke. Vielmehr verkörpert Thüringen die kulturgeschichtlichen Vorzüge des Föderalismus. Fürstliche Repräsentation bescherte ihm prächtige Schlösser, Parks, Museen, Bibliotheken und Theater in einmaliger Dichte, machte es zum Synonym des Landes der Dichter, Denker und Musiker. Zwischen Gotha, Weimar, Altenburg und Meiningen, zwischen Sondershausen, Rudolstadt, Gera und Greiz entfaltet das „Land der Residenzen“ eine ganz besondere Atmosphäre. Die mittelalterliche Handels- und Kulturmetropole Erfurt, die einstigen Reichsstädte Mühlhausen und Nordhausen sowie das katholisch geprägte Eichsfeld runden dieses Bild ab. Die jüngere Geschichtsschreibung hat zudem bedeutende politische, soziale und ökonomische Innovationskräfte herausgearbeitet. Thüringen entwickelte sich zu einer Hochburg von Nationalbewegung, Liberalismus und Sozialdemokratie. Im Zeitalter von Industrialisierung und wissenschaftlichem Fortschritt gingen von hier wichtige Impulse aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rückblick ist die Versuchung groß, die Geschichte jener reichen Kulturlandschaft als kontinuierlichen Prozess zu erzählen. Das ausgeprägte Regionalbewusstsein scheint bis zu den germanischen „Toringi“ der Völkerwanderungszeit zurückzureichen, die das mächtige Königreich der Thüringer hervorbrachten. Ohne von dort eine zwangsläufige Entwicklung zum heutigen Freistaat zu unterstellen, hat sich doch der Begriff Thüringen seither trotz aller inneren Kleinteiligkeit fest mit der Region zwischen Harz und Thüringer Wald, zwischen Werratal und Pleißenland verbunden. Die folgenden neun „Schlüsselmomente“ sollen dabei verdeutlichen, wie der über anderthalb Jahrtausende reichende Prozess vom Königreich zum Freistaat ablief, aber auch welche alternativen Entwicklungen durchaus möglich gewesen wären. Thüringen hätte unter den Königen und Landgrafen ebenso zum Kern eines ausgreifenden mächtigen Staatsgebildes werden können, wie unter den Wettinern Teil eines solchen mit Schwerpunkt außerhalb der Region. Und auch die schrittweise Herausbildung des modernen föderalen Thüringens im 20. Jahrhundert war weder alternativlos noch von vornherein auf den heutigen Gebietsstand festgelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Vom Königreich zum Freistaat. Schlüsselmomente der Thüringer Geschichte&#039;&#039;&#039; ([https://www.politische-bildung-thueringen.de/publikationen/unterseite/vom-koenigreich-zum-freistaat/ Schriften der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen]). Erfurt 2022 (2. Auflage 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Thüringens]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Bauhaus Denkmal Sparkasse Anger</title>
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		<updated>2026-06-22T10:15:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sparkasse am Anger */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sparkasse am Anger =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AngerSparkasse.jpg|310px|rechts]]&#039;&#039;&#039;Beitrag der Serie [[Denkmale in Erfurt|Denkmale in Erfurt]] aus der Thüringer Allgemeine von [[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]] (18.05.2013)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Denkmal der Bauhaus-Architektur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DENKMALE IN ERFURT (98): Das Gebäude der Sparkasse am Anger gehört zu den bedeutenden Beispielen der klassischen Moderne in Erfurt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im nahen Weimar 1919 vom Bauhaus aus der Taufe gehobene „Neue Bauen“ war eine architektonische Revolution. Statt reich verzierter Fassaden und verschämtem Kaschieren von Funktionalität hielten klare Linien und Offenheit Einzug. Der ganzheitliche Ansatz erstreckte sich dabei von der Fassade des Gebäudes bis hin zur praktischen Inneneinrichtung. Zwar gab es bereits vor dem Ersten Weltkrieg und auch parallel zum Bauhaus zahlreiche Ansätze für eine Modernisierung des Bauens und Gestaltens, doch ist die Gründung von Walter Gropius im allgemeinen Bewusstsein am engsten hiermit verbunden. Voraussetzung für den Durchbruch des gegen viele bisherige Konventionen verstoßenden neuen Baustils war freilich das Finden von aufgeschlossenen Bauherren. Dies sollte in Erfurt in beachtlicher Weise gelingen.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
