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Version vom 15. Mai 2019, 12:48 Uhr

Kleine Geschichte der Stadt Dresden

Das reich illustrierte Buch des Rhino Verlages im handlichen Westentaschen-Format bietet einen populärwissenschaftlichen Überblick zur Geschichte der Stadt Dresden.


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Dresden eilt weltweit der Ruf einer faszinierenden Kulturmetropole voraus. Jährlich übernachten mehr als vier Millionen Besucher in der lang hingestreckten Halbmillionenstadt im malerischen Elbtal zwischen Meißner Weinbergen und Sächsischer Schweiz. Verantwortlich hierfür ist vor allem der legendäre sächsische Kurfürst und polnische König August der Starke, der die barocke Prachtentfaltung seiner Residenz im frühen 18. Jahrhundert auf ungeahnte Höhen führte. Sein Sohn Friedrich August II., mit dem der machtpolitische Abstieg Sachsens begann, folgte wie viele seiner wettinischen Nachfolger im kulturellen Bereich den großen Ambitionen des Vaters.

Johann Gottfried Herder prägte 1802 für das Dresden jenes Augusteischen Zeitalters den Beinamen „Deutsches Florenz“, aus dem das vielzitierte „Elbflorenz“ wurde. In der Tat muss Dresden einen Vergleich mit seiner toskanischen Partnerstadt (seit 1978) nicht scheuen: Die Kunstsammlungen im Schloss und in den großen Gemäldegalerien stehen der Kulturstadt am Arno nicht nach. Gottfried Semper orientierte sich nicht zufällig an den florentinischen Uffizien für die Gemäldegalerie am Zwinger. Dort sind es Kunstwerke italienischer Herkunft, allen voran die Sixtinische Madonna Raffaels und die Stadtansichten Canalettos, die Dresdens Ruf mitbegründeten.

Bevor es sich zu diesen kulturellen Höhen aufschwang, stand das einst slawische Dreždany allerdings lange im Schatten damals bedeutenderer Städte wie Meißen und Freiberg. Es bedurfte erst des Aufstiegs zur Residenz der Herzöge und Kurfürsten von Sachsen im 15. Jahrhundert. Seither fungiert Dresden als sächsische Kapitale – mit nur kurzer Unterbrechung als DDR-Bezirksstadt 1952–1990. Seit 1990 ist es Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen in der Bundesrepublik Deutschland.

Vom glanzvoll-barocken augusteischen Herrschaftssitz trennt das heutige Dresden die Entwicklung zur modernen Großstadt, die ihren Charakter als wohlhabende Residenz- und Kulturstadt mit ausgedehnten Villenvierteln dennoch lange bewahren konnte. Die tiefste Zäsur der Stadtgeschichte bilden so die verheerenden Luftangriffe vom Februar 1945. Dresden wurde geradezu zur Chiffre für das Grauen des modernen Luftkrieges. Die angloamerikanischen Bomben und der Wiederaufbau in der DDR-Zeit zerstörten einen großen Teil der Kulturdenkmale und historischen Stadtstrukturen. Nach 1990 setzte jedoch eine einzigartige Renaissance ein, die Dresden heute wieder mit seinem rekonstruierten Zentrum um Residenzschloss und Frauenkirche als strahlendes „Elbflorenz“ erlebbar macht.


Steffen Raßloff: Kleine Geschichte der Stadt Dresden (Rhino Westentaschen-Bibliothek). Ilmenau 2019.


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