Luther Erfurt Predigten: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Predigtenbuch.jpg|250px|right]]Das Buch präsentiert in Auftrag des Erfurter Tourismusvereins erstmals die Erfurter Predigten Luthers im Kontext der Reformationsgeschichte.  
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[[Datei:Predigtenbuch.jpg|250px|right]]Das Buch präsentiert in Auftrag des Erfurter Tourismusvereins erstmals die Erfurter Predigten Luthers im Kontext der Reformationsgeschichte. Sie spiegeln jene aufgewühlte Zeit und bieten einen Querschnitt lutherischer Theologie. Vier der Texte sind überliefert, mit denen Luther von der Kanzler die Erfurter in ihrem neuen Glauben bestärken und Unklarheiten beseitigen wollte: 1521 in der Augustinerkirche, 1522 in der Michaerliskirche und Kaufmannskirche sowie 1529 in der Barfüßerkirche. Den stadtgeschichtlichen Hintergrund erhellt der Historiker Dr. Steffen Raßloff, die Predigten hat der Theologe Dr. Andreas Lindner bearbeitet und kommentiert.
  
  
Sie spiegeln jene aufgewühlte Zeit und bieten einen Querschnitt lutherischer Theologie.  
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Den Predigten kommt dabei durch die enge Verknüpfung der Biographie des Reformators mit Erfurt eine besondere Bedeutung zu. Es ist die Stadt des jungen Martin Luther. Universität und Kloster prägten ihn nachhaltig. Die pulsierende Metropole voller gesellschaftlicher und religiöser Spannungen stellte den zentralen Erfahrungshorizont für den späteren Reformator dar. Die Stadt zählte damals mit fast 20.000 Einwohnern zu den größten des Reiches. Luther schwärmte vom imposanten „Erfordia turrita“, dem „türmereichen Erfurt“ mit seinen zwei Mauerringen, den über 40 Kirchen, gekrönt vom Ensemble aus Mariendom und Severikirche auf dem Domhügel und der Benediktinerabteikirche auf dem Petersberg.
  
  
Den stadtgeschichtlichen Hintergrund erhellt der Historiker Dr. Steffen Raßloff, die Predigten hat der Theologe Dr. Andreas Lindner bearbeitet und kommentiert.
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Man findet hier zahlreiche Spuren des Studenten, Magisters und Mönches. Aber auch von Wittenberg aus ließ der Reformator die Kontakte nicht abreißen. Bis 1540 griff er mehrfach - nicht nur mit seinen Predigten - in das turbulente Reformationsgeschehen ein, zu dessen Zentren Erfurt gehörte. Am Ende stand ein außergewöhnliches konfessionelles Patt, das sich bis heute im ökumenischen Nebeneinander von Protestanten und Katholiken erhalten hat.  
  
  
  
 
'''Andreas Lindner / [[Steffen Raßloff]]: Reformation konkret. Luther auf Erfurter Kanzeln.''' Erfurt 2011 ([http://te.maennchen1.de/ Erfurter Tourismusverein]).
 
'''Andreas Lindner / [[Steffen Raßloff]]: Reformation konkret. Luther auf Erfurter Kanzeln.''' Erfurt 2011 ([http://te.maennchen1.de/ Erfurter Tourismusverein]).

Version vom 27. November 2011, 10:01 Uhr

Luthers Erfurter Predigten

Predigtenbuch.jpg

Das Buch präsentiert in Auftrag des Erfurter Tourismusvereins erstmals die Erfurter Predigten Luthers im Kontext der Reformationsgeschichte. Sie spiegeln jene aufgewühlte Zeit und bieten einen Querschnitt lutherischer Theologie. Vier der Texte sind überliefert, mit denen Luther von der Kanzler die Erfurter in ihrem neuen Glauben bestärken und Unklarheiten beseitigen wollte: 1521 in der Augustinerkirche, 1522 in der Michaerliskirche und Kaufmannskirche sowie 1529 in der Barfüßerkirche. Den stadtgeschichtlichen Hintergrund erhellt der Historiker Dr. Steffen Raßloff, die Predigten hat der Theologe Dr. Andreas Lindner bearbeitet und kommentiert.


Den Predigten kommt dabei durch die enge Verknüpfung der Biographie des Reformators mit Erfurt eine besondere Bedeutung zu. Es ist die Stadt des jungen Martin Luther. Universität und Kloster prägten ihn nachhaltig. Die pulsierende Metropole voller gesellschaftlicher und religiöser Spannungen stellte den zentralen Erfahrungshorizont für den späteren Reformator dar. Die Stadt zählte damals mit fast 20.000 Einwohnern zu den größten des Reiches. Luther schwärmte vom imposanten „Erfordia turrita“, dem „türmereichen Erfurt“ mit seinen zwei Mauerringen, den über 40 Kirchen, gekrönt vom Ensemble aus Mariendom und Severikirche auf dem Domhügel und der Benediktinerabteikirche auf dem Petersberg.


Man findet hier zahlreiche Spuren des Studenten, Magisters und Mönches. Aber auch von Wittenberg aus ließ der Reformator die Kontakte nicht abreißen. Bis 1540 griff er mehrfach - nicht nur mit seinen Predigten - in das turbulente Reformationsgeschehen ein, zu dessen Zentren Erfurt gehörte. Am Ende stand ein außergewöhnliches konfessionelles Patt, das sich bis heute im ökumenischen Nebeneinander von Protestanten und Katholiken erhalten hat.


Andreas Lindner / Steffen Raßloff: Reformation konkret. Luther auf Erfurter Kanzeln. Erfurt 2011 (Erfurter Tourismusverein).