In den letzten Jahren wurde der Blick für diese moderne Großstadtarchitektur geschärft. Sie fand neben ambitionierten Wohnungsbauprojekten wie im östlichen Hanseviertel oder am Nordbahnhof auch bei repräsentativen Geschäftshäusern Anwendung. Diese spiegeln zugleich die kurze Phase positiver wirtschaftlicher und städtebaulicher Entwicklung in den mittleren 1920er Jahren, den „Goldenen Zwanzigern“. Im Innenstadtbereich ragen u.a. das DHV-Haus (1929, heute Anger Entree), das Geschäftshaus Schellhorn in der Neuwerkstraße (1930) und der AOK-Neubau in der Augustinerstraße (1929) heraus. Diese Bauwerke heben sich gerade am Anger deutlich von den reich geschmückten Fassaden der Gründerzeit ab, die der Erfurter Einkaufsmeile seit den Jahrzehnten um 1900 das Gepräge geben. So verwundert es auch nicht, dass der extreme Traditionsbruch bei den Zeitgenossen keineswegs unumstritten war. Die Kritik reichte bis in den politischen Bereich, verfemten doch die Rechten den Bauhaus-Stil als „seelenlos“ und „undeutsch“, sprachen von „semitischen Flachdächern“ usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der markantesten Denkmale neuen Bauens ist der 1929 errichtete Neubau der Mitteldeutschen Landesbank am Anger 25. Heute residiert hier die Sparkasse Mittelthüringen. Der großzügige Bankenbau mit geräumiger Schalterhalle steht beispielhaft für die sachliche Formensprache des Bauhauses. Verantwortlich zeichneten Architekt Johannes Klass und Stadtbaudirektor Ludwig Boegl. Allerdings hat man keineswegs gänzlich auf Fassadenschmuck verzichtet. Der mit einer Reihe von Werken im Stadtbild präsente Künstler Hans Walther (1888-1961) schuf zwei Hochreliefs, die den Eingangsbereich bis zum ersten Obergeschoss flankieren. Sie zeigen als allegorische Figurengruppen links leichtsinnige Geldverschwendung und rechts vorsorgendes Sparen. Nach 1989 hat die Erfurter Denkmalbehörde das Gebäude mit einer Gedenktafel versehen. (Foto: Alexander Raßloff)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipp:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Moderne Großstadtarchitektur. Das Bauhaus in Erfurt.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt 55 Highlights aus der Geschichte|Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 90 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt Bauhaus Nationalversammlung 1919|100. Bauhaus-Jubiläum 2019]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Weimarer Republik|Erfurt in der Weimarer Republik]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Bauhaus Denkmal Sparkasse Anger</title>
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		<updated>2026-06-22T10:14:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sparkasse am Anger */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sparkasse am Anger =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beitrag der Serie [[Denkmale in Erfurt|Denkmale in Erfurt]] aus der Thüringer Allgemeine von [[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]] (18.05.2013)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AngerSparkasse.jpg|310px|rechts]]&#039;&#039;&#039;Denkmal der Bauhaus-Architektur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DENKMALE IN ERFURT (98): Das Gebäude der Sparkasse am Anger gehört zu den bedeutenden Beispielen der klassischen Moderne in Erfurt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im nahen Weimar 1919 vom Bauhaus aus der Taufe gehobene „Neue Bauen“ war eine architektonische Revolution. Statt reich verzierter Fassaden und verschämtem Kaschieren von Funktionalität hielten klare Linien und Offenheit Einzug. Der ganzheitliche Ansatz erstreckte sich dabei von der Fassade des Gebäudes bis hin zur praktischen Inneneinrichtung. Zwar gab es bereits vor dem Ersten Weltkrieg und auch parallel zum Bauhaus zahlreiche Ansätze für eine Modernisierung des Bauens und Gestaltens, doch ist die Gründung von Walter Gropius im allgemeinen Bewusstsein am engsten hiermit verbunden. Voraussetzung für den Durchbruch des gegen viele bisherige Konventionen verstoßenden neuen Baustils war freilich das Finden von aufgeschlossenen Bauherren. Dies sollte in Erfurt in beachtlicher Weise gelingen.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
