Cyriaksburg Erfurt Ausstellung: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:CyriaksburgAussichtsturm.jpg|470px|rechts]]Die '''[[Cyriaksburg|Zitadelle Cyriaksburg]]''' verleiht dem '''[[Iga_/_egapark_Erfurt|egpark]]''' ein besonderes Flair. Eingebettet in eine blühende Gartenlandschaft erfüllt sie wichtige Funktionen: Die Defensionskaserne bietet dem Deutschen Gartenbaumuseum eine Heimstatt. Der nördliche Festungsturm beherbergt eine Sternwarte, der südliche eine Aussichtsplattform und eine Ausstellung zur Geschichte der Cyriaksburg (Foto: Alexander Raßloff). Dazwischen erstreckt sich der Skulpturengarten mit Werken führender DDR-Künstler. In der südlichen Caponniere lässt sich im gleichnamigen Restaurant speisen.  
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[[Datei:CyriaksburgAussichtsturm.jpg|490px|rechts]]Die '''[[Cyriaksburg|Zitadelle Cyriaksburg]]''' verleiht dem '''[[Iga_/_egapark_Erfurt|egpark]]''' ein besonderes Flair. Eingebettet in eine blühende Gartenlandschaft erfüllt sie wichtige Funktionen: Die Defensionskaserne bietet dem Deutschen Gartenbaumuseum eine Heimstatt. Der nördliche Festungsturm beherbergt eine Sternwarte, der südliche eine Aussichtsplattform und eine Ausstellung zur Geschichte der Cyriaksburg (Foto: Alexander Raßloff). Dazwischen erstreckt sich der Skulpturengarten mit Werken führender DDR-Künstler. In der südlichen Caponniere lässt sich im gleichnamigen Restaurant speisen.  
  
 
Diese friedliche Nutzung erinnert kaum noch an die militärischen Ursprünge. Allerdings lässt der Blick vom Aussichtsturm die strategische Bedeutung erahnen. Vom Cyriaksberg konnte man die gesamte Stadt überblicken und Belagerungen führen. Deshalb ließ der Stadtrat der autonomen Mittelaltermetropole anstelle des dort seit dem 12. Jahrhundert angesiedelten Cyriaksklosters 1480 eine Burg errichten. Nach der Unterwerfung Erfurts unter seinen Landesherrn, den Kurfürsten von Mainz, 1664 besaß die mehrfach modernisierte und erweiterte Zitadelle ebenso große militärische Bedeutung wie seit 1815 unter den Preußen.  
 
Diese friedliche Nutzung erinnert kaum noch an die militärischen Ursprünge. Allerdings lässt der Blick vom Aussichtsturm die strategische Bedeutung erahnen. Vom Cyriaksberg konnte man die gesamte Stadt überblicken und Belagerungen führen. Deshalb ließ der Stadtrat der autonomen Mittelaltermetropole anstelle des dort seit dem 12. Jahrhundert angesiedelten Cyriaksklosters 1480 eine Burg errichten. Nach der Unterwerfung Erfurts unter seinen Landesherrn, den Kurfürsten von Mainz, 1664 besaß die mehrfach modernisierte und erweiterte Zitadelle ebenso große militärische Bedeutung wie seit 1815 unter den Preußen.  
  
 
Mit der Entfestigung Erfurts nach 1871 begann die schrittweise Umnutzung. In den 1880er-Jahren entstanden die ersten Grünanlagen, während in der Zitadelle noch Militär lag. 1919 kaufte die Stadt das Gelände und gestaltete es zum öffentlichen Park, den man seit 1935 vom Aussichtsturm überblicken konnte. Anspruchsvolle Gartenschauen seit 1950 gipfelten in der '''[[Iga_/_egapark_Erfurt|iga]]''', der Internationalen Gartenbauausstellung 1961, mit der auch das Gartenbaumuseum eröffnet wurde. Die dauerhafte Anlage wandelte sich nach 1990 zum egapark, Herzstück der '''[[Bundesgartenschau_Erfurt_2021|Bundesgartenschau 2021]]'''. Im Aussichtsturm befindet sich seither eine Ausstellung zur Geschichte der Cyriaksburg, kuratiert von Historiker '''[[Steffen Raßloff|Dr. Steffen Raßloff]]'''. Sie befasst sich mit allen Epochen der Geschichte vom Kloster über die Burg bzw. Zitadelle unter der Herrschaft der Stadt Erfurt, von Kurmainz und Preußen, bis hin zur Umgestaltung zur Gartenanlage und Gartenbauausstellung, gipfelnd in iga/egapark und Buga 2021.
 
