Geschichte Thüringens Beck Wissen: Unterschied zwischen den Versionen

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Thüringen verkörpert so beispielhaft die Vorzüge des Föderalismus in Deutschland. Fürstlicher Repräsentationsgeist bescherte ihm Schlösser, Parks, Museen, Bibliotheken und Theater in einmaliger Dichte, machte es zum Synonym des Landes der Dichter und Denker. Das Bild vom "Land der Residenzen" wird durch die mittelalterliche Metropole und heutige Landeshauptstadt Erfurt sowie die Reichsstädte Mühlhausen und Nordhausen abgerundet. Die jüngere Geschichtsschreibung hat zudem auch bedeutende politische, soziale und ökonomische Innovationskräfte für die Moderne herausgearbeitet.
 
Thüringen verkörpert so beispielhaft die Vorzüge des Föderalismus in Deutschland. Fürstlicher Repräsentationsgeist bescherte ihm Schlösser, Parks, Museen, Bibliotheken und Theater in einmaliger Dichte, machte es zum Synonym des Landes der Dichter und Denker. Das Bild vom "Land der Residenzen" wird durch die mittelalterliche Metropole und heutige Landeshauptstadt Erfurt sowie die Reichsstädte Mühlhausen und Nordhausen abgerundet. Die jüngere Geschichtsschreibung hat zudem auch bedeutende politische, soziale und ökonomische Innovationskräfte für die Moderne herausgearbeitet.
 
  
 
'''[[SteffenRassloff|Steffen Raßloff]]: Geschichte Thüringens''' (C.H. Beck Wissen 2616). München 2010 ([http://www.chbeck.de/productview.aspx?product=31753&toc=3267 C.H.Beck Verlag]).
 
'''[[SteffenRassloff|Steffen Raßloff]]: Geschichte Thüringens''' (C.H. Beck Wissen 2616). München 2010 ([http://www.chbeck.de/productview.aspx?product=31753&toc=3267 C.H.Beck Verlag]).

Version vom 20. September 2010, 12:20 Uhr

Geschichte Thüringens

Thüringen.BeckWissen.jpg

Das Buch des Erfurter Historikers Dr. Steffen Raßloff gibt einen Überblick zur thüringischen Landesgeschichte einschließlich der Ur- und Frühgeschichte. Thüringen zählt zwar zu den kleineren Ländern der Bundesrepublik, kann allerdings auf eine mehr als 1500-jährige Geschichte zurückblicken, die besonders im kulturellen Bereich von großer Bedeutung ist.

Das Kulturland um Welterbe Wartburg und Weimar war bis ins 20. Jahrhundert hinein kein einheitliches Staatsgebilde, sondern vielmehr Inbegriff deutscher Kleinstaaterei. Dennoch bestand das Bewusstsein einer "Einheit in der Vielfalt", die sich auf das Königreich der Thüringer aus dem 6. Jahrhundert und die glanzvolle Landgrafschaft Thüringen des 12. und 13. Jahrhunderts berufen konnte. Erst zwischen 1920 und 1990 wurde die staatliche Vereinigung bis hin zum heutigen Freistaat vollzogen.

Thüringen verkörpert so beispielhaft die Vorzüge des Föderalismus in Deutschland. Fürstlicher Repräsentationsgeist bescherte ihm Schlösser, Parks, Museen, Bibliotheken und Theater in einmaliger Dichte, machte es zum Synonym des Landes der Dichter und Denker. Das Bild vom "Land der Residenzen" wird durch die mittelalterliche Metropole und heutige Landeshauptstadt Erfurt sowie die Reichsstädte Mühlhausen und Nordhausen abgerundet. Die jüngere Geschichtsschreibung hat zudem auch bedeutende politische, soziale und ökonomische Innovationskräfte für die Moderne herausgearbeitet.

Steffen Raßloff: Geschichte Thüringens (C.H. Beck Wissen 2616). München 2010 (C.H.Beck Verlag).


Pressestimmen

"Thüringen im Schnelldurchlauf ... Dem Verfasser der ´Geschichte Thüringens´ gelingt es ausnehmend gut, auf diese Weise Appetit auf mehr zu machen." (Thüringer Allgemeine)

"Trefflich geeignet, sich sich über die thüringische Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart zu informieren. Locker erzählt wird auf knappem Raum eine Fülle von Fakten ausgebreitet, die so angeordnet sind, dass man dem Autor gerne und mit größtem Interesse folgt." (Thüringische Landeszeitung)