In den letzten Jahren wurde der Blick für diese moderne Großstadtarchitektur geschärft. Sie fand neben ambitionierten Wohnungsbauprojekten wie im östlichen Hanseviertel oder am Nordbahnhof auch bei repräsentativen Geschäftshäusern Anwendung. Diese spiegeln zugleich die kurze Phase positiver wirtschaftlicher und städtebaulicher Entwicklung in den mittleren 1920er Jahren, den „Goldenen Zwanzigern“. Im Innenstadtbereich ragen u.a. das DHV-Haus (1929, heute Anger Entree), das Geschäftshaus Schellhorn in der Neuwerkstraße (1930) und der AOK-Neubau in der Augustinerstraße (1929) heraus. Diese Bauwerke heben sich gerade am Anger deutlich von den reich geschmückten Fassaden der Gründerzeit ab, die der Erfurter Einkaufsmeile seit den Jahrzehnten um 1900 das Gepräge geben. So verwundert es auch nicht, dass der extreme Traditionsbruch bei den Zeitgenossen keineswegs unumstritten war. Die Kritik reichte bis in den politischen Bereich, verfemten doch die Rechten den Bauhaus-Stil als „seelenlos“ und „undeutsch“, sprachen von „semitischen Flachdächern“ usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der markantesten Denkmale neuen Bauens ist der 1929 errichtete Neubau der Mitteldeutschen Landesbank am Anger 25. Heute residiert hier die Sparkasse Mittelthüringen. Der großzügige Bankenbau mit geräumiger Schalterhalle steht beispielhaft für die sachliche Formensprache des Bauhauses. Verantwortlich zeichneten Architekt Johannes Klass und Stadtbaudirektor Ludwig Boegl. Allerdings hat man keineswegs gänzlich auf Fassadenschmuck verzichtet. Der mit einer Reihe von Werken im Stadtbild präsente Künstler Hans Walther (1888-1961) schuf zwei Hochreliefs, die den Eingangsbereich bis zum ersten Obergeschoss flankieren. Sie zeigen als allegorische Figurengruppen links leichtsinnige Geldverschwendung und rechts vorsorgendes Sparen. Nach 1989 hat die Erfurter Denkmalbehörde das Gebäude mit einer Gedenktafel versehen. (Foto: Alexander Raßloff)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipp:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Moderne Großstadtarchitektur. Das Bauhaus in Erfurt.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt 55 Highlights aus der Geschichte|Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 90 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt Bauhaus Nationalversammlung 1919|100. Bauhaus-Jubiläum 2019]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Weimarer Republik|Erfurt in der Weimarer Republik]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sparkasse am Anger */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sparkasse am Anger =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beitrag der Serie [[Denkmale in Erfurt|Denkmale in Erfurt]] aus der Thüringer Allgemeine von [[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]] (18.05.2013)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Denkmal der Bauhaus-Architektur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DENKMALE IN ERFURT (98): Das Gebäude der Sparkasse am Anger gehört zu den bedeutenden Beispielen der klassischen Moderne in Erfurt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AngerSparkasse.jpg|310px|rechts]]Das im nahen Weimar 1919 vom Bauhaus aus der Taufe gehobene „Neue Bauen“ war eine architektonische Revolution. Statt reich verzierter Fassaden und verschämtem Kaschieren von Funktionalität hielten klare Linien und Offenheit Einzug. Der ganzheitliche Ansatz erstreckte sich dabei von der Fassade des Gebäudes bis hin zur praktischen Inneneinrichtung. Zwar gab es bereits vor dem Ersten Weltkrieg und auch parallel zum Bauhaus zahlreiche Ansätze für eine Modernisierung des Bauens und Gestaltens, doch ist die Gründung von Walter Gropius im allgemeinen Bewusstsein am engsten hiermit verbunden. Voraussetzung für den Durchbruch des gegen viele bisherige Konventionen verstoßenden neuen Baustils war freilich das Finden von aufgeschlossenen Bauherren. Dies sollte in Erfurt in beachtlicher Weise gelingen.  &lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