Mit der Entfestigung Erfurts nach 1871 begann die schrittweise Umnutzung. In den 1880er-Jahren entstanden die ersten Grünanlagen, während in der Zitadelle noch Militär lag. 1919 kaufte die Stadt das Gelände und gestaltete es zum öffentlichen Park, den man seit 1935 vom Aussichtsturm überblicken konnte. Anspruchsvolle Gartenschauen seit 1950 gipfelten in der '''[[Iga_/_egapark_Erfurt|iga]]''', der Internationalen Gartenbauausstellung 1961, mit der auch das Gartenbaumuseum eröffnet wurde. Die dauerhafte Anlage wandelte sich nach 1990 zum egapark, Herzstück der '''[[Bundesgartenschau_Erfurt_2021|Bundesgartenschau 2021]]'''. Im Aussichtsturm befindet sich seither eine Ausstellung zur Geschichte der Cyriaksburg, kuratiert von Historiker '''[[Steffen Raßloff|Dr. Steffen Raßloff]]'''. Sie befasst sich mit allen Epochen der Geschichte vom Kloster über die Burg bzw. Zitadelle unter der Herrschaft der Stadt Erfurt, von Kurmainz und Preußen, bis hin zur Umgestaltung zur Gartenanlage und Gartenbauausstellung, gipfelnd in iga/egapark und Buga 2021.

Version vom 14. Januar 2021, 13:24 Uhr

Geschichte der Cyriaksburg

Zur Bundesgartenschau 2021 eröffnet eine neue Ausstellung zur Geschichte der Cyriaksburg im Aussichtsturm der einstigen Zitadelle.


CyriaksburgAussichtsturm.jpg

Die Zitadelle Cyriaksburg verleiht dem egpark ein besonderes Flair. Eingebettet in eine blühende Gartenlandschaft erfüllt sie wichtige Funktionen: Die Defensionskaserne bietet dem Deutschen Gartenbaumuseum eine Heimstatt. Der nördliche Festungsturm beherbergt eine Sternwarte, der südliche eine Aussichtsplattform und eine Ausstellung zur Geschichte der Cyriaksburg (Foto: Alexander Raßloff). Dazwischen erstreckt sich der Skulpturengarten mit Werken führender DDR-Künstler. In der südlichen Caponniere lässt sich im gleichnamigen Restaurant speisen.

Diese friedliche Nutzung erinnert kaum noch an die militärischen Ursprünge. Allerdings lässt der Blick vom Aussichtsturm die strategische Bedeutung erahnen. Vom Cyriaksberg konnte man die gesamte Stadt überblicken und Belagerungen führen. Deshalb ließ der Stadtrat der autonomen Mittelaltermetropole anstelle des dort seit dem 12. Jahrhundert angesiedelten Cyriaksklosters 1480 eine Burg errichten. Nach der Unterwerfung Erfurts unter seinen Landesherrn, den Kurfürsten von Mainz, 1664 besaß die mehrfach modernisierte und erweiterte Zitadelle ebenso große militärische Bedeutung wie seit 1815 unter den Preußen.

Mit der Entfestigung Erfurts nach 1871 begann die schrittweise Umnutzung. In den 1880er-Jahren entstanden die ersten Grünanlagen, während in der Zitadelle noch Militär lag. 1919 kaufte die Stadt das Gelände und gestaltete es zum öffentlichen Park, den man seit 1935 vom Aussichtsturm überblicken konnte. Anspruchsvolle Gartenschauen seit 1950 gipfelten in der iga, der Internationalen Gartenbauausstellung 1961, mit der auch das Gartenbaumuseum eröffnet wurde. Die dauerhafte Anlage wandelte sich nach 1990 zum egapark, Herzstück der Bundesgartenschau 2021. Im Aussichtsturm befindet sich seither eine Ausstellung zur Geschichte der Cyriaksburg, kuratiert von Historiker Dr. Steffen Raßloff. Sie befasst sich mit allen Epochen der Geschichte vom Kloster über die Burg bzw. Zitadelle unter der Herrschaft der Stadt Erfurt, von Kurmainz und Preußen, bis hin zur Umgestaltung zur Gartenanlage und Gartenbauausstellung, gipfelnd in iga/egapark und Buga 2021.