In den letzten Jahren wurde der Blick für diese moderne Großstadtarchitektur geschärft. Sie fand neben ambitionierten Wohnungsbauprojekten wie im östlichen Hanseviertel oder am Nordbahnhof auch bei repräsentativen Geschäftshäusern Anwendung. Diese spiegeln zugleich die kurze Phase positiver wirtschaftlicher und städtebaulicher Entwicklung in den mittleren 1920er Jahren, den „Goldenen Zwanzigern“. Im Innenstadtbereich ragen u.a. das DHV-Haus (1929, heute Anger Entree), das Geschäftshaus Schellhorn in der Neuwerkstraße (1930) und der AOK-Neubau in der Augustinerstraße (1929) heraus. Diese Bauwerke heben sich gerade am Anger deutlich von den reich geschmückten Fassaden der Gründerzeit ab, die der Erfurter Einkaufsmeile seit den Jahrzehnten um 1900 das Gepräge geben. So verwundert es auch nicht, dass der extreme Traditionsbruch bei den Zeitgenossen keineswegs unumstritten war. Die Kritik reichte bis in den politischen Bereich, verfemten doch die Rechten den Bauhaus-Stil als „seelenlos“ und „undeutsch“, sprachen von „semitischen Flachdächern“ usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der markantesten Denkmale neuen Bauens ist der 1929 errichtete Neubau der Mitteldeutschen Landesbank am Anger 25. Heute residiert hier die Sparkasse Mittelthüringen. Der großzügige Bankenbau mit geräumiger Schalterhalle steht beispielhaft für die sachliche Formensprache des Bauhauses. Verantwortlich zeichneten Architekt Johannes Klass und Stadtbaudirektor Ludwig Boegl. Allerdings hat man keineswegs gänzlich auf Fassadenschmuck verzichtet. Der mit einer Reihe von Werken im Stadtbild präsente Künstler Hans Walther (1888-1961) schuf zwei Hochreliefs, die den Eingangsbereich bis zum ersten Obergeschoss flankieren. Sie zeigen als allegorische Figurengruppen links leichtsinnige Geldverschwendung und rechts vorsorgendes Sparen. Nach 1989 hat die Erfurter Denkmalbehörde das Gebäude mit einer Gedenktafel versehen. (Foto: Alexander Raßloff)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipp:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Moderne Großstadtarchitektur. Das Bauhaus in Erfurt.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt 55 Highlights aus der Geschichte|Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 90 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt Bauhaus Nationalversammlung 1919|100. Bauhaus-Jubiläum 2019]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Weimarer Republik|Erfurt in der Weimarer Republik]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Thueringen das Gruene Herz Deutschlands</title>
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		<updated>2026-06-21T11:29:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Thüringen – Das Grüne Herz Deutschlands */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Thüringen – Das Grüne Herz Deutschlands =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:TriniusGH1910.jpg|310px|right]]&#039;&#039;&#039;Das einzigartige Kulturland Thüringen darf sich auch das &amp;quot;Grüne Herz Deutschlands&amp;quot; nennen. Seine Naturschätze reichen vom Thüringer Wald bis zum UNESCO-Weltnaturerbe Nationalpark Hainich.&#039;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kulturland Thüringen nennt sich dank seiner natürlichen Reize auch &amp;quot;Grünes Herz Deutschlands&amp;quot;. Schriftsteller August Trinius (1851-1919) veröffentlichte den Titel erstmals 1896 in einem Sammelband, 1910 erschien sein Bestseller &amp;quot;Das grüne Herz Deutschlands. Eine Wanderfahrt durch den Thüringer Wald&amp;quot; (Abb.). Thüringen, &amp;quot;durchtränkt von Kultur und Geschichte&amp;quot; wie keine andere Region, charakterisiert Trinius so: &amp;quot;Wegen seiner geografischen Lage inmitten des geeinten Vaterlandes nennt man es das Herz Deutschlands und grün, den Reichtum und die Schönheit seiner weiten Wälder hervorzuheben.&amp;quot; Der Slogan diente fortan Tourismus und Identitätsstiftung im kleinstaatlichen Thüringen, im 1920 gebildeten Land der Weimarer Republik und im NS-Gau des Dritten Reiches. In der DDR mit der Aufteilung des Landes in Bezirke rückte er aus der Öffentlichkeit, ohne in Vergessenheit zu geraten. Die ungebrochene Zugkraft zeigte sich in der Übernahme durch die Steiermark als &amp;quot;Grünes Herz Österreichs&amp;quot; 1972. Nach 1990 knüpfte man im Freistaat Thüringen unter CDU-geführten Regierungen an die Marke an, die mit der Friedlichen Revolution 1989 sofort wieder aufgetaucht war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den rot-rot-grünen Landesregierungen 2014-2024 wurde das Grüne Herz jedoch als &amp;quot;verstaubt&amp;quot; abgetan und die Instrumentalisierung in der NS-Zeit betont. Letztere findet sich freilich bei vielen Themen bis hin zu UNESCO-Weltkulturerbe Wartburg und Weimar, die deshalb nicht in Frage gestellt werden. Zudem beschränkte sich die Nutzung weitgehend auf herkömmliche Formen von Tourismus- und Marketing-Werbung seit den 1920er-Jahren. Bei der Profilierung Thüringens als &amp;quot;Mustergau&amp;quot;, etwa in den Publikationen und Reden von NSDAP-Gauleiter Fritz Sauckel, spielte der Slogan keine Rolle. Das &amp;quot;Grüne Herz&amp;quot; sollte also nicht in selektiver und verengender Perspektive als „historisch belastet“  oder gar als &amp;quot;Nazi-Slogan&amp;quot; diskreditiert werden. Es liefert eine zeitlose Botschaft, die alle politischen Umbrüche überdauerte: Thüringen liegt im Herzen Deutschlands und wird von einer reizvollen Landschaft geprägt. In Kombination mit dem einzigartigen Kulturland könnte es Tourismus, Marketing und Identität der Thüringer wieder nachhaltig profilieren. In diesem Sinne wurde 2024 im Regierungsvertrag der CDU-geführten Landesregierung festgelegt: &amp;quot;Wir wollen ein neues Leitbild Grünes Herz Deutschlands entwickeln, das Thüringens natürliche und kulturelle Vielfalt betont.&amp;quot; Die Dachmarke wird in einem breiten partizipativen Prozess bis August 2026 erarbeitet, was laut repräsentativer Umfragen von einer deutlichen Mehrheit der Thüringer begrüßt wird.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thüringen liegt mit 33 Prozent Waldanteil über dem Bundesdurchschnitt und wird in weiten Teilen von einer harmonischen Mittelgebirgs- und Hügellandschaft geprägt. Ein Viertel der Landesfläche wird als Nationale Naturlandschaften entwickelt. Der bekannteste Naturschatz ist der Thüringer Wald mit dem anschließenden Thüringer Schiefergebirge. Höchster Gipfel ist der Große Beerberg (983 m), dominierende Landmarke der Große Inselsberg (916 m). Große Bekanntheit genießt der Rennsteig, der rund 170 Kilometer lange Kammweg; das Rennsteiglied von Herbert Roth gilt als Hymne Thüringens. Im Umfeld des meistbegangenen Weitwanderweges in Deutschland liegen beliebte Urlauberorte, wie die Wintersporthochburg Oberhof. Seit 1973 hat sich der GutsMuths-Rennsteiglauf zum größten Landschaftslauf Europas entwickelt. Besondere Bedeutung besitzen auch der Nationalpark Hainich als UNESCO-Weltnaturerbe (2011), der Kyffhäuser mit dem Kyffhäuserdenkmal und das &amp;quot;Thüringer Meer&amp;quot; der Saalestauseen. Viele weitere Naturlandschaften runden das Bild ab: Südharz, Eichsfeld, Ohmgebirge, Dün, Windleite, Hainleite, Schmücke, Hohe Schrecke, Finne, Rhön und Thüringer Holzland.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Thueringen Gruenes Herz mit grosser Geschichte|Thüringen. Grünes Herz mit großer Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Ilmenau 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Thüringens Beck Wissen|Geschichte Thüringens]]&#039;&#039;&#039;. München 2010 (3. Auflage 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rüdiger Haufe: &#039;&#039;&#039;Das &amp;quot;grüne Herz Deutschlands&amp;quot; - Eine Metapher im Spannungsfeld von Regionalismus, Nationalismus und Tourismus.&#039;&#039;&#039; In: Detlef Altenburg/Lothar Ehrlich/Jürgen John (Hg.): Im Herzen Europas. Nationale Identitäten und Erinnerungskulturen. Köln/Weimar/Wien 2008, S. 219-250.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Thüringens]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Blumenstadt_Erfurt_iga_egapark|Blumenstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[https://nationale-naturlandschaften.de/gebiete/region/thueringen Nationale Naturlandschaften Thüringen]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[https://www.wanderverband-thueringen.de/ Thüringer Wanderverband]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[https://www.rennsteigverein.de/index.html Rennsteigverein]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[https://www.thueringerwaldverein.de/ Thüringerwald-Verein]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[https://www.thueringerbergburgwaldgemeinden.de/das-gr%C3%BCne-herz-deutschlands/ Bund der Thüringer Berg-, Burg und Waldgemeinden]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[https://thueringer-gebirgs-und-wanderverein.de/ Thüringer Gebirgs- und Wanderverein]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[https://www.thueringen-entdecken.de/ Thüringen Tourismus]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Die_deutsche_Geschichte&amp;diff=62408</id>
		<title>Die deutsche Geschichte</title>
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		<updated>2026-05-29T13:41:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Die deutsche Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Die deutsche Geschichte = &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DeutscheGeschichteBigIdeas(web).jpg|350px|right]]&#039;&#039;&#039;Chronologische Gesamtdarstellung der deutschen Geschichte von der Antike bis heute - Alle wichtigen historischen Ereignisse aus Politik, Gesellschaft und Kultur - Anschaulich und verständlich mit innovativen Grafiken aufbereitet - Kurzporträts wichtiger Persönlichkeiten wie Martin Luther, Kaiser Wilhelm II. oder Konrad Adenauer&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
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Alle wichtigen historischen Ereignisse aus Politik, Gesellschaft und Kultur. Anschaulich und verständlich mit innovativen Grafiken aufbereitet. Mit Kurzporträts wichtiger Persönlichkeiten wie Martin Luther, Kaiser Wilhelm II. oder Konrad Adenauer. Big Ideas: Das große Buch der deutschen Geschichte zum Nachschlagen. Welche Bedeutung hatte der Minnesang für die deutsche Sprache? Wie prägte Martin Luther die Reformation? Was führte zur deutschen Wiedervereinigung? Das innovative Nachschlagewerk aus der DK Erfolgsreihe Big Ideas stellt eine fesselnde Reise durch die deutsche Geschichte dar - abwechslungsreich aufbereitet in informativen Texten und anschaulichen Grafiken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Neandertalern und der Venus vom Hohlefels bis zur Corona-Krise: Das Buch erläutert historische Ereignisse genauso wie gesellschaftliche und kulturelle Strömungen, die die deutsche Geschichte geprägt haben. Kurzbiografien liefern Informationen zu den bedeutendsten Persönlichkeiten wie z. B. Karl dem Großen, Kaiser Wilhelm oder Konrad Adenauer. Die deutsche Geschichte fundiert und zugänglich - Basiswissen zum Studieren, Informieren oder Nachschlagen. Dieses Buch ist Teil der Reihe &amp;quot;Big Ideas&amp;quot; des renommierten Dorling Kindersley Verlages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Geschichte der Stadt Erfurt wird schlaglichtartig von der Mittelaltermetropole mit ihrem jüdisch-mittelalterlichen UNESCO-Welterbe, der ältesten Universität im heutigen Deutschland und dem Wirken Martin Luthers bis hin zum wegweisenden Erfurter Programm der SPD 1891 angesprochen. &lt;br /&gt;
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Patrick Oelze / Roland Steinacher / Daniel Mollenhauer / &#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; / Oliver Domzalski: &#039;&#039;&#039;Big Ideas. Die deutsche Geschichte.&#039;&#039;&#039; München 2026. (&#039;&#039;&#039;[https://www.dorlingkindersley.de/buch/oliver-domzalski-daniel-mollenhauer-patrick-oelze-steffen-rassloff-roland-steinacher-big-ideas-die-deutsche-geschichte-9783831052004 DK Verlag]&#039;&#039;&#039;) &#039;&#039;(erscheint 31. August 2026)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Thüringens]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Buch wird am 16. September 2026 mit einer Lesung in der &#039;&#039;&#039;[https://www.peterknecht.de/shop/magazine/165154/_16_09_2026_steffen_rassloff.html Buchhandlung Peterknecht]&#039;&#039;&#039; in Erfurt präsentiert.&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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